Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 21
- Date
- 1934-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
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- 197 — HaduiditeH aus dem Hände. ßuAau. Die von Hauptlehrer Einstein mit Geduld und Liebe vorbereitete Chanu k ka -Feie r gestaltete sich zu einem Festabend für die ganze Gemeinde. Auf anmutige Darbietungen der Kleinsten folgten in bunter Reihe Aufführungen und Vorträge der Schüler und Schülerinnen. Unter der Führung ihres Lehrers boten alle Kinder Hervoragcndes. Dafür wurden sie am SAlufl durch eine Gabenverlosung erfreut. Der Abend wurde durch eine Begrüßungsansprache von Rabbiner Dr. Schlesinger eingeleitet. Herr Vierfelder dankte Lehrer Einstein für den wohlgelungenen Abend. Lehrer Einstein sprach seinerseits allen Kindern Dank und Anerkennung aus. Daß es auch den Gästen aus der Umgegend gut gefiel, bewies die Ansprache von Ludwig Dannhauser, Ulm. Buchau. Vor kurzem hielt die Gesellschaft „H a r - in o n i e“ ihre Generalversammlung ab, bei der Vorstand und Ausschuß wiedergewählt wurden. Die Anwesenden hießen einmütig die neuen gesellschaftlichen Aufgaben des Vereins £ut. Zum erstenmal seit vielen Jahren will der Verein wieder eine Purimunterhaltung veranstalten. — Sigbert Einstein, der Vorsitzende der Ortsgruppe des Central-Vereins. erstattete unlängst in einer Versammlung über die Stuttgarter Tagung des C.-V.-Landesausschusses Bericht. An den Vortrag schloß sich ein^ lebhafte Aussprache an. Eßlingen. Am 17. Dezember v. Js. fand im Israel. Waisenhaus „W ilhelmspflege" die C h a n u k - kn fei er statt. Dem Berichterstatter fällt es wirklich nicht leicht, aus der Fülle des Dargebotenen das zu nennen, was ihm besonders put gefallen hat. Denn alle Kinder haben in ihrer Weise das Beste geleistet, vom kleinen Mundharmonikasolisten bis zum Joseph und Pharao der „Träume Pharaos", vom kleinsten „PüppAen“ des Mädchenreigens bis zu den anmutsvollen .Mädchengestalten, die turnerische Uebungen vorführten. Will man einen Mittelpunkt finden, um den sich alle Programmnummern wie ein buntschillernder Teppich gruppierten, so ist das wohl die stärkere Betonung Zinse rer jüdischen Werte, die in Wort und Gesang zum Ausdruck kamen. Eine schöne Leistung war der Auftritt zwischen Saul und Jonathan aus Becr-Hoffmanns „Der junge David“. „Rabbi Akibas Tod". „Süße alte Melodie“ und das 37. Ezechielkapitel sollen noch genannt sein. Dem hebräi- Goiietdiensizeiien für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. Haupisynagoge HospUalstrage. 1. Februar 2. Februar Freitagabend 3. Februar Sabbatb 4. Februar Werktagsgottesdienst 5. -9. Februar 5.-8. Februar 9. Februar Freitagabend 10. Februar Sabbatb Neumondverk. 11. Februar Werktsgottesdienst 12. und 13. Februar 14. Februar Jom Kippur koton 15. Februar Neumond 1 16. Februar Neumond 2 Freitagabend 17. Februar Sabbatb 4.45 Ufor abends 5.15 Uhr abends 9.00 Uhr morgs. 6.07 Uhr abends 8.00 Ubr morgs. 5.00 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 5.00 Ubr abends 5.30 Ubr abends 9.00 Ubr morgs. 6.17 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 7.15 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 5.15 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 12.30 Ubr mittags 5.15 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 5.15 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 5.30 Ubr abends 9.00 Ubr morgs. 