Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XII (1935-1936)
- Issue
- 20 (16.1.1936)
- Date
- 1936-01-16
- Page
- Seite 160 (sequence 6)
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160 — Wisten u ird Stücke aus der Bibel sprechen und biblische Gestalten in der neuesten Dichtung erstehen lassen. Auch dem jüdischen Humor wird er Kaum gewähren Heida Holde (Hermanns), die bekannte Frankfurter Pianistin, wird Werke von Chopin, Mendelssohn und von den zeitgenössischen jüdischen Kompott i-ten Sektes und Toch spielen. So wird der Abend, den .die Kunstfreunde sicherlich besuchen werden, ein bt »oriders reizvolles und volkstümliches Gepräge traun. Stuttgart. Am *5. Januar findet die diesjährige \X i n t e r x c r a n s t a 11 u n g der Sportgruppe des ..Kitihsbunds jud. Frontsoldaten“ statt. Alle Gemeindemitglieder sind zu diesem Abend eingeladen, der im /eichen einevielseitigen Cnterhaltungsprogramms stellen wud. Auch sonst hat die Sportgruppe wie alljährlich beste \or-orge getroffen, um den Besuchern einen geinibmciu n Abend zu bereiten. Wir machen auf die \ cranst.dtiiiic. hiermit besonders aufmerksam. Tjjaisingen. Am 1 i Dezember verschied nach kurze" Krankheit plötzlich upel unerwartet Abraham i r D b a h e r im Alter von oo Jahren. Dreizehn Kinder trauern um einen Vater, der sie allezeit mit -o -cender Liebe betreute wurde der Verblichene Haupflehre: Goldstein rufe die tiefe Frömmigkei I nter grober Beteiligung 4ur ewigen Kühe gebettet, bilderte in seinem Nach- Friedensliebe und Selbst- Lrl igi-.eit de- Heimgegangenen. Weiter sprachen dessen her (München-Gladbach i. 1 a c h e r (> rberdorf-Bopfinsohu. Lehrer tri der Bruder. Lehrer ge ui. Rabbiner Dr. Schweizer (Horb) als Freund und Rabbiner Dr. Kahn (Bad Mergentheim) für die Verwandtem. Das Andenken Abraham Erlebachers wird immei U!I> erg essen bleiben. Bonfeld. Für die kleine Gemeinde Bonfeld war es eine grobe Freude, dal! Oberlehrer Straus mit der Bonfeider Schuljugend ein« (.hanukkahfeier in der Synagoge veranstaltete. Dr. Helmut Straus hielt einen fi-seiudcti Vortrag, der mit großem Beifall ausgenommen wurde. Ma\ Flehinger dankte als Vorsteher di r (lememde für den genußreichen Nachmittag. Buchau, iicmcindepfleger Siegfried tinstein übernahm I eil Vorsitz in der vor kurzem gegründeten Zionistischen Ortsgruppe. Infolge ihrer Verheiratung nach Barcelona verlor unser Synagogenchor in lledy Bern heim eine gute Solistin. In einer Chor- X e -ammlung wurde die Scheidende durch Gemeindexurstchtr Moritz Vierfelder geehrt. — Am 2. i hamikkaahend veranstalteten die Religionsschüler unter Leitung von Lehrer Z o d i c k eine ansprechende < .hanukkah-Feierstunde. Gesänge und gut deklamierte Vorträge wechselten miteinander ab. Am 28. Dezi mhci tand im Schullokal ein Elternabend statt. — Am 1. Februar steht Josef Einstein 35 Jahre im Dienste der Isr. Gemeinde. Eßlingen. Am 22. Dezember fand im Isr. Vt’ais - ii Haus die übliche Chanukkahfeier statt, die auch heuer wieder ihre starke Anziehungskraft ausübte. Das Lmeklicd. Gedichte von Strauss. Sturmann und Roseiithal eroffnetcn den Reigen der Darbietungen. V lohn- und Klaviere ortrage umrankten eine Szene aus ..Jaakobs Traum", die zwei Mädchen ergreifend vorzutragen wußten. Dem Entzünden rgihten sich Gedichte an. die allerlei von Chanukkah