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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-08-01 · 9 (1.8.1935) · p. Seite 70

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
9 (1.8.1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 70 (sequence 6)
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70 - /.ur Zeit ti Kb^rn mit 12» Kiml«*rn zahlt. Vom (. Schuljahr;iii wird sephardisches Hebräisch als Sprachunlrrrichtstueh gelehrt, was in der Aussprache hinsichtlich lies Zeitpunkts als zu spät erachtet wurde. Zurzeit lallt sich jedoch die Einführung des Sephardischeu In einer früheren Klasse mit Rücksicht auf die Vorbildung der Kinder noch nicht durchführen. — \iischlief)end macht« Dr. Mer/baeher Ausführungen Ober Slen Kauf lies Hauses llohenstaufenstr. 7 durch d« n Israel. Oherral. Der Vorsitzende des Vorsteher .i*,ils wird in seiner Eigenschaft als Mitglied des er- »cilnlen Obrrra!« hcauttragS. die Angelegenheit dort zur >prarhe zu h» -ug. u und dem Vorsteheramt dann »x l< der zu h« rieht« n. I in \ntrag l>r. Merzbachers, dem .«Mren.it in, gemeinde, igenen Haus Räume zur Vertugui’g zu -teilen, wurde. nachdem der Obmann der Hrmi/.ihteiluug hierzu Stellung genommen hatte, einstimmig nugenomm« n. Dieses Angebot liegt im Zug der In ab-iehtigten Maßnahmen zur Vcrwaltungstcreint.ielning und /it Verw altiingsersparnissen. — Zum Sehlus» d;*t Sitzung üherreiebte «ler Vorsitzende Ober reehuuugsr.it M e X e r eine künstlerisch ausgeführte ( , K «mle. in der die anläßlich seines 7ü. Geburtstages der Gemeinde \eraiilatltc Eintragung in das Gold, ne Iturh des K.K.E. bestätigt 1* int. Eine nichtt.iteri'l.ri.e Sitzung -ehloR sieh au. ^lultgnrt. 1!>!.>. i i : i < tür :,ngc/«'igt. - - l V. i.iraul hüi/uxx cn ii. . " ‘ I. .•in hcMinderx takliisid zurii. kiiallci»- - f r . . i Ert,»rd, i ni> gilt in _ - - - \V,.| ,i..»rt xx it tut die i 'ii,|. i;v II Mäum : x\ ie tür ei^’ii. Ie Aiillrelen - - . .!' ' -X -'in, in Erlaß des I' ’ M 17 lull -bfingi immer die ' . . i i i.i i - XX U . darici h ix'iirleilt I' M> dl." >- It:- U Xi rgeht. '.Jiädigl > ' - "! d. n lin/cln,n eine ' i n .;i 1 --dlt«' sich dessen „ >1 . .i |, i ■ ■■ >. i n ,1,'in 1 rlaß wird weiter | i v ,u it ü .i td... die Vorsteherämler. | '• n mit dem 1 >1 »errat ✓ 1 n n. *= i Ul- :; , in” I Nts« tiieijenheit ent - g -g. d n tüt;; ll* •» g»lnrritTlill wiirdicell \ * r ' . . . .... ||. Ufaltrach. I! . un d. H «■ : ii r i . h I. \ i 4. Ml! >!, Ü tl.-je E«*W: in 5«>. I.« I'CNS. j.tl.i« / i - n P.alie t>« ürl. All" allen Kreisen der f»«. r _• i . >. /.»! .>!>!.. rr:m.T\rrMiiiin- - IX >!'. >. X. « ii : K«/ -lEriddii« r Drv Beer- - - > IId. r;:::ls i: Lei** ed»ii ■ des Ent - \ : i. :.i ’ i ‘ Er -- ‘. "«lei te tleinri« ti I.e\i als •aii...: ii - .1 i. i. \l.:*«n -r lauterster Denkling--.j sj, u «j. \\ i _ -!!•••!, I«" ging. I.« x i v. .1g« IN. ...» Kievenx«»rstejj-:r t ei l :: e.'_ X« >! .1" d. - (*r III« iliderats der! 11 ’.- n *i i• li;"!i n K* ti Arint* rn hat er ' : - * t ■ i i - na1 ii-l.-i r Eli I ttreue gewirkt. N! .•nu,iiii|i!. i s, in,> Ptli-ht lat. Im 1 .i.- 'i ' t iamiikIi und aus- . ■/ ha!«- ii' s. i;j 25j.dirig. s Ehe £ :• .! t : nun a! r hl* 11»t nur n«**|» i . . - ' '-IN«!i; - n Mann der ZN den H.' '■ I ■- i ■ ■ :l ■ Hl I.