Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 15 (1.11.1934)
- Date
- 1934-11-01
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- [Seite] (sequence 6)
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vprache gab dem Thema ein abgerundetes und umfassendes Bild. Schade. daß der Vortrag niiht den Besuih aufwii-s. den er'verdient hätte. tieilbronn. Die .Jüdische K ul t Urgemeinschaft H e i l b r o u u" begann ihr dies jähriges \\ interprogramm mit einem glänzenden Auftakt. In einer am -'I. Oktober stattgefundeueu Morgenfeier brudite die bekannte \ortragskunstlerin Trau Edith! H e r r n s t a d t - O e 111 u g e n . Berlin. Rezitationen uiitei dein litel „Klang, jüdischer Seele". : ne V ortrae'folge zeigte einen gediegenen küii'tlerisdien Geschmack und wies eine Steigerung auf. v% eldie die Zuhörer immer mehr begeisterte. Oie! Künstlerin besitzt ein au liefst modulationsfaliiges 'Tii.Mii und eine großartige dramatische \oriragskuii't t.a 1/ bi-onders eindrucksvoll wirkte ihre Re ■itatinii i is dem Roman „Hiob" von Josef Roth. - s.i uuideii für die Besucher restlos alle Erwartungen >; lullt, ose Hermann Wolf in seinen einleitenden Begi ulluugsworten in Aüssidit gestellt hatte. Heilbronn. Am 25. Oktober fand in, Saale der Iler-Brauerei, der langst nicht alle Teilnehmer fas sen konnte, ein Vortrag von C e r h a r d Wolf über eine Palastiuareise statt de r insbesondere die Leiuugeu in den laudwirts'liaftlidlen Kolonien in den Vordergrund stellte ab i auch die noch zu über "ladenden Schwierig!» den und Problemedem Publikum in fe»se!:.e. i Weise zeigte. Anschließend führte H e l n i l i *■ < > n k f u r t e r. Göppingen. den '■>u ihm selbst . uommenen Palastinafilin vor. bei dem man >pir er m echt zionistischem Geist, an das t.esibi - ■ lerangetreh i: war. Kr zeigte in -nnz herrbvl - Aufnahmen insbesondere die Arbeit in den Ke!, .1,. und unterstrich wirkungsvoll den Vortrag!' r Abend w.*r ein voller Erfolg Es wäre nur zu wi:u'<h,-ii. daß der wertvolle Film überall in Di I,|s, ..-ui gezeigt werden Ginnte LnupheitB. Die I vut'ch-juiilsihe Jugendgeinein- ,,f...:t ' .ilfio te am Iv Oktober, ihr cißc-ntliches w III - -„rumni mit ,1,-11. 1.,-sen des ..Jeremias' von st- Mn Zweig Der Ai ■■ iid wunde eröffnet von dem ,it,i ,1,-r literarischen Abende, fitz II uf hei ,.i ,-i der eine langer, Einführung zu dem Werke gab Ai'd.iim spielten Itudodf Kurz und Her a :i ii N o r ,1 I; n g , r zwei Viiolinsolis f., hier sII . .. , i III a;i II sang du« , Ipforlted von Beethoven, am Kiavier begleitet, d> altbewährte Pianist Rudolf Bergmann. Am l 5. Oktober v i-ranstalti-t, Keiner Nil heru. a n Q einen Elternabend mjl dem I hema ..Luser Religionsunterricht". In klaijer. und umfassender W eise sprach derselbe > oll der Be deutung des Reli gionsunterrichts im .dlg,-meinen und hob seine Bedeutung geradein d(-r Degen4an hervor. Dubiblischen 'Stoff*-, sefulirte , aus. bereidiern das Gemüts leben. w.iliremPTIu- B,-Iiandli|ng der spräche eine ganz b,-'»iid*-u- Note erhaltenj ha: Jüdische Sprache muss,- erlernt werden wie jeef dir,- eigenen Spraosge'setze h 1>« Weis,- zeigt,- der Ib dm-r dann den .ui'wabl fi.i di, .oh! ' ,r'iindtchnlklas Schule, di, in den fretw llllgeri Stunden llld er,-, weil auch sie In anschaulicher Viifbau der Stoffen für seine und in denen ■ lei JllgeiHl-elli zung finde m s ii, ii n I. ~ ' ■iilsiEaf' eine idankenswert, VtM! II e Ii des V dem R orsteheraint,-' ferc-nten. Erg'än dankt,- Kottweil. "v |äiirig,-1 W irksamkeit i ofi Bei .in ub,-rzii»ied,-ln überreichte lii ii aus ,belli ehrendes s,hr. rli : Dank I •r Jahre ihi ■t >bei l,-hrt-i >1 railbufger schied nach ifllserer ( >,-meiIlde. Ulli Isiuel. V orsieheramt m^nfali ,;n Vngebinde und in wj-bhem dem Scheiden -in,!, für seine während »■, ten Dienste zum Aii'dtuch l.ic-nü eiei't. sukk ii|s-f esies v,-reinigte di,- Kinder .