6.29 Ubr abends sehen Schlußlied folgte die Ansprache des Vorstands. Die Kinder konnten es kaum noch erwarten, bis sie ihre Gaben empfangen durften. Ueberall sah man strahlende Gesichter, denn jedem ging sein Wunsch in Erfüllung. Die leuchtenden Kinderaugen sagten all denen Dank, die diese Gabenverteilung ermöglichten. Louis Hirsch. Stuttgart, gab dem nochmals beredten Ausdruck; aber auch jenen galt sein Dank, die durch ihr Erscheinen bewiesen, daß sie Interesse an der Arbeit des Eßlinger Waisenhauses haben. Heues vom indischen Spott. Siehe auch die Ankündigungen Seite 194 und 196. Stuttgart. Wie die Ortsgruppe des R.j.F. in dieser Nummer mitteilt, ist die Aufnahmesperrc für die Sportabteilung nunmehr aufgehoben. Näheres siehe Anzeige,.in der auch zum Eintritt in die Sportabteilung eingeladen wird. Stuttgart. Wie wir von der Ortsgruppe Stuttgart des ..Reichsbunds jüdischer Frontsolclat c n“ erfahren, hat dieselbe nunmehr begonnen, ihre Sportplatzanlage im Feuerbachertal auszubauen. Die Anlage wird neben einem großen Fußballspielfeld ein kleineres Spielfeld, auf dem später Tennisplätze angelegt werden, sowie eine große Rasenfläche für Kinderspielplätze enthalten. Stuttgart. Der Te n n i sc I u b 1 92 4 hat in der diesjährigen Generalversammlung seine Angliedcrung an den „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten“. Ortsgruppe Stuttgart: als selbständige Abteilung beschlossen. Der Club besteht seit nunmehr zehn Jahren und hat es in dieser Zeit durch regelmäßige interne sowie durch Freundschaftsturniere mit hiesifen und auswärtigen Tennisclubs zu einer ansehnichen Spielstärke gebracht. Durch den Anschluß an den R.j.F. besteht nunmehr die Aussicht auf eine eigene Platzanlage, so daß in Zukunft wieder neue Mitglieder, insbesondere Junioren, aufgenommen werden können. Der Leiter dieser Abteilung ist Dr. Marcus Maier. Stuttgart. Der Sportklub „H a k o a h“ im deutschen Makkabikreis E. V. hat nunmehr sein neues Lokal in der KornbcrgStr. 13 Hths. bezogen. Ein etwa 300 qm großer Raum steht den Sporttreibenden zur Verfügung, ln diesem neuen Raum wird der Sportbetrieb der „Hakoah" in wesentlich größerem Ausmaße als bisher ausgeübt werden. Alle Arten von Sport, die das Training in einem geschlossenen Raum ermöglicht, werden geübt werden. Den Trainings- Blan finden unsere Leser Seite 196 dieser Nummer. las Turnen von Kindern bis zu zehn Jahren, sowie das der alten Herren ab 32 Jahren ist neu eingeführt worden. Die Leitung liegt in bewährten Händen, so daß mit einer guten sportlichen Ausbildung zu rechnen ist. Die „Hakoah“ beteiligt sich, wie wir hören, an dem von dem Sportklub „Bar-Kochba“ am IR Februar im Stadion in Frankfurt a. M. stattfindenden Hallensportfest. Der Sportklub „Hakoah“ wird gemäß seiner Verpflichtung als Mitglied des Deutschen Makkubikrcises sich bemühen, seine Mitglieder zu sportlich gewandten Menschen zu ertüchtigen, und dabei auf eine weitgehende Durchbildung des ganzen Körpers Wert legen. Ulm. W alter Voll weiter, der bekannte ehemalige Mittelstürmer des F.C. 1894 Ulm. der vor einigen Monaten einem repräsentativen Fußballclub in Rennes (Frankreich) beigetreten ist. erregt, wie wir hören, die Bewunderung weiter französischer Sportkreise. Bei einem Match in Paris am 14. Januar — Rennes spielte gegen den Racine-Club Paris — schoß Vollweiler alle drei Tore und verhulf so seinem Club zum Sieg über eine der ersten Fußballvereinigungen Frankreichs. Vollweiler ist erst 21 Jahre alt. Schwäbische Bank |AG. .Stuttgart, Königstraße ISA, Salamanderbau Telefon 28344/45, 27437 Die Bank fflr Anlage und Vermögensverwal tun g Göppingen. Nachdem es nach vielen Blemühungen gelungen ist. für die Jugend mit