Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 24 (16.3.1931)
- Date
- 1931-03-16
- Page
- Seite 285 (sequence 1)
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GeineindeZenung für Oie Ifraelitifi&en «Serneßnven Württemveegs B 11 ■ 111 ■ 111: —(*Ui6It4 fdbrü<t> 5 Mt. WWtilUt 2jW Mt *itf<«U45rU4 1.25 Ml (SizjtUi—t 25 9M4<ptaaia VctSMKomio: 36258 •iMdat ——an MMt—i. — 1. a. 16 Verlas: Israelitische Derlaasaaftalt <§>. m. b. S. Strofpr. 93398 * Gtattaart * Kaseraraftr. 13 Schriftleitun a: Gtabtrabbiuer Dr. Rieger, Stuttgart. X |il i i 1 e i 9 11 i <: bi» einspaltig» RoapareillaMl« 30 Reichspsemmia 1l»schlagseitra mb DorzUgsplätze »ach Taris. §a«ili»»a«»»ig»» ■mb Reime Saftige» bie Kleirnreile 20 9lei6*tfemjiia. Reüamezeile 1J50 JIM - —- Bei Vitl^tbaliam Bnaiillfna vii. .SaBroauo Gtnttoort, 16. Oftttr» 1931 2lr. 24 Antll.!Betuuuttmaduuufen. Israel. Vorstelicramt Stuttgart. Ihren Austritt aus der Israelitischen Religionsgemeinschaft haben erklärt: Stephan Jarobowifz, hier. Schoderstr. 8. Frau Elsa Herr geb. Hochberger, Vaihingen,F.. Kreuzstr. 8. ■> R o t h s ch i I d. SPENDEN Februar 1931: Spenden, eingegangen bei der Israel. Gemcindepflege: Emanuel Grünwald, anl. des Todestags s. sei. Mutter, für Waisenhaus und Landesasyl; Daniel Gut und Freunde, für Waisenhaus; Dr. med. Martin Krön, für Waisenhaus. Anl&blich des Aufrufen» zur Thora: Rel.-Oberl. Leo Adler (2mal); Adolf Baruch; tulius Bloch; Hugo Davidsohn; Samuel Ebstein; [arl Ellenberg (2mal); Vorsteher Arthur Essiiiger; Karl Furchheimer; Max Furchheimer; Elias Gideon; Siegfried Gidion; Gustav Guggenheim; Jakob Gutstein; Sali HeB; Hans Jaffe; Leopold Kahn; Ernst Kaufmann, Cannstatt; Adolf Kops; Synagogenverwalter Bernhard Krämer; Kurt Krämer; Simon Krautkopf; Max Lehmann; Josef Levi, Kanonen weg (2mal); Adolf Lewinnek; Paul Mayer, Lindenspürstr. (2mal); Oberrechnungsrat Max Meyer; Moritz Oppenheimer; Louis Rosenstock; Hermann Rosenthal, Frankfurt a. M.; Albert Scheuer; Josef Schlofl; Julius Schmidt, Werfmershalde (2mal); Isidor Sternberg. Spenden, eingegangen bei den , Vereinen: Arthur E ss i n g e r - S t i f t u n g : Israelitische Verlagsanstalt. Israel. Frauenverein: Frau Klara Edenfeld, anläfil. ihres 80. Geburtstages; Frau Flora Heim; Frau Rosa Krailsheimer, anlüRI. ihres 75. Geburtstages; Frau Julius Merzbacher, anläfil. Purim; Frau Dr. Rieger; Frau Johanna Straufi, Silberburgstr. 26, anläfil. Jahrzeit für ihren sei. Gatten; Frau Kommerzienrat Moritz Wolf, anläfil. eines Gedenktages. Israel. Kranke n-Unterstüt zju ngs- Verein: Max Bieringer; Dr. med. Otto Einstein; Frau Emil Gerstle; Adolf Kops; Frau Sofie Kramer; Moritz Lieblich; Dr. Gustav Löwenstein. Israel. Ortsarmenverein: Frau Rosa Krailsheimer, anläfil. 