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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1932-03-16 · 24 (16.3.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
24 (16.3.1932)
Date
1932-03-16
Page
[Seite] (sequence 9)
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bands im letzten Jahre und gab so den Frauen unserer Gemeinde erwünschte Gelegenheit, von . bestunterrichteter Seite zu erfahren, was der Verband auf dem Gebiete der Berufsberatung und -Ausbildung, der Stellenvermittlung, der Erholungsfürsorge. der Reisekusse usw. geleistet hat. In der sich anschließenden lebhaften Diskussion kamen von seiten der Hörerschaft manche Wünsche — ». a. Schaffung einer Nühstube — zum Ausdruck. Der Erfolg des warmherzigen Referats dürfte sich bald in einer verstärkte n Arbeit des hiesigen Vereins zeigen. Heilbronn. Daß in unserer schneilebigen i/eit auch noch Interesse für geistige Dinge vorhanden ist, bewies der überaus gute Besuch, den die sechs Vorlesungen von Bezirksrabbiner Di. ßerrmann über ..I. e b e n s n a h e Philosophie“ im Rahmen der Volkshochschule gefunden hatten. Mit diesen Vorträgen bewies sich Dr. Beermann wiederum als feinsinniger, tiefer Denker, der es in ganz besonderer Weise versteht. seine Hörer zu fesseln und sie zu lebendigem .Gedankenaustausch anzuregen. Am Schluß der Vorlesungen dankte Dr. Würzburger dem Lehrer für diese Feierstunden' und sprach den Wunsch aus. im Sommersemester wieder solche wertvollen Abende erleben zu dürfen. Große s Interesse fand auch ein am 10. März im Siidfunk gehaltener Vortrag Dr. Beermanns über ..Amarna in der W e 11 k u 11 u r“. Heilbronn. Am 12. Mürz durfte Heinz M u i. Inhaber der altbekannten Finna Hugo J. Sänger, seinen >0. Geburtstag feiern. Wenn wir. entgegen unserer Leitung. »0. Geburtstuge redaktionell nicht zu würdigen, dieses Tuges doch gedenken, so tun wir es deshalb, weil der Jubilar, seitdem er sich in Heilbronn niedergelassen hat. zu den trefflichen Männern zählt, die stets zur Stelle sind, wenn es gilt, den Toten die letzten Liebesdienste zu erweisen, kein jüdischer Bürger in llcilbronn und der Umgebung wurde in den letzten IV Jahren zu Grabe getragen, ohne daß Heinz Mai sich in vorbildlicher Weise vorher um den Toten gemüht hat. Möge es ihm vergönnt sein, auch weiterhin diese heiligen Pflichten in voller Tatkraft zu erfüllen. , Heilbronn. Man schreibt uns: Unser hiesiger Lokaldichter und Komponist Ernst Rostiir. hat mit seinem Schlager ..Wo ein grüner Besen winkt“ großen Erfolg zu verzeichnen. Unter Mitwirkung des Stuttgarter Schauspielers Willy Reichert hat die Deutsche Grammophon-A.-G. jetzt den Schlager herausgebracht. Horb. Am 27. Februar lud der Familien- Verein zu einem Gemütlichen Abend ein. dessen Ertrug der Jüdische» Winternothilfe zugute kam. Audi aus der näheren Umgebung waren zahlreiche Gäste erschienen, denen eine Spielgemeiiischuft des Stuttgarter Bert hold A uerbadi -Vereins unter der Regie von Oberlehrer Leo Adler, ein an dieser Stelle schon besprochenes heiteres Stückdien aus dem jüdischen Familienleben — „Bella verlobt sich“— zur ausgezeichneten Darstellung brachte. Den Darstellern wie dem Regisseur, der gleichzeitig Autor des Schwanks ist, wurde herzlicher Beifall zuteil. Oberlehrer Adler erfreute die Gäste weiter mit einigen humorvollen Chansons. Alex u Ebstein. Stuttgart, bot anmutige Tänze nach Melodien von Weber und Schubert. Margot Kahn, Stuttgart, bewies