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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-12-01 · 17 (1.12.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
17 (1.12.1931)
Date
1931-12-01
Page
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Großes, gut gewähltes Lager Buchhandlung LUCKE 5, ST UTTG ART b ci.TLbinserstr. .» i—i-:; M.ithlcollkoinmrnbi'il aber l |. 11 W.lk mul Mfil t^ttIti . iil»rrrm-iumnrii(l«'n \nfk; i-' n h-Mif. XX.miin luit uum j, ii »l rrli-rlc y? * ii |.i|i:. «Im* h r.ia«* rnnirit i : :■ , MM J.ilin* I*» ' ' . (Iir li.itfr f«H l II '«>Hrii. | •;^ . 11 i *i *• i-m w iii itnulM-mi* . ... . -; iü .. i ■ Hn i rf! <I> i offrnt- -I, l-, .; »'iIIiIh*ll«r*M,ll I-W, - >th w »i ii km «Irr Bri- | >( ■ III. Xrlikrl >. - riii . i * )|>« I brfior t Ir. eilt* voll - .*■ ». -l.!« ii w,*i. Xrnk« l >- rr* *. k i:; n* r I»«!>«»!« I« . I Mr konijrl. . . .; _ i i|. J". « füll I I tl«HUI <!«»** *.-•;•« ümm« l'i ■ »u; .imm '»»i» ls,-s* <InrtI» und I i >: --"k >i»fit*i»t»<'Ii• >i 11«* rin. (»«—« 1/ r . i. *> ■: ii’* tknn.iU iinf**rl«*LTt woi- \\ i V. : II -I- < kl ,1«! {.<■*! 1/urlnm^ ‘»1.: -:n :lrm X.micii i»vt-It 1 , *t. : \\,.\r Mil. ' \\ . tMh-:K ( *« * I« *lit*l» ll« * i I - 1-. XI« II_ l »«t. 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'««::»t» i n «•«* li.m- ■t : - : I^rmt'llirn n »t l i- \ : /i« lit •»»<Ir tln* nr nr!«! » >if lnt K<miijmn::r n > X . - -;|w /w [sdini IIII« I _ in• ii..!:* •. XX iir mn< I - i niru /w imtrr**tlu,i«li,n / "... :i*l u::: '1.,^ 1UU' i«: .! >. i ^i *.11 1 -I r , 1 kl Uolli’il’*- i .mf eiltllll|i ri-|| X Uü«,l« urii|M*lh || ui»*'« n t )i L.uu>.iiioiHiii. Di«- kinlir In il. %!» in ^l.icil« . X 11111.»111i<-Ii .iiwk’i n «Iir - 188 - I >t */i. * Ii ii K' kommt /um S.>iom «Irr Stuatslinh.-ii oder k.irCienholieit. Der Staat anerkennt, ilall ilii relijfiö-eii Orpanisationen Anfpalien /n erfiillen haben, welche er -eil»! nicht /n cerw irkliihen hat. Der Staat hochriinkt sich ans ilie liepelnnp oller L el.erwaihiinp ilerjenipen Vnpelepetiheiten relipiö-er Art. welihe seine eigenen Ih-lanpe hl rühre», nnil ist im nliripen "eneipt. die ri'liiriö'-i'n (>rpa»i'atin»e» ihre Anpelepenheiten seihst ordnen /» lassen. Noch steht dei Maat »her der Kirche. Vber der Kirche ist ein t.ehiel eröhnel. in welchem sie seihst lloheitsrechlc ansiiht. Ks ist ihr das Iteiht der Seihstc erw altnnp /npe-ianden. SihlieHlich kam die I nipestaltnnp des Dentsihen lleiihs ilnrdi die |- reipni'se des Jahres I9|s. Nacii der Ueichsw rfassunp \om 11. Anpnst 1919 piht e» keine Staatskirche mehl. ..Jede KelipionspeselIschafl ordnet und CI I wallet ihre Anpelepenheiten selhsliindip. inuei hall) der SchraIIkeil des für alle peltendi'ii < .eset/es." D.is is| uiiiit die pewalt'.lim I reuiniup con si.iat und Kirche, aller immerhin der (.rnnd-at/ der piürennten (.ewalten und der \ersinh einer sihiedliih-rnedlitheii I illipuiip. In diese I ulw ickluilp sind auch wir Juden he I ei uiresiel 11 gewesen. *i Als \\ u rttemherp im Iahte Iso* »ich stark \erpiolh'rle null damit eine erln ldiihe Zahl Juden unter den Machtbereich des w iii iiemheiici'ihen