75. Geburtstag; Familie Dr. Stössel, Jahrzeitspende. Stadtverband Stuttgart des Jüdischen Frauenbundes (Reisekasse): Rabbiner Dr. Auerbach; Frau Erna Badmann; Dr. Lothar Dessauer; Rudolf Harburger; Alfred Hayum; Klara Landauer; Stadtrabbiner Dr. Paul Rieger; Heinrich Straufi; Max Stettiner; Therese Wolf; Max Wortsmann. Israel. Landes.Asvl- und Unterstützungs-Verein : 1 November 1930; , Max Elsafi; Willy Elsafi; Dr. med. Gustav Feldmann, anläfil. Jahrzeit seines sei. Vaters; Rosalie Hellmann, zur Erinnerung an ihren verstört». Gatten; Dr. Gustav Löwenstein, aus besonderem Anlafi; D. Nathan, Cannstatt. Dezember 1930: Donnerstag - Kegel-Gesellschaft Hotel Rauh, Stuttgart (Vorst Hermann Schwarz); Direktor An uHsece £eset! Mit der kommenden Nummer tritt die „Gemeinde Zeitung** in das 8. Jahr ihres Bestehens ein. Wir benützen gerne diesen Anlab, um für^ das uns in so reichem Mabe bewiesene Vertrauen herzlich zu danken und gelien {der Hoffnung Ausdruck, dab die Beziehungen zwischen unserem Leserkreis und unis immer enger werden. Jeder Angehörige unserer Württemberg!sehen Israel. Religionsgemeinschaft betrachte unser Organ als „Seine Zeitung“, an die er sich in al|en Fällen vertrauensvoll wenden kann. Wünsche und Anregungen finden bei uns stfts gerne Gehör. Unsere Hauptaufgabe aber erblicken wir, wie bisher, darin, die Fühlung zwischen unseren Glaubensgenossen immer inniger zu gestalten | und für den | inneren' Frieden der Gemeinden zu wirken. j Je gröber aber der Personenkreis wird, der mit uns denkt und fühlt, umsomehr können wir unser Organ ausbauen, mit wertvollem Lesestoff änreirhern und es zu einer gerade heute so notwendigen öffentlichen Vertretung der Judenheit Württembergs machen. Wir bitten daher unsere Leser und Korrespondenten, uns auch ferner nach dieser Richtung zu unterstützen und dahin zu wirken, dab die „Gemeinde Zeitung“ auch im letzten jüdischen Haus Württembergs Eingang findet. Wir richten weiter an unsere Leser die dringende Bitte, den nunmehr fälligen Abonnementsbetrag für die Zeit vom 1. April 1931 bl8 31. März 1932 in der Höhe von RM. 5.— unter Benützung beiliegender Zahlkartei unserem Postscheckkonto (Stuttgart 36 258 Israel. Verlagsanstalt G. m. b. H., Stuttgart) umgehend zu überweisen, damit in der Lieferung der Zeitüng keine Unterbrechung emtritt. Der Abonnementsbetrag von RM. 5.— kann auch halbjährlich mit RM. 2.50 bezahlt werden. Wir brauchen nicht nochmals besonders darauf hinzuweisen, dab wir auföen prompten Eingang der Abonnementsbeträge angewiesen sind. Die Allgemeine wirtschaftliche Lage ist auch an unserem Verlag nicht spurlos vorübergegangen. Wir appellieren des halb nochmals an das Verständnis unterer Leser und bitten, die für unser Organ gehegte Wertschätzung auch dadurch zu bekunden, dafi vir umgehend in den Besitz des kleineh Bezugspreises gelangen. I Verlag undj Redaktion der „Gemeinde-Zeitung für die Israel. Gemeinden 'Württembergs“ Karl Grünwald u. Frau, als Gabe für Chanuka; Heinrich Heule, zur Jahrzeit