Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 1 (1.4.1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4904101-5442811-5443347--4100-4907897- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
and» in diesem Jahr wieder namhafte Beträge für die indische Wohlfahrtspflege Zur Verfügung stellen. Der Tom Vorstand und Verwaltungsrat yorgelegte Geschäftsbericht und weitere Anträge wurden yon der Generalversammlung genehmigt. Stuttgart Die Vereinigten Italienischen Schiffahrts- S'lschaften teilen mit. dafl im Monat April 1934 nde Abfahrten nach Palästina (Haifa) stattn werden: 4.4.: von Triest D. „Italia“ (6000 to.), 5.4.: von Genua D. „Roma“ (32 000 to ). tl. 4.: von Triest D. „Gerusalemrae“ (8000 to.). 18.4.: von Triest D. „Italia“ (6000 to.), 25.4.: von Triest D. ..Martha Washington“ (9000 to.). Vorschau auf kommende Veranstaltungen. Siehe auch die Ankündigungen Seite 5. Stuttgart. Wir verweisen auf den Sederabend des Berthold Auer bach-Vereins sowie auf den Vortrag von Dr. Siegfried Kösteridi über „Palästina und der Zionismus“. Stuttgart. In einer Zeit, da an unsere Jüdischen charitativen Organisationen besonders grolle Anforderungen gestellt werden, wobei leider festzustellen ist, dall die Zuwendungen an diese Vereine immer geringer werden, ist es Pflicht jedes Gemeindemitglieds, an den Generalversammlungen dieser Vereine teilzunehmen, um einmal über ihre Wirksamkeit genauen AufsdiluS zu erhalten und sich von der Notwendigkeit aktivster Förderung zu überzeugen. In diesem Sinne verweisen wir auf die Generalversammlungen des Isr. Krankenunterstützung svpreins <8. April), des Isr. Männervereins für Krankenpflege und Leichenbestattung, Chewra Kadisdha (7. April) und des Jüdischen Schwesternheims <15. April). Jeder muß dazu beitragen, daß unsere Wohltätigkeitsorganisationen ihre edlen Gemeinschaftspflichten voll erfüllen können! Stuttgart. Der Landesverband Württemberg des Jüd. Frauenbunds, hält am 15. April seine De legierten-Tagung ab, zu der Gäste willkommen sind. Auch diesesmal wieder wird diese Tagung einen umfassenden Ueberblidc über die vielseitige Tätigkeit des Bundes vermitteln. Stuttgart. Stuttgarter Jüdische Kunstgemeinschaft. Die dritte Veranstaltung bringt eine selten gehörte Kunstgattung: Das Me 1 o d r a m. Hierbei handelt es sich um gesprochene Dichtungen — in diesem Fall von Rousseau, Hebbel. Bialik usw. mit begleitender Musik von Benda, Schumann. Sinzheimer. Daneben stehen einige Gruppen von Koloraturarien, die sich in dieses Programm besonders günstig einfügen und wirksame Abwechslung bringen. Mitwirkende sind Franz Oppenheimer (Rezitation), früher Dramaturg in Königsberg, Emmy Lufiheimer-Ioseph (Koloratursopran), Mannheim, und Kapellmeister M a x Sinzheimer (Klavier), Mannheim. Stuttgart. Jüdisches Lehrhaus. Es sei heute schon darauf hingewiesen, daß im Rahmen der Vortragsreihe „Werdendes Judentum“ Ende April Prof Dr. Martin Buber über „Der ehrfürchtig Mens ch“ sprechen wird. - 13 - Tladiächten aus dem £ande. Cregliagen. _ Audi in unserer Gemeinde ist das Interesse für jüdische Dinge wieder erneut erwacht. Es sind seit verangenem Sommer zwei neuhehräisdie Sprachkurse, die von Lehrer Katzenstein geleitet werden, ins Leben gerufen worden. — Ferner sind im Laufe des Winters Samstagnachmittag in der Synagoge Vorträge über ausgewählte Kapitel aus dem Prophetenbuche JecheskeT von Lehrer Katzenstein gehalten worden, die reges Interesse bei den Gemeindemitgliedern fanden. — Außerdem