Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 15 a
- Date
- 1933-01-01
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I i QemeUtdemitqlledecl Mehr denn je| ist heute eine jüd. Zeitung auf die Fördert!ng ihrer Leser angewiesen. Auch Sie könpen die .Gemeindezeitung“ fördern' LVfx rlassen Hie ihr in Zukunft alle Anzeigen, für (feren weiteste Verbreitung in «len jildi'cnen Kreisen Stuttgarts und Württemberg!? Sie besorgt sind. Zu h1ll igekn Preis veröffentliciien wir' alle >-in»hl.lgigen Kleinanzeigen vv i, »Steilen-. Zimmer-. WohnungsgesuGie .uni -Angebote. Audi Ihre Familienanzeigen - Geburten, Verlobungen.- Kheschliettungen, Sterbei.'ille usvv. - - sind bei uns an der richtigen Stelle. 1 Qemeutdzzeitunq, Kjperncnstralio 1Ü ' Telefon 23328 i ii \ < •! k»M!. u len ihinhlieiateli. I » wurdi- «ler A i-.li /■ in \:,--lniik „ibr.iilil. inögliili»! in -i In!.ii.. di,- In-mderen |ü<li»<h<-n \n! .|>f in.'feeik'-mul t bien erbimlungen heraii'- . , . i i . ite' I he» — j in >>i ganisifrer. an» dein all . i , um n I niei ri‘ljl»»tiiT »i,li ergebender Weise ilwif f' -t -v. •>5-;i. I )ei \ii»»chilfl »pr.ich , , -r1111■ 111_ d. tui an», dal* .inlnitlitbi- Richti .-11»u ■ ,i i beiliHerden. I» »oll ein linlimen - 'Al , . ide-- (lei eril'preiliend den jrwri- . i -I -: I, -, - II. du 11 ni"eii uii'irefiillt H ,1 - I ui de; >||/im^ gegebenen /a'lllreidien \e . in.. it , ) ein r bei len. i»l eine kommi"ion .;..»■ H111den.,die »dinelbiens da» 1 rai-bni»; I',, i,,r 111,-1-11 \ier;egen soll, i i \. — 11-11* bef.ilhe »i,h dann mit der Kruge i - I i»» ui- ,/id ,üili»<hi*ii I urtbibbing ihr •e 'i -,i!.:»»ei.-'ii big« n,l# msb.'»ondere »OH eit sie Ol 1 ’■ 11>:■ i• ', >i-.mi'ierl i»l. VI» I» »ondere ■ \ ■! II .ulf die»i |I. (.eliiet Hiirde die llerau»- d . >- ei iii'lriikii . e, ■'ihriflen iiln r be- .i i ’idi».li I (leinen be/ei,lii,el. die den . i VI, ii'dn n ul» (irundlage für Vii'spiarhei in1 .eii.iinsame Weitern rlx-it dienen i |i i neiltren Vlalbiahmen auf diesem > . -•!’ i uv/its.imniena11n it mit dem Heidis- -- e,|t .ii i lüdiLhen Jugend)erblinde getrofi i o.-id. ii I he T' nagogengemein,len »ind auf ■ f ■ ■ iViiliigk'ii d,tr' vorliegenden Vufgnbe hin v. i's'ii u i! ’irii möglichste l örderung iler! _i nd) I I!> ,nde e^sinlil Horden. 11 i 11 •li!i,h Hindi iioih die Irace der etwaigen inbiiii:- einer jü,li»,li> II Handel»- und Ge- - r i»« »L fiI, Nhehujidflt. /unäch't »ollen nähen* u, i lagen für ,'in »obhe» Projekt b,*»cbafft Aus den Gemeinden - 'IDüdtem&ecqs. Ifaigerbxh. Vn Sülle de» »eit Jahrzehnten io uheji ’sinnha»- I hora-\ergniigens vor»iimm It, »uh heuer die Gemeinde zu ernster II,■- ■ .'lung. \a,l, lebhafter Ausspiaihe unrde he ido»,», n. - ine VI i n t e r h i I f e - S a m m I n n g : 11' ii V ., »i, hc raijit und l»r. Kran, nverein in die V, - ii! neu. zu r < . i iinibing einer I )ai leiten» ki », .,bi■ i ,-r»! Heitere Informationen einzn-!i■'" .i bei bi spreihiing von BeriiG- und Um »' ’ iihtungsfi'.igeu beteiligte sich di^Jilgend be »" iiler» -ur!» llaigerlcxh. Vui »o < >kt,,I»-r beging II einr i di II, Ib. das /h eitalt, »le Mitglied unserer (ineinde seinen »> (.ebiirtstag in geistiger und körperlicher PH»the. Jeden Morgen ist er als erster in der Synagoge. Mogelt ihm noch viele J.111?,■ ui gleicher llu'tigkeit beschieden »ein’ Ibiigerloch. Am Vorabend des Schniini-Azeretli -1,i 11> iiii hiesigen Krankenhause die von hier .