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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 17 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 17
Date
1933-01-01
Page
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I i ■ Schwäbische Bank AG. Stuttgart, Kftnigstrafee 19 A, Salamanderbau Telefon 2-341 45, 27437 . . Die Bank fdr Anlage und Vermögensverwaltung Creglineon. \m 7.i(-)r/euil>er begc hi Ober- ■ lir*■ i Jos. P i e} ß l> u r g r r '■«■inen 7 >. Gel)iirt^tiifr. Preßburger eine Rillte. urbeit'- /nriiekblickm. Tr w Rrligionslelirer von I k,inii au diesem Inge auf iliul segensreiche Tätigkeit rktc al< Elementar- und bis 1029 ununterbrochenin vorbildlicher 1 rem in der hiesigen Israel. Gc nieiude. Ganze (»euer -itinncn blicken /u ihm in Dankbarkeit und'\ er^lirung auf. East sämtlichen w iirttc inlM-rgischen jiidi'chen W ohlfalirtscinrichtungrii stellte er sc Plc* unermüdliche Arl»c*itskraft /ui N erfiigung. Mit bc soliderer Liebe u uitdte »ich 'eine- Scliaffi'rf'kraft der hiesigen (■eiiieinde /n: war ejl doch jahrzehntelang Vor 'it/eiuler de» \ ot'teli^ramte'. und iti der C hewra k.idi'ch.i 'tet' ,ui erster .''teile und beispiel- •teliciid tätig. Möge ej dem allseits beliebten Jubilai vergönnt 'ein. sjch im kreise seiner Familie noch vieler Jahre dei Fri'ihe und Ge'imelheit zu > 11reuen' Lnnpheini. Die I) e u I ' ch - J h <1 i s ch e Jiig e n d g e m einih a f I hatte die Gesamtgemeiude zu.einem 1 ortrag von Krau Marko Ih' i.g m a n n am tv .November eingcladcn. Die lleferentin sprach übe r das Thema ..Wie kann die Arbeit der Deut'ih-Jüdischen Jugendgeniein- 'ihafl aii'gebaut vverden?" Die ausgezeichneten, von uußergcAvähnlichen pädagogischem und orgaiiisutori'ihen Kenntnissen getragc-nen Ausfüliningeu fanden lebhaften Beifall. Ilm. \oi kurzem begingen zu ei verdiente Mitglieder der Gemeinde iIrr Geschaftsjubiläuni. I tu i I (i ii n d c I f i n g e r. \ or'tand der Nathan * >1 raull-l liittenu erke A.-G.. i't vor 2> Jahren in die 'e bekannte I iniia eiugc-trelc II. Trotz umfangreichen geschäftlichen Wirkens findet der Jubilar immer /eit. wenn egilt, in den Dienst allgemein-jüdischer Belange zu treten. Vor kurzem wurde I~.mil Giindelfinger in den Ausschuß des Männeruohltiitigkeitsvereins gewählt. — \ uch I e o |i o I d llilb kann auf da' 25jährigeliestheu 'eines ans kleinsten Anfängen hervorgeg'nugenen MauIIfakInrwaZeitgeschäftes zurüdc- 1 dickeil. N-itie Mitarbeit im \ or'tand des Mäne‘rw (diltatigkeit'venfiti'. de - li.j.F. und des I ,iudi-swrbatid' fü rfädi-che W ohlfahrt'pflege" I j W . beweisen d.l' tätige Interesse, das der I d»il,it .dlei, jüdischen Dingen entgegenbringt Zum Heimgang des Chofez Chaim. Vni ' 4. xe|»tembcr i'i in Radin. einem .''lädtdn ii In-i W dna. der ..Baal ( liofe/ C'haini”. Rabbi I - i -i c I Mi ii link oh eit. die größte rabbiii'the \ut<-r it.it unsere, /eii. im \lter von Jahren g -'torben. I)a~ Be^-.ibni' fand am I-. N-ptemhei in liaclin statt. Del I od dies, , Bedeuleiid'ii n nntel den ..(ic d-ilc lia-d-u" inft iiii' 'chmei/lith in Erinnerung, dal* es in uii'eiei |-|x>ihe keim Autorität innerti.db dedeutschen OlIh->eo Veil Judentuiiis gibt, w ebhe schwierige h lagen (!