Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 14 (16.10.1934)
- Date
- 1934-10-16
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An die, die uns verlassen... Ein Aufruf der gesetzestreuen Rabbiner Die vereinigten Rabbinerverbände wenden sich a n alle jüdischen Brüder, die zu unserem Bedauern ihren Wohnsitz aus Deutschland zu verlegen sich gezwungen sehen. Wir wünschen, daß dieser bedeutungsvolle Schritt ihnen zum Segen werde; wir hoffen, daß sie in anderen Landen den Namen des deutschen Judentums und seine große erhabene Tradition zu Ehren bringen. Wir bitten sie aber zu bedenken, daß sie in ihrer Gemeinde f e h - I e n werden. „Du wirst vermißt werden, denn dein Platz bleibt leer", wie Jonathan zu König David sagte. Die Gemeinden, die sie verlassen, kämpfen wie alle deutschen Gemeinden einen schweren Kampf um ihre Selbsterhaltung und sollen doch das Erbe unserer jahrtausendalten jüdischen Vergangenheit in Deutschland in die Zukunft hinüberretten. Wir bitten Euch, in der Stunde des A b - schiedes dazu beizutragen, daß Eure Gemeinde und ihre Institutionen nicht zugrundegehen. Lasset einen Teil der Kapitalien, die Ihr ohnedies nicht p u s Deutschland herausführen könnt, Eurer Heimat und der deutschen Judenheit zugute kommen. Bleibet auch in der Fremde als Förderer und Mitglieder mit der Gemeinde verbunden, der Ihr bisher angehört habt. Denket an das uns im Buche Ruth erzählte Beispiel des Elimelech, aus dessen Schicksal unsere Weisen die Pflicht herleiten, an den Nöten der Gesamtheit auch aus der Ferne mitleitend teilzu nehmen. Wir glauben, als Rabbiner ganz besonders die Bitte an Euch vertreten zu dürfen: lasset Euren Fortzug zum Segen für Eure Gemeinde werden! Vorstand der Vereinigung traditionell-gesetzestreuer Rabbiner Deutschlands Vorstand des orthodoxen Rabbiner-Verbands „Simchu na besimchaih hoihora!" »Freut Euch am Thora-Freudenfest!*' Zur Simchas-Thora-Feier de» Jüdischen Lehrhauses Stuttgart am 2. Oktober 1974 im Gustav-Siegle-Haus. Am Abend, des Tages, du sich die letzten und die ersten Sätze der Heiligen Rolle zu ununterbrochener, stets sich erneuernder Rette /usanimenschlosscnl um mit jedem Wochenabschnitt das Wort Gottes fester an uns zu fesseln, begegnete uns dieses Jahr das liebe Simchas-Thora-Eest in einer neuen Gestalt. iDer reithe Sogen des Sommers und des Herbstes schmückte die Biiliue (Gestaltung: Werkurbcitskurs des Loh rllauses) und dreihundert jüdische Menschen Ohne Unterschied des Alters, des Standes und der Weltanschauung cereinten sich unter der Leitung j von Karl Adler mit freudiger Hingabe zu einem'eindringlichen und beglückenden Bekenntnis positiven Judentums Fs ist uns Bedürfnis, diesen Menschen und ihrem Leiter herzlich zu danken dafür, daß sie uns dieses Fest geschenkt haben. Aber auch dafür, ilull sie auf dem Weg künstlerischer Ausgestaltung dieses jüdischen Freudentages viele Menschen wieder /»rückgeführt haben, zum Urquell unseres Juclesoius: zur Liturgie. Dali es möglich war. in Wochen mit so vielen Mitwirkenden ein solches formen, beweist den restlosen Kinsutz und drei Fest den festen Willen jedes Finzel neu. sich begeistert — und gleichzeitig begeisternd — der gemeinsamen Aufgabe zu widmen. Die Bildung dieses Kollektivs, und darüber hinaus die Einbeziehung aller Anwesenden in