Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VIII (1931-1932)
- Issue
- 5 (1.6.1931)
- Date
- 1931-06-01
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- [Seite] (sequence 10)
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Ith -• H »‘liw,,:•«•: Wegen », rinr Unwichtigkeit -■ i1 ilrn hc iligen \ni:n Gotte-an rufen? Das I i.i- I! 1* i ’ " ff i .'iidr iirirhit: ..Ich muß Ihnen den : . ii .a ii. I -M' ( •—rt/ verlangt es si." ‘t ’■ : Z- .c*‘ kk.iiiinrri >i>ii mit ratlosen Bliiken r ..I- -trnt ge-chi irlhrn: Du sollst den •(•■■Ui— nicht leichtfertig aii'-prechen."! <■ A .• :t/( iidi fahrt geduldig fort, ihn über; ..'-rt/ü-ir Notwendigkeit oif/uklaren ’ i. > (.ui. kann siih niiht fassen. ..-siebzig i i ' bi" n: :1t wI.rdi II. ohne zu schwören. I rid .... noch schwören? Auf meine a t* I ->d ich den Namen Gottes tniß-!•: ,i : : : ubt -indri- - - liege nicht in der Mn >,, <!. ' i i«!i 1 -. ihi; zu befreien. |: I> ilr*- C .ri :m* «i -»( hwillt drohe *nd.; i II ii lll ■ii Naim ,i t •Ult« ■s leichtfertig <iir- - ‘ : ' »1. 1-1 'Ii:i ,1,-. Im Mi Ilde kommt auf Ihr i. - nii Mt mich cl .i/il /\> 1 in pf n.“ : \ vr-it/i :i ,lr redet ih in jfut zu. Fr müsse ■-teilen. >U liiuin-teufull« könne < ■ : ki r/v\.ihuf« n. 1 :?■-. ( die Ach l-'lll Kleinlaut. mit ..kt, i ->111-1, erklärt t*r »di bereit. Wenn e- >1 i:. mi wn llt* or > »ff li . Al>er er tue » es I: c.: 1 c :!r * N > .,t ihn /w in irr •. I r weiche der >.* ( riific , liebt -iih. mit ihm die Zeugen um: 1 Ml, Ziih>r>- r Der (# n i- 1 bedeckt »d, das I! -r M'l liirn -cii!If Hel, j:ion vorM^m >«il ■ im-. irr m a ijilt ii H.i ndlii ng wehen di irch den -.i.u. Dir ii,gobreiiclite Formel hat ihren Glanz " 1'd :-i ■r::irii. -ic 'trahlf mit feuriger K r ift. W :• r-,I ,ew ittr-r dröhnen die inhalt- »•fiweien W- ::e du r dir \ er-amnilung. ..Mi -i* .i. bri_. f.-gr lirm Vllmachiigen und Adw i-i ndi n " Inquit. Juden im Boxkampf. I>rr bekannte Sportschriftstcllcr Dr. Fmil Reich -Hirribt im ...Neuen Wiener Journal" über die Rolle, welche die Juden im Boxsport spielen und gi-pielt haben. Der Erfolg jüdischer Boxer iin Ring ist auffällig Ihre bc-ten \rrtrrtor haben die Juden in den leichteren Klassen, wo sie sich durch irlänzrmir I iklik und oft verblüffende Geistesgegenwart hervortun. Liner der gefeiertsten Boxer, den viele Fachleute als den besten Boxer aller Zeiten be/eichneten. war der amerikanische Jude Be II tF V Leonard, der lange Zeit den Weltnicistertitcl im l.eichtgew icht behielt. Die Kümpfe, in denen er auftrat. waren stets ein großes Ereignis und erregten die Begeisterung der Kenner. Als er vor zwei Jahren seiner Mutter zuliebe aus dem Ring schied, konnte er mit Stolz darauf verweisen, daß er in seiner ganzen Faustkümpferlauflialin nicht ein einzigesmal knockout geschlagen worden war. obwohl er sich jedem Gegner gestellt batte der ihn herausforderte. Weltmeister, und zwar im Mittelgewicht, war auch der bekannte jüdische Boxer Englands T cd Lew i s. Ihm. rühmte man nach, daß er einer der tapfersten sei. den man je im Ring sali. Den Meistertitel trug ferner 1 d z i S ch w a r