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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-02-01 · 21 (1.2.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
21 (1.2.1931)
Date
1931-02-01
Page
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Bankcommandite Siegmund Weil ttmmmru «Milt lUOMW z T«L M344/4S HECHINGEN / TÜBINGEN , SIGMARINGEN in' n.ausL Wertpapiere / Einlagen zn eünst Zinssätzen / industrie-Kredite / Hypotheken I c r «l««n Iit-<i"<n «lo» I - r. A 11 ■ r s he i m s. Im fi -iliih g< »chmiickti'ii >>»<I in Ix II« in I.ichterkranz 'ir.iltlcndi ri 'sp« i-« ».ml »arc'n «Ii«- Gaben anv L'i lircitcl. iliivon nah iiixl fern für di«' Insassen -stiftet X II, I - ak l'rai'l. der 2. Vor- .jt/,«n«l, ih ' Heini'. Iiegrüßtc mit her/Ii«hen Worten ." I«■ \ir , •'■■mli'ii und dankte gleichzeitig all« a. de «.«m das /ii'tanil, komm, II «ier leier 'i<h tmi?ii!i« hatten. Den unterhaltenden Teil leitete (tin-rli'lirer h i a nt «• r . der keine Mühe -de III halt«', lim dal’rogranim so ubwechs- Mii.-i«i«1i /ii'ammen/n-telleii. Iran II «' d w i g k a li ti -anu me zu ller/en gehender Stimme . imm- I n-dei. v.ii. I ian Hanna H a m s f e I «I e r feit:-ini:ii! I.«•_■'«;ti«i. D.iuii folgte « in«' komische l’.intoniüie «!:-- von W aller Bär. Lut/ M a r- ' «h .: I I . 'li f.in Kahn. (> ii ' t a i Würz- I» ,, rg« i :al kurt S «heu er flott gespielt »iirdi. \if< '«h<- län/erintien traten Suse 'e . . I! d Hertha kern auf. Tran I. i e s e -X »toi -.mg heilere \crse lokalen C harakters ii ‘trat'', 'tiirini'ihen Beifall. Dann trugen i •■« k .1 Ii ii und < ibciI«'hrer k r a m «'• r Duette Mit Sihatt« nhildern. die grolle Heiterkeit I« : >.,triefen, »uni,- «las Programm Ix'sdilossen. M/irk-rabbiner Dr. B e «• r in a n n hielt n«xh eine f< i« rli«he Ansprache, «lie im gemeinsamen f.e-aiig v.ai ..Moaii' /ur" ausklang. I lm. \m 11. Januar » urdi- Frau J e t t e R o i h- '«ii i I d au- Tlllim.« n in L im zu Grabe getragen. KahbuiiT Dr. ( «ihn entwarf nochmals ein inhalt-ri »ehe- Lebensbild der Kiitsihlafenen. die. als locht« r des cer'torbeni'n Wais<-n\ati'r» Oberlehrei 's t «■ r ii und als Gattin des Oberlehrers I h ■ o «I o r U ««t h s th i 1 <1. mit «Ier Isr. Waisenliinl I r/ii hung-anstalt ..W ilhelmspflege" eng ver- » <h-« n nur. Rabbiner Dr. S ch o r ' th - Hannover »idmet«' als Schwiegersohn der Fntschlafenen Worte treuesten Gedenkens. Int Namen der /.ogühge «I« » Isr. Waisenhauses, «lie an der fiir-orgi-nden Tran mit dein »armen Herzen und fi« iindlnhi:ft Wesen so \ iel verloren, sprach >«>--! W «• i I. XI» \ertreter «Ier Isr. Gemeinde t Im hilt Herr Martin eine kurze J^jspradie. Di, gr-Ile Beteiligung «in der Trauerf^er zeugte c.ej der W. rtsihüt/ung und Lieb«', die Trau Jette L «th-chilil -. \. ulx-rall gi'iioB. Aus dec 'Weit des Judentums. Gegen die antisemitische Hetze des ..Stürmer“. I >, r b.io ii'ihi' Landesverband des ..Reichsbmnlcjüdi'dier Trontsoldaten" hat auf seiner Tagung in fiirtli «ine Protestr«'solution gegen «In auti-i initische Hetze der in Nürnberg er- -,h« ineri«l. n /«-«tschrift ..Der Stürmer“, die auf der Titelseite die <Juerschrift ..Die Juden sind unser l ujrlüik" trägt, gefaßt, in welcher u. a. gesagt wird . L.g für Tag müssen deutsche Juden di« s, n S«h.i: j«f aber sich ergehen lassen ... Der Landest« rli.ind Buvcrn des R.j.F. erhebt als berufene \iriietung der ehemaligen jüdischen T’rontsobl.it«ü in Bav, rn loidenschaftlidien Protest gegen «In se brutale Beleidigung der jüdischen Religion-gemeins«haft. Tr erblickt in diesem Treibi n «'in«' Schandung des Andenkens der 12 000 deutschen Juden, die im Weltkrieg den Tod für da- \ ati rland gefunden habe n. Der Landesverband Bavern des R.j.F. fordert geeignete Maßnahmen, die eine »eitere Verunglimpfung der jüdischen Religionsgemeinschaft unmöglich machen, und « «»artet, daß die durch Gesetz sanktionierte Gleich!,« rechtigung auf diese Weise ihre tatsächliche \ er» irklichung findet.