Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 14
- Date
- 1933-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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— 112 - Amtl.!EekaHHtmacfuutgeH. Israelitisches iiemt-indevorstefieramt Stuttgart. Seinen Austritt aus der Nr. Religionsgemeinschaft hat erklärt: Herr Kr« in Hexxenbereer. Werbeleiter, liier. Ne-ehnrxtr. I'h. Iii mixerer kleiderkammer fehlt ex unx zurzeit an Herren.in/iisen. Frauenkleidern und %-M.iuteln (nur größere .Nummern) und an llerreiix.buhen. ir *ind daher (|ankbar für l eberlaxxuna solche i lic-kh-idunsstücht- und laxxen xie iedei/eit UC rinabholen. Israel. Fiirxorgeantt. Hoxpitalxtr. K). Telephon 22S9S Aus tcJir.isJien Gründen muß der farbige Umfchlag unferes Blattes bis auf weiteres wegfallen. Der Verlag. Jüdische Aufgaben, jüdische Zukunft in Deutschland. Ein Aufruf def-Rcic^vertreiung der deutschen Juden. F: i äsen, die hart und sihwe-r sind, wie nur :e taue der .jüdischen (■ex«hi«hTe. aber auch bedeutungsvoll. wie nur wenige aewexen. ixt uns dnili die ae,»einsame KntxHilieHuna der jiielixHieh I and,"erlüinde. der arohen jiidix<hen ()ruanixationen und der Großsc-nu-indcn Deutschandx die l.eituna und lert’ietuna der deutschen Juden übel traue» worden. hei» f'ai ieiuedanke. kein Smelrrw misch hat d-iin gesprochen. sondern allein und aanz die t k- : 111iiix dessen, dal* I eben »ml Zukunft der dt -il'ihen Juden heute dtirrh ihre Fiuigkc-it und iio •» Ziixammenhait bediuut sind. Darum ixt es die er-te luluabe. diese Kinheit lebendig »er- ■!■••• zu la'xen. Jede (traani'ation und jeder 1 erbend sollen in ihrer l.ebenxkraft und in ihrem 1 rluabetikreix anerkannt X, in. aber in allen ur-tllrn und entscheidenden Aulaaben elarl ex ti iii die eine (iemeinxehntt. nur die eine (iesamto der deutxiheu Juden uelibn. Her heute 'xonderweae aelit. wer heute xj,h ailxxchliefit. hat xith an dem Feben'gebote der deutxihen Juden v eraanaeti. Im neuen Staate ixt die Stetluna der einzelnen (•nippen, auch derer, die weil zahlreicher und 't.nke; sind als wir. eine aauz andere geworden, f •exet/aebuna und Wirtschaftsführung haben ihren »ewirxenen Heu. einaliedernd und ausgliederiei. Wir 'ollen dies eiiixehen ohne Selbxtt.iu'<hnna. Nur dann werden wir jede ehrenvolle 'louliifikeit beobachten können und um jedes l\flit. um jeib-n Platz, um jeden I.ebenxraum zu rii:uen imstande sein. Die deutxihen Juden werden als arbeituelimeiiile und arbeitaebende schallende (■• ineiii'ihalt im neuen Staate sich bewahren können. Kiuene Gedanken. eiaene Aulaaben zu ve-rwiiklichen. ixt uns nur auf einem Gebiete. aber - inat entscheidenden. a< währt, auf dem unseres jüdischen l.ebenx und unserer jüdischen Zukunft, iln r sind die bestimmtesten Aufsahen aextellt. Neue Pflichten jüdischer Erziehung sind zu erneue llereiche jüdischer Schule,sind zu -•halfen und alte zu wahren und zu schützen, dai. '.it cbm he ran wachsenden Ciexchlechte seelische 1 extiakeit. innere 11 iderstancNkraft. körperliche; I iicfitiakeit gegeben werde. Zu Berufen, die ihr einen Platz im l eben zeigen. soll unsere Juaend in besonnener Auswahl heranaehildet und umaexchichtet wc-rden. damit ihr Dasein se inen luxbiiek aew in ne. Das B« si, ncl>- wie alles Bc - aonnetie und 1 c-rsucfite soll hier zusammenaeliihrt werden, um Zu helfen und zu stützen, lllem Zersetzenden s,RI , utgegeng> arbeitet. dem luibnu aut dem religiösen Fundament des Judentums alle kraft aeweiht werden. 