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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-01-01 · X. Jahrgang Nr. 23 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 23
Date
1934-01-01
Page
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- 215 - Violinkonzert in E-Dur von Job. Seb. Bach, außt-rdem unter Begleitung von Alice Schmudcler-Heß ein Paganini-Konzert und eine Reihe von kleineren Stücken spielen. Der Singkreis wird a cappella- (unbegieitete) Chöre — Meisterwerke der mittelalterlichen Chorkunst — zum Vortrag bringen. Sing- und Instrnmentalkreis werden hierdurdi vor bedeutsame Aufgaben gestellt. Die Orchester- und Chorleitung liegt in den Händen von Dir. Karl Adler. Im Hinblick auf die künstlerische Bedeutung der zweiten \honnementsveranstaltung bedarf es von unserer Seite kaum eines besonderen Hinweises mehr. Tlems vom jüdischen Spott. Stuttgart. Hugo Löwenthal, der Leiter der Sportgruppe Stuttgart des Reichsbunds jüd. Frontsoldaten, bat von der Deutschen Sportbehörde das Silberne Sportab Zeichen verliehen bekommen. Wir gratulieren ihm zu diesem sportlichen Erfolg. der für die Mitglieder der Sportgruppe sicherlich Ansporn zur Erwerbung dieses Ehrenzeichens -ein wird. Bekanntlich ist der Landessportleiter des R.j.F„ Hugo Nathan. Inhaber des Goldenen Sportabzeichens. Stuttgart. In der letzten Nummer unseres Blattes hat der Landessportleiter des R.j.F. von der Verfügung der Württemberg!sehen Sportbehörde betreffend die Abnahme der Prüfung für das Sportabzeichen Kenntnis gegeben. Im Verfolg dieser Bestimmung wird die Sportgruppe Stuttgart in Kürze mit einem .Sondertraining für Sportabzeichena n w ii r t e r beginnen. Die Ortsgruppe' nimmt hierzu Meldungen von Interessenten entgegen. Stuttgart. Die Ordentliche Generale e r s a in m- I 11 n g der Sportgruppc des R.j.F. fand am 22. Februar statt. Wir werden über die außerordentlich gut besuchte Versandung in nächster Nummer näher berichten. Stuttgart. Wir hatten vor kurzem Gelegenheit, den ..im Bau“ befindlichen Sportplatz des Reichsb ii n d s jüd. Frontsoldaten /.u besichtigen und können heute schon feststellen, daß mit dieser Neueinrichtung ein bedeutsames Werk geschaffen wird. Das außerordentlich große Gelände im Feuerbacher Tal — es liegt unmittelbar beim Cafe Waldhof - wird zurzeit planiert, und eine beachtliche Anzahl von Vrbeitern. unter denen sich auch jüdische l»efinden, ist seitx einigen Wochen mit den umfangreichen Erdarbeiten beschäftigt. Der Sportplatz wird ein großes Fuflballspielfeld (100X70 m), ein kleineres Spielfeld, auf dem später Tennisplätze errichtet werden. eine 120 m lange Aschenbahn. Sprunggruben iisw. erhalten. Zu erwähnen ist auch eine große Liege- und Spielwiese, auf die sich sicherlich nicht nur die ..Kleinen“ freuen. Stuttgart. Zum Haliensportfcst des „Bar K o ch b u“ in Frankfurt a. M. am 18. Februar hatte der Sportclub „Hakoah“ zehn Aktive entsandt, die sich ab den Handball-, Hochsprung- und 50 m-Lauf-Konkurrenzen beteiligten. In der Vorrunde trat Stuttgart gegen die bekannt spielstarke Düsseldorfer Handhallmannschaft an und gewann beachtlich V . 2. In der Zwischenrunde unterlag „Hakoah" nach hartem Kampf gegen Frankfurt. Turniersieger wurde Mannheim. — Beim 50 m-Lauf kam Cembalist bis zur Zwischenrunde, Drei Stuttgarter waren bei diesen Konkurrenzen am Start. — Der vorzügliche Hochspringer der „Hakoah“, Löwenstein, mußte sich der Bestleistung von 1,65m beugen. Heilbronn. Am 22. Januar d. J. führte der Tischtennisklub „B I a u - W e i ß“ seine größte Veranstaltung seit seiner Zugehörigkeit zum Deutschen Makkabikreis durch. Als Gegner war die Meistermannschaft des Bar Kochba Frankfurt gewonnen worden. Die Leistungen der Frankfurter wurden mit lebhaftem Beifall belohnt. Aber auch die Leistung der Heil hronner Mannschaft, die sich wacker wehrte, sei erwähnt. Die Spiele rollten dank der straffen Organisation schne ll und reibungslos ab. Erwartungsgemäß siegten die Frankfurter hoch mit 17 :0 Punkten und 51:4 Sätzen. Ulm. Die Skiabteilung der R.j.F.