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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 1 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 1
Date
1933-01-01
Page
[Seite] (sequence 13)
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— 15 - Hüften. Die weilten Gesichter der jüdischen Fischer heben sich hell unter den dunkelhäutigcu Gestalten der arabischen Hirten ab. Kincr von ihnen hat sich ein arabisches Kopftuch mn die Stirn geschlungen. ..Wieheißt dn?" fragte ich ihn. ..Daniel.“ Lachend wirft er den Kopf zurück während das weiße Tuch sich auf seinen Schultern bewegt. Mit seinem hellen, etwas von Sommersprossen gebräunten Gesicht steht er da. die Fäuste in die Hüften gestemmt, stolz und schein wie ein junger hebräischer König. Der Sturm hatte zugenommen und seine grauen Schleier mischten sich bald mit den Schütten der Dämmerung. Wir traten in das zerfallene Haus. In dem finstere» feuchten Huume wimmelte es zwischen den Steinen von Skorpionen und Schlangen. Vor zwei Tagen haben die Fischer hier eine zwei Meter lange Schlange erschlage» Auf der Freie brausen die Primiiskocher. und in ihrem flackernden Licht liest Daniel in einer hebräischen Zeitung. Dann und wann streut er Salz in das Wasser zwischen die siedenden, in Stücke zerschnittenen Fische. Lautlos begegnen sich unsere Schatten an der Mund des Gewölbes. Die Fischer breiten zwei Zeitungen als Tischtuch über eine Kiste und laden uns zu ihrer Mahlzeit ein. Jede ihrer Bewegungen ist coli warmer Hilfsbereitschaft, wie sie die Einsamkeit in der verlorenen Stille erzeugt, voll um jener Liebe, die alle diese zu ihrer Scholle lieimgekehrten Menschen auszeichnet. Ein Fischer spielt leise auf seiner Mundharmonika. iSdiluB folgt). 7leue J&üchet. Der große Brockhaus Band 12 (Mai—Mud) und Band 13 (Mae—Ost), die unlängst erschienen sind, beweisen aufs neue, daß mit dem neuen „Großen Brockhaus“ im wahrsten Sinne des Wortes ein Kulturwerk ersteht, das als unübertrefflich bezeichnet werden darf. Im „Großen Brockhaus“ cerbinden sich Text und Bild in einzigartig instruktiver Weise. Wie viele Köpfe, Zeichenstifte, Photoapparatc müssen in Bewegung gesetzt werden, um die Anzahl von Bildern aus aller \\ eit und allen Wissensgebieten, vom Aufbau der Gestirne bis zu den Lebewesen im Wassert rupfen zusammenzubringen! Wir haben schon früher darauf aufmerksam gemacht und es als einen besonderen Vorzug dieses riesigen Nachschlagewerks bezeichnet, daß es im höchsten Grade aktuell ist. daß — man ist nur immer wieder in Staunen versetzt — auch die jüngste» Forschungsergebnisse usw. in prägnanter Weise dargestellt werden. Insbesondere die hier angezeigten Bande zeugen hierfür. Der zwölfte Band enthält allein 80 zum Teil bunte Tafel seiten. Man kann immer nur wieder sagen: der ..Große Brockhaus“ darf in keinem Hause fehlen! Aus xUc QesdkäflsweU. .Neueröffnung. In der Kronpriuzstr. 24 wurde vor kurzem die .Raum und 11 ei in. Ausbau- und Ausstuttungsgenosseuschaft Stuttgart G. m. h. H.“ eröffnet, eine Neugründung, die leider auch in der Möbelstadt Stuttgart notwendig geworden ist: Steht doch die Arbeitslosenziffer in der Groß-Stuttgarter Holzindustrie nahe an 00 %. so daß viele Stuttgarter Schreiner den Weg zum Arbeitsamt gehen mußten. Hier setzt der Wiederaufhaiigodunke der ausstellenden Genossenschaft ..Raum und Heim“ ein. Ihr Zweck ist Arbeitsbeschaffung, ihr Ziel Wiedergewinnung des Groß-Stuttgarter Marktes für die im Ueberfluß vorhandene einheimische Qualitativ hochstehende Arbeiterschaft. Sie will dieses Ziel erreichen durch fleißige Arbeit, aufmerksamste Bedienung, Lieferung nur qualitativ hochstehender Arbeit in allen Sparten des llolzgewerbes zu billigsten Preisen. Man darf den wagemutigen Pionieren, die hier den Weg der Selbsthilfe zu gehen unternommen haben, bestes Gelingen und weitgehende Unterstützung durch das kaufende Groß-Stuttgarter Publikum wünschen. Das neue „Reise- und Verkehrsbüro Hindenburgbau“ ist dieser Tage direkt gegenüber dem Haupteingang des Bahnhofs eröffnet worden. Schon im vorigen Jahre, als Herr Erich Dreyfus seine Anmeldestelle im Zig -Haus E. Diez & Co. hatte, waren die Gesellschafts-Reisen in den eleganten Mercedes-Omnibussen rasch beliebt geworden. Nun ist dieser Zweig durch eine* Auskunftstelle für sämtliche Reise-Angelegenheiten erweitert worden. — Prospekte werden auf Wunsch gerne kostenlos zugestellt. Die bekannte Tanzkapelle Fred Günther vom Belvedere-Palast in St. Moritz spielt ab 1. April in der „R e g i n a“, die vielen unserer Leser als eine der vornehmsten Tanzstätten Stuttgarts bekannt ist. Wir machen heute wieder einmal auf die „Regina“, Stuttgart, Königstr. 60 I., ganz besonders aufmerksam und verweisen auf die Anzeige in dieser Nummer. 9Cei£Acotm QIRADI »I» sollten alle benötigten Artikel för den Tollettentlsdi, zur Kinder- und Krankenpflege, iQr den Hnnspnta und die Wilde beim Fachmann ln der KILIANS-DROGERIE Richard Wollachllgar, Heilbronn, Flelnerslr. 24, Tel. 3197 kauten U 3876 Si JA 3fifu}&/tharu\>cLar 5TR. 11* 3NH- CUGEN ZIS4LSR V£m a.T). Adolph Moos "LVL Wischts. Assslattsstsgtsehift Pibrlhation von Leib* und Bcttwbdx Betten — Matratacn — Gardinen Anfertigung — von modernen Penetergarnlturen Teppiche — Vorlagen Elektro- und Radiohaus HANS MAIER Kornhausplatz Nr. S z Fernsprecher Nr. 3646 Ausführung sämil. elektrischer Installationsarbeiten u. Reparaturen Oita tekhaedt Konditorei und CafS Mohrenköpfle Taiafo?37os Enflüm. Mttam Um» lanbflmi Varaand MM ItSttßntl-lMUlani n.auawArta 1ML: Dl «. CnMS Bei NerVMliai, ErmMPPg. 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