Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IX (1932-1933)
- Issue
- 21 (1.2.1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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<les /.weiten Vorsitzenden, Fritz Rappoport. ■der andi der Toten des Vereins ehrend gedachte, hielt Stadtrabbiner Dr. Rieger die Festrede. Seine inhaltsvollen und trefflichen Ausführungen hintcrließen starke Eindrücke und lösten stürmischen Beifall aus. — David Horowitz überbrachte die Glückwünsche des „Reichsverbancls ostjüdischer Organisationen*'. Alsdann spendete Oberkantor Leo Adler köstliche Proben jüdischen Humors und weckte große Heiterkeit. Den Abschluß des ersten Programmteils bildete ein Gesangsvortrag von Frl. Banzhaff vom Württ. Landestheater, die für ihre ausgezeichnete Leistung mit starkem Beifall bedankt wurde. Rühmend zu erwähnen ist auch ein von Fritz P re u ß ausgezeichnet gespieltes Violinsolo. Auch T h e o L a ch e n m u u n als Mundharmonika- Virtuose und Susi Sonczow, Karlsruhe, die mit einigen gutgestalteten Tänzen erfreute, wurde stürmisch unplaudicrt. Im Verlauf des Programms wurden sämtliche Mitglieder des Vereins „Esrus Achim“ durch die Verleihung einer Jubiläumsurkunde geehrt. Die Jubiläumsfeier wurde mit einem Ball, an dem sich jung und alt beteiligte, beendet. Stuttgart. J. P. D. - Eltern- und Werbeabend. Der am 21. Januar im Großen Saal des Oberen Museums stattgefundene Eltern- und VV erbeabend des „Jüdischen Pfadfinde rbun des“, Ortsgruppe Stuttgart, brachte den Veranstaltern ein volles Haus und einen verdienten Erfolg. — Ilse Schön buch eröffnete mit einem schwungvollen Klaviervortrag das reichhaltige und gut unterhaltende Programm. Darauf marschierten die einzelnen Gruppen des J.P.D.-Ortsbundes mit frisch-fröhlich gesungenen Wanderliedern auf. Aus der Mitte dieser Jungens und Mädels in „Kluft“ sprach dann Käthe M e n d 1 e einen mit warmem Beifall aufgenommenen Prolog. Nun begrüßte Gauleiter \L Nowytarger die zahlreich Erschienenen und bemerkte u. a„ , daß der „Jüdische Pfadfinderbund“, Ortsgruppe Stuttgart, heute die größte jüdische Jugentlgruppe in Württemberg sei, ein Beweis für den richtigen Weg des J.P.D. Seinen eindrucksvollen Ausführungen wurde starker Beifall zuteil. Es folgten dann in bunter Reihenfolge Werbespiele der Jüngsten des Bundes, die sehr gefielen und lebhaft applaudiert wurden. Nach dem Sprechchor „Stimme der Jugend“, gesprochen von der J.P.D.-Aelterenschaft. ergriff der Referent des Abends, Heinz Godisheimer, Mannheim, das Wort. In kurzen Zügen umriß er das Wollen und Wirken des J.P.D. und appellierte an die Eltern, ihre Töchter und Söhne in den J.P.D. zu schicken. Lauganhaltender Beifall lohnte die trefflichen Ausführungen. Den Schluß des harmonisch verlaufenen Abends, der sicherlich seinen Werbezweck voll erfüllte, bildeten neben einer „Lagerszene“ ein Bild aus dem Buche „Jeremias“ von Stefan Zweig. Auch diese beiden gutgelungenen Darbietungen fanden den starken Beifall der Anwesenden. Man trennte sich mit dem Wunsche, bald wieder einmal einen solchen J.P.D -Abend miterleben zu können. Stuttgart. Am 25. und 26. Dezember v. Js. veranstaltete der B.A.V. gemeinsam mit der C.-Y.- Jtigend von Mannheim und Karlsruhe eine Treff- •ahrt nach Freudenstadt, von wo aus gemeinsame Vusflüge unternommen wurden. Am ersten Abend vereinigten sich die Jugendbündler in einer kleinen Feier, bei der auch durch Entzünden der Lichter des Chanukka-Festes gedacht wurde. Mit dem Wunsche auf ein baldiges Wiedersehen trennte man sich am zweiten Abend von den Freunden, mit denen man frohe Stunden verbracht hatte. Stuttgart. Allen Musikfreunden und künstlerisch interessierten Mitgliedern bot der Bert- *i o 1 d Auerbach-Verein am 17. Januar •inen hohen Genuß: Lore