<•!>,iitigi Frau ß c r t a G u t t m a n n . Gattin de» K-ultiwbr.imteti G. in Hechiitgen. Sie wurde h iiii'ihgemaK au dem hiesigen Friedhof bei -i si l/l. \.l,h eil ein Gebete des Rabbinatsverhi-sits > p i cr spracii Rubbinatsverweser di ui a I / b a ,h . Ilechingen. herzliche Worte der leiluahme upd des Trostes. Die Beteiligung ui dem Leichenbegängnis zeugte für die große Beliebtheit dei Verstorbenen. Ileilbroiin. Vm Ih. Oktober Ihn fand im Saale der Vdler-Braii,'(-ei eine gulbesuchte \crsammluiig der liii'igeij jii,li»(hcn G« inein,lernitgljeder 'i.itt. bei der Rechts.mwall l)r. Tänzer. der I eiler der /lonisli'ihen Ortsgruppe Stuttgart, eitlen Vortrag über die Notwendiglceit zionististber Betätigung hielt. Anschließend an die Ausführungen des Redners konnte eine Ortsgruppe mit 3* Mitgliedern sofort gegründet werden, wobei die Jugend stark vertreten ist. Mit einer größeren Anzahl weiterer Anmeldungen ist noch — 132 — zu rechnen. Als-erster Vorsitzender wurde Rechtsanwalt Dr. jur. Manfred S (heu er. ats zweiter Fabrikant Gerhard Wolf gewählt. Die Ortsgruppe wird ihre Zusammenkünfte jeweils Samstag abends abhalten! Lanpheim. Am 9. Oktober starb Majx Sch wed Prokurist der Firma Simon Heinrich Steiner. Der Verstorbene stand von Kriegsausbruch bis Kriegsende an der Front und kehrth als Vizefeldwebel mit Auszeichnungen in die Heimat zurück. Viele I.aupheimer waren hei dem feierlich,-,, Vkte der Bestattung in Ulm erschienen und bekundeten so ihre treue Anhänglichkeit an den Verewigten. Als Vertreter der Firma Siinon Heinrich Steiner naren Julius Steiner sowie sämtliche Mitarbeiter. Arbeiter und Angestellten der Firma anwesend. Rudolf Kurz. Lanpheim. leitete durch weihevolles Violinsniel dre I raiterfeier ein. worauf Rabbiner Dr. Gon n. Ulm. ein Gebet sprach. Auf W misch der Hinterbliebenen und im Namen der Inhaber lind Mitarbeiter der Firma hielt sodann Religionsoberlehrer Silbe rm a n n die Gedächtnisrede. Kr zeichnete das Ueben-bild des Verewigten und schilderte ihn als einen Menschen, dem die Pflicht über alles ging, fn seinem Berufe wirkte er in dreißigjähriger Tätigkeit vorbildlich. Die Isr. Religionsgemeinde l.aupheim verlor in ihm einen lieben, treuen und guten Menschen. Oberdorf Bopfingen. Fin von Oberlehrer Frle baiher eingerichteter und geleiteter neulu-bräi- »cher Sprachkurs findet großen Anklang. Der Fleiß und Fifcr der Beteiligten sichert ihnen gute Fortschritte. Oberdorf Bophtigen. In der neu berge richteten >v n u g o g ,- fand am ersten Sabbat h nach dem Fin zu ge ein feierlicher Gottesdienst statt, bei dem Oberlehrer K r I e h a ch e ■ die Weiher,-de* hielt. Die vorgenommenen Ar beiten fielen zur vollsten Zufriedenheit ans. Die Synagoge wird utich außer den Gottesdienst Zeiten häufig besichtigt. .Nichtjüdische Besuchet erhalten über den Gang des Gottesdienstes gerne Aufklärung, was stets dankbar liegrüßwird. Boptingen. Im Alter von 77 Jahren verstarb liier Frau V nt a 1 i e Wald in a ii n