- Bmhaii. \i. > « hin. iand {«;•; üü Kähmen -! - 1 «!: -«I« r / - - d. la lirkuts unter l - : n 1 e > i n g e r statt. Igs '! '!!' ' - - - I>g.->e«z; *« sein« r hist,» * * 1 - s .! af^itn!!* n I» dulung he- «,Oppillgen. I Za ai-dsidle : »rtsg: Uj i.e \olleildete i-!5. Mi - a iiii'j-r t - - np;:> n.," nd,- al»g,- .. Ko - d i . l'aH«sdn.-i-Kun«!, . ,1 ,i k n l> .Sr.,. ' «■! .i.t.I. it. di. slarhe f.ntxvieklung XON Mamlel ‘ '.eu *• n I / Isi.n-t 'deren Ke!- uinng lür das . - - - f . > und E\jM,rt. Ein, Aussprache •*i■ »n. 1i^t!iir derartige, der AII- - #*tgängln In Ahetule au danken — aller- « -• V ‘ Mt! dieser!>ahk lei- .111 :iiU«h einen stärkeren!<■-.' * '!-! ';Us.|:Ai< k g, <a i|t werden. — Die Merr. «i i . t aut it.-m Sti<»rtpial/ d, s K.j.E.! ’r_ ahtes Kind« rt*f^! in Form eines Spiel-! f . -->> l' Kn.,!-: x i - Iden .dnen trohen fug. ,.:.d |j ,|i Alf n »ren dii:«h die sonnigen t»esi, h- '• i i .'N.' id .! iS'uno'eil dem s.-i,xx-eren Alltag '! lhe ' i.' K e. ■ ‘ I -.'.».den X«»;t; Verein t reundiil hst - ' w .i .! £ i K:- '! muh inaelite ls >«»nder« n Spaß. Ifaigerloch. (*u \ut; . g d. l>reudisehen Eaiulesx. ri»aitd> ' -(•• •■!; Di . I.udxx^ijg E a rt d a u üImt ..Der 's! r: m - j'f ■ I. - |.e Ns Heilbronn. Int hohen (ireisenalter xon tW Jahren xvurd«* nach einem arlHMtsndehen Leiten Rentner Karl Eisig zu (irabe getragen. Der VerslorlM*ne war \iele Jahre Inltaher und Leiter des Konfektionshauses Eisig auf der KaiserstraÜe und erfreute sieh hier und im ganzen Enterland als gediegener, vornehmer Kaufmann allseitiger Beliebtheit. Jahrzehntelang gehörte er als aktiver Turner der Turngemeinde an und man freute sieh stets, den sportgewandlen Mann int Silberhaar in aufrechtem (hing durch die Straßen gehen zu sehen. Die Beisetzung erfolgte, ganz im Sinne des I lahingesriiiedenen. im engsten Kreis. Bez.-Rabb. Dr. II r i' r ui;i ii n fand die rechten Worte am (iraU* und schilderte das einfache, schlichte * Wesen Karl Eisigs. seinen geraden Eharakter und seinen großen Familiensinn. Ein ehrendes Andenken ist ihm in der (iemeinde für alle Zeiten gesichert. lieilbronn. Die altliekamite A «I I e r 1» r a u e r , i ist durch Verkauf an die Brauerei Fluß ühergegangen. Damit xerliert unsere (iemeinde ihren seitherigen Mittelpunkt, in dem sich seit vielen Jahren das V, r einsleU n abspielie. Die Inhaber hallen «*s ganz b« r xorrageiut xerstanden. ihr Enternehinen iacligemäß und zum Lobe eines großen (»astekreises zu führen. O« bringen. Am 2ß. Juli darf Religionsol», riehn r M. K ii I b seinen ÜO. (,ebiirtstag feiern. Der Jubilar hat lange Jahre an der Jüd. Volksschule zu Sontheim g, wirkt und hat sich auch um seine jetzige (iemeinde als Keügionslehrer. Kantor. Prediger und nicht zuletzt als Vorsitzender des Israel. Vorsteheramts <)« bringen sehr große Verdienste erworl»eii. Religionsoberlehrer kulh wird als ül>erau< fleißiger und pfliehtgetreuer Pädagoge hoch gesehälzt. Möge es ihm. Tier infolge Krankheit seit einigen Monaten seinen Dienst nicht versehen kann, vergönn! sein, recht buhl wieder in voller Sebnftenskrafl zum Wöhle unserer (iemeinde zu xx irken! Neue Bücher. Stefan Zweig: ..Maria Stuart“. Heribert Reiehner Verlag. Wien Leipzig Zürich. Nach der grossartigen Darstellung des Erasmus xon Rotterdam veröffentlicht