Goldschmidt sprach über „S ch u b e r t“ und spielte ab- 'thließend die „Valses nobles“ und die „Wanlerer-Phantasie”. In vorbildlicher Weise umriß ' »re Goldschmidt das Leben und kompositorische 'chuffen Schuberts und verstand cs insbesondere liurch die geistvolle musikkritische Ausdeutung einer Schöpfungen, die Hörerschaft erfühlen z’u issen. daß sich in Schubert „unverbrauchte Kraft direkt von ihrer Quelle her“ manifestierte. Die ■ us dem Vortrag gewonnenen starken Eindrücke i-rtiefte Lore Goldschmidt noch durch den Vor- 1 ag der schon oben erwähnten Werke des geniu-!• ii Komponisten. Auch hier bewies sich die Re- I rentin wieder als ausgezeichnete Interpretin Russischer Klaviermusik, die sie sowohl nach der > chnischen als auch stilistischen Seite hervorlugend zu gestalten weiß. — Der Lore Goldsihmidt gespendete starke Beifall war hochverdient. Stuttgart. Die Ordentliche General- ' ‘■rsammlung des BertholdAuerb ach- \ereins fand am 24. Januar statt. Der 1. Vorsitzende, Redakteur Hans Sternheim, erollnete die Versammlung und entwarf ein Bild '•»ii der Arbeit des vergangenen Geschäftsjahres. Fi gab einen Heberblick über die Veranstaltungen der letzten Monate, die aus Vortrags- und Ausspracheabenden, Arbeitsgemeinschaften, geselligen Zusammenkünften usw. bestanden: er unterzog die gesamte Arbeit einer eingehenden - 233 - Kritik, die in einem Appell zur Aktie ierung des Yereiiisleben ausklang. Der Redner behandelte dann die Stellung des BiA.V. im Rahmen der Gemeinde und des Jugendrings, zeichnete das Verhältnis des Vereins zu den einzelnen Jugend- - Organisationen und sprach abschließend den Mitgliedern des Ausschusses, insbesondere aber dem Vorsitzenden der Jugendubtcilung des Vorsteheramts, den Dank für die tatkräftige Förderung des B.A.V. aus. Den K a s s c n b e r i ch t erstattete Martha Strauß. Cannstatt. Aus ihm ging hervor, daß der B.A.V. im letzten Geschäftsjahre 2197.25 RM. Einahmen und 2105.19 RM. Ausgaben zu verzeichnen hat. Zu dem Kassenbestand kommt noch ein Wertpapieren haben von 362 50 RM. Der Verein zählt zurzeit 241 Mitglieder. Der Vorsitzende dankte der Bechnerin für ihre bewährte Mitarbeit und eröffnete dann die Aussprache über die beiden Berichte. Von verschiedenen Seiten wurde zu den Fragen der Programmgestaltung usw. Stellung genommen-. Infolge der vorgerückten Zeit mußte die Aussprache abgebrochen werden, da noch der vierte Punkt der Tagesordnung — die Neuwahlen - zu erledigen war. Es handelte sich hierbei vor allem darum, einen neuen 1. Vorsitzenden zu wählen, da Hans Sternheim aus beruflichen Gründen gezwungen war, den Vorsitz niederzulegen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Dr. med. R i ch a r d Ney vorgeschlagen, der dann in geheimer Wahl für dieses Amt bestimmt wurde. Die anderen Mitglieder des Ausschusses wurden durch Zuruf gewählt. Der Ausschuß setzt sich nunmehr aus folgenden Personen zusammen: Dr. med. Richard Ney (1. Vorsitzender), Dr. Martin Cohn (2. Vorsitzender), Ilse S o in - m e r (Schriftführerin), Margot B u r g h e i - m e r . Ruth Ebstein, Ernst Heilbrunner, Siegfried Sander, Hans Sternh e i m. Da Hanna G u n d e 1 f i n g e r . die zur Rechnungsführerin gewählt worden war, ihr Amt zwischenzeitlich wieder niedergelegt hat, soll, wie wir hören, in einer demnächst stattfindenden Mitgliederversammlung ein neuer Kassier gewählt werden. Dr. Richard Ney beschloß die Versammlung mit dem Dank an den scheidenden früheren Vorsitzenden, dessen tatkräftige, langjährige Arbeit er mit herzlichen Worten rühmte. Stuttgart. Das neue Programm des B e r t h o I d A u e rb a ch - V e r e i n s beginnt am 7. Februar. Es enthält eine Reihe hochinteressanter und wertvoller Veranstaltungen, die wir jeweils an dieser Stelle ankündigen werden. Am ersten Abend findet eine Aussprache über die Ergebnisse der Frankfurter Delegiertentagung vom Dezember v. Js. statt, die für die Arbeit des „Verbands der jüdischen Jugendvereine Deutschlands“ neue Richtlinien aufstellte..Das Referat hat Rechnungsrat Julius W i ß in a n n übernommen. Mit großer Spannung darf muii insbesondere dem Vortragsabend entgegensehen, den der B.A.V. am 14. Februar verunstaltet. Der bekannte Stuttgarter Dramatiker Paul Wanncr — unseren Lesern als Autor des seinerzeit an den Württ. Landestheatern uraufgeführten Kriegsgefangenenstücks „P. G.