erzählten. Die Kleinsten zeigten ihre Kunst beim Kinderorchester, das nur so klang! Schön der Reigen „Im Himmel muß i b.iziikkah sein!" Und erst „Die lustigen Handwerker" eine ausgezeichnete Darstellung! Hebräische Kamms, exakte turnerische Leistungen der Knaben und Mädchen beschlossen die gelungene Feier. Rechtsainxalt Dr. Schweizer gedachte in seiner Ansprache des Heimgangs des langjährigen Vorstands Landge- "ichtsdirektor Ludxxig Stern, zu dessen Ehrung -ich alle Anwesenden spontan erhoben. Die Gabenhi'cherung ließ auch heuer wieder die Lieblingswünscht der Kinder in Erfüllung gehen. Schwäb. Gmünd. Am 12. Dezember fand in Verbindung mit dem Abendgottesdiensteine dem Ernst der Zeit gemäße Chanukkahfeier statt. Nachdem ein Schüler üas Maanxv-Gebet gesagt hatte, hielt Oberlehrer Dr. Wneben mark einen geistvollen Vortrag über die RcligionsVerfolgungen nach dem Bar-Kochba-Kriege. den er mit dem Kampf der Makkabäer verglich, ■sx-danr führten die Schüler einige Szenen aus dem jüdischen Leben der Vergangenheit und der Gegenwart auf. die tiefen Eindruck machten. Dann zündete der als Vorheter amtierende Schüler die Lichter an und die Gemeinde sang das „Moos Zur". Mit dem Olcnu- und Kaddischgebet schloß die ernste religiöse Feier. Schwäb. Hall. Die vor kurzem erfolgten Wahlen ium Vorsteheramt ergaben keine Aenderung. Die ausgeschiedenen Mitglieder Rabbiner Dr. B e r I i n g e r , Victor Josua Schwab und Moses Herz wurden einstimmig wiedergewählt. — Im Laufe der letzten Wochen gingen die Firmen Jakob Würzburger, Otto Maute (Inh. H. Oettinger) und Leopold Wertheimer in arische Hände über. — Am 15. Dezember durfte Abraham Pfeiffer, weithin bekannt unter dem Namen „Hammele“, unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde seinen 85. Geburtstag begehen. Der Jubilar erfreut sich ob seines bescheidenen Wesens und nicht zuletzt wegen seines stets lebendigen Alt- Braunsbacher Humors besonderer Beliebtheit. Möge es ihm vergönnt sein, noch viele Tage des Glücks im Kreise seiner treu sorgenden Kinder und Enkel zu erleben. — Vor kurzem lud der „Brith Jehudim Zeirim“ zu einer LbanukkabVeranstaltung ein, bei der in deutscher und hebräischer Sprache Chanukkahdichtungen, Gesangsvorträge usw. geboten wurden. Besonderen Anklang fand das frisch-mutige Spiel der Jüngsten. Eine Gabenverlosung trug viel zur fröhlichen Stimmung bei. Heilbronn. Als Nachfolger des verewigten Bezirksrabbiners Dr. Beermann wurde Rabbiner Dr. H e i - mann (Augsburg) gewählt, der sein Amt bereits in den Chanukkahtagen angetreten hat. Auf seinen Wunsch hin wurde von einer offiziellen Amtseinführung Abstand genommen. Dr. Heimann war Hörer des Jüd.-Theol. Seminars zu Breslau und der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums zu Berlin, an der er das Rabbinatsexamen ablegte. Dr. Heimann, ein Sohn des Oberkantors Wilhelm Heimann, Augsburg, steht im 26. Lebensjahre. Heilbronn. Dife Jüdische Kulturgemeinschaft gewann für einen Rezitationsabend Edith Herrnstadt- Oeffingen (Berlin). Die bekannte Sprecherin brachte Ernstes und Heiteres aus jüdischen Dichtungen und bewies damit erneut ihre Meisterschaft. Zu einem besonderen Erlebnis gestaltete sie Stefan Zweigs „Kabel rechtet mit Gott“. Reicher Beifall lohnte die Künstlerin und bewies, daß die Leitung der Kulturgemein - schaff