“ \om bayerischen Maatsministerium des Innern ging dem Landesverband Bayern des R.j.F. ein Antwortschreiben zu. in welchem es heißt: . Der in der nationalsozialistischen Zeitung . Der Stürmer“ wiederholt enthaltene Satz ..Die Juden sind unser Unglück", auf den in der Protestresolution hingewiesen »ird. erfüllt nach Auffassung der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht den Tatbestand des $ l5o des RStrGB.. weshalb eine Strafeinschreitung hier»egen nicht möglich ist. Bei der geschilde rten Rechtslage können weitere Maßnahmen der Polizeibehörden nicht in Frage kommen.“ Dazu bemerkt ..Der Schild": ..Die Stellungnahme des bayerischem Innenministeriums wird nicht nur unsere Kameraden, sondern alle Kreise des deutschen Judentums interessieren, da sie wiederum beweist, daß in unserem heutigen Strafgesetz Lücken bestehen, die «h in Vorgehen von jüdischen Abwehrorganisationen unüberwindliche Grenzen setzen.“ Frühestes Vorkommen von Juden auf deutschem Boden. Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann (Trier) hielt auf Finladupg der ..Gesellschaft für nützliche - 25» - Forschungen" in Trier einen Vortrag über das früheste Vorkommen von Juden auf deutschem Boden. Auf Grund streng wissenschaftlichen Duellen Materials kam Dr. Altmann zu dem Resultat. «laß nicht — wie bisher angenommen wurde — in Köln, sondern in Trier das historisch nachweisbar älteste jüdische Gemeinwesen zu suchen sei. Neben allgemein historischen Tatsachen wies der Vortragende auf die im Codex Theodosianus festgelegten Gesetze und Verordnungen. sowie' auf die auf Juden und jüdische Gemeinwesen in Trier sich beziehenden Verordnungen der Kaiser Gratian und Valentinian hin, die ausnahmslos aus der Mitte und dem Ende des vierten nadichristlichen Jahrhunderts stammen und geordnete jüdische Gemeinwesen voraussetzen. Daneben bilden von Dr. Altmann erstmalig gedeutete archäologische Funde ein aufschlußreiches Beweismaterial. Professor Einstein bei den New Yorker Zionisten. Die diesjährige C hanuka-Feier der New Yorker Zionisten wurde unter Teilnahme von ungefähr 15 000 Personen in Madison Squure Garden abgehalten. Unter den Festgästen befand sich auch Professor Albert Einstein, der bei seinem Erscheinen stürmisch begrüßt wurde. Einstein hielt eine kurze Ansprache, in der er erklärte, die Juden müßten in dieser Stunde', da sie in feierlicher Weise der Makkabäer gedenken, auch dessen eingedenk sein, daß Zeiten kommen und gehen, das jüdische Volk aber bestehen bleiben müsse. Der Präsident der Zionistischen Organisation von Amerika Robert Szold gab einen kurzen Ueberblick über die gegenwärtige politische Lage im Zionismus. Der Rest des Abends war durch künstlerische Darbietungen von Kantor Joseph Rosenblatt, der berühmten jiddischen Sängerin Mally Picon und des I ilmdarstellers Rudy Vallee nusgefüllt. 7lern Jiäcftec. Myron Brinig: DieSingeriuunns: Roman. Adolf S p o n h o 11 z Verlag, Hannover. Ganzleinen 6.50 Mk. Die Singermanns kommen aus Rumänien und schaffen sich im Nordwesten Amerikas mit unermüdlichem Fleiß eine Existenz. In den Eltern — Moses und Rebekka — ist noch alles j ü d i s ch : sie denken und handeln noch im Sinne ihrer Väter. Die zahlreichen Söhne aber und die Tochter Rahcl haben mit ihrer Umwelt schwere Kämpfe zu bestehen. Als Kinder der aufstrebenden Industriestadt Silver Bow verstehen sie es nicht mehr, sich in die festgefügte Weltanschauung ihrer Eltern hineinzufinden. Und so hat denn jedes sein Schicksal und seine persönliche Auseinandersetzung mit dem Geiste der neuen Welt. Diese Kämpfe schildert das vorliegende Buch und wird zugleich zur reizvollen Darstellung jüdischen Lebens in der amerikanischen Provinz. Anscheinend hat die stilgerechte Ucbersetzung aus dem Englischen Lisa H. Löns aber Schwierigkeiten gemacht: den Jargon der Jieutiinqen Willi. Hahn Tapeten / Linoleum z Wand be kiel düng Reutlingen Katharinenstr- 10, Fernsprecher Nr. 3329 Hotel Kronprinz / Reutlingen CHRL LERCH Fernsprecber 3247 50 Zimmer mit fließendem Wasser - Zimmer- Telefon - geb. 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