Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 9 (1.8.1931)
- Date
- 1931-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
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— 98 — tf' .. BAUGESCHAFT FRIEDRICH WIDMANN BAUMEISTER Traubenstraße aa Telephon 236 06 HOCH- UND TIEFBAU UMBAUTEN / REPARATUREN Hausentwässerungsanlagen Beleu(htun«s Korner Rai \ :•'••••• Emil . K Niethammer Nmi »rOHift I Butter-, Käse-, Milch-Spezialhaus Erstklassig* Molkaraiprlodukts Feinkost, vorzügliche Qualitäten Reelle, aufmerksame Bedienung E. NEUHANN SophienstraBe Nr. 27 / Telephon Nr. 29727 Holzapfel £ Gral riiSMr Stuttgart, Gutenbergstr. 131, Telephon «4204 Roll- und Klappladcn-Fabrfk Schreinerei - Neuanfertigung von Jalousien - Schlosserei Reparaturen fachgemäß Ein Versuch bei der iDaschecei Jatk UlrlchBlraS« 1 / Telefon 2M70 joied Sie 2um Vauetkunden machen! Sämtliche Haushalt- und Stärkwäsche wird bestens ausgeführt t WILDBAD > gr im Scltwarzwald M Hot«, - Restaurant „M C T R O P O L“ ) Von den Jaden in AcqenUnien. I lic ,irirrntiin-ihi-u Juden. grüHti-ntcilrus-iuei I fei kuilft. Iiahrti die Gr-t-ll-dinfl ..Siproduhfunilee für gt-gcn-cilige 11iIFf. und l .e-ell-iliuft /um Sdmt/e i-raeliti-ifier l.inx» un lerer gi-cliafli-n. f )ie-e ( ,e-ell-chuflen -ind der Zi nl ralurguni-mu~. der alle die-«* l nternehniniiiieii leitel. ->,e /.ülilrii mehrere luu-i riil Mitirlitdei. In; .die -du>11 anjre-iedelten JUli« II bcht der ( mmre-ii de ()bru- Jüdin-, der be-trebt -r ,iie Juden uf die ein/i'lnen Stauten /u xeri, :!. ii. -vi xx>ilineu xciii den 2IHHMK) Juden, die ->! >.u . aiiu uliui'ilu- >I,iaI-bur^er -ind. bereit- XIeee aul dem l aude, -ie -iml die ..Jüdi-dieii <,.. ,!, >-". XX a -n in ■ iiii-m Roman Xerexx jgl » u rdeu \ =nf< i in-liliitiom u /xx< iti'ii Rang«-- -ind: die i. -xx i-n \-->>i i.ition for tlie Pmlt-c tinti of (,iris ie- \\ >ii.eii. xxeldn' lie jiuli-dten Maddien xor een in liueiio- Air« - ->> enlxx iikelten Miidibenli .11 d. | -diut/t. die 11ilf-ku'-e. bcziclnmgsxx eise i:. \ i beili rbank.'eine xx eitere Bank. XX eiche den I-I u au- > >-I> nropa Geld /um l.and- >ew.-rli xin-iie(kt..>'|i;.ni'di-kur'e. ein Spital mit _o" j. Hen. eine -iiln entionierte Sdiiffalirtspesell- -li.!i. ein "-tilli-nxt rmitdiimr-bürii mit F ilialen ii. < . .!, . Bahia. Blauen lio-ario. Turmmin M- " . : :>> . >i zugl-.’ii jiidi-ih(-u Idiixxamlerer -ind 4 n Ixx 41 ,e iiiiiI 1 iiilu-l Mi’ai lu’iter. .\adi dem i-i die jiidi-dte I inxx anrlc-rnrig biauf inluli -tu nen. i'IJxxurde eine Ku--r >! die xüimtiulli ila—ailint1. die den ■xx uli-r. in kredite /um Ankauf xon Werkr_ ,i ii ul \c ki t gi-rutrn /iir Verfügung -teilt. ■:,= i r—ten Monat xxnrilen T-x» IV»on-rlirhen me: -»ü I inxx anderer mit einem kapital xon >0 lnim l’e-omiti-rgcbradit. I)ie Linxxanderer -hi-ki n itiren Familien in Rußland mul Lnriipa ■> Milli n>> ii Pi--o» iiilirlith. I)ä- Werk der An- »icdlmig xxird durch il.tlix gicni-chc Werk ergänzt I in inten-—ante- Bei-piel hierfür i-t die Jndi-clie Liga gegen Tnberknlo-e. die xon Maren» Nengi-rox l‘»J| gegründet xxurde. >ie zählt +"en.. Mitglieder und bat IfoIHHi i’e-o- Jährliche I Hin. iiuen. Mixjiidi-ilnn Olga ni-aliim-he-l rehmrgen halten /um /xxc-cki-. die größtmögliche Zahl xon Jmleii auf dem Lande an/n-iedeln. Die jiidi- -ilien koionien iimfa—en -dum 3-»6 -t“ü