Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 18
- Date
- 1933-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
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167 — Stuttgart. Wir verweisen auf die Bekanntmachung des Landesverbands Württemberg des Central Vereins Seite 163, die insbesondere für jüdische Arbeitnehmer von Bedeutung ist. Buchau. Am 27. November fand in der Synagoge eine Gedächtnisfeier für die Gefallenen des Weltkrieges statt, die einen außerordentlich würdigen Verlauf nahm. Der Männerchor brachte ein »eit vielen Jahren hier nicht mehr gehörtes „En komocho“ zum Vortrag. Vor der Predigt, in der Rabbiner J)r. S ch I e s i n g e r den Gedanken der (Ipferbereitschuft im Judentum behandelte, sang l.ehrer Einstein ein Solo. Im Anschluß an den Jisknur wurde von sämtlichen Mitgliedern des It.j.E. das Knddischgehct gesprochen. Buchau. Ain 2. Dezember beging Hermann \\ ei Uber gor seinen SO. Geburtstag. Nahezu '»> Jahre war der Jubilar ein eifriges Mitglied ih » Synugogcnchors. und in früheren Jahren hat er — mit einen, grollen hebräischen Wissen auscicstuttet -— der Gemeinde* wertvolle Dienste als Ililfsvorboter geleistet. Möge ihm auch weiterhin ei» gesegneter Lebensabend beschieden --ein! Heilbronn. A,u 26. November fand in der Synagoge einewürdige* Gedenkfeier für unsere Gefallenen statt. Rabbiner Dr. B e e r in a n n fand in seiner Predigt ergreifende Worte für den Opfersinn der gefallenen Helden. Am darauffolgenden Sonntag versammelten sich die Mitglieder des R.j.E.. der Sportgruppen und der Gemeinde uin Gefallenendenkmal des Isr. Friedhofs zu einer eindrucksvollen Feier, die vom verstärkten Mannerchor des Synagogenchors würdig eingeleitet wurde. Nach der Gedächtnisrede von Rabbiner Dr. Becriuanu sprach der Vorsitzende* des R.j F.. Eugen Viktor, herzliche Gedenkworte* für die gefallenen Kameraden und legte einen Lorbeerkrunz nieder.. Mit dem Lied vom guten Kameraden wurde* die Feier beschlossen. Laupheim. Am 26. November fand auf dem jüdischen Friedhofe um Ehrenmal der jüdischen Gefallenen eine Gedächtnisfeier statt. In einem stattlichen Zug sammelten sich sämtliche Mitglieder des R.j.F., ferner die ganze jüd. Gemeinde, die Schuljugend, Vertreter der Stadt und Vertreter der Sanitätskolonne, welche dünn gemeinsam zu in Friedhof gingen. Dort hielt Reiigionslehrer Silbermann die Gedächtnisrede und betonte:, dal! gemeinsames Wohnen innerhalb gleicher Grenz pfähle gemeinsame . Hingabe für die: Erhaltung und das Wohl eines Landes bedeuten. In diesem Sinne haben auch die 12 (M)0 jüdischen Soldaten ihr Leben hingegeben. Der Gesangverein „Frohsinn“ sang unter der trefflichen Leitung von SimonL. Steiner zwei ergreifende Chöre*, worauf die Vertreter der Stadtverwaltung einen Kranz für die jüdischen Soldaten am Ehrenmal niederlegten. Die gleiche Ehrung brachten die Ortsgruppe* Laupheim des R.j.F. ihren gefallenen Kameraden dar. desgleichen die Isr. Gemeinde für ihre gefallenen Söhne. Böllersalven und Senken der Fahnen beschlossen die würdige Feier. Bremer Senatoren der alten Zeit hatten einen besonderen Sinn lür das Edle und Wertvolle. Bremer Senatoren- Mischung heißt Böhms neue Kaffee-Mischung, weil sie vor strenger Kritik bestanden hat. Durch edelste Hochland-Kaffees wird eine glücklicne Harmonie in der Mischung und eine vollwürzige Feinheit des Aromas erreicht. Bremer Senatoren-Mischung befriedigt Anspruchsvolle. In braunen, durchsichtigen ZeHglasbeuteln '/» Pfd. 1.60, '/« Pfd. —.80 Alfred Böhm „Feinkost Böhm“ Stuttgart, Calwerstr. 