geh. Mendel, eine fruu von seltener Herzensgüte. Oberlehrer frle b a ch cr sprach sowohl vor der Ueberfithrtiug in Bopfingen. ul» in Aufhuiisen. wo die Verewigte beigesetzt wurde, tief empfundene Abschieds- und Dunkesworte. Wer sie kannte, wird ihrer in Fhren gedenken. Ulm. Der Kindergottesdienst um Vorabend des Simchas-Thnra-Festes fand w ie alljährlich unter großer Begeisterung der Jugend statt. Die Bar mizw all-Knaben des letzten Jahres wurden zur Thora aufgerufen. Das den Kindern verabreichte süße Päckchen wurde freudig in Kmpfung genommen. £itecadsches. Ernst Zahn. Die letzten Glocken. N eue G e d i ch t e. Stuttgart. Deutsche Verlags-Anstalt. Frust Zahns Romane erlauben keinen Schluß auf seine Gedichte. So sehr die Romane das Gepräge dichterischer Eigenart tragen, so zeigen sie doch hauptsächlich, was ihr Verfasser erschaut und er Minnen hat. Seine Gedichte aber sind fast durchweg persönlich, da tritt Ernst Zahn, der Mensch, der Mann, der Dichter selbst in Erscheinung, öffnet sein Herz, schenkt sich selbst dem Leser. Sich in Vergangenheit und Gegenwart. Die Vergangenheit besteht in Erinnerungen. Enthüllt Kampfe und glückselige Stunden. di§ Gegenwart ist nicht von Jammer, doch von Wermut erfüllt. Die letzten Glocken! Das klingt vfie Abschied nehmen. Dazu ist es noch zu früh Noch reift wertvolle» Denken in de» Dichters Hirn, noch schafft sein reger Geist, noch denkt dr. dichtet er. noch werden-die Glocken weiter läuten. .Mit Genuß lesen wir die Gedichte! Wir fühlen ihre Wahrheit, erbauen uns an ihrer schönen Form. Vor allem aber wissen wir eines: es sind keine leeren Worte, die an unser Ohr dringen. Aus innerstem Herzen kommen sie und finden so den Weg in unsere Herzen. Und das ist. so denken wir. des Dichters schönster Lohn. Den Leser aber verpflichtet solche Gabe zu Dank. Denn was kann ein Mensch dem anderen mehr geben, als rückhaltlos sich selbst, und das tut Frnst Zahn mit ..Die letzten Glocken.“ Ihm sei gedankt. Maix Osterberg. Hugo Herrmann. Palästina!, wie es wirklich ist. Mit 72 Illustrationen und zwei Karten. Fiba-V erlag. Wien-Leipzig. Mit aller Wärme, die aus innerstem Anteil an dem Schicksal seiner Glaubensgenossen kommt, aber keineswegs kritiklos betrachtet Herrmann Land und Leute. Fr schildert die Reise, bespricht die Landschaft mit ihren starken Gegensätzen des Klimas und der Bodenform, malt anschauliche Bilder der Städte, spricht sehr vorurteilslos und besonnen über die Araberfrage, die jüdischen Siedlungen. über das Wohnen, die Verkehrsmittel, über kulturelle Dinge, volkswirtschaftliche Fragen. über Männer. Frauen und Kinder. Er zieht auch die Nachbarländer in den Kreis* seiner Betrachtung und gibt in einem Rückblick zusammenfassend Schlüsse und Folgerungen aus dem, was er sah. erfuhr und beobachtete. Ein Verzeichnis der hebräischen Ausdrücke, zwei Landkarten und eine reiche Fülle vorzüglicher Photographien sind willkommene Beigaben. Das Buch, mit prüfender Ueberlegung. mit sachlichstem Frnst geschrieben, unterrichtet vortrefflich über diese neue Welt am Westufer des Jordan und gibt Uber die erstaunliche Siedlungsarbeit, die dort in kurzer Zeit geleistet wurde. Auskunft. Aiijah, Amtliche Informationen des Palästina- Amtes Berlin. Verlag Palästina-Amt. Berlin W 15. Meinc'ckestr. 