Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XII (1935-1936)
- Issue
- 19 (1.1.1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 5)
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I Sottesäienstzeiten für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. Hauptsynagoge hospitalstrabe. 1. Jan. fverktagsgottesclienst 2. 2a». wrrktagrgoltesdienst 8. Ja». TDerktagsgottcsdienit §rcitagabeinl 4. Ja». Sabbath 3ugcnJgottcsJioujt 5. Ja». tücrktagsgottesdienft (Fasten, Belog. Jerusai.i»;) $afteiiende 6. -9. Ja». IPerktagsgottesdicnit 10. Ja». lDerkfagsgcttesdicnft 5rcitagabc»d 11. Ja». Sobbdlb 3ugc»di)Otlosdie»it 12. Ja». lDerktagsgottcsdiznit 18.—16. Ja». lüerkiogsgottesdicMit 17. Ja». IDcrktogsgottcsdienit Frcitagabeiid 8 00 Ubr morgs. 4.30 Ubr abc»ds 7.30 Ubr inorgs. 4.30 Ubr abends 7.30 Ubr inorgs. 4.30 Ubr abends 0.00 Ubr inorgs. 3.30 Ubr »ad»». 5.27 Ubr abends 8.00 Ubr inorgs. 4.30 Uhr abends -'>.28 Uhr abends 7 30 Ubr inorgs. 4.30 Ubr abends 7.30 Ubr inorgs. 4 30 Ubr abends 0.00 Ubr inorgs. 3.30 Ubr nadiin. 5.3» Uhr abends 8.00 Ubr inorgs. 4 30 Ubr inuhm. 7.30 ilhr inorgs. 4.30 Ubr abends 7.30 Ubr inorgs. 4 45 Ubr abends — 153 — I Sottesäienstzeiten Synagoge 3»r«el. NeNgtonegeseüschaf«, Schlosserstrabe 2 '• 3d» , 7.45 Ubr morgs. 1.00 Ubr nachm. I 8.00 Ubr abends 2. Jan.. 8. J.in., Freitagabend 4. Ja».. Schabbos 5. 3.ui. fliorob b tewes ü.—10. Jan.. 10. Ja».. Freitagabend 11. Jan., SAabbos 12. Jan.. 18. 17. 3a».. 7.15 Ubr morgs. 1.00 Ubr nachm. 8.00 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. ■ 4.30 Ubr abends i 8.30 Ubr morgs. 1.0D n. 4.00 Ubr nachm. 1 8.00 Ubr abends 7.45 llbr morgs. 4.00 Ubr nachm. 7.15 Ubr morgs. 1.00 Uhr nachm. | 8.00 Ubr abends 4.30 Ubr nachm. 8.30 Ubr morgs. 1.00 n. 4.00 Ubr nachm. 5.35 llbr abends 7.45 Ubr morgs. 1.00 Ubr nachm. 8.00 Uhr abends 7.10 Ubr morgs. 1.00 Ubr nachm. 8.00 llbr abends wob. die dir iiiiilli'rlichcii und fürsorgiTisrluui Kühigkeilcii der jiidisrlu-n Krall, über den Kreis der Kamille hinaus, liir die Allueineiiiheil wirksam muelilr. Kreilieli — diese Arl der Milfslierritsrhall ist in Städten oder gar in (i r o U - Städten, besonders in heutiger Zeit, ein weil sebwirrigeres Problem: denn Verwandle oder Kreuude wohnen oft sehr entternt und können nielil so raseii zur Stelle sein, wie es vielleicht manelimal nötig sein wird. Deshalb soll beute den jüdischen Krauen der (iedanke der N a e li h a r li i I f r nahegehracht werden. Sie ist nichts anderes als die alle „Mizwoh" in neuem (iewand. das Ziirü.kgrrilcn zu guter jüdischer Tradition, den veränderten städlisilien Verhältnissen angepallt Der Isr. Krauenverein-Krauenhund wird in jede jüdische Kamilie eine Liste senden, auf der die Krauen iiufgelührl sind, die sich bereit erkläit hals n. in Notlallen liir-rasche Hilfe zu sorgen. Diese Krauen sind jedoch nicht in der Lage, in jedem Kall ihres groben Bezirkes selbst einzugreifen, sondern sie sind aut die Bereitschaft jeder jüdischen Krau angewiesen, dadurch nachbarliche Nähe oder durch günstige äuUere Verhältnisse iz. B. wer noch eine Hausgehilfin liesitzli zur Hille aufgerufen wird. In welchen Fällen soll nun die Nuchlmrliilfe einsetzen? Wir führen ein Beispiel an. um klarzuinarhcn. wo etwa Hilfe in Ansprueh genommen und gewährt werden kann. Wenn Sie erkrankt sind. iH-narlirichligen Sie eine der auf der Liste angeführten Krauen. Sie sorgt