“ (prisonnier de guerre) Gottesdiensizeiien für die israelitische Gemeinde Heilbronn. 29. Januar Sonntag 7.45 UbO morgs. 29. Januar-3. Februar Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. 6.15 Ubr abends 3. Februar Freitag 5.15 Ubr abends 4. Februar Sabbatb 9.00 Ubr morgs. 3.00 Ubr nachm. 6.00 Ubr abends 5. Februar Sonntag 7.45 Ubr morgs. 5.-10. Februar Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. 6.15 Ubr abends 10. Februar Freitag 5.15 Ubr abends 11. Februar Sabbatb 9.00 Ubr morgs. 3.00 Ubr nachm. 6.10 Ubr abends 12. Februar Sonntag 7.45 Ubr morgs. 12.-17. Februar Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. 6.15 Ubr abends bestens bekannt — wird über ..Brennende F ragen der heutig e n I, i t e r u t u r" sprechen. Wie wir erfuhren, wird im März der Leiter des Aerztl.-jisychol. Instituts in Stuttgart, Dr. rnetl. G. A. Römer, einen Vortragszyklus über aktuelle Mcnschheits- und Einzelprobleme halten. Canhstatt. Die vor kurzemstattgefundene Goldene Hochzeitsfeier der J^heleutc Ferdinand und Sann dien Mayer brachten dem Jubelpaar vielfache Ehrungen. Im Sabbathgottesdieust vom 21. Januar wurde durch Segensspruch und ein besonderes Gebet der Jubilare gedacht. Am Festtage selbst erschienen bei dem Jubelpaar die Vertreter der Behörden und Vereine, um deren Glückwünsche zu entbieten. Im Namen des Isr. Oberrats gratulierte Leopold Lev i und überreichte mit einem Ehrenpokal ein Glückwunschschreiben. in welchem die vielfachen Verdienste des Jubilars, die er sich in langjähriger Tätigkeit um die jüdische Allgemeinheit erworben hat, ehrend hervorgehoben wurden; Oberlehrer J£. Adler übermittelte die Glückwünsche des Staatspräsidenten und überreichte ein Gedenkblatt des Staatsministeriums: er dankte dann dem Jubilar namens der Isr. Gemeinde und deren Vorsteheramt für seine während nahezu 50 Jahren der Gemeinde geleisteten ausgezeichneten Dienste und überreichte ein sinniges Geschenk. Konsul Ferdinand Hanauer versicherte namens des Vorsteherkollegiums den Jubilar der aufrichtigsten Verehrung und herzlichsten Dankbarkeit. Als weitere Gratulanten erschienen die Vertreter des Isr. Wohltätigkeitsvereins. deren Sprecher, Fabrikant! Julius Strauß, dem:Ehrenmitglied und derzeitigen 1. Vorsitzenden den herzlichsten Dank für seine unermüdliche Tätigkeit im Dienst der Nächstenliebe aussprach und ein Ehrengeschenk überbrachte. Für den Isr. Frauenverein sprach Frau dCeiMtowi KURZWAKEN ■«■■■Kl »rilM Mllftr« ■ Strtnple, um ■ M TrlMatwittftc ■ Waliwarea MjeAfefecidcr Tapeten Linoleum / Stofftepplohe LHuferstoffe Adolf Freihardt SUImerstraBe 1 l-iaua für neuzeitliche Innendekoration M Reidishol Babahofatr. 23 - Tal. 2232 Modern eingerichtete Zimmer mit flieBendem Wasser. 1 Fritz Seel ■ * m Paniaprsobar Mr.—7 feine Briefpapiere Büro-Artikel aller Art Büromaathirten - Büromöbel Spezialitätt Füllhalter 1 fCHOLL Ja# NACHF. Schalleagasse 1 Wasch- und Putzmtttel &. »ifel Bansdüosserel / Eisenkonstruktion 4ta1Vc«Vttrtt«fe Kassetten, Transporte, Reparaturen acatr. 1865 Snalaauinfsflara Seiet. »93!Biumea tBcäiudUuf's Sltkcrer’sdic üp»flieke 1 LUDWIG SUND MR 1 HcUferMn a.& 1 """" SCHWEIZER da» Fadigesdilft a JBK für gnte Uhr»» PleiaerstraSe Nr. «4