10. Preis RM. —.75. Die Broschüre gibt auf die meisten vorkommenden Fragen in kurzer und prägnanter Form erschöpfende Auskunft. so daß jeder, der sich mit Auswancl,-- riing.sgedaiiken beschäftigt, sich ihrer bedienen sollte. Ein neuer Band des »Großen Brockhaus". Bd. 15 (Pos—Rob) in Ganzleinen RM. 23.40 (bei Rückgabe eines alten Lexikons nach den festgesetzten Bedingungen RM. 21.15). Verlag F. A. Brodthaus in Leipzig. Unmittelbarer Anschluß an die Praxis des Lebens und an den Gang der Ereignisse auf allen Gebieten, dieser Grundsatz macht auch den neuen 15. Band des Großen Brockhaus zu einem unentbehrlichen Ratgeber, der eine ganze Reihe von fachlichen Handbüchern und kleinen Nachschlagewerken, die ja doch meist nicht zur Hand sind, entbehrlich macht. Was hat man unter wirtschaftlicher Rationalisierung zu verstehen? Schon auf anderthalb Spalten Brockhaus erfährt man alles, während ein umfangreiches Fachbuch dem Laien oft unverständlich, bleibt. Und dann das Radio. Nur Mut. wer sich die Zeit nimmt, den wirklich gemeinverständlich abgefaßten und durch Zeichnungen erläuterten zehnseitigen Abschnitt über Radiotechnik diirchzuarbeiten. der weiß wirklich mit Hilfe des Brockhaus ..schwer“ Bescheid und hat dann eine ganz andere Freude an seinem Empfänger. Farbige Karten und Tabellen der preußischen Ministerien von 1918 bis zum Kabinett Gering bringen vieles Halbvergessene wieder in Erinnerung. Ebenso sind die Abschnitte über Reichsbehörden. Reichsbahn. Reichsbank und Reichswehr von gegenständlichem Interesse und enthalten wichtige Beiträge zur Geschichte der jüngsten Zeit. Die farbigen Tafeln enthalten auch diesmal sehr viel Gutes. So veranschaulicht eine bunte Beilage die wichtigsten Pilzarten, die Abschnitte über Raumkunst bringen charakteristische Proben älterer und moderner Wohnräume. und zu der Kunst der Renaissance bieten farbige und schwarze Bilder ein gutes Anschauungsmaterial. An größeren farbigen Stadtplänen enthält der Rand solche von Prag. Riga und Rio de Janeiro. Mit dem 15. Band liegt der Große Brockhaus zu drei Vierteln vollendet vor, ein wahres Hausbuch, das praktisch in einer Bücherei eigentlich keinen Platz beansprucht, da 'es das Mehrfache an anderen Fachbüchern überflüssig macht und doch alles Wichtige in der Form bringt, wie es jeder beim Nachschlagen braucht. fg. Offene Lebe« traft Volontär-Stellen: 2Iutomtd)oitlber / Maler / Bauschlosser Schmied und Wagner Gesuchte Lehrunft Volontär-Stellen: Bäcker z Koch / Damenschneiderin Ehaoffeae (gelernter Monteur) selbständ. ln Reparaturen, sacht Gtell»g auf Personen- oder Lleserwagen. Uebernimmt auch Wagenpflege am Platze. XrbelloVermittlung. Lerafsberatuog uud 9ta* fanfülfUUe 5a 055. Not-Ute t» Wärt tembag. Stattgat. Vos-it«lste«-e 36 Berfhold Aaerbadt-Vcrcln Dienstag, den 14. November, Stuttgart- Loge, Calwerstr. 33 Hhs., abends 8'/« Uhr, Anftcrordcnlildic ficncralvcrsammlnntl Tagesordnung: Wahl des Ausschusses. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. Israel. Verlagsanstalt G. m. b. H., Verantwortliche Redaktion: Hans Stemheim; Drude: E. G. Seeger, sämtl. in Stuttgart.