Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 9
- Date
- 1933-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
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- 82 - BAUGESCHÄFT FRIEDRICH WIDHANN BAUMEISTER?e“eSoSnr2&SS HOCH- UND TIEFBAU Telepnon 23606 UMBAUTEN / REPARATUREN HnseitvlssenUsulitei / taslafsetzn in li I H . I! 1» llH KAUFT BEI UNSEREN INSERENTEN! Büromaschinen und -Möbel Moderne Registraturen sowie den gesamten BQ robedarf nur im Fachgeschäft Ausstellung Stuttgart Rotestrajte Nr. 1 Telephon »2634 Ihre Anzeige findet aufmerksame Leser! Das schönste Höhencafe im Zentrum der Stadt Herrlicher Rundblick Qber die ganze Stadt Gute KQnstler-Konzerte / Familien-Cafe CofeHUUnochtBau (8. und 9. Stock) Die Jiirfsti-iciic* Wochenschrift hatte sich in den letzten Jahrzehnten unter der Leitung ihres jiidisthen Herausgebers Jnstizrat Dr. Magnus in Berlin zu dein führenden Organ der deutsche» Jnri'te» entw kkelt. Der bi- \nr kurzem ,1» der Universität Hamburg tätig gewesene P'vctiolog»* Professor W illi.tm Stern und der Direktor dos Berliner Instituts fiir angewandte Psychologie Dr. Otto l.ipnuiun. der Gründer und bisherige Schriftleiter de! /.eitsihrift fiir angewandte Psychologie*, haben mit dein jetzt erscheinenden Bande ihre redaktionelle Tätigkeit eingestellt. In einer \ eröffentliduing der Pressestelle des badischen Staatsininisporiiinis werden die Richtlitiien mitgeteilt. die: künftighin bei Finbürgerungeii in Dent-chlamJ gelten sollen. Nach einem Hinweis darauf, daß voraussichtlich in absehbarer /.eit mit einer .Neufassung des Beiihs- und Stuatsangehörigkeitsg^setzes zu rechnen sei. wird betont, «lall fiir die Zwischenzeit im Rahmen des noch gültigen Gesetzes die Kinhiirgerungspolitik iin Sinne der nationalen Regierung geregelt werden müsse. Ks -ei davon anszngehen, dal? der Staat grundsätzlich kein Interesse daran hat. ni'hid, nl-che Personen in seine Gemeinschaft nuTzum-hmcn. KinbüHgerungen müßten also be*- -oinlerbegriimh-te Ausnahmen sein. Von den elf fiir die Prüfung vjon Fiiihürgeriingsgesnchen anfge-tellten Richtlinien beschäftigt sich die erste mit der arischen Vbstamnmng. Der Staat-lege auf Bevölkerungszuwachs von .Nichtariern keinerlei Wert. Zweck- \erhiitung einer weiteren Ra—envormi-thung lehne er es von vornherein ab. Niihtarior aiifzunehmen. Bereits die Möglichkeit. daß der Gcsnchsteller in entfernterem Grade als dem der Großeltern von .Nichtariern ab-taiume. gebe genügenden Grund zur Ablehnung des Gesuches] Fremdstämmige dürften grundsätzlich nicht Eingebürgert worden. Ausnahmen gelten nur. wenn sich der Gesuchsteller be-nudere \erdien-t» in Deiit-ihland erworben habe. Wenn -ich der (iesuch-teller mit einein Vngehörigen einer fremden Ra—e. b>-omlers der jiidi-ihoii Ra-se. verheiratet, sei die Kinbiirgonmg grund*>ät/lich"?ii versagen. Durch Yoroidnung des Reichsarb, it-mini-ters werden alle kas-enärzte in der ,.ku—enärztluhen Vereinigung Deutschlands" zusammen- Göppingen ■uere Karl Keuler MÖBEL- UND BAUSCHREINEREI Querstraße 7 - Telefon 2483 OoM und tilfctrwTWi / Optik Reparaturen rasch u. billigst Omn Miuimmii Inhaber Anton Banr FreikofstrsSe I, Tritha Nr. 3133 otcriMfssparkassc UBmci Sichere Geldanlage auf Sparu. Depositenkonten Giroverkehr bankmäßiger Geschäfte gefaßt. Die kassenärztliche Vereinigung erhält Rechtsfähigkeit und untersteht der Aufsicht des Reichsarbeitsministers. Sie ist Trägerin der