Zweig nun diese Lebensgeschichte Maria Stuarts. EcIht solche Produktiv jlät. die mit der (»rosse des Stoffes sich in psychologischer Tiefenschau und sprachlicher Feinheit last noch steigert, kann inan nur staunen, (innz grossartig, xx ie Stefan Zweig, der Meister der M«*nsehi-ude'ilung und des Wort«"», hier einen l»edeutiingsxoflen aU'iid ländischen (lesrhichtsabschnitl auf zeigt, wie er mit Maria Stuarl insbes. ndere und ihrer grossen (»egenspielerin Elisabeth die mächtigen Kralle der Re- Familien-Nachrichten Stuttsurt. Verlobungen: Juli i; Lillv Nachmann. Elzclslraße 2tk mit Dr. Max llofinanii. Sehnlichen» Baden. Juli l'.Ciü. Hilde Kalzeiistcin. Bielefeld, mit Dr. Ing. W. Op|M*nheiiner. Seestraße 11K. EhesehlieBung: ■Jl. 7 :t.V Kurl Schloss mit Maja Ilarburger. Boten xvaldstraße 33. S teebefall: I V XV Frau Regina Weinl>erg geh. Gärtner, l-euerba<!i. Rismar, kstraße 113. «»'.) Jahr«' alt. Hullenhausen. Sterbefall: ö. 7. 35. Sally Kirehheinier. 62 Jahre all. Oailshcim. NU. Geburtstag: K. 35. Frau Emilie Appel. Ilaigerloch. EhesehlieBung: f. 7. 35. Karl WolNheimer. Horb a. N mit Fanny Hirsch Hcilhronn. Sterbrfall: 1.5. 7. X>. Karl Eisig. Kaiserstraße. Kt» Jahr» all. Eudw igsburg. I. 7.;t5. w Oehringen. H. 7. X*. 2f>. 7.;C>. Elm. io. 12. H. X). 27. i». :t5. (, e b u r t: rner. Sohn des Julius Dreylus u. s. Ehefrau Paula geh. (iumlellinger. EhesehlieBung: Kurt Kauders. mit Trude Fisch. N'iirnlierg. 6 0. Geburtstag: ÜlM'rlchrer M. Kulh. Barmizw ah: Fritz, Solin des Otto Krumlik u. >. Ehefrau Betty geh. OI„ rnauer. KO. Geburtstag: Krau Berta Hoimnel geh. Wandersheiin. Sterbefall: Krau Fanny Dreifuß geh. Kirschbauin. .V.l Jahre alt. formalion und des Katholizismus in ihrem religiösen und politischen Widerspiel schildert — dabei aber der Heldin seines Bu«*hes höchste Objektivität zuteil werden lässt. Für viele, denen das Bild Maria Sluarls bisher nur in Schillers Prägung vor Augen stand, wird diese, auf einem riesigen Quellenmaterial fussende Darstellung der Scholtenkönigin eine von Grund auf neue sein. Die vielen hundert Akteure dieser grossen Tragödie erstehen in diesem Werke zu hlutvoller Wirk lichkeit — und erschüttert legt der Leser ein Buch aus der Hand, das Zweig letzten Endes nur einer grossen Idee gewidmet hat: der Gerechtigkeit. — Ismar Elbogen: ..(»eschiehte der Juden in Deutschland“. Jüdische Buch Vereinigung, Berlin. ..Niemand zu Lielic. niemand zu Leide, jedermann zu Nutz und Frommen ...” — so will, wie es im Vor wort heisst. Prof. Ismar Ellmgen die Geschichte der Juden auf deutscher Erde erzählen. End zwar will er sie nicht in ihren Einzelheiten. ..sondern in ihrer Dynamik. in ihren tätigen Kräften, in ihren wirkenden Leidenschaften" schildern. Man darf sagen, dass diese Planung dem Verfasser weitgehend gelungen ist. Von den Tagen an. da Juden mit «len römischen Legionen nach Deutschland kamen und — in Köln z. B. — bald ihre ersten Gemeinden gründeten, bis in die heutige für lins so schicksalsvolle Zeit entwirft Elbogen ein Bild des jüdischen GeschiehIsablaufs in Deuts« bland, das auch für den, der mit den einzelnen Phasen dieses wahrhaft ereignisreichen geschichtlichen Geschehens nicht vertraut ist. erkennen lässt, wie sehr der Kampf um geistige und materielle SelbstIwhauptung in