1 iel von einstiger w irtxchaitlicher Sicherheit ixt uns deutschen Juden aenommen oder be« intriuhtiat worden. Innerhalb dessen, was uns bleibt, soll der Kinzelne aus der lereinzeluna heransaediihrt vverdeu. Ständisch, lerbindunaen und Zusammenschlüsse, soweit zulässig. können vorhandenekralle erhöhen und dem Schwachen ■ inen Rückhalt aeben. können Ertahrunaen und Bezieh unaen für alle nutzbar machen. So manchem wird die Stätte der Arbeit und des Be AUS DEM INHALT : Amtl. Bekannt mach mixen.112 Jüdische' Aufgaben, jüdische Zukunft in Deutschland.112 Ein Offener Brief an Gerhard Kittel II > Zum Gedächtnis an Oberkirchcurat l)r. krotier.l lb Musik im l.c'hrluiti'.II- Aii' den Gemeinden 11 ürttemherg» . ||s Zw ei jüdische- Arbeiter heiraten . . > >" Neueste» in kürze.>2(> Au» der Geschäftswelt.>2» I'ainiliennachrichteu.I LJ lAN DAUER u. bekannt gute Qualitäten Der Name Stuttgart Büchsenstr. 25 Bürobedarfsu. Papierhandlung Fernruf 22 354 — 55 STUTTGART, MARKTPLATZ •GERÜSTBAU* Fritz Krisch. Baugeschäft Inh.: R. Ralchl«. Baumeister Ausführung sämtl.Gerüstu. Bauarbeiten Sdcz.: Gehweflfreie Gerüste - System Krisch D.R.P.a. Alexanderstr. 176 Fernspr. 73334 rulex auf deutschem Boden versagt sein. Vor uns steht als Tatsache, der gegenüber alles Fragen und Meinen aufhört, die deutliche, geschichtliche Notwendigkeit, unserer Jugend Neuland zu bereiten. Es ist zur großen Aufgabe geworden, Plätze zu erkunden und Wege zu bahnen, wie auf dem heiligen Boden Palästinas, dem die* lorxehung eine neue* Zeit gefügt hat. so übe rall, wo Charakter. Fleiß und Tüchtigkeit des deutschen Juden sich bewahren können, niemandem Brot nehmend, sondern anderen Brot schaffend. Hierfür wie für alles das andere erhoffen wir den verständnisvollen Beistand der Behörden und die Achtung unserer nichtjüdischen Mitbürger. mit denen wir uns in der Liebe und Treue zu Deutschland begegnen. Wir bauen auf den lebendigen Gemeinschaftssinn und das Verantwortungsbewußtsein der deutschen Juden wie auch auf die opferwillige Hilfeunserer Brüder überall. Wir wollen zusammenstehen und im Vertrauen auf unseren Gott für die Ehre* des jüdischen Namens arbeiten. Möge aus de m Leiden dieser Tage das Wesen eb-s deutschen Juden neu erstehen! Di> Reiehsvertretung der deutschen Juden. Leo Bac-ck. Otto Hirsch. Stuttgart. Siegfried Moses. Berlin. Rudolf Callmann. Köln. Jakob Hoff mann. Leopold Landenberger. Frankfurt a. IN Nürnberg. Franz Meyer-Breslau. Julius L.Seligsohn. Heinrich Stahl. Berlin. Berlin. ERNSI HOCHBERGER Laboratorium nr Hanumlersadumgen BfldiMMtr. 1# z Stuttgart / Calvaratr. 9 Allopathie z Biochamlo / Homöopath!« Haus-Verwaltungen Baumeister Eugen Mayer Lindenstr. 8, Telefon 24060 Fachgemäße Verwaltung auf Grund langjähriger Erfahrung DEGERLOCH * Ob. Wnnatng« 23 Direkt an «Rp StraBanbahnhaltestalla Karlstrafia ft Inhaber: Georg Göppel, Kondltormeistar Beioadm n empfahl» für KiffMkriucbn i. Gaullidiailn KONDITOREI-CAFfi Tellf. 73739 FEINE I lERRENMODEN Kll e» 7^* c D °artenstr-17 ■ PICaIJEK Telefon 63323 Damplwfisdwrci Pani Slofcr Vaihingen a. d. F. Solitudestr. 106 (zwischen Vaihingen u. 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Die jüdische- Welt hatte damals — vor hundert Jahren — eine- Verfallzeit hinter sich. Sie hattein dumpfer Fugegelebt, innerlich und äußerlich unfrei. Die großen Bcfrciimgsstreime des Geistes, die Renaissance-. die- Reformation, der Humanismus hatten an ihr vorbc-igeführt und sic* abseits in den H inkeln des Ghettos versumpfen lassen. Aus der französischen Revolution wuchs auch für sicdie Freiheit. Aber es war. wie* heilte* nicht ohne* Berechtigung gesagt wird, eine falsche, eine nur scheinbare Freiheit. Fs war häufig genug *) Ja-zagen zum Judentum. Eine Aufsatzreihe der Jüdischen Rundschau. Berlin 1933. Verlag der Jüdischen Rundschau. TtLtfOM 22S28 Stuttgart eiMUEisTsri TCUF0N22S29 Continental ERZEUGNIS DER WANDERER-WERKE A.-G. SCHÖNAU-CHEMNITZ STUTTGART KAHUFISTRV