Unterstützung aller ein eigenes Heim zu bekommen, hatte der Jugendbuna auf den 19. Januar zu einer Einwcjihungsfeier eingeladen. Sowohl Vertreter der-Gemeiqde als auch der übrigen jüdischen Organisationen \furen zahlreich ersAienen und konnten feststellen, mit welcher Hingebung die Jugend durch freiwillige Arbeiten das Heim ausgebaut und ausgeschmückt hat. Hei brennenden Sabbathkerzen und festlicher Stimniung wurde die Feier durch hebräische Lieder eingeleitet. Hierauf ergriff Rabbiner Dr. Tänzer das Wcjirt zu einer kurzen Weiherede. In treffenden Ausführungen kennzeichnete er die Aufgaben der jüdischen Jugend und ermahnte sie erneut zum treuen Festhaften an der jüdischen Vergangenheit. Dann sprach per Führer des Bundes. Julian Cohn, über dessen Ziele und Aufgaben und dankte nochmals allen Helfern und Spendern, die die Errichtung des Heimes ermöglichten, aufrichtig. Nun sprachen Herr R o s d n t h a I -als Vertreter der Gemeinde, Herr HA. Frankfurter von der ZOG„ Herr S. R o h r b a A e r vo i der „Merkuria“ und Herr Le v i als Erzieher. Alle;aben ihrer Freude über das Heim Ausdruck und sicherten auch weitere Unterstützung der Jugend zu. Mit dem Lied „Wir sind jung" fand die würdige Feiei ihren Ab sAluß. | HaigerloA. Die diesjährigen Generalversammlungen eröffnete der jüdische Gesangverein L.L jeder k r a n z“. Man beschloß, die Arbeit in kleinerem Maße wieder aufzunehmen. Die bisherige orstandsAäft wurde wieder gewählt. Lehrer Spier hat sich als Dirigent aushilfsweise zur Verfügung gestellt. Der jüdische Frauen verein hat im abgeluufenen Jahre eine reiche Hilfstätigkeit entfaltet. An Stelle der bisherigen Vorsitzenden. Fpau Julie B e r n h e i m. die aus Gesundheitsrücksichten ihr Amt niederlegte, wurde Frau Lehrer $pier gewählt. Frau Bella Reutlinger trat ^n den Ausschuß ein. Die Generalversammlung der R.j.F. beschloß, zwecks stärkerer Ortsi Werl ruppe des ung einen ng Vortrag zu veranstalten. Der seitherige Vorstand wurde wiedergewählt. Audi im Jugendverein blieb die Leitung dieselbe. Eine intensive Vereinsarbeit wurde geplant. Der „Verein fürjüdisAeGesASAteund Literatur“ hatte seine Tätigkeit stark einsAränken müssen. In der Generalversammlung wurden neu in den Vorstand gewählt; Käte Ai fr. Levi. Fanny HirsA, SeligmannLevi. Anschließend sprach Lehrer Spier über „Das jüdische Problem in der zeitgenössischen Literatur“. Heilbronn. Die erste Veranstaltung des (Ausschusses zur Förderung kultureller Bestrebungen fand als ,.M orgen-AndaAtsstunde" am 14. Januar in der Synagoge statt. Bester künstlerisches Geschmack hatte das Programm zu einer wahren Feierstunde für die vielen Hörer gemacht. Ein feinsinniger Vorspruch von Hermann Kero leitete die Feier ein. In Gesängen von Dvorak, Cornelius, Schubert usw. brachte Max Lipmann, Mannheim, seinen strahlenden Tenor, den er mit einem kultivierten Vortrag verbindet. zur vollen Geltung. Seine wundervolle Arie aus „Elias“ bewies die künstlerische Reife des hier immer gern gehörten Gastes in besonderem Maße. — Die virtuose Meisterin der Harfe, Frau Else Rypinski. bot mit einem Solo von Possej, dem Händel'sAen Largo sowie der Meditation! von BaA- Gounod (den Violinpart führte WillyRosenthal stilvoll durch) eine hervorragende Leistung. Die Waschu. Kauft Putzmittel! bei Selfen-Spezlaügosoh&ft I unseren •CARL GRRLACH Inserenten I Lang« Straß« 11A / Fernruf Nr. 22800! KAFFEE zu M.9.-bis9^0 das Pfund TEE zu M.3.M bisT.SO das Pfund In bekannt vorzOgl. NlKhmgM fUnayer,N*ti Stmtllt Vmim/i Enten Mayerlen. 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