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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-11-01 · 15 (1.11.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VIII (1931-1932)
Issue
15 (1.11.1931)
Date
1931-11-01
Page
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Fest der Goldenen Hoch /eit feiern. Wir wünschen dein überall in hohen» Ansehen stehenden Jubelpaar noch viele gesegnete Lebensjahre. Stuttgart. Die Schocken Kommanditgesellschaft auf Aktien, deren Zweigniederlassung in Stuttgart das Kaufhaus Schocken ist, hat für die W i n t e r h i I f e 1931/32 einen Gesamtbetrag von 300 000 Murk zur Verfügung gestellt. In den Zweigniederlassungsorten der hirmu werden im Lauf der Monate November. Dezember. Januar und Februar Gutscheine, die ziun freien Kinkauf in lebensnotwendigen Artikeln der Bekleidung, des Hausrats und der Frnährung berechtigen, e.usgegeben. Von dem Gesamtbetrag entfallen auf die Zweigniederlassung in Stuttgart 35 000 Murk: es werden 7000 Gutscheine zu je 5 Murk in Fühlungnahme mit den zuständigen Stellen der öffentlichen und der freien Wohlfahrtspflege ausgegeben. Die Ausgabe der ersten Bäte {ist für Anfang November vorgesehen. > Cannstatt. Auf Anregung des „W ü r 11. Lunde s v e r b u n d s für I s r. Wohlfahrtspflege*“ veranstalteten der Israel. Wohltütig- Keitsverein und der Israel. Fruuenverein gemeinschaftlich eine Sammlung zu Gunsten der Notleidenden unter dem Namen „Württ. Nothilfe“, t Der Krtrag dieser Sammlung uu Kleidungsstücken, Wasche u. dgl. war ein sehr guter, so dal! ein großer Teil derselben an die allgemeinen Sammelstellen abgegeben werden kann. — Der Israel. Fruuenverein hat mit Beginn des Herbstes mit seinen Vortragsabenden wieder begonnen. Am ersten Abend sprach Frl. Fanny A d 1 e r über ,.D a s S ch w a r z w a I d h e i in M ü h r i n ge n“. Die lebendige Schilderung der Vortragenden, die in diesem Sommer als Helferin in Mühringen tätig war. gab ein interessantes Bild von dem Leben und Treiben in diesem Ferienheim. Eßlingen. Zu unserem Bericht über die Feier anläßlich des 100jährigen Bestehens des Israel. Waisenhauses „W i I h e I m s p f I e g e“ in Eßlingen teilt uns Bezirksrabbiner Dr. Tänzer, der das Weihe gebet sprach, mit. daß er den Satz Psalm 118. 24 nicht mit „hat uns diesem Tage genähert“, sondern mit „h u t u ns d i e s e n T a g gewährt“ übersetzt habe. Wir teilen dies wunschgemäß mit. Göppingen. Am 18. Oktober feierte Berta Block geb. Gutmann in voller geistiger Frische und körperlicher Regsamkeit ihren 70. Geburtstag. Die Jubilarin ist eine jener tief religiösen jüdischen Frauen, die es als ihre höchste Pflicht erachten, in stiller Zurückgezogenheit im Kreise ihrer Familie zu wirken, die aber dennoch bekannt ist durch ihr edles Herz, ihre Güte und Opferfreudigkeit. Nicht allein von Kindern und Enkeln, die zu dem Feste gekommen waren, wurde sie gefeiert, es legten auch viele aufrichtige Glückwünsche*, die ihr in reichem Maße aus der Mitte der Gemeinde dargebracht wurden, ein sprechendes Zeugnis der Für sie empfundenen Sympathien ab. Möge sich die Jubilarin eines weiterhin durch Gesundheit und Liebe gesegneten Lebens erfreuen! ' Heilbronn. Der gesellige Verein ,.E i n k I a n g“ veranstaltete am Simchas-Thorafest