- ' ..Din" Iller rc-li- -iosi-m Plliclitenleli11 . /war streng nach der Ihoi.i. aliei in eineitj den /c itvc rhältnissen ent- -:>! ech( Ilde It '>11,11. Hu Inleiesse der i.rhaltiing de- Jiide’itniiis. neu :/ii beantworten wagte. Di ..Raa! < liofe/ ( li.iiin“. vv ie er im Hinblick || s. III -Or tes Weil Über jiidischs I c-ben. das ■> Ruin,i bgiundet hatte, im \ olk'inund adgeim m genannt wurde, genoß bt'i der orthou,\ei, jiidenheit de ganzen Welt höchstes An ''■In ii I i b-bie ui . - ii ße, ster /ii rii< kge/ogeiiheit. I inl.ohhiit und Detjint und leimte alle liuiina''i -d-. \ieaia-s h.itfi i ' ein otti/n-lles \mt als I!.drbii - i In kb air i ■: ,d InI seine luhhini'che l.ilt.u, »l nieie.d' I nt-, t angenommc-n. I r uh .1d •' -. oi/i I -imiI /:• bereisen, alle jiielisdie-, st iml s>i -etiiie-i /u l,i 'lullen lind dort en' V ( i bi it, d(>> Kenntnis der jüdischen i'T,,. se,i;t Bu>hi zu dem Preise, der ihm gead. .1 iiot.-i, vc . ■ (:- . /1: v ei kaufn. Im übrigen 1 w ' ’’ ' r 'e ' '( tu 11 I I!- M'iinterhalr als klein- 'sian,‘ i. \b ,-i -ie-i da' siemal in Radin niedeiiii!'. i i oll in n er einen I b'1 iug'Iadi n. Sfiäler eine (.ew iir/ki.iiii'-rei. \N -ah,, daß alle Juden der. ■'ladt seine Kulmen w -Irde (> und andere K.I id! -'»Ii - daruntei >i ha den litten, gab er den I ach n auf mul begann wieder, da- I and mit seinen Budo u /u ben-i'uii. \uf da- Drängen der Juden von Radin, duda,auf In'landen. daß er. wenn er nnier ihnen lebe, auch du- Italibi sein müsse, nahm er di. '•lellmig unter zwei Bedingungen an; ei -teils, daß er keinerlei Gehalt von der Gemeinde beziehe und zweitens, daß -ein,- religiösen I nt'cheidiing'en für alle I,indem! sein müßten. Als einmal ein Badinet Jude sich weigerte, dal rteif de s ( hob / C haim an/uer- ’ kennen, sandte dieser seinen Hahbinerkontrakt sofort-tter Gemeinde zurück und übernahm seitdem da- Amt nicht mehr. Ion jüdischen Organisationen schloß -ich der ( hob-/ ( haim nur der Xgucla- Ji-roc-l. zu deren — 154 — rubhiuischfin Bat er gehörte, an. Sehr tief war seine \ erbundetilic'it mit Palästina: wiederholt hatte er erwogen, sich dort dauernd niederzulassen. Bekannt ist der'ausgezeichnete binfftiß seiner bedeutenden Persönlichkeit auf die polnischen RegieriingsmaßiiaInnen bezüglich der Juden. Als die Regierung einen ..Bilchiiigszensus" für die Rabbiner nach westlichem \orbild plant, versteht er es. die drohende Gefahr ab/iiwendon. Der greise Rabbi hat in Warschau eine Audienz beim Ministerpräsidenten. Der Minister ist überwältigt von der Persönlichkeit und den Worten des alten Rahbi. W ie er über Polen denke, fragt er ihn: ..Im Midrasch heißt es.“ sagt Rabbi Israel Meir. ..dem Perserkönig Oyrus war es gegönnt, den Tem|>el auf Moria wieder anf/tibauen. weil er um die* Zerstörung des Tempels durch die* Babylonier geweint hatte. Ich bin ein alter Jude und habe noch in meiner Jugend viele* Tränen über die* Zerstörung des polnischen Staates geweint. darum hat mich der liebe Gott den Wiederaufbau Polens erleben lassen ..." Das geplante Gesetz wurde aufgehoben, und man weiß in ]M>lnischen Kreisen, daß der Umschwung in der Taktik der Regierung zugunsten der Juden, der sich heute noch in erfreulicher Weise zeigt von jener Audienz^ her rührte. Mittdmeer-Festspiele Tel-Aviv 1934. Dos Theoier der Fünf zehntausend. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv. lei-Aviv, die jüngste Großstadt am Mittelmeer. einziger Platz der Erde*, der heute ..Hochkonjunktur" hat. als neue W irtschaftsmetropole Palästina« itticl als City des jüdischen Xutinnal- Iteims gegenwärtig der Sammelpunkt unablässigen Zustroms von Menschen und Kapital, wird lüjg. da I9(W gegründet. 2> Jahre alt. Die Bürgerschaft heute wöchentlich um mindestens >00 Einwanderer, zumal aus Deutschland, vermehrt will, daß das Jubiläum nicht unbeachtet bleibe. Der kommerzielle Aufstieg der Stadt wird durch die kommende l.evantemesse (26. April bis 26. Mai I>>)4> genugsam ltc-rvorgehoben werden: Tel-Aviv steht in der Tat bereits in der Reihe der großen Messestädte der Welt. Nicht minder indessen will man betonen, daß Tel-Aviv auch an der kulturellen Renaissance des J tief i* n i ii m s stärksten Anteil genommen hat. Diesen Gedanken werden in das Jubiläunisjalir die ersten ..M i t t e I m e e r - E e s t s p i <• | e“ zu Tel-Aviv hineintrugen. In der Blütezeit der Antike zählte mau in den kii'tenstädten rings ums Mittelnieer Hunderte von f reiluftbühnen. nach dem klassischen Gepräge Athens. Heute sind diese alten Kunst- -lätten Ringst in Trümmer gesunken, und ihre Tradition i-t verschollen. Bewußt sucht Tel-Aviv einen neuen Ausgangspunkt: ihn bietet das Kreiluftspiel des 20. Jahrhunderts, das Salzburg jiler f est-picje Ma\ Reinhardts, desgleichen das Werk anderer Meister der Regie, eines Sydney ( aroll etwa, der im 1 ondonet Regent s Park letzthin den ..Sommer nacht st raum", allabendlich vor 6000 Zuschauern, hinreißend inszenierte, oder : ines Alaver Wejsgal. der vor kurzem in New Dirk, auf der größten Ereiluftbiihnc* der U S A. die Revue der jüdischen Geschichte. ..Romanze* eines \olkes". mit 6200 Mitw irkendon vor 50 00» Besuchern zur Aufführung brachte. Die architektonisch-technische Grundlage, um diesen \Urbildern zu folgen. i«t in Tel-Aviv. dank weitblickender Dispositionen der Messe leitmtg. bereits gesichert. Die Hauptpaläste des neuen Messcgelündes werden tim den ..Platz der jüdischen Nation" derart gruppiert, daß sich in w linderbar geschlossenem Rahmen, mit dem Palü'tina-Meßpalast als Hintergrund, das neue I reilnft-l.lu'ater der Künfzelintaii'end ergibt. Der Schauplatz der ..Mittelmec-I-I esi-piel, Tel- \ v iv Iü54" i<t auch atmosphärisch ideal. Palästinensische Sommer -inil ja völlig regeiifrei und unterm -chw arzsa Ul teilen Nachtliimmel erfrischt die kühle Luft von der nahen Meeres- Ztt JxunUieHs festen KALTE BÖFETS FERTIGE MENÜS KALTE SOWIE WARME PLATTEN auch nach auswärts Schloßgarten-Feinkost Stuttgart z Königstraßo 1 z Telefon 26351 kiiste. auf deren Kais man in den Zwischenakten promenieren kann. Bleiben also die organisatorischen und künstlerischen Probleme zu lösen! Durch die Verknüpfung mit der Levantemessc*. für die man nach allen bisherigen Symptomen beispiellos starken Besuch erwarten dark, und mit der Eremdenverkehrswerbung des Stadtjubilüums kann auch Frequenz und binanzbasis der Festspiele für (residiert gelten. Die prominentesten jüdischen Namen der Gegenwart werden unter den Aufrufen der Organisatoren anzutreffen sein. Gründlich erwogen werden noch künstlerische Leitung und Programm. In Palästina selbst haben wir das einzigartige Ensemble de r ..H a b i m a h“ und draußen in der W elt hervorragende jüdische* Regisseure und