Hektar. Die kimler iler koloni-ten und der ihnen beiiudilni r teil Juden xx erden in 70 Schulen de» „ - ^i-nlini-ilii n >laalemul 64 religiö-cn Scbiilc-n mit jimI(-■ Iix-tii Ritaerzogen. in-ge-amt 16 11" kiiuli r. I ui damoilerne Judentum i-t enicht gleichbedeutend. oli ni.ni I amlxx irt oder Schneider, Maurer oder Mlxokut i-t. Die landxx irtschaftlichen Arbeiten -ind für Israel x iel mehr als ein bloiier Broterxx erb. Sie bedeuten eine X oll kommen«- W icdergfhiirt der Bass»-, trotz der enormen, unglaublichen Sdixx ic-rigkeitc-n xx irtscbaftlicher mul p-x diologi-dier Art. die man überwinden muH. xxenn man danomadenhafteste Volk an den Boden fes-eln xxill. Daher nehmen die jüdischen kolonisten sozusagen die Stellung xon I.ii blingskindern ein. von Juden erster Ordnung. Dennoch ist noch xk-l zu tun. Der Kolonist ist bewundert, aber isoliert. Fs gibt keine Flien zxx ischeu den Juden der Städte mul der Kolonien: die Juden der Kolonien leben abgesondert iiiiii jüdischen Kulturleben. Daher konzentrieren sie ihre Hoffnungen auf den Zionismus mul als Juden der Axantgarde richten sie ihre Blicke auf Palä-tinn. betrachten ihre Arbeit auf argentinischem Boden als Vorbereitung mul liegen die Hoff,imig. eine- Tages ihren Landbesitz zu verkaufen ehemalige Pampas, die in («iirten xorxxalulell -ind um sich für « XX ig im Tande ihrer \ ater zu X efxx urzcln. Diegaben sie dem Agronomen I. A. Fttinger kund, der sich gegen xx ärtig in Südamerika als Delegierter des Keren Hajessod befindet. Fttinger xx ar xon tiefer Bexx miderung erfüllt beim B> -liehe der jüdischen Kolonien, die 200 bis ^00 Pesos |H-r Hektar wert sind mul jeder Familie einen Jahresertrag von 6000 bis K000 Pesos liefern. Fast alle jüdischen Kolonisten besitzen ein Auto. Je,ler Kolonist besitzt drei bis xier Kühe mul Binder mul ein Vermögen xon 13000 bis 1 s «MIO Pesos in landxx irtsihaftliihen Geräten. Gebäuden mul \ ieh. Ihre blühendsten Kolonien sind die xon F.ntre Bios, wo man Mais und Flachs produziert: uußerdom produzieren sie vit-I Milch. Fier und Geflügel. Dennoch ist die Gefahr grofi. F ast alle Kolonisten hüben in der dritten Generation die Kolonien verlassen, um in die Stadt zu gehen; die Zurückbleiben sind, wie gesagt. Zionisten, die darnach streben, in Palästina zu leben. Jedenfalls. auch xxenn die Juden in Massen das Land verließen, so würde es sdioh bearbeitet und vorbereitet sein für die kreolische Kolonisation, und in diesem Sinne wird die jüdische Kolonisation in Je,ler Hinsicht .Nutzen gebracht haben. (Muu muß binznfügen. «laß unter diesen so wenig verwurzelten Kolonisten sich keine sephardischen Juden befinden. Infolge seiner spanischen und gelehrten Trudition siedelt sich der sephardische Jude in der Stadt an.) Das interessanteste Phänomen des jüdischen Lebens in Argentinien ist der hohe geistige Wert seiner Kolonien. Die Mehrzahl der Zeitungen befinden sich in Jüdischen Ilünden und die Zahl der jüdischen Bibliotheken ist größer, als die der übrigen: in «ler Literatur haben sie einen bedeutenden .Namen. (Aus dem „Heraldo de Ilurshcxvs.) BLEYLE- Ipczlalaad V«r*«adhaas SAUER STUTTGART 1 N«u« Brück« 1 nickst d«r ICinlg-Strass« / Dirckjcfcreibebücher m -BliCkS irrt MeMii-PtmUre unter der Lupe lassen peinlidut exaktes Arbeiten erkennen. 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