Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 20 (16.1.1932)
- Date
- 1932-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 5)
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?;t*meindc* zeichnet: In den letzten zwei Jahren ariden in Freudental elf (zwei auswärtige) israelitische Beerdigungen statt, während in den zehn vorhergehenden Jahren nur fünf Begräbnisse abzuhaltcn waren. Göppingen. Der Lundesvorsitzende des CJentrulvereins Deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens. Dr. Fe Id mann, Stuttgart, hielt am 27. Dezember v. Js. in der hiesigen Ortsgruppe einen Vortrag über das Thema „Ii a s s e n“. Der gute Ruf. der dem Redner vorausging, lieli eine zahlreiche Zuhörerschuft erscheinen: der ebenso interessante wie auch allgemeinverständlich gehaltene Vortrug, der ein tiefes Wissen in der Russenforschung bewies, erntete allgemeinen dunkbaren Beifall Anschließend au den X ortrag fand die H a u p Iversammlung des Vereins statt; der Vorsitzende*. Max O 11 e n h e i in e r. gab den Tätigkeit?,-, der Kassier. B e r t h o I d W c r t h e i m e r. den Kassenbericht. Der seitherige Vorstand wurde durch Akklamation w iedergewühlt. Haigerloch. A u s d e in G e in eine! e'l e h e n. Am 5. Dezember v. Js. verunstaltete die Gemeinde eine Chanukka -Feier, die ein aus Klaviervorträgen. Liedern des Syiiagogenchors. Theaterstücken usw. sich ziisammensetzendes schönes Programm bot. Fine Ansprache von Lehrer Spier zeigte den Sinn des Chanukkafestes auf. Am 7. Dezember veranstaltete der I r a u e n - verein einen ..G e in ii t I i di e 11 A I» e n d“. der ebenfalls sehr harmonisch verlief. Kin Familieiiubend des jüdischen Gesungv ereins ..I. i e d <• r k r u n z “ zeigte, daß der Verein auch unter neuer Leitung auf beachtlicher I leihe steht. Sowohl die Mannerchöre wie auch die gemischten Chöre wurden tonsicher und klangvoll vorgetragen. Fin aus Klavier. Cello und Geige bestehendes Trio fand ebenfalls starken Beifall. So wurden die Teilnehmer des Abends, wie es der Vorsitzende. Alfred l.e \ i. in seiner Begrüßungsansprache gewünscht hatte, einige Stunden den Sorgen des Alltags enthoben. Heilbronn. Die G e n e r u I v e r s a in m lang des Geselligen Vereins ..F i n k I u n g" fand am lü. Dezember v. Js. statt. Der Vorstand. Will y R o s e n t h a I II. erstattete den Jahresbericht, in dem er feststellte, daß sich im letzten Jahre ein regeres Vereinsleben gezeigt habe. Der Mitgliederbestand ist jetzt auf 144 aktive gestiegen. Im \ ereinslokal steht seit einiger Zeit ein Tischtennis für jung und alt zur Verfügung. Rechtsanwalt Rosengart erstattete den Bibliotheksbericht, aus dein hervorging, daß sich die Biichersuinmlung großer Nachfrage erfreut. Besonders lobenswert wurde* die jahrelange treue* \ ervvaltiingsarbeit V ein Irl. Ther-ese» H i r sch berge r erwähnt. Aus dem Kassenbericht von Ludwig Rosent b a I ging hervor, daß der Kassenbestanel 2576.16 UM. beträgt: der Jahresbeitrag w urde auf 16 R.M.. der Fintrittsbeitrag auf 20 RM. ermäßigt. Bei den Wahlen wurde der alte* Ausschuß wiedergewählt. Für den zurückgetretenen Karl II e i I b r c» n n e r wurde Lehrer Kahn zugewählt. Die anschließende Beratung der Statuten führte noch zu einigen Satzungsänderungen. Heilbronn. Das diesjährige Silvesterkrän/.cheii des Geselligen Vereins ,.F i n k I a n g“ erfreute sich eines guten Besuches. Der bekannte Lokaldichter R o s t i n trug zur Unterhaltung während