allen Jahrhunderten ein Erln* unseres Volkes war und ist. Es ist zweifellos eine grosse wissenschaftliche Leistung, diese bald zwei Jahrtausende jüdischen Lebens auf wenig über 300 Seiten in den Grundzügen festgchnlten zu ha- Ix n. Sehr vermisst man allerdings die Quellenangaben, weil eine solche Darstellung auch zum Weiterarbeiten anregen soll. Vielleicht werden diese bet einer hofTenttuh baldigen zweiten Auflage des wertvollen Buches naehgetragen. — Jüdische Lyrik. In den letzten Wochen sind drei Gedichthände jüdischer Lyriker erschienen, auf die wir alle Freunde dieser Kunstgattung nachdrücklich aufmerksam machen. Der Vorlrupp-Verlag, Berlin, bra« ble eine Lese des allzufrüh gcslorliencn Dichters George A. (io Id sch lag heraus, die man in ihrer kraftvollen Wort- und (iefiihlskonzenfVation lief in sich aufnimmt. Was hätte ein Mensi'h, der «len schwingenden Monolog einer Stadt — „Hamburg" — geschrie- Ih*i» hat. uns noch alles gekündell So spricht ein Dichter. den Dr. Manfred Swarsenskv in einem Vorwort als stillen Sucher schildert, iilwr das Grab hinaus zu uns. Dass Goldschlag, der Einsame, aller dem Leben doch zuliefsl erschlossen war — dafür zeugt dieses schmale Händchen, das voll echtem Daseinsrhylbinus ist. — Im Erich Reiss-Verlag. Berlin, erschien ein ..Herkunft und Gesinnung betitelter Gedichtband von M a n f r cd S t u r in a n n. Diese Verse sind ein grosser, Kämmender Aufruf, ein Bekenntnis zum jüdischen MiitlerlHHlen. sind oft hinreissender Ausdruck ungebrochenen jüdischen Zukunflswillens („Die Siedler*'). Die Sammlung vereinigt Sturmanns biblische und jüdische Gedichte der letzten Jahre. Ini Abschnitt ..Kinder des Ewigen" erstehen die grossen Gestalten der frühhiblischen Zeit, im Kapitel „Die Schöpfung" findet der Dichter Worte voll innigster Naturnähe und edlen Pathos*. Durch dieses Buch sprechen die jungen Juden von beute. — Als jüngsten und thematisch vielfältigsten Gedichtbund nennen wir „Das Mal der Sendung — der Lieder des Ewigen Brunnens neue Folge’* von Fritz Rosen I ha 1, l-esser bekannt noch unter seinem Pseudonym ..Ben-C.horin”. Auch aus diesen, im Verlag B. Heller, München, erschienenen Gedichten spricht ein Dichter, der ein grosser Könner und Gestalter ist. Ein Auftakt, der aiifhorcben lässt, ist schon das Gedicht ..Mein Lied ’ — dann folgen grossflächige, monumentale Bilder wie ...Vbsalom" oder ..Judith“, und dazwischen eingeschiniegt das zarte, lyrische Pastell ..Esther“. Aber auch dem lelienden, ringenden Geschlecht ist Ben-Chorin verbunden; ihm widmet er weisende, erhabene Verse, die uns fci^chütlern — wie die ganze Botschaft Ben-Chorins. Die nächste Nummer erscheint am: Freitag, 18. August. Letzte r> Annahmetag für Anzeigen: Montag, 18. August, 12 Uhr vormittags. Obst, Gemüse, Südfrüchte SämHiche Lebensmittel Tägitch frisch / Lieferung frei Haus F. SPRISSLER/ STUTTGART Juhannf<Mrafie 45| Telefon Nr.60026 Marie Rothschild Kernentraße U. II. / Telefon 42104 Gardinen- und Decken-Spannerei LanipShr. prakt ErfatiniRR - Eme 8efer»nzea Freie Abholung und Rücklieferung Möbel- Aafertigang Moderiisieren Beizen Polieren K. Kempf S ch re 1 nerei Reinsborgstr^lc Telefon 619 91 Erfolg # durch Anzeigen in der Gemeindezeitung!! 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