-Ortsgruppe veranstaltete zum Jahresende eine Skitour nach dem bayerischen Allgäu. Unter Leitung von Albert Sängerund BerndtLevinger wurden größere Touren unternommen und Anfänger-Kurse mit sehr befriedigenden Resultaten abgehalten. betete TladieidUen. Stuttgart Vor vielen Hunderten von Geineindemitgliedern sprachen am 24. Februar Dr. Erich Kehr, Kaiserslautern, und Dr. Friedrich Brodnitz, Berlin. Der Vortragsabend, der vohi Centralverein, Ortsgruppe Stuttgart, veranstaltet worden war, hinterliess bei den Anwesenden tiefsten Eindruck. Die Veranstaltung war ein Beweis dafür, dass der C.-V. auch in dieser Zeit für die deutsche Judenheit eine ausserordentlich bedeutsame Tätigkeit entfaltet. Näheres in nächster Nummer. Goitcsdicnsizcitcn für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. Hauptsynagoge Hospitalstrage. 1. März Purim 2. März Freitagabend 3. März Sabbatb 4. März Werktagsgottesdienst 7.15 5.30 7.15 6.00 9.00 6.50 8.00 5.45 7.15 5.45 6.00 5.-9. März Werktagsgottesdienst 5.-8. März 9. März Freitagabend 10. März Sabbatb Neumond Verkündung 9.00 Ubr morgs., 7.00 11. März Werktagsgottesdienst 12.-16. März Werktagsgottesdienst 12.-15. März 16. März Freitagabend 17. März Sabbatb — Neumond 18. März Werktagsgottesdienst 8.00 5.45 7.15 5.45 6.15 9.00 7.12 8.00 6.00 Ubr morgs. Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Ubr abends Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Ubr morgs. Ubr abends Schwfibische Bank AG. Stuttgart, KOnigstmße 19 A, Salamanderbau Telefon 28344/45, 27437 Die Bank ffir Anlage and Vttmlftnmif altini Die Waldbauern von Kfar Hadioresh. Von Joseph Weitz, Jerusalem. Die altjüdischen Naturfcste haben einen neuen Sinn bekommen, seitdem wir Palästina bauen. Kaum eines in solchem Maße wie das „Neujahrsfest der Bäume“, das in den letzten Tagen gefeiert wurde. Am 15. Sdiwath kommt in Siedlung und Stadt bei den Aufmärschen der Kinder, in Lied und Spiel und Reden, sehr stark zum Ausdrude, was für eine Rolle der Wald, den wir im Lande noch nicht haben, im Denken und Wünschen des Jischuw bedeutet. Hier soll jedoch heute nicht von dem gesprochen werden, was uns jüdische Forste als Symbol der Wiedergeburt von Land und Volk bedeutet: es soll vielmehr von einem Stück I.and gesprochen werden, welches die Bedeutung der Bäume für Palästina deutlich macht. „Kfar Hachoresh" ist keine landw irtschaftliche Siedlung im üblichen Sinne. Jüdische Waldbauern pflanzen dort Bäume, Buschwerk und Haine. Ihre Siedlung heißt daher allgemein das Waldland-Dorf. Sie besteht schon drei Jahre: dennoch ist ihre Existenz bisher noch nicht sehr bekannt geworden. Vor etwa zwölf Jahren erwarb der Keren Kajemeth in der Nordwest-Ecke des Emek Jesreel den Landstrich, den man unter dem Namen ...Muhlul" kannte. Dieser Landstreifei] liegt im „Nahalal-Block“ und umfaßt den größten Teil des Totes. Zu einem großen Teil ist Mahlul hügeliges Land voll schwerer Felsblöcke, die eine landwirtschaftliche Besiedlung nicht zulassen. Das ganze Gebiet ist etwa 8000 Du nun groß und gliedert sich in zwei Zonen. Die eine Zone, etwas me hr als die Hälfte des ganzen Geländes, ist mit verwahrlosten Bäumen und 8träuchern bestanden. Sie sind die Ueberbleibsel von Wäldern, die in längst vergangener Zeit die Hänge bedeckten. Heute sieht raun dort vereinzelt Eichen. Walnuß-Stauden und einige andere Baumarten. Dieser .Gebietsteil, der Nahalal und die Landstraße Haifa—Nazareth überragt. liegt im Nordwesten des Mahlul-Gelündes. Die andere! Zone umfußt die Hüge l, die sich ketten artig aus jener ersten Zone bis nahe von Nazareth auf der Nordost-Seite fortsetz.c n. Diese Hügel sind fast ohne jedes Grün: über hier und dort, eingestreut zwischen den kleinen Hügeln, gibt es lange und enge Abhänge' mit fruchtbarem Ackerland. In einem dieser Seitenabhänge befindet sich eine Quelle, uin der ein Rinnsal langsam abwärts fließt und den dort im jüdischen Altertum gepflanzten Zitronen- und Oliven Bäumen Feuchtigkeit spendet. Zwischen diesen Baumresten erheben sich einige Dattelpalmen, die das alte Jafia mit seinen arabischen Hütten überschauen. Die Landschaft, erregend in ihrer-Wildheit, ist von eigenartiger Schönheit erfüllt. Eine jüdische Siedlung konnte hier nicht angesetzt werden, solange es möglich war, im Emek mit geringeren Kräften bessere L Küozclsauer / Sfafig&rt-N Gymnasiumstraße 23 - Telephon Nr. 28160 FEIN! MUSS-SCHNEIDEREI M. Betting EimI »«twftmtr. 17 (früher Sophleostr) Reparaturen und Aenderungen werden prompt und billigst ausgefühn BAU QESOHÄFT FRIEDRICH OSSWALD «ra. 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