diesen Kreis inusizicrfreudigcr Menschen, diei Zusammenstellung und Formung einer Folge wertvollsten jüdischen Gutes in Mort. M eise und Tan c ist Karl Adler in einer unübertrefflichen Art gelurgen. Erregung und Freude entluden sich in einem Beifallssturm des Dankes an ihn und seine Helfer die uns ein wirklich jüdisches' Simchus-Thoru-Fest gegeben haben. Fs war kein Konzert. Erfreulicherweise nicht. Fs war das Krtnrinsamr Verbundensei n Aller, die diese Stunden miterlebten. Fs war der gleiche Herzschlag, der in allen pulste, die gleiche ernste- und freudige Erregung, die alle erfaßte. Der Vorspruch „Gesetzesfrende" (nach Sam. II von Leopold Marx) war feierlicher Auftakt'(Sprecherin: Else Rothschild). Hugo Adlers „Heiterer Tanz für Orchbster und Klavier" verwob in pointierter Rhythmik lernst und Freude ineinander, und das mächtig aufklingende süddeutsche ..Ogil w’esmach“ für Chor. Orchester und Klavier brauste — zuletzt von allen gesungen — durch den Saal. Aus dem Abendgottesdienst | des Schlußfestes wurde das Lied des Wasserschöpfens von Joseph bar Nathan (Würzburg. 13. Jahrh.) in einer Uebertragiing von Dr. Puul Riegcr gesprochen (Hilde Fischer). Fs folgte „Ogil w'esinuch“ in einer chassidischen Weise für vierstimmigen a cappella- ( hör. in der weichen aber doch freudigen Stimmung einer alten Kirchentonart, die ihrerseits wieder auf die altjüdische Tempelmusik zurückführt, wunderbar rein gesungen. Heilige Weihe und tiefe Erschütterung gab uns das im Sprechchor vorgetragene „Attah hor'ethu lada'ath". die Lobpreisung des ewigen!einzigen Gottes in unserer mächtigen, uralten Sprache. Die Musik Neupalästinas wurde durch Joachim 8tutschewsky vertreten, dessen „Rikkud“, Tanzstück für — 115 - Klavier (Fritz Rothschild) und „Jemenitischer Tanz" für Xylophon und Celli (Xylophon: Kurl Haus) eine musikalisch und bewegungstechnisch interessante Aufführung fand (Leitung der Tanzgruppe: A I i c e B 1 o ch . R u t h L ö w e n b e r g). Den auf der Bühne zusammengeströmten. bunte Fähn chen tragenden Kindjrn las Karl Adler eine Midrasch- F.rziihlung über Simchas-Thora, ein Bild, das in seiner geordneten Ungezwungenheit zu dem Schönsten des Abends gehörte. Höhepunkte aber waren das von Chor und Orchester mit Schlagzeug uugestiinmte und ideenreich abgewandelte und improvisierte „Simchii na" der jemenitischen Juden, das mit einem Umzug des Orchesters und der Kinder schloß und gemeinsam gesungen wurde. Und das faszinierende: den gleichen Klangkörper umfassende „Hitkubzu mal achim" in einer neupalästinensischen Meise, die mit ihrem aufpeitschcnclen Rhythmus uns die ganze glühende Inbrunst einer neuen jüdischen Seele offenbarte. Der wirklich krönende Abschluß einer jüdisdie» Simchus-Thoru-F'eier, um die man uns überall mit Fug und Recht beneiden kann. Die von der Biiliue her flutende Melle lebendiger Schaffensfreude hat Alle erfaßt, die im Saal waren. Keiner konnte sich der Erkenntnis verschließen, daß hier unter der zusaiiimenschweißenden Leitung Kurl Adlers eine Gemeinschaft jüdischer Menschen wächst, die dokumentiert, wje gut es geht, wenn nur der Wille da ist. Mas Karl Adler an technischer Vorarbeit (Chor- und Orchestersätze beider „Ogil w’esmuch" und des „Hitkubzu“ sind von ihm geschaffen) und un mustergültigem Aufbau geleistet hat, kann nicht hoch