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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-06-01 · 5 (1.6.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
5 (1.6.1934)
Date
1934-06-01
Page
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helfen. In erster Linie war die monatlich durchgeftihrte Pfundsammlung für viele eine erwünschte Erleichterung. ebenso die Kohlenhilfe und die Arbeit der Nähstube. Die Reisekasse für Erholungsbedürftige wurde infolge erstgenannter dringender Aufwendungen diesmal weniger bedacht. Die Vorsitzende dankte allen, die dem Verein halfen, sein Werk durchzuführen, sprach Mut und Gottvertrauen zu und bat, den Verein weiter zu fördern. Ebenso dankte Frau Levy ihren Mitarbeiterinnen, insbesondere aber der Schriftführerin Frau Helene Hirsch für ihre selbstlose Arbeit. Zu Ehren der im letzten Vereins iahr dahingeschiedenen Mitglieder erhob sich die Versammlung. Anschließend sprach Frau Else Bergmann, Laupheim, über „Gegenwartsaufgaben der jüdischen Frau“. Die Rednerin erstattete Bericht über verschiedene wichtige Frauentagungen und teilte mit daß Frau Sofie Levy bei der Landesverbandstagung in Stuttgart in den engeren, und Frau Alice Straßburger sowie Frau Anny Hirsch in den erweiterten Ausschuß gewählt wurden: Insbesondere betonte die Rednerin die Notwendigkeit des ..Familienschutzes“ als soziale Fürsorge. Ulm. Auf Einladung des Kulturausschusses sprach am 30. April Rechtsanwalt Ernst Moos III über „Das F ronterlebni s“. Der Redner betonte, daß es nicht Zweck des Vortrags sein könne, etwa von soldatischen Heldentaten zu erzählen; er könne vielmehr nur den Sinn haben, aus dem Erlebnis des Kriegs für die heutige Zeit Aufrichtung und Trost zu finden und Kraft zu gewinnen, um das Schicksal mannhaft zu ertragen und es zu meistern. Der Redner schilderte dann das Erlebnis der Kameradschaft als das Wunderbare der Frontzeit in der sich die Kämpfer ohne Unterschied des Standes und der Rasse in Not und Tod die Treue bewahrten. Tief ergreifend war es auch, wie Rechtsanwalt Moos von der Gottergebenheit sprach, mit der die Millionen der Frontkämpfer täglich das Schwerste durchstanden. Der Redner, der selbst als Offizier an der Front lag und es verstand, seine Ausführungen außerordentlich le-, bendig zu gestalten, schloß mit dem Gedenken an die zwölftausend jüdischen Toten des Weltkriegs, deren Opfertat stets Vorbild und Beispiel sein wird. Voesckau auf kommende VecattstattiutgeH. Stuttgart. In der ersten Junihälfte veranstaltet der Berthold Auerbach-Verein einen Vortrag von Rabb. Dr. A u e r b a ch („Eindrücke auf einer Palästinareise“), eine Freitagabend-Feier sowie einen Aussprache-Abend als Fortsetzung. Stuttgart. Am 10. Juni spricht auf Einladung der Zionistischen Ortsgruppe Rabb. Dr. Jo a - ch i m Prinz, Berlin, der unlängst von einer Palästina-Reise zurückgekehrt ist. über das Thema „Juden ringen um eine bessere Zukunft“. Der außerordentliche Eindruck, den der im November vor. Js. gehaltene Vortrag des bedeutenden Redners in Stuttgart gemacht hat, wird zweifellos weite Kreise unserer Gemeinde und der Gemeinden des Landes veranlassen, Dr. Prinz wieder zu hören. Ist schon die hinreißende rednerische Darstellung von Dr. Prinz ein Genuß — so wird man seinem kommenden Vortrag insofern auch starkes Interesse entgegenbringen. als dieser sich auch mit Palästina aus der lebendigen Anschauung heraus beschäftigen wird. — 47 — Heues vom indischen Sport. Stuttgart. In dieser Nummer fordert der Sportleiter der hiesigen Sportgruppe des „Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten* alle RjF -Sportler, die das Deut-, sehe Turn- und Sportabzeichen erwerben wollen, zur Meldung auf. Wir machen auf diese Ankündigung besonders aufmerksam. Stuttgart Am 27. Mai trafen sich die Alte Herrenmannschaft des R.j.F. Stuttgart mit der Alte Herrenmannschaft des R.j.F. Heilbronn zu einem Rückspiel, das einen recht interessanten Verlauf nahm. Beide Parteien entwickelten von Anfang an ein lebhaftes Tempo, und nach wenigen Minuten gelang es den Heilbronnern, in das Stuttgarter Tor einzusenden. Die Ueberlegenheit der Stuttgarter Mannschaft zeigte sich aber bald. Bis zum Ende der 1. Halbzeit hatte die Heilbrunner Verteidigung große Mühe, die unablässig drängenden Stuttgarter abzuwehren. Die Stuttgarter erzielten denn auch bald durch einen scharfen Schuß den Ausgleich. Kurz vor Halbzeit brachte Stuttgart den zweiten Treffer an. so daß man mit 2 :1 für Stuttgart in die Halbzeit ging. Nach Wiederbeginn des Spiels machten die Heilbrunner außerordentliche Anstrengungen — allein sie konnten keine Chance auswerten. Lediglich durch einen Elfmeter gelang es den Heilbronnern, den Ausgleich zu erzielen. So trennten sich die Parteien mit einem Unentschieden. Im Anschluß an dieses Spiel trafen sich zum dritten Male innerhalb weniger Monate die beiden ersten Fußballmannschaften des R.j.F. Heilbronn und Stuttgart. und zwar diesesmal zu einem Wettspiel zur Ermittlung des Süddeutschen Meisters innerhalb des Sportbundes des R.i.F. Diese Meisterschaft soll in einer knock out-Runae ausgetragen werden. Die Meister der verschiedenen Landesverbände werden dann im Herbst die Deutsche Meisterschaft um den R.j.F.-Bundespokal ausspielen. Heilbronn hatte Goiiesdiensizeiten für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. Haupiijmagoge HospUalstraffe, I. Juni Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. Freitagabend 7.00 Ubr abends 2. Juni Sabbatb 8.30 Ubr morgs. Jugendgottesdienst 3.30 Ubr nachm. Sabbatb 9.12 Ubr abends 3. Juni Werktagsgottesdienst 8.00 Ubr morgs. 7.00 Ubr abends 4.-7. Juni Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. 7.00 Ubr abends 8. Juni Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. Freitagabend 7.00 Ubr abends 9. Juni Sabbatb Neumondverkündg. 8.30 Ubr moros. Jugendgottesdienst 3.30 Ubr nachm. Sabbatb 9.19 Ubr abends 10. Juni Werktagsgottesdienst 8.00 Ubr morgs. 7.00 Ubr abends 11. u. 12. Juni Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. 7.00 Ubr abends 13. u. 14. Juni Werktagsgottesdienst Neumond 7.00 Ubr morgs. 7.00 Ubr abends 15. Juni Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. Freitagabend 7.00 Ubr abends 16. Juni Sabbatb 8.30 Ubr morgs. Jugendgottesdienst 3.30 Ubr nachm. Sabbatb- 9.24 Ubr abends durch Umstellung erreicht daß diesesmal das Spiel in der ersten Halbzeit offener gehalten Wurde und konnte sogar die letzten 25. Minuten der ersten Halbzeit Stuttgart sehr stark bedrängen; es zerschellte aber an dessen guter Verteidigung. Bereits fünf Minuten nach Anfang konnte Stuttgart sein erstes Tor nach hervorragendem Flügelspiel durch seinen Mittelstürmer erzielen. Mit dem Resultat 1 : 0 ging es in die Halbzeit und nach dieser, als Stuttgart mit dem Wind im Rücken spielte, drehten dessen Läuferreihe und Sturm mächtig auf. In regelmäßigen Abständen fielen weitere drei Tore, und wenn Stuttgart ijicht so stark vom Pech verfolgt worden wäre, hätte genau so gut das letzte Resultat von 8 :0 wiederholt werden können; denn einige fabelhafte Schüsse wunderten an den