werden in einer Arbeitsgemeinschaft wöchentlich zweimal jüdische Tagesfragen, wobei Palästina im Vordergrund steht, besprochen. Schwäb. Hall. Der Oberrat hat mit Wirkung vom 31. März Bezirksrabbiner Dr. Berlinger, Hall, kraft Gesetzes in den Ruhestand versetzt. Dr. Berlinger ist am 29. April 1866 als Sohn des Rabbiners Menko Berlinger, Braunsbach, geboren. Nach wissenschaftlichen Studien hat er die erste und zweite Rabbiner-Dienstprüfung in Württemberg abgelegt; am 24. Juli 1895 wurde er als Rabbinatsgenilfe in Braunsbach angestellt. Am 19. Oktober 1900 wurde ihm das Bezirksrabbinat Braunsbach übertragen, das im Mai 1913 nach Hall verlegt wurde. Während seiner nahezu 39jährigen Dienstzeit hat er es verstanden, sich durch sein frommes und pflichteifriges Wirken die Achtung und Verehrung nicht nur der jüdischen Gemeindemitglieder sondern auch der nicht jüdischen Bevölkerung aller der Orte, in denen er dienstlich zu wirken hatte, zu erwerben. Er hat sich überall für die Achtung und das Ansehen des Rabbinerstandes eingesetzt, weshalb er schon im Weiteren Rat als auch in der Verfassunggebenden Landesversammlung sowie in der Isr. Landesversammlung seit 1924 jeweils zum Vertreter seines Standes gewählt wurde. Seine tief religiöse Einstellung hat ihn zum berufenen Vertreter des orthodoxen Judentums in Württemberg prädestiniert. Er hat es verstanden, in den Gemeinden, in denen er tätig Goiiesdienstzeiten für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. Haoptsjmagoge Hospitalstrage. 1. April II. Tag Predigt 8.30 morgs., 7.35 Uhr abends 2. April Werktagsgottesdienst 3. -5. April Werktagsgottesdienst 3.-4. April 5. April Passabfest 6. April 7. Tag Predigt 7. April 8. Tag Predigt 8. April Werktagsgottesdienst 8.00 Uhr morgs. 6.15 Uhr abends 7.00 Uhr morgs. 6.15 Uhr abends 6.45 Uhr abends 8.30 Uhr morgs. 6.45 Uhr abends 8.30 Uhr morgs. 7.45 Uhr abends 8.00 Uhr morgs. 6.30 Uhr abends 7.00 Uhr morgs. 6.30 Uhr abends 7.00 Uhr abends 9.-13. April Werktagsgottesdienst 9.-12. April 13. April Freitagabend 14. April Sabbath - Neumondverkündigung 8 J0 Uhr morgs. 7.57 Uhr abends 15. April Werktagsgottesdienst 8.00 Uhr morgs. 6.45 Uhx abends 16. -20. April Werktagsgottesdienst 7.00 Uhr morgs. war, für die Erhaltung unserer ehrwürdigen Traditionen zu wirken und damit die Ideale seiner Ahnen hochzuhalten. Für all dies ist ihm die Isr. Religionsgemeinschaft Württembergs am Tage seines Ausscheidens aus dem Dienste dankbar. Möge ihm an der Seite seiner ihm gleichgesinnten Gattin ein gesegneter Lebensabend beschieden sein und möge er weiterhin in voller körperlicher und geistiger Frische für clie Verbreitung jüdischen Wissens und Lebens wirken dürfen! Heilbronn. Rechtsanwalt Dr. Hermann Merz bacher, Stuttgart, sprach hier vor kurzem über die Bedeutung der in Stuttgart gegründeten jüdischen Schule. Der Redner betonte die Pflicht der jetzigen Generation, für die Jugend zu sorgen Bei den jüdischen Schulböstrebungen solle alles Doktrinäre zurücktreten und allein praktische Gegenwartsarbeit geleistet werden. Der Vorwurf einer „Ghetto-Schule“ werde zu Unrecht gemacht, denn eine Veränderung zur Umwelt soll durch den Eintritt in die jüdische Schule nicht herbeigeführt, dagegen einer Isolierung des jüdischen Kindes und der Gefahr von Minderwertigkeitskomplexen vorgebeugt werden. Die jüdische Schule stellt jüdisches Leben innerhalb des deutschen Staates und der deutschen Kultur dar. In der Schulfrage muß jede Parteimeinung