mit diesem Abend wieder etwas Hervorragendes geboten hatte. Heilbronn. Wer die Chanukkahfeier des R.j.F. und seiner Sportgruppe in den Räumen des Gemcindelokals besuchte, hat sein Kommen sicherlich nicht bereut. Man hörte nur eine Stimme des Lobes bei der gesamten Gemeinde über das, was an diesem Abend, der in eine „Feierstunde“ und eine „Bunte Stunde“ zerfiel, geboten wurde. Besonderen Eindruck hinterließen der von, Hermann Kern ausgezeichnet einstudierte Sprechchpr aus „Jeremias“ sowie die sehr guten Gesangsvorträge von Frau Reis. Im heiteren Teil sorgten die wechselvollen Bilder und ständigen Geberraschungen auf der „Redaktionsstube des Jüdischen Familienblattes'' für eine sehr heitere Stimmung, so daß man den allseitigen Wunsch, bald wieder einer solchen Veranstaltung beiwohnen zu können, nur verstehen kann. Daß alles so trefflich klappte, war in erster Linie ei« Verdienst von Frau Liese Victor und Hermann Kern. Heilbronn. Im „Kindergarten“ fand auch in diesem Jahre eine Chlanukkahteier für die Kleinen und ihre Angehörigen statt. Tante Erna Katz verstand es, durch reizende Spiele, Aufsagenlassen von Gedichten u. a. m. zu erweisen, was sie in Mühe und Liebe den Kindern für diese Feier vielfältig gelernt hatte. Zur Belohnung gabs später Geschenke und eine leckere Bewirtung, dib von Damen des Frauen Vereins und edlen Stiftern gespendet wurden. Auch das Altersheim in Sontheim erfreute seine alten Leutchen wie jedes Jahr durch eine schöne Feier, die unter der Leitung von Oberlehrer Krämer einen flotten Verlauf nahm. Frau Lene Kahn begrüßte die Insassen, in deren Namen Herr Hirsch mit gerührten Worten für die schönen Darbietungen und die durch sie bezeugte Liebe dankte. Niederstetten. Für den 21. Dezember lud die Jüdische Volksschule Bad Mergentheim-Edelfingen die Gemeindemitglieder zu einer Chanukkahfeier ein. Ein feinsinniges, interessantes Programm rollte vor den zahlreichen Anwesenden ab. Heiteres wechselte mit Ernstem, hebräische Lieder und Sprechchöre mit graziösen Tänzen. Große Freude bereitete auch ein Theaterstück in hebräischer Sprache. Rabbiner Dr. Kahn sprach allen I aus dem Herzen, als er den Lehrern Zucker und Hanauer, Fräulein Lydia Kahn und den Gdbrüdern Ostheimer für ihre große Mühewaltung dankte. A. R. Göppingen. Vor kurzem erschien in Paris der Roman „La solitude ä Paris" von Etienne Gril und Arthur Fleischer (Editions Pierre Gara), der zum Teil in Stuttgart, zum Teil in Paris spielt und in unterhaltender Weise das Schicksal einer jungen Stuttgartern schildert, die nach mancherlei Mißgeschick sich endlich in Paris einlebt. Arthur Fleischer ist ein gebürtiger Göppinger und dürfte bei seinen vielen Freunden noch in bester Erinnerung sein. Rexingen.; Am 1. Januar durfte Josef Hanauer in körperlicher und geistiger Frische seinen 88. Geburtstag feiern. Hanauer ist das älteste Mitglied unserer Gemeinde. — Zum Vorsitzenden des Vorsteheramtes wurde Willy Preßburger gewählt — Am 2. Schabbos-Chanukkah fand nachmittags ein Jugendgottesdienst | statt, an den sich eine Bewirtung der (38) Kinder! anschloß. Göppingen. Am 22. Dezember wurde im „Defteibacher" die traditionelle Chanukkahfeier durch den Jüdischen Jugendbund unter starker Beteiligung der Gemeinde in flotter Weise durchgeführt. Nach dem Entzünden durch drei unserer Kleinsten