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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-02-01 · 21 (1.2.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
21 (1.2.1931)
Date
1931-02-01
Page
[Seite] (sequence 3)
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259 2)m 7lacAmUtag&*J(atfee im ScMofigarteKsCafe, JJue tinkäu!e dann im ScftiofigadetisJteM&ost, alles im SMofigartetts2Cotel, Stuttgart, Jel.26351~54 koit und kann sich an der Freude ihrer kleinen Freunde gar nicht satt sehen. Erst wer sie an diesem Tage gesehen, kennt Frau D. A. Gutmann ganz. Ihr Bild wäre nicht .vollkommen, wenn nicht von dem feinen Lichte gesprochen würde, das ihre aufrichtige Bescheidenheit wie einen Gold glanz über sie breitet. Die schlicht gekleidete, überaus zurückhaltende Frau ist das Urbildlder I s ch o h / e n u o h . der lauteren, innerlich reinen Frau, der alles Gemeine und Häßliche fremd ist. Vielleicht wird sie darum beim Lesen dieser Zeilen ihrem Schreiber grollen. Es ist aber eine Pflicht ehrlicher Dankbarkeit, die ihn veranlaßt. diesen Zorn gern auf sich zu nehmen, um als Sprecher für viele das zu bekunden, was jeder für die Jubilarin empfindet der sie kennt. Möge ihr Lebensweg we iterein gottgesegneter bleiben zum stolzen Glück für die Ihrigen und zum Heile für d i e Armen! Aus Ae» t Qememdm 'lüürttemAecgs. Stuttgart. Am Mittwoch, den 21. Januar, behandelte der Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuß des Württembergischen Landtages die Eingabe des Tierschutzvereins und der Frauentierschutzvereinigung betreffend das Verbot des rituellen Schächtens. Der Ausschuß' hatte am Tage zuvor im Schlachthofe einer Schächtung nach jüdischem Ritus und der Vorführung einer Schlachtung mit elektrischer Betäubung nach dem System des Oberveterinärrates Prof. Dr. Müller und des Oberingenieurs Anton Weinberger-München angewohnt und nach diesen Vorführungen einen Vortrag des Stadtrabbiners Dr. Riege r über die Schächtfrage vom Standpunkt des Judentums entgegengenommen. Der Ausschuß beschloß, daß es bei der Entschließung vom 9. Dezember 1930 verbleibt, die damals mit 14 gegen I Stimme angenommen worden war: ..Der Landtag wolle beschließen, das Staatsministerium zu ersuchen: 1. bei der Reichsregierung dafür einzutreten, daß Verhandlungen mit der Leitung der Israelitischen Religionsgemeinschaft geführt werden, die die Betäubung der zu schächtendcn Tiere mit dem elektrischen Strom zum Ziele haben: 2. die Eingabe des Württembergischen Frauentiersdiutzvereins Stuttgart mit Anschlußerklärungen der Ortsgruppen Ludwigsburg und Ulm. der Abteilung Württemberg des „Weltbundes zum Schutze der Tiere und gegen Vivisektion“ und des Württembergischen Tierschutzvereins für erledigt zu erklären.“ Die neue Eingabe des Tierschutzvereins gegen das betäubungslose Schächten wurde durch diesen Beschluß ebenfalls für erledigt erklärt. Stuttgart. Am II. Januar sprach im Rahmen der .. Arbeit.sgemeinsaiaft der gesetzestreuen jüdischen Jugend Stuttgart" Dr. H a ß g a 11 - Stuttgart über: „Das Verhalten der Umwelt zu den Juden in der Geschieht e“. Der Redner verstand es. den geschichtlichen Antisemitismus in umfassender Weise zu schildern und der sehr zahlreich erschienenen Zuhörerschaft viel Neues und Wissenswertes zu sagen. Hervorzuheben sind die interessante Gegenüberstellung des Antikatholizismus der siebziger Jahre mit dem heutigen Antisemitismus und die aufschlußreichen Ausführungen des Referenten Uber die Schächtfrage. Die sich anschließende Diskussion gestaltete sich recht lebhaft. Insbesondere sind die Ausführungen von Oberrechnungsrat Meyer erwähnenswert, der die Frage anschnitt, inwieweit die Juden selbst, und ganz besonders die Assimilationssucht, am Judenhaß schuld