schweigen. Dr. Merzbamer machte hierauf noch über den Schulaufbau, die Unterrichtsfächer, die Lehrer usw. wertvolle Ausführungen. Heilbronn. Der Instrumentalkreis der Stuttgarter Jüdischen Kunstgemeinschaft veranstaltete am Morgen des 25. März in der Synagoge ein Konzert, bei dem Mitglieder des Instrumentalkreises kammermusikalisch und Charlotte Massenburg soll stisch mitwirkten. Wir berichten über die Veranstaltung in nächster Nummer. Das Konzert stand unter der Leitung von Direktor Karl Adler. Rexingen. Bei der am 25. Februar stattgefundenen Ersatzwahl zum Vorsteheramt wurden Lehrer Berlinger und Alfred Hopfer gewählt. — Am II. März sprach Dr. Paul Tänzer. Stuttgart, über „Jüdisches Leben in Palästina“. Der interessante Vortrag wurde durch ausgezeichnete Lichtbilder. von Dipl -Ing. Braunschweig aufgenommen und vorgeführt, ergänzt. Die Gründung einer Zionistischen Ortsgruppe „Schwarzwaldkreis“ wurde anschließend vorgenommen. Tübingen. Am 18. März sprach Dr. Heinz Hayum auf Veranlassung des lüd. Frauenvereins in ausgezeichneter Weise über die Eindrücke, die er auf einer Palästina-Reise gewonnen hatte. In anschaulicher Schilderung entwarf der Redner ein Bild von Land und Leuten. Er behandelte besonders das Problem der jüdischen Siedlung und zeigte durch sachliche Kennzeichnung der klimatischen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und religiösen Verhältnisse die Schwierigkeiten auf, die der nach'Palästina auswandernde deutsche Jude berücksichtigen muß. Der Redner betonte, daß für die Besiedlung des Landes nur derjenige in Frage kommen dürfe, der seine ganze Lebenskraft für die Zukunft des jüdischen Volkes einsetzen wolle. Die zahlreichen Anwesenden dankten für das Referat mit lebhaftem Beifall. Ulm. Am 21. März lauschte eine große Zuhörerschaft von nah und fern einem Vortrag von Prof Martin Buber über das Thema „Sind wi r noch das Volk der Bibel?“ Wir sind es nur dann noch, so sagte der Redner, wenn wir uns durch BAU GESCHÄFT FRIEDRICH OSSWALD ä Neu- und Umbauten / Reparaturen ✓ Hausentwässerung OLGASTRASSK 76 / FIRNSPRICH1R 2S678 Jeden Einkauf bei unseren Inserenten I Ihre Wä*rhe rnnngu. schrankfertig bei bill. Berechnung mmr bei Belehennpergrr Krhf. Reinsburgstmfte )5J,Te! 64372 SpezUlltflt: Gardinen spannen l«l!«•»«■» II|1I4 Irlich» SHsiIrakattrr aarl Gi&isfter gmäcxtntc 84 / IcUtvm 64812 nsl Bann?•£ Im" Feinkost / Fische / Geflügel . Kolonialwaren Weine / Obst und Gemüse. Nähmaschinen und Radio Hoden Sie la retdier Autwahl bei Kupfer L Co. Qarlenstraßc 19 / TeL 9/993 Reparaturen sämtlicher Systeme Waschu. Putzmittel Selfen-SpnzlalgenohHft Lange Strecke 11A / Fernruf Nr. 22068 C-FAUTENMETHA_ STUTTGART- BRIEFPAPIERE für Qeschenkzwecke u. Eigenbedarf Adolf Bader Gasn. WasserielhmgiarbeUi Drogen STERN¬ DROGERIE Stuttgart, Parfümerien Emft Weinfleinßmße 40 beim Alten Potiplate Alleinverkauf der Weltmarken Bally Angulus Domdorf Edox-Sdiuh-Co. KOntgstraße 19 B zu M.a.-bisS.ao das Pfund zu M. 3.M bisT.M das Pfund In bekannt vorzOgl. Mischungen fl. mager, "55, Shllttrt ’keiiM KAFFEE Eugen Ma Wien ♦ Staflgarl Büchsenstrafie 15 / Telefon S.-A. 22755/56 whSA/, SPEZIALHAUS b Dlv. Delikatessen QuelliuseMpletelkiiifu Wie erwarten Sie zu den JUsachtagen und empfehlen gleichzeitig unsere bekannt vorzüglichen Backwaren wie Torten,’ Kuchen, Kleingebäck usw. Üoer die Feiertage halten wir la Mazzen -auch In Pfundpackung — vorrätig Bäckerei, Conditorei und Cafö (Kaimann Seidsnstr. 6 (Ecke Schloßstr.), Telefon 22979