■ beacht wii;,b- V ubcHlbh l, < .etiieHifl,- eine klein,- f c-jei in der prächtigen i ,',i btiutte ehr fainlie i i oh lieh llauptlehrer Wai- -,,11 , : siirnii .1,0s,.j;, n'pni<h. worauf die Kinder . ,-d i-lw -i-,- ,!;■ tut das fest bezüglichen Thoraer'-- v ,:rf ru-gen Ibbiais.h, f jeder erklangen dann. ,-ipzig erzählt, den Kindern von;ui die 1 an des Hauses la-wirtete sje Mit spiel und Hurra-1 an/ wurde r.ifl O k -z Israel. fl-'tluh«*r Nf.-I ,hone Naihnnttag b'-schli>",-n. I.auh!)litte bildete auch einen wuidig'en Rah ur ii- Vb'diiedsfeier. welch,- der Frauetiverein - 126 - der scheidenden Gattin des Oberlehrers Straßburger bereitete. Krau Singer und Frau Robertine Wolf hoben in ihren Ansprachen rühmend hervor, daß die Scheidende 30 Jahre hindurch mit dem Geschick der Gemeinde innig verbunden gewesen und sich durch tätige Nächstenliebe ihre Liebe erworben habe. Die unermüdliche Eielfcrin der Kranken und Bedrängten wird hier immer schmerzlich vermißt werden. Zu Ausgang der Feiertage wurde unsere Gemeind, durch den jähen Tod der 35jährigen Frau Bella Wälder geh. Löwen gart schmerzlich überrascht. Mit dem schwergeprüften Gatten und der greisen Mutter der Verstorbenen, die ihre einzige Tochter verlor, trauert die ganze Gemeinde utn den Verlust einer trefflichen E ran. Lim. Als erste Veranstaltung des Kulturbunds wurde am 0 Oktober der von uns schon des öfteren erwähnte Palästina-Film von Heinrich Frankfurt e r, Göppingen, in der Synagoge vorgeführt. Herr Frankfurter wurde in seinen Erklärungen durch Dr. Pommeranz, Frankfurt a. M., unterstützt. Beide Herren vermittelten der zahlreichen Zuhörerschaft an Hand des hochinteressanten Films einen ausgezeichneten Einblick in das Leben Erez Israels. Im Film sah man auch Dr. Hecht, den Sohn unseres hiesigen gleichnamigen Arztes, der auf dem Gebiet der pflanzlichen und tierischen Schädlingsbekämpfung als wissenschaftlicher Leiter in Rechoboth tätig ist. Rabbiner Dr. Cohn dankte den Rednern für den überaus wertvollen Abend. Lfm. Nach langem schweren Leiden verschied am 14.Oktober unser Gemeindemitglied Adolf Bernheim. In ihm verliert die Familie einen vorbildlichen Gutten und Vater. Die Gemeinde wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. JÜDISCHER SPORT. An die jüdischen Sportvereine in Stadt und Land! Wir bitten die Pressewarte, in Zukunft darauf zu achten, daß wir Berichte über sportliche Wettkämpfe usw. nur noch veröffentlichen können, wenn dieselben p n n k 11 i ch bei uns eingehen und auf die allerknappste Form gebracht sind. — Wir wollen, wie auch bisher, die „Gemeindezeitung" gerne in den Dienst der jüdischen Sportbewegung stellen, jedoch wird es nur möglich sein, die Gesamtinteressen der württembergischen jüdischen Sportvereine zu wahren, wenn jeder Verein sich streng an die obigen Richtlinien hält Es ist Selbstverständlich. daß wir auch allen Vereinen, die geistige Interessen pflegen, in unseren Blättern gerecht werden müssen. Dies kann aber nur dann geschehen, wenn der Sportteil — wie in allen anderen Gemeindezeitungen des Reichs — einen Entlang einnimmt, der dem uns überhaupt zur Verfügung stehenden Raum entspricht. Die Schriftleitung. Stuttgart. Am 14 Oktober konnte die Sportgruppe d<-' R.j.F. drei Fußballmannschaften des „B a r K o ch I» a" Mannheim begrüßen. Wir geben nachstehend die Resultate der Kämpfe: R.j.E. .Schüler I — Bar Kochba Schüler I 2:1 R.j.F. I Bar Kochbai 2:2 R.j.F. III Bar Kochba III 4 : t Stuttgart, /u dem Olympia-Kursus für Leichtathleten. der am 12. Oktober in Ettlingen i. B. begonnen hat. wurden seitens der Deutschen Sportbehörde unter anderen jüdischen Sportlern Gretel Bergmann. Laupheini. und Hanne Mann. Lim. berufen. Beide Sportlerinnen gehören Sportgruppen des ..Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten" an Die Sportbeilage des „Schild“ vom 3. Oktober widmete unter dem Titel ..Eine Olympiahoffnung" Gretel Bergmann, über deren hervorragende Leistungen bei den R.j F.