t z in de r F liegengew ichtsklasse. Er w urde vor einigen Monaten von dem Franzosen Pladner besiegt. Im Bantamgewicht war der amerikanische Jude R <> s e n l> e r g W eltmeister, w ahrend sein Landsmann Maxie* R o s c n b I o o m noch gegenw ärtig das W eltihauipionat im Halbschw ergew iiht besitzt. Aus der großen Schar sieggewohnter jüdischer Faustkampfer wären noch der Rumäne Mo z i S p a k o w . rumänischer Meister in sämtlichen Gew ichtsklassen. der flinke, technisch zur Eliteklasse gehörende* Engländer Kid Berg und die Amerikaner Jack B e r I e n b a ch und l.ons ki. Matadore im Ilaibschwor- bzw. Mittelgewicht. zu nennen. Die jüdischen Boxsportler Englands und Amerikas Italien bereits eine große Tradition. War es doch schon zu Ende des IS. und zu Anfang des 10. Jahrhunderts ein Jude, der die Meisterschaft von England im Schwergewicht gewann. Es war die— Daniel Mendoza, der erste und letzte Jude Großbritanniens, der sich den Meistertitel in der schwersten Klasse erkämpfte. Denn heute findet man jüdische Schwergewichtler von Namen nur in Amerika, während die guten Faustkämpfer Englands alle zu den leichteren Klassen gehören. Mendozas Kraft lag nicht in seinem harten Schlag, sondern in seinem Stil und besonders in seiner unglaublichen Widerstandskraft. Als er bereits 57 Jahre alt war. stieg er noch einmal in den Ring, und zwar gegen den gefürchteten Boxer Tom Owens, der ihn nicht ohne Mühe besiegte. Mehr als dreißig Titelträger schlug er knockout, bis ihn Jackson bezwang, indem er ihn in der fünften Bunde an den langen Haaren nach vorne zog und mit den Fäusten so lange bearbeitete*. bis Mendo/a vollständig erschöpft war. Die*»* Kampfart war damals erlaubt, und so mußte Jackson der Sieg zugesprochen werden, obwohl die Zuschauer auf der Seite Mendozas waren und ihrem Unmut über Jadcsons unfaire Methode lebhaft Ausdruck gaben. Mendozas An- »•lien in England war ungeheuer groß. König Georg IV. war sein Schutzherr und belohnte ihn wiederholt mit großen Summen, manchmal mit mehr als fünfhundert Pfund. Das waren für jene Zeiten gewaltige Beträge. Der Boxchampion wußte aber aus seinem Ruhm kein Kapital zu schlagen: er starb mit 75 Jahren als armer Mann in der kleinen Dachkammer eines Londoner Armenviertels. In den \ereinigten Staaten zahlt man heute eine beträchtliche* Menge jüdischer Halbschwer- und Schwergewichtsboxer, aber die Höhe Mendozas hat noch keiner erreicht. JackSharkcv. von dem cs heißt, daß er ein litauischer Jude sei. hat es versucht, der Nachfolger Dempseys und Timnevs zu werden. Aber wenn auch Sharkey versagen sollte, so dürfte es bei der großen Zahl ausgezeichneter jüdischer Boxer der schweren Klasse in Amerika nicht mehr lange dauern, bis ein anderer Jude sich mit guten Aussichten auf Erfolg in den Kampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht wagt. Ulm. (Juden im Sport.) Das alte Vorurteil. daß wir Juden auf dem Gebiete des Sports we niger leisten als unsere nichtjüdischen Volksgenossen. erfährt auch durch die Erfahrungen auf dein Gebiete des l inier, sportlichen Lebens seine Widerlegung. — Seit einiger