sidt als treffliche Pianistin mit einer Komposition von Beethoven. — Die Stuttgarter Gäste haben vielen einen frohen Abend bereitet und sidt gleichzeitig in den Dienst einer guten Suche gestellt. Ihnen dankte herzlichster Beifall. Laupheim. Am 21. Februar fand anläßlich des ersten Jahrzeittages für Rabbiner Dr. T reitel s. A. in der Synagoge ein Gedächtnisgottesdienst statt. Nach einer klangschönen musikalischen Einleitung — Rudolf Kurz und Her i» a n u N ö r d I i n g e r (Violine') und S i nt o n S t e i n e r (Harmonium) — feierte Bezirksrabbiner Di. Cohn, Ulnt, mit wurmherzigen Worten das Gedächtnis des Verstorbenen und schilderte ihn int Anschluß an den Wochenabschnitt der Thora in seiner anspruchslose n Bescheidenheit, seiner allumfassenden Liebe und trefflichen Gelehrsamkeit. Die geistvolle Rede (unterließ bei allen Anwesenden tiefe Eindrücke. Alsdann sang der bewährte Laupheitner Synagogenchor unter Leitung seines Dirigenten Simon Steiner den (6. Psalm. Int Anschluß an die synagogale Feier Itegab sich die ganze Gemeinde auf den Friedhol, wo Rabbiner Dr. Cohn im letzten Schein der untergehenden Wintersonne das Grabmal für Rabbiner Dr. Treitel weihte. Der Kaddisdt der Söhne des Verstorbenen beschloß die erhebende Feierstunde. Markelsheim. Frau M a I ch c n A d 1 e r geb. Weikersheimer konnte am S. März in beglückender körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 70. Geburtstag feiern, beglückwünscht und geehrt von allen, welche die tief religiöse und schlichte Frau kennen. Ihr Gatte. Aron Adler, vollendet nun ant 28. März sein 75. Lebensjahr. Seit 46 Jahren ist er mit der Jubilarin, die den Ehrentitel einer esches chajil verdient, in glücklichster Ehe verbunden. - 269 - Trotz seines hohen Alters geht der Jubilar noch lag für Tag seinem Geschäft nach. Durch sein lauteres Wesen hat er sich bei der jüdischen Und nicht jüdischen Bevölkerung hohe Beliebtheit und Wertschätzung erworben. Seit vielen Jahren lauscht die kleine Gemeinde' * andächtig, wenn Aron Adler an de» hohe» Festtagen die altehrwiirdigc» Gesänge anstimmt. Im Kreise seiner Kinder und Kiudeskinder darf das würdige Ehepaar vom alten jüdischen Schlag nun auf ein langes, gesegnetes Leben znriickblickeu. Möge sein Lebensabend auch weiterhin ein begnadeter sein! Kottweil. Eine bis jetzt in unserer Gemeind, einzig dastehende Feier findet am 20. März statt. Der Senior unserer Gerne! »dem it gl jeder. Kauf man» F m a u u e I R o s c u s t i e I . darf an diesem Tage mit seiner Ehefrau I. i ira geh. Degginger das Fest der Diamantenen Hochzeit begehen. Die Jubilate' erfreue» sieh noch hoher körperlicher und ' geistiger Frische. Der Jubilar ist in Schmicheim i. B. geboren und steht im 86. Lebensjahr: die Jubilarin entstammt der in Rottweil alteingebiirgerten Familie Degg i n ger und ist 80 Jahre alt. Emanuel Rosenstiel, der eine Zolllang Rechner der Gemeinde war. erfreut seit Jahrzehnten unsere Gemeinde an den hohen Feiertagen durch seine zu Herzen gehenden Gebete und Gesäuge. — Kinder. Enkel und Urenkel sind am Diamantenen Hochzeitstage um das Jubelpaar versammelt: auch die ganz«' israelitische Gemeinde sowie' viele nichtjiidische Mitbürger nehmen an diesem seltenen Feste Anteil. Mögen dem Jubelpaare noch viele frohe Jahre in Gesundheit lind Zufriedenheit im Kreise sei »er Liehen beschjeden sein! Tübingen. Auf Einladung des Israel. Frauen- Vereins Tiihingc » Reutlingen sprach am 24. Februar