Dirigenten. Sänger. Schauspieler und Virtuosen, die ein jeder kennt, von denen so mancher heute sehnsüchtig nach Palästina blickt. Das junge Palästina wird die Größten wählen dürfen, wie es einem \olke geziemt, da« nach zwei Jahrtausenden auch in der Kunst sein wahres Selbst wiederentdeckt. Wie heute schon feststeht, werden Orchesteruntl Chorkonzerte das Beste aus der Musik aller Aiilker und Zeiten bringen. Für das Schauspiel auf der neuen Bühne*, den Kern also der Mittelnuvr-Festspiele. sind die Erwägungen hinsichtlich des Spielplans noch nicht abgeschlossen. Auf dem klassischen Boden der griechischen Sage — Jaffas Burgberg, scharf konturiert am Horizont, war der Felsen der Andromeda — und zugleich der biblischen Heldenzeit wird an die Dramen des Aeschylus. Sophokles und Euripides ebenso zu denken sein wie* an die Motive der israelitisch-jüdischen Historie in der Formung eines Racine, eines Hebbel und heute eines Beer-Hofniann. v ic-ilc-icht auch an eine Palästina-Aufführung von Hugo v. Hoffmansthals ..Jedermann" oder der ..Romanze* eines Volkes". Ueberdies wird der Ixirbc-er einer Palästina-Premiere den Ehrgeiz de r jungen jüdischen Dramatiker unserer Zeit, durch einen weltumspannenden Appell entfacht, nicht ruhen lassen. — Und die Oper? Goldniarks ..Königin von Saba“ stc-ht zur Debatte, auch Halevys ..Jüdin“. Giacoiiio Meyerbeers ..Afrikanerin“ und ..Hugenotten“ und der ..Columbus" des Darius Milliaucl. Und wie würde wohl ein Zauberer de, Szene vom Range Reinhardts die leichtbeschwingte Muse Jacques Offenbachs in die gewiß feierliche, aber dein Selig-Frohen keineswegs ubgewandtc Umwelt des ..Heiligen Landes" verpflanzen? Nach der Tragödie das Satyrspiol — so wollte* es die hohe Kunst der Griechen: anylog im jüdischen Lebensbereich nach den erhabenstrengen Feiertagen der Jahreswende die fröhlich** . Simchath Thora“ (Eriitedank und Gesetzesfrunde) — wahre Festspiele am Mittelmeer werden auf das Zusammengehen der ernsten und der heitere» Muse heute* wie einst nicht verzichten mögen. Ein künstlerisches Erlebnis, echt und stark in allen Skalen der dramatischen Scheuifung. wird dem-Tel-Aviver Jubeljahr des Jüdischen W icelcianfbaiiwerkes die tiefste, aus den Bezirken reinster Menschlichkeit stammende Weihe geben. M-KhhM! N Die Geburi Ihres Sohnes geben bekannt Dipl.-Ing. Albert Kiffinger j Erne Kiffinger i geh. Maier Nürnberg, 26. It. 33. Füriherflraße 54 y ~ j Überlaßt uns Eure Familien-Anzeigen I kükrt in allen Preislagen nur OualitSt Schmalz- und VoUmOch-HasalmiB-Schokolade . 100 gr 20 Pfg. Deutsches Edelerzeugnls, In den Sorten: Sahna-Mokka, Alpansahna, Alpen-Voltmllch, Edelharb . 100 gr 30 », Taschenpackung, In den Sorten i Vollmilch, Sahna-Mokka, Edelbitter, VollmllchnuS, Apfelsine, Zitrone . 100 gr 39 „ 3 x 100 gr 1.— RM. Buck Täfelchen-Packung, I. d. Sorten: Edelbltter u. Edel-Vollmllch 90 Pfg. Zum Backen, Kescher) und Essen: Block- und Haushalt-Schokolade. 900-6ramm-Tafal 80 Pfg. i, «• «, . 290 „ „ 40 „ N H »t ... 100 ft ** Kakaopulv«r, gut« Haushalt-Qualltit . par Pfund 73 Prallnan tn jeder Preislage SCHOKO-BUCK PabrlkverkaufsstelIe dar Schokoladenfabrik Buck A. G STUTTGART, KSnlgetraBo 34, KlrehstraSo 9, Stiftsacka ESSLINGEN a. N., Ritte rstr. 2, IHM a.D, Frauenetr. 38

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