s. sei. Mutter; Martin Mayer, Basel, zum Andenken an s. verstorb. Mutter; Bernhard Straufi, Bad Mergentheim, anl. Verlobung v. Frl. Käthe Straufi, Straubing, und Herrn S. Mansfeld, Chemnitz. Bericht des Israelitischen Fürsorgeamtes überden Monat Februar 1931. Sprechstunden der Fürsorgerin: Sonntag, Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag Mittwoch Kleiderausgabe: Dienstag | vorm. 9Mi—11M» Uhr nachm, von 5—5 Uhr nachm, von 3—4 Uhr Das Israel. Fürsorgeamt hat im Monat Februar 1931 unter Mitwirkung der angeschlossenen Wohltätigkeitsvereine für unten genannte Zwecke folgende Beträge zur Verteilung gebracht: Laufende Unterstützungen.Mk. 1301.37 Einmalige Unterstützungen.Mk. 1604.6t Winterfürsorge.Mk. 1082.94 Gesundheitsu. Erholungsfürsorge . Mk. 262.02 Jugendfürsorge.Mk. 284.21 Durchreisende.Mk. 277.46 Der Sprechstundenbesuch umfafite 244 Beratungen; im Aufiendienst wurden 43 Besuche bei Familien und Behörden gemacht. 'Einmalige Spenden erhielt das Fürsorgeamt von: Israel. Verlagsanstalt in Form von Kostennachlafi; Firma A.4W. Levi; Frau Helene Levi, anl. ihres 75 Geburtstages; Frau Sofie Marx, Jahrzeitspende; Frau Rosa Krailsheimer, anl. anl. ihres 75. Geburtstages; Frau Sofie Marx, Manfred Pick; Frau Berta Rosenfeld, Purimspende; Frau Charlotte Rosenbusch, Jahrzeitspende; Herrn Julius Schmidt. Krisen...! i. Die Medizin njennt die Stunden, in der die Natur Uber Leben und Sterben eines Erkrankten entscheidet, die Stunden der Krisis. Kein Wort kennzeichnet die krankhaften Erscheinungen der [Gegenwart so scharf wie das unzählige Male wiederholte, der Medizin entlehnte Schlagwori: Zeitkrisen. Die Gegenwart ist krank, die Fieberskala jagt auf und nieder. Die Krisis hat aale Stände, alle Berufe erfaßt. Es gibt eine Kriiis der Landwirtschaft und der Industrie, des Hkndels und der Finanzen, der Kunst und der Kultur, der Jugend und des Alters. Es kriselt in Europa und Amerika,-im kapitalistischen England wie im kapitalsfeindlichen Rußland, und keiner weiß, ob der Patient die Krisis Uberstehen wird. Unter allen dijesen Krisen leiden die Juden, die ja in allen Berufen und Ständen tätig sind, in allen Teilen der Erde mit ihren nichtjUdischen Volksgenossen, vielleicht leiden sie infolge ihrer ungesunden Berufsgliederung sogar noch schwerer unter dieser allgemeinen Erkrankung der Wirtschaft, zumajl der Judenhaß ihre Lage noch weiter verschärft, Die Proletarisierung der Juden schreitet unaufhaltsam vorwärts. Die Verarmung des jüdischen Mittelstandes und der Zusammenbruch der veralteten Erwerbsformen des Zwischenhandels sind ein ernstes Mene Tekel für die deutsche Judenheit. Und doch ist die wirtschaftliche Katastrophe der deutschen Judenheit noch erträglich im Verhältnis zu dem sozialen Verfall der politischen Judenheit, deren unauf- Miltelieer-Beisei Pabu fc Nataa I. K1.M. 400. n.„ M. 290. / Reisebüro Remter i i