Zeit hält sich beim hiesigen Schwimm- und S|>ortvereiii der Jüdische Amateurboxer Josef Kuusbtirg aus Budapest auf. Kr trainiert die Boxabteiluug. B. wurde von dem erwähnten Verein zu einem siegreich bestandenen Kampf gegen die besten hiesigen Boxer eingeladen. Er kam aus Kolinur und wurde dann nicht mehr nach Frankreich eingelassen. Er ist seines Zeichens Mobelschreincr. Als Boxer leistet, er Ausgezeichnetes. FT ist dreifacher Ungarischer Jiiniorenineister im Weltergewicht. Am 15. Juni trat er in Stuttgart gegen den Deutschen Meister Leittier an. welcher der Seniorenklasse aiigeliört. R. ist 25 Jahre alt. — Der beste Boxer Ulms iin F'edergew icht ist der hiesige Kanfiiiannslelirling Erich Hirsch, der nach dem Urteil Sachverständiger auf boxsportlichem Gebiet ebenfalls zu besonderen Hoffnungen berechtigt Im 2. Allgemeinen süddeutschen Tennisturnier, an welchem u. a. auch .München und Stuttgart beteiligt waren, errang Ulm in der Herrenklasse B den 1. Preis durch den neunzehnjährigen Walter \ollweiler. Sohn unseres Gemeindemitglieds Samson Vollweiler. Vollweiler ist anerkanntermaßen zugleich auch einer der besten Spieler, wenn nicht überhaupt der beste in der I. Fußballmannschaft des U.F.V. (Ulmer Fufiballverein). In demselben Tennisturnier und derselben Klasse qualifizierte sich Ulm durch die 17jährige Hanne Mann. Tochter des Rechtsanwalts Dr. Mann. Schülerin der 8. Klasse der Mäddien- Oberrealschule, für die Schlußentscheidung. Ihre Klassenkollegin Gretel Bergmann aus Laupheim zeigte bei den Jugend-Wettkämpfen in Neu-Ulm die beste Tagesleistung im Hochsprung. Sie sprang 1.47 Meter, was vom Ulmer Tageblatt als eine außerordentlich gute Leistung bezeichnet wird. Hern O&üdiec. Das „Brenninger-Buch“. Anläßlich des 50iährigen Geschäftsjubiläums der bestbekannten Firma Breuninger A G in Stuttgart hat die Geschäftsleitung den Freunden des Hauses ein Buch gewidmet, von dem man sagen darf, daß es in ganz hervorragender Weise von der Verbundenheit des Hauses Breuninger mit unserer schwäbischen Heimat zeugt. Das Werk enthält künstlerische Reproduktionen von schönen alten schwäbischen Städten. Bilder von der Alb, dem Donautal. dem Schwarzwald usw., mit Augen des Künstlers gesehene Ausschnitte aus dem Volksleben, herrliche Interieurs aus den berühmten Kirchen und Schlössern unseres Landes und vieles andere mehr. Das schöne Buch wurde in Bild und Text von dem Heimatforscher August Lämmle geschaffen. Auch die Beiträge zur Geschichte des schwäbischen Landes und Volkes, die hochinteressanten Betrachtungen über die Reichsstädte, die schwäbische Sprache, den heimischen Humor usw. verdienen besonderer Erwähnung. ln einem besonderen Teil wird die Geschichte des Hauses Breuninger dargestellt und die glückhafte Entwicklung der Firma aufgezeigt. Von ganz besonderem Interesse sind die Bilder vom W erden des kürzlich vollendeten großen Breuninger-Neubaus. die Fotos aus den Werkstätten, den Geschäftsräumen. den Sportabteilungeu usw. — alles Zeugnise für ein Werk, das von Kommerzienrat Breuninger in unermüdlicher Tatkraft geschaffen und entwickelt wurde.