in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder und Gäste Religious - Oberlehrer Wo ch e ii i» a r h über ..D i e M i s ch e It c i nt Juili'iilu m". Der Vortragende wies zunächst an Hand statistischen Materials auf die starke Zunahme der Mischehen in den letzten Jahrzehnten hin. untersuchte' die Gründe dieser für das Judentum so bedauerliche» Entwicklung und sprach über die Wege, die nach seiner Auffassung geeignet sind, die Zahl der Mischehen ciuzuschrünkeu. Sein Appell an die Eltern, sich mehr der religiösen Erziehung _ ihrer Kinder zu widmen, fand, wie seine gesamten Ausführungen, reichen Beifall. All der anregenden Diskussion beteiligten sich die Herren Egon Mart und Rechtsauwalt Dr. 11 uy u m II. Mit herzlichen Dankesvv orten an den Vortragenden konnte die Vorsitzende. Frau K u r o I i n e L ö vv e u s t e i n . den interessanten Abend schließen. Sichere Kapitalanlage ia BGoIdpfandbrtelcn Indold'Hypolhckcn mkcommoHdUe Sieqmutid Weil tiiari, saiamaaaerfeaa. TcMm 28344/45 Ulm. Die hiesige Ortsgruppe des Cent V e r e i ii s . der I s r. F r a u e n v e r e i u der Lese v crei n. die drei Vereinig» tgcti denen Rechtsanwalt Dr. Salomo» Moos Kraft jahrzehntelang gewidmet, hatten zu Festfeier am V orabend seines 70. Geburtst, m den Russischen llof geladen. Die Genie mitglicder hatten dieser Einladung so zulilr entsprochen, daß der große Saal schon lang: Beginn der Veranstaltung bis auf den letzten Platz gefüllt wai. Dr. I ranz Hirsch halte es übernommen die Honneurs des Abend: zu machen: er begrüßte den Jubilar, der mit si-inei Gattin seinen Kindern und seinem Enkel:ohne erschienen war. mit einer launigen Ansprache, in der er die Leistungen de s Dr. Moos als Poli iker. Anwalt und Vorkämpfer, vor allem aber seine menschlich sv mpnthisthen Eigenschaften schilderte. Nach ihm sprach Frau Sofie Lev v . die Vorsitzende des l'Yauenvereins. um dem langjährigen Sekretär ihres Vereins die verdiente Huldigung darzuhiiiigeu. Für den Ec sprach dessen V orsitzi »der. Dr. I rv. Er die große VI beit, die Dr. Moos als Vorsitz, des I.esevereins geleistet. Im Namen dr binates widmete Dt. ( oh n dem bewährten G nieindemitgliede dankbare Worte. In gebundener Rede brachte Sanitätsrat Dr. N ü r d I i n ge Jugendfreund dem Geburtstagskind seine tulation dar. Seine Verdienste um <lio_(•epimllieit riilmite-uls Sprecher des Isr. (tberrnts > tadtrabbiner Dr. Kiegcr. Stuttgart, iiiclen rem pries Ilde, Rabats Gragleichze itig Ehrenurkunde des Oberratgs übel i eicht musikalisch und Iröhlidie ( lum-onzu Ehren des J»l In allem kam die Verehrung und Liebe fii Gefeierten zu schönem Ausdruck. ■ In den des unterhaltenden Teils hallen sich in claii werter Weise gestellt: die Damen Bern III er. Leiter. Weil. VV o I f und die Hl Leiter. Moos und Dr. L rv. Iran Dr. )ann folgten in buntem Witchsel Darbietungen, lauzvorstelli »gen ) ilars. den nettst kensh e i - rren Urv begleitete sämtliche Vorträge in gew ajndter W eise. In iibeiaus Iiebensw iiidigen Wollen dankte Dr. Moos allen denen, die ihn in Wort uiic Lied g,'feien. Erst lange nach Mitternacht schie, man von einander. Der Vlrend war ein schöner Be weis des innen» Zusammenhangs der Geuieiud, Ulm. Vlm a. 3). Albert Cramer Ulm a D. PUlilwie 25 - Telefon 2981 KoisMerei». dem. Wasm-Aostali Tadellose ArbeitI KOneete Lieferfrist! Fadiknndlge Bedienung! Abholung and Lieferung aaf Anruf kostenlos. 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