und gemeinsamen Gesang der Festhymne folgten ein von Mitgliedern des Bundes verfaßtes Makkabäerspiel, Gedichtvorträge, ein Sprechchor, ein hebräisches Singspiel, ein Handharmonika-Trio sowie einige Gruppentänze. Zum Schluß wurde ein „Kasperletheater“ gegeben, das besonders die jüngste Jugend in seinen Bann zog. Sämtliche Darbietungen fanden verdienten Beifall. Nach einer Kinderoolonaise und Verteilung von Geschenken an die Jugend blieb diese noch einige Stunden bei frohem Spiel zusammen. Rottweil. Hier fand eine von Lehrer Warscher vorbereitete kliine Chanukkahfeier statt. Ruth Lauph e i m e r sprach den Prolog. Dann trugen die Kinder ein hebräisches Chanukkahlied und Gedichte vor. Lehrer Warscher sang Arien aus Mendelssohn’schen Oratorien, von Frau Oettinger am Harmonium begleitet. Der Gelang der „Hatikwah“ beschloß die kleine Feier, worauf die Kinder vom Frauenverein mit hebräischen Spielen beschenkt wurden. Thal beim. Der Jugendbund veranstaltete unter der tatkräftigen. Leitung von Siegfried Straus eine wohlgeiungene, von der Gemeinde beifällig aufgenommene Chanukkahfeier, bei der auch eine Verlosung stattfand. > Ulm. Auch die hiesige Sportgruppe des R.j.F. stellte sich am 24. November in den Dienst der Jüdischen Winterhilfe. Die 1. Handball mau» schaff spielte gegen R.j.F. Göppingen und gewann 10:4. Die Jugend hatte die Zöglinge des Landschulheims Herrlingen zu Gast und gewann 5:3. Ein namhafter Betrag konnte an die Jüdische Winterhilfe abgeführt werden. In der am 5. Dezember statlgefundenen Versammlung des Israel. Frauen Vereins erstattete Frau Alice Straßburger, die als Vertreterin an der, in der Zeit vom 10.—12. November stattgefundenen Ge samtsilzung des Jüd. Frauenbundes in Berlin teilgenoinmen hatte, ausführlichen Bericht. Sie sprach über die geradezu bewundernswerte Energie und Hingabe, mit der die führenden Frauen an ihr schweres Werk, der Not zu steuern, und den Verhältnissen Rechnung zu tragen, herangehen. Die 1. Vorsitzende, Frau Levy, dankte in herzlichen Worten der Rednerin für den interessanten und anregenden Abend. Ulm. Bei den am I. Dezember stattgefundenen Vorsteherwahlen wurden nachstehende Herren gewählt: Für den verbleibenden Vorsteher R.A. Dr. Leopold Hirsch, als Ersatzmann Sally Leiter; für den verbleibenden Vorsteher Emil Mayer, als Ersatzmann Julius Barth. Auf 6 Jahre wurden neu gewählt: EmilGundelfinger, als Ersatzmann W a 1ter Friedmann; R.A. Moos III. als Ersatzmann Zahnarzt Dr. Ernst Wolf; Dr. Richard Srauss, als Ersatzmann Dir. Hugo Rosenthal, Herrlingen. Auf 3 Jahre: Fritz Essinger, als Ersatzmann Hans Erlanger. Ulm. Am 5. Januar fand im Saal des zu Kulturbundzwecken im Umbau befindlichen Gemeindehauses die Verpflichtung der neu gewählten Mitglieder des Vorsteheramts — Emil Gundeifinger, Rechtsanwalt Ernst Moos III. und Dr. Richard Strauss — durch den bisherigen Vorsitzenden, Rechtsanwalt Gump, in feierlicher Sitzung statt Das ebenfalls neugewählte Mitglied des Vorsteheramts, Fritz Essinger, konnte infolge dringender Verpflichtung an der Sitzung nicht teilnehmen. Rechtsanwalt Gump gab einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeit des Kollegiums in seiner bisherigen Zusammensetzung, gedachte vor allem dankbar der harmonischen Zusammenarbeit aller seiner Mitglieder, zeichnete in kurzen Zügen