der Tanzpausen bei. Das Vorstandsmitglied M a x Reis hielt um Mitternacht eine launische Rede. Heilbronn. Im Rahmen des I s r. Frauen- Vereins so rach unlängst Frau Herrn in e* Rosenthal über „Fragen der Kinderii n d S ch ii I e r z i e h u n g “. Die Rednerin schnitt eine Reihe* interessanter Probleme an — so die Stellung des jüdischen Kindes zu seinen nicht jüdischen Kameraden, die Ueberalterung der Lehrkräfte, die schularbeitsmäßige Ueberlastung der Kinder usw. Die Hörer folgten den temperamentvoll vorget rage neu Ausführungen mit Interesse und dankten durch lebhaften Beifall. Heilbronn. Unter dem Motto ..In schwerer Zeit ein wenig Lachen“ gelang es auch heuer der ...\ r b e i t s g e m e i n s ch a f t d e r g e s e t z e streuen Jugend H e i I b r o n n s“, eine C h an ii k k a fe i e r zu verunstalten. Vom umfangreichen Programm des Abends sei nur das unter der Regie von Sigmund S t o b e z k i stehende Kinderstück ,.J o n i e mit dem Sa ck“ genannt, das reichen Beifall erntete. Auch die übrigen Darsteller trugen durch Musikstücke. Gedichte usw. zum Gelingen des Abends bei. Das zahlreich erschienene Publikum war ein Beweis dafür. daß auch in ernsten Zeiten traditionelle jüdische Feste ein Bedürfnis sind. Heilbronn. In seltener Frische des Körpers nnd des Geistes durfte der allse its beliebte Privatier F. Dun ziger im Kreise seiner Familie und unter warmer Anteilnahme seiner Freunde und Bekannten seinen 75. Geburtstug feiern. Der Jubilar bekleidet seit einer Reihe von Jahren das Amt des Gemeindepflcgers in vorbildlicher Weise und wird bei den Vereinen als kluger Redner geschätzt. Wir wünschen ihm auch weiterhin noch viele Jahre tatkräftigen Wirkens. Lanpheim. Wie alljährlich, so veranstaltete auch dieses Jahr das Vorsteheramt in Verbin- — 233 — düng mit dem unermüdlich tätigen Frauenverein im Rahmen eines Gemeindeabends eine, ('h u n ii k k a f e i e r für unsere Kleinen und Kleinsten. Kin Mürchcnsoie! der Grundschüler unter Leitung ihres Lehrers F i n s t e i u erfreute durch ein überaus flottes Spiel jung und alt und brachte schon zu Beginn des Abends eine glänzende Feststimmung auf. In dankenswerter Weise hatte Simon L. Steiner eine kleine, über flotte Liebhaberkapelle znsummengestellt. deren stimmungsvolle Weisen den Abend umrahmten. Der herzliche Dank, den der Vorsitzende des Vorsteheramts um Schlüsse allen Mitwirkenden aussprechen konnte, fand daher bei allen Anwesenden stürmische Zustimmung. Laupheim. Am 26. Dezember v.Js. sprach auf Veranlassung des Jüd. Fraiienvercins Rabbinatskundidut Leopold W a I I a ch über „Jüdisches S ch ii I w e s e n im Altert u m ii n d Mittelalter“. Mit tiefer Sachkenntnis verstund es der junge Redner. ul|es Wesentliche aus den verschiedensten Quellen wie Misch na. Talmud und Geschichte ziisuninienziitragen und der zahlreichen Zuhörerschaft ein fesselndes und interessantes Bild zu bieten. Die stelle. Aorsteherin des Vereins. Frau B e n o II e u m u n n . konnte daher dem-Vortragenden mit warmer Zustimmung der Anwesenden herzlichen Dank abstatten. Laupheim. Der hiesige \ereiu für Heimat künde veranstalte te vom I.