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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-02-16 · 22 (16.2.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IX (1932-1933)
Issue
22 (16.2.1933)
Date
1933-02-16
Page
[Seite] (sequence 7)
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- 245 - leuten Moritz, lloscuthaler vorbildlich geführt. In weiteu Kreisen wird der Verkauf des altbekannten Hauses sehr bedauert. Heilbronn. Wie bereits augekündigt und aus der Anzeige Seite 240 ersichtlich, findet am 25. Februar im Hotel Reichshof der große Bunt e Aben d des Tischtennisclubs „B I a u - W e i II“ statt. Unter dem Motto „Purim in fing Pong“ wird ein reichhaltiges Programm mit großen Ueberraschungen für beste Stimmung sorgen. Laupheim. Die P I e n u r v e r s u in in lang des I s r. Fra uen Vereins fand am 29. Januar statt. Die Vorsitzende*. Frau Rabbiner Treitel, begrüßte die zahlreichen Anwesenden und gedachte der im vergangenen Geschäftsjahre verstorbenen \ereinsmitglieder. Für die durch Wegzug aus dem Verein ausgeschiedene Frau Oberlehrer Kahn wurde Frau Ullmann in den Ausschuß gewählt, der aus sieben Frauen besteht. Von diesen ist Frau Benno Hcum u n n seit vielen Jahrzehnten Rechtlerin und Frau Kaufmann Sekretärin. Beide Damen verwalten ihr Amt mit außerordentlicher Gewissenhaftigkeit. was rühmend hervorgehoben wurde. Aus dein Tätigkeitsbericht ist zu entnehmen. daß der Verein auf sozialem Gebiete außerordentlich rege ist und auch wie alljährlich. aus der Fanny Steiner-Stiftung einen Beitrag zur Berufsausbildung gewährte. Der Verein nimmt auch an der interkonfessionellen Wohlfahrtspflege in hervorragendem Maße Anteil. Sehr viel Gutes wird auch mit dem Ertrag der Depeschenkasse getan, für die nachdreichlichst geworben wurde. Besonders wurden auch die vielseitigen Leistungen der jüdischen Nähstubc hervorgehoben; ihrer Leiterin, deren Mitarbeiterinnen sowie den gebefreudigen Spendern aus nah und fern wurde herzlichst gedankt. Nach wie vor wird sich der Frauenverein dafür einsetzen, daß Sinn und Brauch unserer religiösen Feste der Jugend durch geeignete Veranstaltungen nahe gebracht werden. Zu erwähnen ist noch, daß der Frauenverein zurzeit 98 Mitglieder zählt. Die Vorsitzende dankte zum Schluß allen Anwesenden für das rege Interesse und ihre opferwillige Hilfsbereitschaft. Bad Mergentheim. Am 30. Januar hielt auf Einladung des Isr. Frauen Vereins Frau Lu Bermann, t'oblenz, einen Vortrag über ,,M a rtin Buberund sein Wer k“. Die Rednerin verstand es in ausgezeichneter Weise, den Entwicklungsgang Bubers, seine Werke und seine Gedankenwelt darzustellen. Zuvor hatte die Vorsitzende, Frau Rabbiner Dr. Kahn, die Rednerin begrüßt, und Rabbiner Dr. Kahn sprach ihr anschließend den Dank der zahlreichen Anwesenden für ihre hervorragende Leistung aus. Einige Wochen zuvor hatte der Verein seine Mitglieder zu einem Vortrag über „Das Weib, des A k i b a“ von Moritz Heimann eingeladen. Rabbiner Dr. Kahn entwickelte den Inhalt und die Gedanken der Dichtung, rezitierte verschiedene Stellen und fesselte seine Zuhörer damit aufs stärkste. Tübingen. In einer Zeit heftiger antijüdischer Propaganda ist es besonders erfreulich, wenn namhafte christliche Wissenschaftler sich objektiv mit dem Judentum und seiner Lehre beschäftigen. So sprach kürzlich Privatdozent Lic. Rengstorf von der hiesigen Universität, der ■iuch weiten Kreisen durch seine Uebersetzung und Bearbeitung der Tosefta (Kohlhammer Verlag, Stuttgart) bekannt ist, vor einem Kreise evangelischer Studenten über „Moderne Kräfte und Bewegungen im J u d e n >- t u m“. Der Redner pab einen Ueberblick über die zahlenmäßige Entwicklung der Judenheit und behandelte dann die Epoche der Aufklärung, deren Gegenkräfte — Chassidismus und Zionismus — er in geistvoller Weise aufzeigte. Rengstorf behandelte auch die jüdische Siedlung in Biro Bidjan und schilderte dann die gegenwärtige religiöse Situation der Judenheit. in der er •■in religiöses Neuerwachen sieht. Zusamrtienfassend sagte der Redner, es bestehe für die diristliche Welt die Verpflichtung, die jüdische Veit ernster zu nehmen und zu Dedenken, daß •ulische Geschichte Gottes Geschichte sei. ^Buhamscfum. Württ. Landestheater. Schon das Zwiegespräch zwischen Präsident Lincoln (Herr Wisten) und General Suter (Herr Heß) lohnt den Besuch des zur erstmaligen Aufführung gelangten Schauspiels „D er General und das Gold“ >oii Bruno Frank. Dichterisch von hohem Mnvung, darstellerisch vollendet (auch bildhaft durch die vorzüglichen Masken), erlebt der Zu- 'ibauer historisches Geschehen. Es überwiegt in dieser Szene begreiflicherweise der Eindruck, den Wisten mit seinem Lincoln macht; denn er stellt die bedeutendere Persönlichkeit dar. Das "ar nicht mehr Wisten. das war Lincoln, es "ur durch fein nuanciertes Spiel und Sprechen Sanz große Schauspielkunst. Bruno Franks Schauspiel verrät den ausgezeichneten Könner, der seinen Stoff bewältigt, auch wo er dem Dramatiker Schwierigkeiten be- ZCeiUcoftH KURZWAREN RCRRRRl trSflU, RUUtAMa Strample, um TrUMWMK Wsllwarca ehender i.N«rfeuii4sii Wd.MiuMeMel sowohl ganz» Zimmereinrichtungen wie einzelne Holzu. Polstermöbel, Stoffe. Teppiche Kunst-Gegenstände, Bilder etc. zu ganz bedeulend herabgesetzten Preisen ab Tfltfon Ernst Dauer Jä'.t. 32 3 8 Möbelfabrik, Kunstu.AniiquitSlenhandi. grgriinbrl 1817 PuflhBriii / Tiilette-Artikel Heilbrono t. N KaiserstraBe 27 Julius RUdenauer, Lohlurstrage 8 GARTENBAUBETRIEB Friedhofstr. 47, Telefon 4539 Laden: KaiserstraBe Nr. 25 Galvanische VERSILBERUNGEN und Vergoldungen schnell, gut, preiswert! ADOLF RUCK Juwelier, Sülmerstr. 37 Kennen Sie mein «eit aber 25 Jahren Tonflgl. bewahrtes, aasslges Parkett- ». Llnolaam-Rslnlgangsnilttal?„Parketol“? Vena sieht, dann nudico Sic bitte einen Versuch damit, der Sie bestimmt befriedigen wird, in jed. Menge tu beben. 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