und dankbar genug gewertet werden. Möge nun die Hingabe und die Begeisterung der dreihundert Mitw irkenden, das Gemeinschaftserlebnis und die Freude Aller, die an diesem Abend zusammen waren, uns enger aneinanderfügen, hineinleuchten in unseren schweren Alltug und uns den Weg weisen zn einem hohen Ziel: z u r w a h reu j ii d i - siiieu Gemeinschaft! Aus den Qememdm * WücUetH&ecQS. Stuttgart. Mitbekannt, sah sich der bisherige Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe des „Keithsbuntls jüdischer Frontsoldaten". Rechtsauw alt Dr. Siegfried Mc-r/kacher, veranlaßt, in einer um 17. September stattgefundenen Außerordentlichen Generalversammlung sein Amt nietlerzulegen. Dieser Entschluß hat in weiten Kreisen des R.j.FL und unserer Gemeinde großes Bedauern hervorgerufen, da sich Dr. Merzbacher um den Aufbau des Ortsbuntles außerordentliche Verdienste erworben hat. wobei er kein Opfer scheute, um der Suche der jüdischen Frontsoldaten zu dienen. Insbesondere in dieser für das deutsche Judentum so schweren Zeit hat Dr. Merzbuther den F rontbund zu einer starken, weltanschaulich geschlossenen Organisation entwickelt. Fis war so auch eine selbstverständliche Pflicht, daß der stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe:. Julius Strauß (Gan»statt), in der erwähnten Generalversammlung dem scheidenden Vorsitzenden den tiefgefühltesten Dank des Bundes /um Ausdruck brachte und mit herzlichen Worten nochmals das ungeheure Maß von Arbeit unterstrich, das Dr. .Merzbacher in selbstloser Pflichterfüllung für die Organisation geleistet hat. Diesen Dank stattete unter stürmischem Beifall der Versammlung nochmals Hugo Davids o h n im Namen aller Mitgliede r ab. An diese Generalversammlung, in der Dr. Merzbacher ii. u. einen um fassenden Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des Bundes und insbesondere über die .Sportplatzfrage erstattete, schloß sich am 9. Oktober eine weitere A.O. Generalversammlung an. die der Besprechung und Ahälimniiing über den Vorschlag des Ortsgruppenausschusses betreffs Wahl des neuen Vorsitzenden galt. Die. Versammlung würdevoll Julius St rau II. der zwischenzeitlich die Geschäfte der Ortsgruppe geführt hatte, eröffnet. Er teilte mit. daß es der seinerzeit gebildeten M ahlkommission gelungen sei, in Rechtsanwalt Albert M u i u z e r II einen Vorsitzenden zu finden, der. nachdem er als Offizier und mit hohen Orden ausgezeichnet aus dc-m Felde zurückkum, die jüdische F rontsoldateVibewegung in W iirttemberg ins Leben rief und immer zur Stelle war. wenn es galt, für die Sache des Judentums einzutreten. Der Laudesverbniiclsvorsitzende. Rechtsanwalt Dr. Max Str aufi. unterstrich diesen Vorschlag und würdigte nochmals die außerordentlichen Verdienste, die sich der frühere Vorsitzende um die Ortsgruppe erworben hat. Hierauf wurde Rechtsanwalt Albert Mainzer durch Zuruf zum Vorsitzenden gewählt. Der Versammlungsleiter gab dann bekannt, daß der Ausschuß Dr. Gustav Einstein, The» ('. Hirsch und Moritz Marx kooptiert habe. Julius Strauß wurde vom Lanelesvcrbandsvorsitzeiiden in den Landesvc-rbundsausschuß berufen. Nach einem Dankeswort des Versammlungsleiters an alle, die sich um die Organisation der R.j.F.