Beziehungen der Kassenärzte zu den Krankenkassen. Fine -gleichzeitig vorgenonunene Aenderung des ärztlichen Reichstarifs für das Aersorgungsyvesen bestimmt u. a.. daß die Kassenärztliche Vereinigung in der Reichsversorgung mit Wirkung vom I. September ah die Zulassung der nichtarischen Aerzte für beendet zu erklären hat. sofern sie nicht unter die bekannten Ausnahineltestiminungen fallen. Das Arbeitsgericht hat der Klage* einer wegen Jüdischer Abstammung fristlos entlassenen Angestellten eines chemisch-pharmazeutischen Instituts auf Kinhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist von vier Wochen mit der Begründung stattgegeben, daß die von der Regierung bloß geduldete, nicht aber auf Gruncf gesetzlicher Bestimmungen durchgeführte Boykottbewegung fristlose Kntlassung jüdischer Angestellter nicht begründen könne. Wie die Jüdische Telegraphen-Agentnr erfährt, enthält die Tagesordnung des 18. Zionistenkongresses. der am 21. August in Prag eröffnet werden soll, zwei Punkte von besonderer Wichtigkeit. Fine Aussprache über den Versuch, die Judenfrage in Deutschland mit zionistischen Mitteln zu lösen, und die Frörterung eines großzügigen Kolonisationsplans für deutsche Juden in Palästina, sind für die am Dienstag, den 22. August, abends, vorgesehene vierte Kongreßsitzung angesetzt. Frau Persitz, die Ilochter Hillel Zlatopolskis. Besitzerin eines Druck- und Verlagshauses in Palästina, hat den Vorschlag gemacht, ein großes Verlagshaus zu gründen, in dem deutsche Juden beschäftigt werden sollen, und das .die Aufgabe haben soll, die Werke jüdischer Gelehrter aus Deutschland zu publizieren. Die Vorbereitungsarbeiten zur Gründung dieses neuen palästinensischen Verlagshauses w urden mit Unterstützung des Präsidenten der Palestine Electric Corporation Pinchas Ruthenborg. bereits in Angriff genommen. In dem Programm des Unternehmens, für das ein Kapital von 100 000 Pfund aufgebracht werden soll, heißt es, Aufgabe der Anstalt sei. Juden aus Deutschland die Existenz und die Erhaltung ihres Judentums zu sichern, sowie jüdische Religion und Kultur zu fördern. Auf Grund der bisher eingegangenen Meldungen stellt sich das Gesamtergebnis der Wahlen zum 18. Zionistenkongreß vorläufig folgendermaßen dar: Von den etwa 300 Mandaten, die für den bevorstehenden Kongreß vergeben werden, hat die Arbeitergruppe 137 errungen. Außerdem wurden zwei unabhängige Arbeiterdelegierte gewählt. Die Allgemeinen Zionisten haben einschließlich der elf Delegierten, die auf die Grünbaum-Liste (Zentralkomitee der Zionistischen Organisation Polens) gewählt wurden, 76 Mandate erhalten. Außerhalb Polens haben die radikalen Zionisten je 1 Mandat in Palästina und in der Tschechoslowakei bekommen. Die Jabotinsky-Revisionisten erhielten 43, die Großman- Revisionisten vier, der Misrachi 32 Mandate. Geringe Aenderungen dieses Resultats sind noch anläßlich der Ueberprüfung der Mandate durch den Legitimationsausschuß des Kongresses möglich. Eine wesentliche Aenderung der Zusammensetzung des Kongresses kann jedoch hierdurch nicht herbeigeführt werden. 13 Mandate werden noch auf Grund der Reststimmen vergeben werden. IMm a. 3). Titl. Hausbesitzern etc. hält sich für Gebäudeinstandsetzungsarbeiten, bauliche Veränderungen aller Art, bei sachgemäß. Arbeitsausführung, gewissenhafter Beratung und reeller Bedienung bestens empfohlen JOS. 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