kiüiips pelanpten. palten will /un.iihst noch in \\ iii ttemherp als I nndfiemde. al' staat'fremde. \\ ir hatten nicht die Hechle dei I amleshew oliiier. der Stuatsanpeho- , men sondein es konnte nur der oder jener pew i'-e s,üui/rechle erwerben. In der Zeit, als in Wuiitemheip das absolute hbniplum herr'ihte. bemann man mit der allmählichen \ erbcsserunp u ii'e i e r liechl'slellunp. Wir durften mit pew issen I iii'ihrankunpeu (.riincleipenlum erwerben, wir c I u i f I c 'ii ..hui "erliche” (erwerbe treiben.! ine \eii>rduuur: con ls|J machte ilii' wenipsteiis ^rnnds.it/lich ans >cfiul/juden /u I.ande'iiuler- I.uien im allpemeineu Sinne de' W olles. Wir er waiben damit nicht bloll |rc*isc>nIiche. sondern c ei ei bliche l lllei lane ul echte. Man -liebte au. ilii' allmählich in den Staat mul in die Kultur ein/upln ilei ii und ei bell in die sein Sinne das I' r/iehnn^s"escn/ con |s_’s. cc eiche - -ich die ..Ausbilduim und \ et bi"ei ii np dei Juden in relipiiisnuirab'iiu i. iutelleklueller und in okonomischbii I pc rlichei He/iehucm” /um Ziele -et/te. Durch dieses ta-'i i/ und diiidi die Kiinipl. Nerordnunp com 2~. Oktober |ssf wurde dann oipani'atorisch die l'iael. l!ellplolis"elnelllsdlafl W iirttemberps leihl emeuilich pv'ihalleu. I s wurden Kiriheimeiiu-iiulen mit eipenen K i rchen c oi stcdiern hinl Sc na"open pc bildet Jeder im Kcinipreich an-as-ipe l-raelite mnllle (irmiwr einer solchen K ii chenpemeinde sein. I - ccurde /nr \ufsicht und Icitunp über elapan/e israelitische Kirchenmul \ i niencc e-en die Oberkircheiibehörde c inpe-et/i. Dabei pc schalt die Bildunp mul Kintc ilunp dei Kildienpc nieinden nach corpiinpiper A ei nehmmip” der Israeliten durch die Staats- IN-Iniide: du- ()brr'kirchenbehörde selbst bestand aneinem llep'ierunp'koniinissiir. einem israelitischen I hi'olopen und dred weiteren Israeliten. Die \ oi'teheiamter waren weithin der \ufsicht und I eilmip der Be/irksämter untei ccorfen. und die t >bet kirchenbehörde. die ihnen als höhere 1 Die Darstellung stützt sich vielfarh auf D r. Gustav Schwab: Die rechtliche Steltunp der isr Relipionseenieinschaft in Wilrttemlierp, Verlag W. Kohlhammer 1917. lustau/ cciYpeset/t ccurde. war selbst dem Ministerium des Innern und des Kirchen und Schulwesens iiiitcrpcorduct. Die Rubbiner wurden con der Staatsrepierunp ernannt. Die Norsänger wurden durch die Staatsbehörde geprüft, ehe sie von einer Gemeinde gewühlt werden konnten. Aber die ()bc-rkirthenbchürdf konnte sie jederzeit wieder entlassen. Man kann /iisammeufassentl sagen, daII die Ordnung der \ erhallnisse der neu geschaffenen Religionsgemeinschaft bims kleinste durch staatliche Geset/pebunp lind Kpl. \ erorchningen erfolgte. 