für die hiesige Jugend eine Tanziintcrhaltung. die sich eines zahlreichen Besuchs zu erfreuen hatte. Für Chanukka plant der Verein eine Chan ukka-Feier. Heilbronn. Die hiesige Ortsgruppe des R.j.F. hat es infolge der rührigen Tätigkeit ihres Vorsitzenden zuwege gebracht, eine größere Anzahl Erwerbsloser in den Wintermonaten November bis März täglich verpflegen zu können. Zur Beschaffung der hierzu erforderlichen Geldmittel hat sich u. a. auch der Synagogenchor bereit erklärt, im l aufe* des Monats November ein Synagogenkonzert zu veranstalten, dessen Ertrag er dem R.j.F. für dieses edle Werk der Nächstenliebe zur Verfügung stellt. Heber die1 Veranstaltung selbst werden wir noch Näheres berichten. Lanpheim. Am 30. September wurde Kantor Emil Dworzan zur letzten Ruhe gebettet, nachdem er 41 Jahre lang hier als Vorsänger der israelitischen Gemeinde gewirkt hat. Dworzan hat im Leben seiner Kultusgemeinde eine bedeutende Rolle gespielt. Als Vorbeter und Vorsänger und ausgezeichneter Kenner der hebräischen Liturgie trug er wesentlich dazu bei. den Gottesdienst erhebend zu gestalten. Seine vorzügliche musikalisch-künstlerische Begabung, die er durch ein langjähriges und zähes Studium auf der Akademie zu einer bedeutsamen Höhe entwickeln konnte, hat er vor allem wieder in den Dienst der Synagoge gestellt. Der von ihm gegründete gemischte Synagogenchor „Frohsinn“ hat unter seiner Leitung und durch Pflege auch des weltlichen Liedes viel zur Hebung des musikalischen Lebens in der Gemeinde beigetragen, und zwar nicht nur der israelitischen Gemeinde. Oberdorf-ßopflngen. Am 8. November feiert Jacob Sänger in Oberdorf in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag. Als Hilfsvoroeter an den hohen Feiertagen sowie als Baal Tokeah hat sich der Jubilar um — 165 — die Gemeinde große Verdienste erworben. Jacob Sänger verfügt über eine schöne klangvolle Stimme, die so recht geeignet ist, der Gemeinde die ehrwürdigen Nigunim nahe zu bringen. So Mut der Jubilar seine hohe Musikalität seit 40 Jahren unserer Gemeinde bei Freud und Leid zur Verfügung gestellt. Durch seinen frommen Lebenswandel und seine vorbildliche geschäftliche Korrektheit hat sich Jacob Sänger überall nur Freunde erworben, die seinen 70. Geburtstag gerne zum Anlaß nehmen werden, um ihre Sympathien für den trefflichen Mumie zu bezeugen. Auch wir entbieten ihm unsere* herzlichsten Wünsche! Tübingen. Am 6. Oktober hielt Dr. Klein aus Lennep a. Rh. vor der hiesigen Ortsgruppe des Württ. F r u ii e n t i e r s ch u t z v• e r e i n s einen Vortrug, der nach einleitenden Worten, die dem Welt-Tierschutztug galten, lediglich gegen das betäubungslose Schächten gerichtet war. An Hund des von ihm eigens für seine Propaganda gegen das Schächten unbenommenen laufenden Films, wußte er bei den Zuhörern, die aus etwa 30—40 Personen bestunden. Grünen gegen das Schächten zu erregen. Vergebens versuchte Rcligionsoberlehrer Wochenmark, der das Bestreben des Redners, der jüdischen Religion Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, dankbar anerkannte, seine Ausführungen dadurch zu entkräften, daß er darauf hinwies, daß der Film Dr. Kleins ein Propugahdafilm ist und die tatsächliche Schächthancilung gar nicht wiedergibt: daß weiter hervorragende