—6. Januar in engstem Rahmen eine Ausstellung ..I. a u p h e i m e r~ K u n s t“. bei welcher auch Werke zweier jüdischer Künstler aus unserer Religionsgemeiiide freundliche und anerkennende* Aufnahme fanden. Der ,.L u u p h e i m er V e r k ii n d i g e r“ schreibt darübe r u. a.: „Zu den besten der gezeigten Werke gehören unstreitig die Bilder Professor Adlers von der kiinstgewerboschule in Hamburg. Wie durch eine im Grunde* unrealistische .Maltechnik das Wesen naturhafter Findrücke meisterhaft getroffen werden kann, zeigt etwa seine Landschaft in Pastell-Tempera. Virtuos ist auch die Zeichnung eines Bergführers auf schwarzem Hintergrund." Auch unter den ausgestellten plastischen und kunstgewerblichen Arbeiten funilen Stücke von F r i e d r i ch A d I e r rühmende Frwähnung. wie sich auch einige Porzellan- und Stoflinulereieii der jungen, strebsamen Kunstgewerbeschiilerin Klara F i n s t e i n hervorragend in den Rahmen der Ausstellung einpaßten * Mergentheim. Am 12. Dezember v. Js. hielt der Synagcigenchor im Hotel Viktoria eine C h u ii ii k k a - F e i e r ab. Nach dem Kntzünden der Lichter sang der Chor das „Moaus zur": dann brachte* ein I.uteinschiiler wirkungsvoll ein Ge- Sldiare Kaplflüaalage ii | [■ GslOfaiOrtdci fCfaftHM-HrMfllCkCI b#l SBatUkeotHMumdiU Siegmtutd lüesti dicht zum Vortrag. Der Vorsitzende. Max F r ö h I i ch , begrüßte die zahlreichen Anwesenden und zog in seiner Rede Parallelen zwischen der Makkabäerzeit und den heutigeji Verhältnissen. Nach einem Chanukkaprolog wickelte sich das bunte Programm ab. das-unter]der Regie von Lehrer Frankfurt stand. Arien. Chorgesang. Gedichte, humoristisch-musikalische* Kin akter usw. unterhielten die Anwesenden aufs beste*. Den Höhepunkt der Vortragsfojge bildete die* Arie des Fleasar aus der „Jüdin“, die Kantor Frankfurt, von Chordirigent F I e ck e n s t e i u begleitet, hervorragend sang. Auch die rhythmischen Tänze von Lvelia Kahn. |*'r i e d e I F ck in a ii ii . F r n a Kahn. I. i s c* ,1 Kahn. G c* 11 a F r ö h I i ch und I. i s b e l h Jonas fanden stürmischen Beifall. Der Synaigopendior sang unter der Leitung seines Dirigentep T lecken stein vierstimmig den 24. Psalm vo(i l.ewaiidowski. Von den Mitwirkenden seien! noch besonders Herr Jakobs und die Schüler Jakob Strauß. F r i ch Stern-, I. o t h u k* Brodln u n n. Herbert K a h n und Justin Sch I o ß hervorgehoben. Am Klavier waltete Frcju Berta K u h ii. Rabbiner Dr. Kahn. Stadtrat Adle r. Hugo Kahn und der Vorsitzende sprachen den Mitwirkenden ihren Dank für ihre ausgezeichneten Darbietungen aus. Ulm. Am 26. Dezember v.Js. feierten Louis Strauß und seine Fhefrau Frieda .geh. Stein ihre Silberne Hochzeit. Wir wünschen dem Jubel paare auch weiterhin noch viele Jahre beglücken der Gemeinsamkeit. Ulm. Am I. Januar feierte Frau M II i r s ch ihren 82. Geburtstug. Möge e* larin. die an allen Vorkommnissen c es üffent liehen Lebens noch regen Anteil niinn t und besonders alles, was im jüdischen Geme indeunc Vereinsleben sich ereignet, mit großen lute resse verfolgt, vergönnt sein', noch v iel Kreise ihrer Tamilie zu weilen. Ulm. Am 6. Januar feierte Frau M Murr geh. Neuburger ihren SO. Gehn würdige Greisin genießt in alle-u-Krc Ansehen. Möge ihr auch weiterhin ueter Lebensabend beschießen sein! i l Ii i I d e der Jubi- Jahrc im a t h i I d ci'tstug. Die isen hohe*' ii geseglUm Albert Cramer Ulm a.D. PIilt|uie 25 - Telefon 2981 KonstiMierei n. dem. Vud-Jbnfalf Tadallose Arbeit 1 KBrseete Lieferfrist 1 Fachkundige Bedienaa( t Abholung und Lieferung auf -Anruf kostenlos. Condltoeef und Cafe ^SrndeEe., ^Uüm. a. 2). **\vMfcca<a«aaass—asssaarassan miaaso*i i"**---"" ■sc*-*'^*»-* *-"*■■**'*—r*rs Inb.i T. 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