Torpfosten, und ein Tor konnte wegen Abseits, von dem Mittelläufer aus dem Hinterhalt geschossen, nicht zuerkannt werden. Zu loben sind die Torwächter beider Mannschaften, die in schöner Manier manchen f;ut plazierten Schuß vereitelten. So muffte sich Heilironn wiederum mit 4 :0 geschlagen bekennen. Das nächste Ausscheidungsspiel findet nunmehr gegen den Badischen Landes mp i s te r, die Sport gruppe des R.j-F. Mannheim, statt, und zwar am Sonntag, aen 3. Juni. Es wird bestimmt! ein scharfer lyampf werden, da Stuttgart alles darahsetzen wird, um in die Endrunde zu kommen. Der Sieger des Ausscheidungskampfes wird dann wahrscheinlich gegen R.j.F. Frankfurt a. M. („Schild“) antreten müssen. Stuttgart. Am 27. Mai weilte der Sp ko ah“ mit seiner 1. Fußballmannschaft! tklub „H a - und einigen Leichtathleten in Frankfurt a. M„ wo lein Bezirkssportfest des Deutschen Makkabikreises ausgetragen wurde. Trotz stärkster Konkurrenz gelang es Fritz Sommerfeld, im 800 m-Lauf der JugendklasseA den 2. Preis zu erringen. Alfred Sijlberstein ging im 1500 m-Lauf als Dritter durchs Ziel. Im 3000 m-Lauf der Aktiven plazierte sich der erst ^jährige Fritz Sommerfeld hinter dejn Deutschen Makkabimeister Rosengart, Cassel, an zweiter Stelle. Eine besonders gute Leistung. K. CygiballistH wurde im Kugelstoßen Zweiter und im Weitsprung Dritter. ' In einem Handballspiel Westdeutschland gegen Süddeutschland konnte K. Cym ball ist II allein vier Tore erzielen. Der Sieg ging mit 3; 7 an Süddeutschland. — Am Nachmittag fand ein Reprüsentativ- Fußballspiel Württemberg Baden gegen Main-Hessen statt. Hier war die „Hakoah“ mit acht Spielern vertreten. Württemberg-Baden blieb nach! spannendem Kampf mit 2 : 1 Sieger. Die „Hakoah“ kann auf ihre Leistungen, die gegen anerkannte jüdische Sportsleute erzielt wurden, stolz sein. Stuttgart. Wie wir hören, veranstaltet der Sportklub „Hakoa h“ auf dem Sportplatz in I legerlöd» am tO. Juni ein Handball- und Fußballturnier, an dem außer dem Veranstalter Mannschaften aus Frankfurt a. M. Mannheim und Nürnberg teilnehmen werden. Die Spielparteien werden durchs Los bestimmt. Da die Gastvereine sehr spielstark sind, darf man mit sehr interessanten Kämpfen > rechnen. Es findet auch ein Damen-Handballspiel zwischen Stuttgart und Mannheim statt. Weite Kreise sehen diesem jüdischen Sporttreffen mit großer Spannung entgegen. Göppingen. Mit einem Handballspiel gegen die Sportgruppe des R.j.F. Laupheim ist die Göppinger R.j.F.-Gruppe zum erstenmal an die Oeffentlichkeit getreten, nachdem es insbesondere gelungen ist. ein ideal gelegenes Gelände als Spielplatz zu erlangen. Man brachte dieser Begegnung lebhaftes Interesse dfaffH' KAFFEE zu M.2.- bis&AO das Pfund TEE zu M.S.M bisT.SO das Pfund In bekannt vorzOgl. Misch •■■i fl.VHayerf"S; SMIlirt ■r. 3SIM/5 MARIE REINHARDT flcnofitrafe 1311 IMcpkon MJU VORHÄNGE werden»orgfUHg ( gcwntdten n. getpnmtl tm SpntUJondtlß Eugen Mawieu ♦ Stuttgart Büchsenstraße 15 / Telefon 8.-A. 22755/56 SPEZIALHAUS m Fluß« u. Seeflsdie Ulld und GeflOgul QuUvuur-Siieteikintei Div. Delikatessen KARL RIEKER, STUTTGART Römerstraße 51 / Telephon 71469 Werkstitte fQr Polstermöbel und Dekorationen Auffahrung simtl.Tapezier* u. Linoleumarbeiten iül WER MIT | DEM PFENNIG RECHNETl wAhtt Kutter Uhran. Dann l EChaft Raohi >1 vHanpan I von alnar Uhr mit Raohi: I POnklllohKnit.rvalawOrOlo» kalt ZuvartAaa*okatt und nloht zuletzt Qehönheit KUTTER UHRENi MTTTMACMTBAU srurrojurr BAUGESCHÄFT FRIEDRICH OSSWALD «ffi. 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