Physiologen wie Professor Trendelenburg, der 1927 im Tübinger Schlachthaus den Schäditakt mitangesehen. das Schächten als eine schmerzlose Tötungsart erklärt hüben. Professor Trcndelenburg wurde durch Zwischenrufe als „Jude“ bezeichnet, und Schulrat Klink erklärte in seiner Diskussionsrede, „daß die Physiologen Blödsinn zusaminenschrieben“. Im übrigen ist zuzugeben, daß der Hauptredner und die Diskussionsredner (Schulrat Klink-Tühingen und Architekt Rieger- Stuttgurt) bestrebt waren, in friedlichem Ton zu sprechen und an die Israeliten die Bitte richteten, durch Zulassung der elektrischen Betäubung den Streit um die Schächtfrage versöhnlich zu enden. r Jjhce 2üße gehören zur Behandlung ins Modem eingerichtetes Fußpflegeinstitut Lim. Zu einej* erhebenden Feier gestaltete sich der Gottesdienst vom 24. Oktober anläßlich der D o p p e l-B urmizwali von Albert II i r s ch und B e r t h o I d S t r a ß b u r g e r. Hell klangen die jugendlichen Stimmen durch die Synagoge, als die Knaben mit schönem Ausdruck ihren Thoraabschnitt lasen. Der Synagogeiichor und Oberlehrer Adler trugen zur eindrucksvollen Gestaltung ebenfalls besonders bei. Besondere Erwähnung verdient der Gesang von Frau Dora Hirsch, deren ..1 lallelnjah“ tiefe Eindrücke vermittelte. Den Höhepunkt der Feier bildete die Ansprache Rabbiner Dr. Co|h n s . der in seiner Rede seines verstorbenen Vorgängers des sei. Rabbiners Dr. F e r d i n a n d bnrger. gedachte und den Sohn dec Gemeinde Lim unvergeßlichen Seelsor mahnte, in den Wegen seines Vaters zu Straßfiir die rgers erw andeln. Lim. Man schreibt uns: Lm die Wohlfahrtspflege. an die mit der zunehmenden wirtschaftlichen Not immer größere Anforderungen gestellt werden, zu zentralisieren und einheitlicher zu gestalten, hat sich auf Veranlassung |\on Rabbiner Dr. Cohn ein W o h I f a h r t s a ij s s ch u ß gebildet, dem er selbst als Vorsitzender.! J alias Strauß für den Männerwohltätigkeitsverein. Frau S. L e v y für den Frauenverein. Leopold llilb für den L.J.W., Ludwig Martin für das Efllinger Waisenhaus. M o r i fz Nut h_a n für das Sontheimer Asyl, Emil M ayej für den \\anderarmen-Verein und Frau L. Er|langer als Mitglied des Städt. Wohlfahrtsamts a»gehören. Dem Wohlfahrtsausschuß liegt die Unterstützung der Gemeindearmen ob. Es! ist ein Feinds geschaffen worden, zu dem das V »rsteherau)t 1000 Mk.. der Männerwohltätigkejitsvercin 800 Mk. und der Frauen verein 300 Mkj jährlich cTCeiC&aum trienz Buchdruckurei eusTAvI 'H ÖLBE Kalserstrassa 22 a Tal.477.eaor.1tM Baata Anfartigung ne all. Druaharbaltan J aioDJlcn und Rolladen R. & Dtwald TH2tl2.MnllnnSt &. asivei Bausdüosserei / Eisenkonstruktion Stoff enfc&ränfe Kassetten, Transporte, Reparaturen ■r. 1845 Speiseanfsflge Scuj^jios Sldicrcr’sdic Apotheke LUDWIG SÜNDER Hdlferonn «.N. / ¥( Flitz Seel Fernsprecher Nr. B07 Feine Briefpapiere Büro-Artikel aller Art Büromaschlncn - Büromöbel Spezialität! Füllhalter Hellbraun Erstklassige Küche, Münchner und Heilbronner Biere Saal für Festlichkeiten A. Stirn, Koch Alle« 70 odfltomss M Vollkommene Corsaiatkanst Hygienisch. Wasche, Unterkleidung / Morgenkleider. Kleidsame Sportmoden Elegante Handschuhe kOESLEN’S Feinkost liefert täglich ea! 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