die künftigen Aufgaben des Vorsteheramts und hob hierbei als besonders dringlich die Ausbesserung der Synagoge und die Erweiterung des Friedhofs hervor. Nachdem das älteste Mitglied des Kollegiums, Bankier Emil Mayer, den Vorsitz übernommen hatte, wurden auf dessen Vorschlag Rechtsanwalt Dr. Hirsch zum Vorsitzenden, Rabbiner Dr. Cohn zum stellvertretenden Vorsitzenden und Rechtsanwalt Ernst Moos zum Schriftführer einstimmig gewählt. Der neue Vorsitzende dankte sodann den ausscheidenden Mitgliedern des Vorsteheramts, besonders aber dem hochverdienten langjährigen Vorsitzenden Rechtsanwalt Gump, der 24 Jahre, davon 12 Jahre als Vorsitzender, dem Vorsteheramt angehört hatte; er dankte auch den bisherigen Vorstehern Max Bernheimer und Ludwig Martin für ihre ersprießliche und segensreiche Arbeit im Dienste der Gemeinde, ln längeren Ausführungen gab Dr. Hirsch der Erwartung Ausdruck, daß in der heutigen Notzeit die weltanschaulichen Gegensätze sicherlich ausgeglichen würden und betonte insbesondere, daß die Tätigkeit des Vorsteheramts io. der Gegenwart sich nicht mehr allein auf die Aufgaben der Verwaltung beschränken dürfe, sondern sich auf die zielbewußte Vertretung aller jüdischen Interessengebiete ausdehnen müsse. Ulm. Am 9. Dezember hielt Fräulein Ilse W o 1 f f, Stuttgart, einen Vortrag über „Berufsberatung, Auswanderung und Arbeitsvermittlung", der bei allen Anwesenden großes Interesse fand. Die Rednerin sprach in klarer und sachlicher Weise, und von der Beratungsstunde wurde weitgehendst Gebrauch gemacht. Ulm. Am 14. Dezember hielt Ludwig Dannhauser einen Vortrag, über seine Mittelmeerreisc. Besonders starke Eindrücke empfing der Redner von Palästina, und es war doppelt interessant, ihre Schilderung aus dem Munde eines Gemeindemitglieds zu erhalten. Der überaus fesselnde Vortrag war gut besucht und fand dankbaren Beifall. Ulm. Zwei Chanukkahfeiern, jede auf ihre Art freudebringend, fanden am 21. und 22. Dezember statt. In dem stilvoll dekorierten Saal des Gemeindehauses bereitete die Z,O.G. ihren Mitgliedern einen frohen Abend, in seiner 'Ansprache erläuterte Dr. Richard Strauss das Wesen des Zionismus, und Ludwig Salomon verlas die Makkabäerrede. Ein Sprechchor „Die Makkabäer“ fand ebenfalls stärkste Aufmerksamkeit. Nach dem Entzünden stimmten'alle Anwesenden die Festhymne an. Die „Hatikwah“ und andere jüdische Weisen weckten das Gefühl der Zusammengehörigkeit, schönster Ausdruck der gut besuchten Feierstunde. Auch das übliche „Chanukkahobst mit Plätzchen“ fehlte nicht. Musikalische Darbietungen und ein heiteres Spiel der Jugend trugen sehr zum Gelingen des Abends bei. Nicht weniger erhebend war das Konzert, das vom Kammerorchester der Stuttgarter Jüd. Kunstgemeinschaft unter Kapellmeister Karl Haas im Rahmen des Kulturbunds geboten wurde. Die herrliche Kunst des kleinen Orchesters kam in dem weitgespannten Raum unserer Synagoge zu wundervoller akustischer Entfaltung. Großen Eindruck machte auch Hilde Schlessinger (Stuttgart) mit ihrem virtuosen Orgelspiel. Bewunderung erregte Frau Else Qlucks prachtvoller Sopran. Rechteanwalt Moos dankte den Künstlern im Namen der zahlreichen Anwesenden. Ulm. Am 30. Dezember veranstaltete die Ortsgruppe des R.j.F. für den von Ulm scheidenden Kameraden Oberlehrer Adler eine Abschiedsfeier, der auch das