-Vereins- und l-andesmeisterschaften verdient gemacht haben, trat man in eine ausgedehnte Aussprache über den .Sportplatz ein. Nun ergriff der zwischenzeitlich eingetroffene neue Vorsitzende das Wort. Auch er rühmte nochmals die Verdienste und Leistungen Dr. .Merzbachers mit warmen Worten. ^)er Redner erinnerte dann daran, daß er vor nahezu 16 Jahren in stürmischer Zeit den „M’ürttembergisdien Ausschuß jüdischer Frontsoldaten". der zunächst auf Stuttgart beschränkt war, gerundet und ihn nahezu drei Jahre geführt habe. Er ehre in nicht minder ernster Zeit, dem Appell der Kameraden gehorchend, in voller Bewußtheit seiner Verantwortung auf diesen Platz zurück. Rechtsanwalt Mainzer betonte dann u. a. die Verpflichtung jedes Front- und Sportkameraden zu peinlichster Korrektheit nach innen und außen, sowie zu strengster Diszilin. Für das Leben der Ortsgruppe innerhalb der üdischen Gemeinde gelte das Wort: Kein Zwist, kein Zank!" F rieden in der Gemeinde! Der Bund achte andere Richtungen und lasse sie durchaus in F rieden. Für sich beanspruche er dasselbe. Sportlich sei eine Zusammenarbeit mit dem .Vlakkabikreis möglich. So klar Weg und Ziele des Bundes bis jetzt gewesen seien, so klar würden sie auch bleiben: eindeutig, ehrlich, offen und gerade in Haltung. Ailfureten und Gesinnung. Herzliche Worte widmete der Vorsitzende noch den Leitern der Sportgruppe, als deren besonders schöne Aufgabe er es bezeidinete; unserer Jugend, körperliche und seelische Kraft zu geben und sie un ihrer Zukunft nicht verzweifeln Zu lassen. Rechtsanwalt Mainzer bat zum Schluß alle .Mitarbeiter und Mitglieder des Bundes, ihm ihre kameradschaftliche Freundschaft auch in Zukunft zu bewähren und mit ihm so an die gemeinsame gute Sache heranzugehen. zum M »hie der Kameraden vom iLj.F., zum Segen für ihre Kinder und zur Ehre des: gesamte» deutschen Judentums^ Stuttgart. Vor einein aufmerksamen Hörerkreis sprach um 25. September im Berthold - iAuerbachi ereil! Rechtsanwalt Dr. Malter Strauß über das Ihema „Zur jüdischen Lage". In klarer Gliederung des Stoffgebiets behandelte d(-r Redner einleitend die rechtliche und wirtschaftliche) Enge der deutschen Juden und schilderte die Auswirkung der einzelnen bekannten Erlasse. Trotz allein, ko betonte der Redner, dürfen wir unser Verhältnis zuni Deutschtum — selbstverständlich unter M uhrutig itaktvoller Distanz — nicht aufgeben. Unsere Stellung zuni Judentum müsse in dem Sinn |>ositiv werdc-p. daß sich aus der jüdischen Gesellschalt eine jüdische Gemein schuft zu eutw ickeln habe. Dr. Strauß üiph-rte sich dann in sehr objektiver Meise zum Pulüstiduprobleni und forcierte intensive Beschäftigung mit allem Jiidisdien. In den Morten Friedrich Broduitz' „Deutsch bleiben — und jüdischer werden!" liege der zukünftige Weg. Sehr wertvoll war auch der Vortiag von Privat ilo/ent Dr. C ha nun L c h r m u u n über „Der Ewig e Jude im Spiegel der I. i t e r u t u r". Der Redner, ein ausgezeichneter Kenner großer literarischer Stoffgebiete, legte im einzelnen dar, daß kaum ein Motiv die Dichter so beschäftigt habe, wie die Legende vom Ewigen Juden. Goethe, v.Ariiim. Lenau. Byron und viele andere hchundcjten diese Almsver-Figur. In sehr feiner Weise gab Dr. I.ehrmanii unter Hinweis auf den Propheten Elijah» seinem Vortrag einen geistvollen Ausklcjiig. indem er den Glauben un die Zukunft als letzten Sinn der Sage vom Ewigen Juden