-Landesmeisterschaften vom 7. Oktober wir in left/ter Nummer berichtet haben, einen ausführlichen Artikel, in dem der Werdegang der süddeutsche» Sportlerin, die. wie bekannt, auch englische Hochsprungineisterin ist. geschildert wird. Stuttgart. Das Rückspiel dc-T I Fußballmannschaft des Sportklubs „Hakoah” gegen „I t u s" München fand dortselbst am 14. Oktober statt. Eine vielhundertköpfige Zuschauermenge hatte sich eingefunden. um die spannenden Kämpfe zu verfolgen. Wir nehmen vorweg, daß Hakoah" im Damen Handball und Fußball siegreich blieb und hierdurch die sich immer mehr verbessernde Spielform, insbesondere der t. Mannschaft bezeugte. Nachdem die Stuttgarter das Vorspiel verloren hatten, war es klar, daß sie alles daranset/en würden, um diese Scharte wieder wett/.umachen. So lag denn auch „Hakoah" beim Wettkampl der I. Mannschaften von Anfang an in Führung. Durch einen schönen Flankenlauf des Linksaußen gelang „Hakoah“ in der Mitte der 1. Halbzeit der erste Treffer. Auch weiterhin blieben die Stuttgarter im Angriff, jedoch die vorzügliche Hintermannschaft der Münchner vereitelte jede Chance, „itus“ erzielte schließlich kurz vor Schluß der I. Halbzeit durch einen Klfmeterball den Ausgleich. Gleich nach Halbzeit setzte wiederum ein flottes Spiel ein ünd jede Mannschaft versuchte, das Führungstor zu erzielen. Durch einen schönen Kopfball des Stuttgarter Mittelstürmers gelang Stuttgart der zweite Treffer, dem bald darauf durdi den Rechtsaußen der dritte folgte. Das Resultat von 3 : I für Stuttgart ist in erster Linie der besseren taktischen Spielweise der „Hakoah“ zu vc-r danken. — „Hakoah" H gewann ebenfalls venlii-nt mit 2 : I. die Damen-Handballelf mit 5 : 2. Göppingen. Mit einem internen leichtathletischen Sportfest hat die Sportgruppe Göppingen im R.j.F. die diesjährige Saison abgeschlossen. Die gesamte aktive Matfnschaft einschließlich der Alten Herren war angetreten und hat in Mehr- und Einzelkämpfen ihr Können bewiesen. Der Erfolg ist um so höher einzuschätzen, als Trainingsmöglichkeiten nur zum Teil gegeben waren und die Leistungen am Kampftage selbst von einer nicht gerade günstigen Witterung mitunter beträchtlich beeinflußt wurden. Es war aber nicht zu verkennen, daß das gesamte Leistungsinreau erheblich gestiegen ist und daß sich gerade unter den Jüngeren recht talentierte Sportler befinden. Die Preisverteilung fand atn 22. September statt. Der Vorsitzende. Herr Veit, gab dabei einen kurzen Rückblick über die bisherige Tätigkeit der .Sportgruppe. Ein gemütliches Beisammensein, das durcii verschiedene Darbietungen verschönt wurde, schloß sich an. Nachstehend die ersten Sieger der Kämpfe: Fünfkampf Senioren: Jakob Srodek: Weitsprung: Kurt Krämer: Speerwerfen: Alfred Srodek: Kugel stoßen: Kurt Vollweiler: Hochsprung dto.; 100 m: R. Dorzbacher: 1000 m: Heinz Gutmann. Vierkampf Junioren: Rolf Gutmann. Vierkampf A I t e II e rren : Arthur H. Rothschild. Mädchen Klasse I : '5 in. Weitsprung. Ballweitwurf: Friedl Sommer. Mädchen Klasse II: Weitsprung: Helga Freu denberger: Ballweitwurf: Flora Walz. Knaben: 75m: Erich Netter: Weitsprung Klasse I: Erich Netter. Klasse II: Hugo Lang; Ballweitwurf Klasse I: Erich Netter, Klasse II: Hugo Lang. Göppingen, Handball. R.j.F. Göppingen I—„Hukern h“ Stuttgart 19:9. Am 21 Oktober fand das Rückspiel dieser beiden Handballmannschaften statt. Es hatte, durch herrliches Herbstwetter begünstigt, seine Anziehungskraft nicht verfehlt. Mehr als hundert Zuschauer waren Zeuge eines harten und temperamentvollen. aber doch fairen Kampfes, der mit einem Unentschieden endete. Das Ergebnis ist für die Stuttgarter Gäste um so bemerkenswerter, als das .technisch bessere Spiel zweifellos die Göppinger lieferten. die auch bis knapp vor Schluß einen klaren Tor Die neuen ScunentuUe aus ganz neuen Eingängen flott, elegant, jugendlich s r-vi'ier i ^swanl von RM 3.90 an. Stückwaren: Weste" Jacken Pullover Scha ■ Vjtzer sehr preiswert Eine Frascn-’- uid - eine gut be.,hütete" Frau! 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