dafür, dall Ihr Haushall weiterläufl. indem sie Ihnen allerhand Gänge und Telefongespräche ahnimml. Sie henarhriehligl den Arzt, s, haut, dall Sie snrhgemäll verpflegt sind, holl Ihnen evtl, die nötigen Medikamente, sieht, oh Ihre Kinder ordentlich versorgt sind. Sie he sorg! das. was Sie für die Mahlzeiten lienöligen mit. wenn sie für den eigenen Haushalt einholt. Sie kocht, wenn es Ihnen recht ist. für zwei Kam dien und verpflegt Sie dadureh mit. Sie setzt sich auch mit der Berufsberatung oder Hauspflegeveriiiitllung in Verbindung und ist bemüht, dall Sie rasch eine llausptlegerin. Schwester. Stundenfrau. Hausgehilfin oder zusätzliche Hilfskraft erhallen. Kurz, sie sucht Ihnen all diese notwendigen, aber zeitraubenden Dinge ahzunelinien. bis Sie eine Hille haben, die Sie und die Ihrigen zu versorgen imstande ist. Der Raum verbietet, noch mehr Beispiele aufzuzählen. Der Kernpunkt der Nnchburhilfe ist demnach: Kr sie Hilfeleistung. Die jüdische Krau, die, sich einer solchen Mizwoh unterzieh!, wird den richtigen Instinkt dafür halten, was an Hilfeleistung erwünscht und erforderlich ist. Ks ist dem guten Willen und — leider auch der zur Verfügung stehenden Zeit — anheim gegeben, oh sie über diese notwendigsten Dinge hinaus noch etwas zu tun imstande ist. Freilich, eine Hilfskraft in Haushall zu ersetzen, kann von der Nnrhbnrhilfc nicht erwartet werden. Dies ist in groben l'mrisscn der Plan einer Nachbnrliilfe, wie er heule zeitgcmäU erscheint. Der Isr. Krauenverein-Krauenhund hat durch eint* seiner Kommissionen die Durchführung in die Hand genommen. Ks ist ein Versuch, der stellt und fällt mit der Kinslellung der jüdischen Krau zu den Notwendigkeiten der heutigen Lage. Wer sein eigenes Hauswesen ganz im alten Stil weilerführeii möchte, wird keine Zeit linde», wo anders helfend cinzuspningcn. l ud cIh-iiso wird d e r nicht zu helfen imstande sein, der die zur Verfügung stehende Hilfe anderer nicht annelimen möchte. Aber wir wissen. d»|l die jüdische Krau liillt. wie immer, wenn sie dazu aufgerufen worden isll Wir erwarten. dub sie sich helfen lälit. wenn sie Hilfe Is-nöligl. Wenn sich unsere Krauen diese Gedanken zu eigen machen könnten, brauchte iirh niemand in der Not verlassen zu fühlen. , . I. L. Aus den Gemeinden i Württembergs. Stuttgart. Dir am 8. l)p;nii)M‘r veranstaltete M i I g 1 ie (1 c r v i1 r s a in in I p » g des R ei <• li s b u n d e s jüdischer F r o n t s o I d a I e n , Ortsgruppe Stuttgart. trug das Gepräge herzlicher Kameradschaftlichkeit. Der Vorsitzende. , Rechtsanwalt Mainzer II. gedachte in seiner Eröffnungsansprache vor allem in warmen Worten der im letzten Vereinsjahre verstorbenen Mitglieder. Besonders ehrende Worte widmete er dem einzigen Ehrenvorsitzenden des Vereins. Landgerichtsdirektor i. R. L ii d w i g Ster n. Die Anwesenden hatten sich ehrfurchtsvoll zum Gedtmken der verewigten Kameraden erholxn! Der Vorsitzende begrüßte hierauf die zahlreich erschienenen Mitglieder der Ortsgruppe und guh seiner Freude darülier Ausdruck, auch viele Kameraden aus dem Lande willkommen heißen zu dürfen. Besonders herzliche ßegrüßungswprte galten dem anwesenden Vertreter der Bundesleitung. OI>erlnndesgerichtsrnt i. R. D r. R o s e n t h a I, Berlin. In seinem Jahr«»sl>crpcht erwähnte der Vorsitzende vor allem den Kauf des Sportplatzes »in Feuerbachertal und dankte den Spendern, die in großzügiger Weise