umriß. Beiden Rednern wurde lebhafter Beifall gezollt. Stuttgart. Am 29. September' fand im I s r. A I t e r slieim in der Wugenburgstruße ein B u nlc-r AIicmicI statt, der den Veranstaltern und Ntitw irkeiideu den innigsten Dank der Insassen und vielen Beifall cintrug. Die jugendlichen Hlfiidhurmoiiiku-V irtuoseii Gerd und Werner Hey mann eröffneten den Abend mit schwungvollen Weisen. Bald herrschte fröhliche Heiterkeit, die durch Rezitationen von Frau Miuu Hirsch, in schwäbischer Mundart mit volkstümlicher Natürlichkeit und bezwingendem Humor vorgetrügen, noch gesteigert wurde. Nicht minder erfolgreich war Frau Dr. A u ii u Reif mit1 ihre» Liedern zur Laute. Beiden Damen wurde lebhafter Beifall gespendet. Dann führte Julius Strauß, (unnstutt. Filmaufnahmen vor. die er auf einer ♦ittelmeerreise gemacht hatte. Mit gespuhnter Auf merksamkeit verfolgte man die pruchtvollcn Land schuftsbilder und bestuunte die Wunder der Zeitlupe. Spontuuer Beifall dankte für diesen herrlichen Genuß. Oberlehrer u. D. U h I m u n n gab am Schluß der herzlichen Dankbarkeit aller beredten .\iisclruck und bat die Mitwirkenden, noch öfters sonnige Freude in das schöne Altersheim zu bringe». Stuttgart. Der Verein „F reu »de der Jüdischen S di ule“ hatte auf Sonnabend, den 6. Oktober, zu einem Ausspracheabend über das T hema „D i e religiöse Erziehung des j ii - d i s ch e n Kind e s" eingeladen, der gut besucht war. Der Vorsitzende. Dr. Siegfried Su enger, legte im Anschluß au seine Begrüßungsvvurte Zweck und Ziele des Vereins dar. Alle einschlägigen Probleme. so führte er ans. seien zu besprechen und möglichst zu klären. Die Schule hübe dip Aufgabe, um Wöhle der Gemeinschaft mit/.iiarbeiteii. Das Problem der religiösen Erziehung des jüdischen Kindes sei das brennendste der gesamten F rage. Das Referat zum Thema des Abends hatte Anstultsdirektor Theodor R o t h s ch i I d . Eßlingen, übernommen. ln seinen formal und inhaltlich ganz aus- E»zeichneten Darlegungen beleuchtete er die für eh rer. Filtern und Kinder nicht leichte Situation. Vor allem gelte es. so betonte der Redner, dem Kinde den Eigenwert seines Judeseins bewußt zu machen. Die Kinder sollen jüdisch werden! Unsere Aufgabe ist es nun. ein Geschlecht zu erziehen, das vor Göttlichem und Menschlichem Ehrfurcht hat. Die religiöse Erziehung dauert bis zum Finde des Lebens. Wichtig ist vor allem Gesinnung. Nur ein religiöser Mensch sollte Unterricht erteilen. Die Filtern müßten aber auch dem Religionsunterricht entgegenkonimen und dürften in die Bemühungen der Lehrer nicht hemmend eingreifen. Fis gelte. Ersatz für die im Elternhaus oft fehlende religiöse Belehrung zu schuf fen. Ehrfurcht vor dem Unbegreiflichen müsse Eltern und Kinder beherrschen, und mit Verehrung sei stets von allem Hohen und Heiligen zu sprechen. Man müsse sich aber hüten, mit dem Kinde von alle m zu reden: man dürfe es nicht zu früh aufklären und ihm nicht zu viel erklären?damit die FIhrfurcht vor dem Geheimnisvollen nicht verloren gehe. Wenn im Hause keine Religiosität gepflegt werde, so trete sie auch nicht in^das Blickfeld des Kindes. Nicht Theo logie und Philosophie — aber lebendige senden tum sei dem Kinde zu lehren. So gehörten der Sabbath und Israel zusammen. Niemand dürfe daher versäumen, das uns gewordene kostbare Geschenk des