4. Mil dieser Lage der Dinge waren cc ir Juden /unüchsi /ufriede». Das Recht, unter das wir gestellt waren, mochte streng sein, jedenfalls ctar es der Rechtlosigkeit der früheren Zeiten enr/n/iehen. Man strebte wohl weiter dahin, die cöllipe Gleichstellung /u erreichen und machte auch in den Jahren IK49. IScI und iühl pc'cci-sc' lortscfiritte, bis schlielflitfi ein Gesetz con Istc-t die* l.man/ipaliou collendete. Nunmehr ccareu die Juden in allen bürgerlichen \crhiiltnissen den gleichen Gesetzen unterworfen cc ie die übrigen Staatsangehörigen. \ orn Krziehungsgeset/ con isjs blieben nur noch die Bestien miiugeu über das f.lieccesc-n und über die kirchlichen X erhallnissein Kraft. Auf das Kherecht. welches späterhin reichsrechtlich geregelt wurde, braucht hier nicht näher eingegangen zu cc erden. Der Staat selbst war auch schon zu bilde der sechziger Jahre bereit, die Regelung der kirchlichen Verhältnissezu modernisieren und freier /ii gestalten. I r war bereit, con) System des Staat-kirchc-ntums /,, dem System der Staats¬ oder Kirchenhoheit übervage-heil und die corliuueienen kümmerlichen Vnsät/e zur Selbste erw ullung cc eitel aus/ubaueii. Aber er stiel! bei diesen Bestrebungen auf den' W iderstaud der Juden selbst, lau 'grolle I I eil con ihnen erblickte in dem engen Anschlnl! an den Staat den erwünschte» Schutz ihre-, hinrichtungen. Man fühlte sich noch nicht stark genug, dieeigensten Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. So ist zu erklären, dal! con unwesentlichen Aeuderiingen abgesehen, die* Verfassung con ISJS oder INcI bis zum Jahre 191M in Kraft geblieben ist. I i-I die Verfassung con I9IJ brachte dann eine cc entgehende Autonomie-. Zwar beteiligte -ich der Landtag nicht nur au der Beratung des damaligen Gesetzes, sondern, cc ie schon oben erwähnt, auch an der Beratung der Kirchencerfassimg selbst. Ls war auch noch die Genehmigung des Königs erforderlich. Immerhin ist die kirchliche Verfassung con 19b) nicht con dem Staat erlassen, sondern con der Obcrkirchenbc borde, also einem c erfussiiugsmälügen Organ unserer Religionsgemeinschaft. Von jetzt ab bestand die Oberkircheiibehörde aus einem engeren und einem weiteren Rat. Ans der kirchengcmeintle Stuttgart und aus den einzelnen Rabbinat'bezirken wurden Wahlbezirke gebildet. Die- Gemeinden erhielten das Recht, sieben Abgeordnete zu wählen. Die Rabbiner des Landes durfte» einen inländischen Rabbiner wählen. Der weitere Rat hatte das‘Recht. Vorschläge für die Mitglieder des engeren Rats zu machen. Diese Mitglieder ccurde» aus der Zahl dieser Vorschläge, soweit sie besoldet waren, com- König auf Lc-benszeit. im übrigen com Ministerium des Kirchen- und Schulwesens auf sechs Jahre ernannt. Ls rindet sich in manchen Bestimmungen der Ve rfassung con 1912 noch ein Anklaug au das frühere Staatskirchentum. Ls wäre Beispielsfflleimec Stuttgart Königstr. 19A SMec Herabgesetzte billige Preise! Kauf« bei unseren Inserenten! HEIMKUNST HANDARBEITEN E. WÜRTH STUTTGART Königstr. 40 NEU ERÖFFNET! DURCHSCHREIBBUCHER Oberall! StAndig gleidiblefbende Qualität bei mäßigen Preisen / Anwendung jeglicher zeitsparender Neuerung / Uebermittlung von Spcztal'Druckvorlagen all .Branchen: Die Hauptgründe für die einzigartige Verbreitung und Beliebtheit der ,tAjax“'Dur<iisdireibbfldier Darum Ihre Anfrage itets an Sfldd. Dirc&sdireilibfldieilibrik Slottdirf FELIX WOLFF Kanonanwafl 2 / Talafon Nr. 2M20 Würtiembergifche Melaffcfutterwerke G. m. b. H. Stuttgart Mailand

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