16 u. 16, Charlottenplatz 5 KOHLEN / HOLZ X durch KehltabQro « WALTER LEVI A Alezanderstr. 81, Telefon 26908 Laupheim. in seltener geistiger und körperlicher Frische feierte H e i n r i ch Obcrnaucr uni 6. Dezember seinen KO. Geburtstag. Der Jubilar geht noch täglich seinem Berufe nach und erfreut sich bei der Jüdischen und nichtjiidischcn Bevölkerung besten Rufes. Er ist ein fleißiger Svnngogenbesucher und bat sich den alten Vütcrgfauben ton früher Jugend an unge.schwücht erhalten. Mögen ihm »och viele Jahre in Gesundheit und Glück im Kreise seiner Kinder und Enkel beschieden sein! Michelbach a. d. L. Am 4. Dezember durften I) ii v i (I G ii li d e I f i n g e r und seine Ehefrau Sarah geh. Stern in geistiger und körperlicher Frische das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Der Jubilar ist im ganzen Bezirk durch seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Mohel eine allseits bekannte Persönlichkeit. Hat er doch nahezu (»00 Kinder in den heiligen Bund Abrahams eingefiihrt und mit religiöser Begeisterung und Glaubt*ustreuc diesen seinen Beruf nusgefiilirt. Darüber hinaus hat er in 40jühriger Tätigkeit sich ehrenamtlich in den Dienst seiner Gemeinde als Sthelinch Zibhur gestellt und die Gemeinde durch seine traditionellen Melodien an Sabbath- und Feiertagen, insbesondere über an den hoben Feiertagen, erfreut. Für diese Tätigkeit ist ihm die Gemeinde zu außerordentlichem Danke verpflichtet. Möge es dem Ehepaar vergönnt sein, im Kreise seiner Angehörigen noch viele glückliche Lebensjahre zu verbringen, und möge der Jubilar selbst noch recht lange den Dienst des Vorbeters an den hohen Feiertagen versehen dürfen. Ulm. Wie alljährlich veranstaltete* die Isr. Gemeinde zusammen mit dem R.j.F. am 26. November vor dem Ehrenmal der jüdischen Gefallenen eine schlichte Gedenkfeier, beider Friedrich W n 1 I e r s t c* i n c* r . der I. Vorsitzende des R.j.F.. sowie Rabbiner Dr. Colin ergreifende* Ansprachen hielten. Gesänge um Oberlehrer Adler verschönten die Würdige Feier, die mit dem Kuddisch-Gebet beschlossen wurde. Am vorhergehenden Subbath fand ein Trauergottesdienst in der Synagoge* statt, in dessen Mittelpunkt die tiefgefühlte Gedächtnisrede Rabbiner Dr. Colins stand. Der Gottesdienst erhielt durch klangschöne Gesänge von Frau Dora II i rsch eine besondere Weihe. Ulm. Am 27. November wurde Frau Mathilde S t c* v ge h. Lev i. die Direktorin des* im ganzen Reiche bekannte» Zirkusunternehinens gleichen Namens, im Alter von 67 Jahren zu Grube getragen. Frau Stey halte* im Zuge einen Schlaganfall erlitten. Zu der Trauerfeier waren ihre Kinder lind Verwandten aus nah und fern gekommen -- ein beredtes Zeugnis für die innige Verbundenheit mit der Verstorbenen. Daß auch die Mitglieder der Truppe Stey einen schweren Verlust erlitten, zeigte deren aufrichtige Trauer. Rabbiner Dr. Colin sprach an der Bahre zu Herzen gehende Worte*. Auch eine* Abordnung des Isr. Müiiner-Wohltüf igkeitsvereins sowie des Isr. Fruuenvereins erwiesen der Toten die letzte Ehre. Cafe Staimawi Bäckerei und Konditorei Seidenstr.6, Ecke Schloßstr. /Tel.229 79 empfiehlt füc die Jeiettaqe la Backwaren z Kleingebäck in großer Auswahl z Schnitzu. Früchtebrot ✓ sächsische Stollen z Torten z Petit foursz Teekuchen usw. Hütte heduhsidltüf£K Sie uns1. ALT-CHINA- und TIBET-KONST G.EGER Stuttgart, Fr iedrichstr. 