den Erwerb ermöglichten. Die Jugend schulde den alteren Generationen Dank dafür. Die Funktionäre des Vereins und der Sportgruppe ha Iren ihre Aufgnln* in Vorbildlicher Weise erfüllt und den Dank verdient, der ihnen aus dem Munde des Vorsitzenden gezollt und durch reichen Beifall liestatigt wurde. Ein reberhlick über die im letzten Jahr gehpteWn Veranstaltungen gab ein schönes Bild regen Vereinslebens. Besonders erfreulich konnte der Referent über die, Beziehungen des R.j.F. zu Z.O.G. und Hakoah berichten. Gelegentlich der stattgefundenen Wahlen muß das Zusammenwirken dieser Organisationen rühmend hervorgehoben werden. Ausgezeichnet ist das Verhältnis zur Landes- und zur Bundesleitung. Die Zahl der Vereinsmitglieder ist gewachsen. Dem vervielfältigt vorliegenden Kassenbericht sind die geordneten Verhältnisse des Vereins zu entnehmen. Dem Kassier Lindauer Wurde für seine ausgezeichnete Küssenführung durch lebhaften Beifall gedankt. Nach Schluß der Berichterstattung des Vorsitzenden ergriff der Bundesleiter D r. Rosen t hat, Berlin, zu einem ausführlichen Referat über die Zeitverhältnisse das Wort, ln glänzender, formvollendeter Rede entrollte er Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart. Er warf die Frage aufy Wozu ist der R.j.F. gut? Die Aufgabe des in inpfer in w« IId li gl der Rfd sich fertäägkomne. sorgt ng na pan u n< e r kßundes ist, als Vertreter der jüdischen Frontkän der allgemeinen Oeffentlichkeit zu wirken; sich anschauliche Differenzen zu mischen, lag dem R.j.F. ferne. Besonders beschäftigte sich ner noch mit der aus den Nürnberger O«setzen gellenden Sachlage und der jüdischen Kriegso »I keil, die der jüdischen Gesamtheit zu Gute Klagen sind auf dem Gebiete der Kricgsopferv« in keiner Weis«» vorzubringen. Dr. Rosenthr I noch zu der Frage der Auswanderung und den artig erfolgenden Verkaufen Stellung. Der gezollte stürmische Beifall und die tu rzlich *n. vertrauensvollen Dankesworte des Vorsitzenden waien der b«*sle Beweis des großen Eindrucks, den D •. Rost nthals Ausführungen auf die Anwesenden tusgei |»t hüben. Ein gemütliches, echt kameradschaftliches Zusa nniensein schloß sich dem offiziellen Teil des Alends; n. Stuttgart. Am 8. Dezember 19A5 hielt die Zionistische Ortsgruppe Stuttgart ihre Mit gl ederversammlung ab. Der Vorsitzende. I) r. P*s» i I T ä n z e r , - lx»grüßtc die Anwesenden herzli« »st. u ul wies darauf hin, daß der heutige l'ätigkeitshe icht (in Rechenschaftsbericht sein müsse üIht den Ei folg cer zionistischen Arbeit in Stuttgart. Er sprach in groß n Zügen über die geleistete Arlaül vom Sommer lit.k'f bis jetzt. In der Hauptsache seien in der letzten Arliei s- |H»riode kleinere Veranstaltungen abgehalten wordt n. da es sich gezeigt halx*. daß diese am besten geeigi et seien, die Mitglieder zu schulen und ihnen ziot istiscl es Wissen beizubringen. Dr Tänzer schlug vor. um eine weitere Intensivierung der Arbeit zu ermöglichen, klei n* (truppen von 40 bis 00 Personen zusammen zuslell *n nach der Gemeinsamkeit ihrer Interessen. Dae zionistische Bewegung verlange von ihren Mitglied« rn nicht nur. daß sie Mitglied seien, sondern daß sie s ch au h aktiv an der Arl»eit beteilig«»!). Dem Tiiligke IsIhtu hl von Dr. Tänzer schloß sich eine rege Aussprache s n. die lür das große Interesse der Mitglieder zen de D n Knssenlx'richt erstattete Allier! G a i s m a r. Euter Dajiikesworten wurde dem Kassier Entlastung erl »It Ulf Vorschlag von Dr. Tänzer wurde die Wahl eines kl|*i neu und eines großen Ausschusses angenommen. lii**- Zusammenstellung d, rsellx n soll folgende sein: I klein«* Ausschuß ist zu bilden aus dem VorMtzemhin. drei SleÄVertretern, zwei Beisitzern. Dieser Ausschuß wurde uft+ großer Mehrheit angenommen. K» wurden gewählt: Dr. Faul Tänzer. Vorsitzender: jl)r. Lp«» F i s c h I e r . Sallv F r «* ß h u r g e r . Ernst 1 r e d c u h «• i in , stellvertretende Vorsitzende: Wnlt B, linder. Felix M aas. Beisitzer: AIIhtI (i a i s m a Kassier. Zum großen Ausschuß werden die Leiter dj einzelnen Eiiterniisschiisse hinzugezogen Ans« htießeod wurden noch folgende Kommissionen gebildet uud e|>enfnlls von der Versammlung angenonime » Kcrin llajessod-. Keren Kajenielh L«»jisrael-. Propaganda- Kommission und die Kommission tür kullurel e Arl>e|t. Der Kassier. AlU rt Gaismar. wurde von der Versammlung wiedergewählt. Am Schluß stellte Felix M.a a .<* nojli den Abtrag, die Mitglieder der Z.O.G. zu ver ptlichlcpi. «*ine Keren Kajemethhüehse aufzustellen. Au« h dieser Antrag wurde angenommen. Gegen Milternaelit. selihjß Dr. Faul l'änzer die anregend verlaufene Versamn lung. Stuttgart. Nach zweijähriger Enlerhrerhur g \era i staltete der Kegelklub „Hohe Schule” au 14. D zeniher eine Chanukkahfeier, der sieh ein Kegeless« n ans« bloß. Nach dem ühliehen Entzünden l>egi üßte d« r 1. Vorsitzende. Hugo Fließ, die Anwesen« en her lieh. In seiner Ansprache wies er auf die Bedeutung des Chanukkahfest«»s hin. und sprach sodann über den Sinn und Zweck des Kegelsportes. Der Vorsitzende betonte, daß sieh die Mitglieder des Vereins all w achen - lieh nicht nur zum Kegelsport einlinden, sontem «Ls Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, soll «las Zii 1 des Vereins sein. Der Abend verlief äußerst ha monisc » und es wurde auch der Jüdischen Winterhilfe gedach . Einige Ceberrasehungen, n. a. die Versteige *ung d«s Bens« hens, erbrachten einen ansehnlichen Betiag. Aue i diese Art. der Jüdischen Winterhilfe zu gedenl en. w ir t zur Nachahmung bestens empf«»hten. Stuttgart. Das Jüdische L e hrhaus! und di * Stuttgarter jüdis« hen Organisationen setzten ihre Lebt* kurse am 17. Dezemtx r mit «»iner Artxitsgemk »inschaf t von Rabbiner I) r. Auerbach .über ..Müfraschim * fort. Der Redner iiliersetzte das Wort mit ..untersuchen ‘ und das ..Ergebnis der Entersuehung bt»i der Auslegun » der Heiligen S< hrift . Man unters« heiltet hallaehiseh » und hagadisehe Midraschim, was von Dr Auerbnc durch einige Beispiele näher erläutert wurde.. Als de eigentlichen Schöpfer der Midraschim nannte er Hi K c I. I nner großer verstorbener Dichter B i a I i k‘ haj die volkstümliche Zusammenstellung der Miflraschin herausgehracht. Stuttgart. Am 22. Dezemlx»r veranstaltete d Sportklub ..H a k o a h eine M a k k h h ii e r <Kod> a. Ji. L. STERN Me ch. Kleid er fabrik H O R B a. N. Spezialität: Hosen Alltinytrltauf für Laupheim S. Henmann SchalnrireB | BwuAt di« jö8i«K<n Vwintf Gldeol-Werke Horb a.N. A.G. FEINSEIFEN FÜR DEN KONSUM U A-i. .. -A» . ft | ■ Kleinanzeigen ln die Gemeinde- Zeitung. &5fifUngen Ski-Läufer und Wanderer! Das mD", das Bahnhof-Hotat, in Göppingen erwartet Euch. Auf dem Wege zu den Alb-Bergen bietet es Euch gemütliche Räume und Uebernachtungsmöglichkeit. 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