38 > Spezialgeschäft für China-Rohseide Handarbeiten / Mandarin-Tee ■ven-l.'lin. vin io. izezenioc-r cuii,,. . Heule ihre*» 73. Geburtstag feiern. Ihre Schwersten. Irl. Sofie* Heule, kann ihren 77. Geburtstag um 26. Dezember begeben. Beide* Jubilarinnen sind beliebte Mitglieder unserer Gemeinde'. (I.T.A.) neuestes in JCücze. Durch Beschluß des Kammergerichts wurde eine* Entscheidung des Landgerichts Berlin uufgehoben durch die* die Entlassung eine- Testamentsvollstreckers ans dem Amt wegen i acht arischer Abstämmling verfügt worden wir. Die Entscheidung war damit begründet worden, daß der Testamentsvollstrecker als ein Organ der Rechtpflege zu gelten habe, die in der Regel nur von Ariern ausz.niiben sei. Grundgesetz des neuen Staates se i die Ausschaltung aller Fremdrassigen aus Acmtern und 1'unktioneiL deren Träger über Wohl und Wehe deutsche r Menschen zu hefinelen hübe. Das Kainmergericht begründete die Aufhebung dieser Entscheidung da mit. daß der Testamentsvollstrecker nieh Organ der Rechtspflege sei. sondern nur in einem auftragsähnlicnen Verhältnis zivilrechtlichen Gh-e^ rakters zuin Erben stehe. Auch lasse sich uns den Gesetzen zur Wiederherstellung des TTerufsheumtentiims und über die Zulassung zur Rechts u»waltschuft, die weitgehende* Ausnahmen zulassen. nicht der Grundsatz des Gesetzgebers heruusleseii. daß einem Arier nicht zugeniutet werden könne, in seiner Angelegenheit von einem Nichtarier Entscheidungen treffen zu lassen. Die Gesetze heben vielmehr ausdrücklich hervor, daß die bei Ablauf ihrer Geltung in ihrem Amt oder Beruf verbleibenden Personen die* vollen Rechte ihrer Stellung gc nicken und Anspruch auf die ihnen als Beamten oder-Angehörigen ihrer Stundesgeiiiciiisdiuft zu kommen den Achtling haben. Im Einzelfall sei zu prüfen, ob die Russen ve rsch jeden heit zwischen Erben und 'Testamentsvollstrecker unter besonderen Umständen die ordnungsgemäße Abwicklung der Nnchlaßgcschäfte gefährde* und zu Unzuträglichkeiten führe-und damit nach allgcineiren Gesichtspunkten nach $ 2227 BGB. einen wichtigen Grund zur Entlassung des Testamentsvc llstrekkers geben könne. Im ArbeitsbrschufTungsprogruiiim der Rcichsregieriing spielt bekanntlich die Frage ier Ar» bc-itsbc-schuffung durch Anregung der Hausbesitzer zu erhöhten liistandsc-tziingsurbcitcn an ihren Grundstücken eine entscheidende Rolle. Ein Glas süsser Apfelsaft (flüssiges Obst) ist für Kinder und Erwachsene eine Wohltat - Verlangen Si|e aber in Ihrem Lebensmittelgeschäft stets mir den „HEIMERDINDBR*4 Obstverwertung Heimerdingen-Stuttgart Gutenbergstraße 21 z Fernsprecher Nr. 63760 KAUFHAUS SCHOCKEN STUTTGART Teppiche, Vorlagen Teppiche« Vorlagen und LI uf erstelle gestalten das Heim behaglich y .1 Boucte reinas Haargarn« leppICTl Blumen-oder Streifenmuster, 195x2*5 cm 26^0 160x230 cm 19.50 ,, ■ Boucte reines Haargarn, ge- VOrlage kettelt, Streifenmuster, viele Farben 50 x 95 cm 1.45 X - i Velour, Wollflor, Perser oder iGpplCn neuzeitliche Muster, verschiedene Farbtöne 190 x 290 cm 32.50 ■ BoucM rainai Haargarn, Vorlage mahrfarbiga Fantasiamustar, krtftlga OualltM 50x100 cm 2.85 Lauferstoff reines Haargarn, Boucte, neuzeitliche Streiten, blau, grün, braun, orange, 90 cm breit m 2.65» 65 cm breit m 1.95 1 Velour Wollflor, Perser Vorlage muster oder neuzeitliche Zeichnungen 57x114 cm 4.25 Laufersfolf reines Haargarn. 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