sind, und in überzeugender Heise zu intensiver jüdischer Arbeit im eigenen Kreise aufforderte. Stuttgart. Am 13. Januar sprach der als Schriftsteller bekannte Alfred Auerbach - Frankfurt a. M. über den Dichter Berthold Auerbach, dessen Familie der Vortragende angehört. Es war äußerst interessant, einen Mann, der Berthold Auerbach noch selbst gekannt und gesprochen hat. erzählen zu hören, wie der auf der Höhe des Erfolgs stehende Dichter im Stuttgarter Elternhaus Alfred Auerbachs als berühmter Gast verweilte, wie er bekannte Gestalten seiner schwäbischen Heimat in seinen „Dorfgeschichten“ zeichnete und als Vertreter des erwachenden Judentums — wenn ihm auch schmerzliche Enttäuschung nicht erspart blieb — mutig seinen Weg ging. Alfred Auerbach verstand es auch, die Persönlichkeit des Dichters durch ausgezeichnete Rezitation aus den ..Dorfgeschichten“. Briefen usw. seinem aufmerksamen Hörerkreis nahe zu bringen und erntete für seine Ausführungen dankbaren Beifall. Stuttgart. Als letzte Veranstaltung des B.A.V. vor der Generalversammlung fand am 20. Januar ein Ausspracheabend über das Thema „Die Seelenkunde des Jugendlichen“ statt. Dr. med. R i ch u r d Ney hielt ein einführendes sehr interessantes Referat, in dem er die seelische Entwicklung des Jugendlichen in den einzelnen Phasen schilderte und ein umfassendes Bild von der Psychologie der Entwicklungsjahre vermittelte. An den mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. Stuttgart. Die zweite Hälfte seines Winter- Prograinms eröffnet der Berthold Auerbach- Verein mit einem Vortrag von cand. arch. W a 1 - ■In Dlf a Die Eheleute ntnnns Hochsnitspaar i Jakob Bodenhelmer in Besingen Ut e t e r K o ch spricht Dr. M a der j üd is Damit beginnt über die wir. Laufenden ha das neue Prog mehr Vorträge ren Mitglieder Gelegenheit einer Quelle (Siehe Anzeige Stuttgart. M an jUdischerü hi r „Ernst Toller“. Hierauf rtin Cohn über ,.Der Stand en Berufsumschichtung“ der B.A.V. wieder seine Arbeit? ie bisher, unsere Leser auf dem n werden. Wie wir erfahren, wird amm im Gegensatz zum letzten aufweisen, so daß auch die älteles Vereins wieder ausgezeichnete ben. sich den Dienstagabend zu ertvollcr Belehrung zu machen, in dieser Nummer.) schreibt uns: Der „Verein and wcrkerStuttgart“ lud seine Mitgliedc r und deren Angehörige am 18. Januar zu seine: Gründungsfeier ein. Alle waren sie erschienen vom selbständigen Handwerksmeister bis zu n frischgebackenen Lehrling. Die Räume der St iittgart-Loge waren dicht besetzt. Alle haben sich wohlgefühlt und gefreut, daß unsere jüdische Handwerkerbewegung so stark im Anwachsen begriffen ist. Dies betonte auch der I. Vorsitzende Julius Landauer in seiner Begrüßuni sanspradie. Oberlehrer Adelsheimer begi Stuttgart - Log wünschte den recht guten E sainmenkünftc war die Zahl Ullte die Anwesenden namens der : mit herzlichen Worten und jungen Verein auch fernerhin folg. Er gedachte der ersten Zuvor einigen Monaten. Wie klein der Männer, die damals -die Bewegung in Stuttgart in die Wege leiteten! Es ist ein Zeichen fi r deren Notwendigkeit, daß die heutige Mitgli »der za hl so groß ist. Leo Adler und Fritz Preuß hatten sich in liebenswürc iger Weise zur Verfügung gestellt und trugen mi t großem Erfolg zum Gelingen des Abends bei. / ber auch der Verein selbst konnte 75JAHR! F10OBL PIANO« ■•ROM• (V 16 5 4 f c> R * I STD Schuhreparaturen Sdmhfftrben in bekannt bester Ausführung, rasch und billig lorlPUnli.Sliilttart Msfeir|ttr.l.«nuk. Kauftx bei unfeeen Infeeenten l Hochlanc Hochland-Kaffee Hochgenuß Ich werbe durch die Güte und PrelswOrdlgkelt meiner Ware 1 - Kaffee - Groß - Rösterei Gustav Hunzelmann, Kaffee- und Teespszlalgeschift KAnlgstraBe 48 (beim Wllhslmsbsu) Rufen Ste bitte LOS 88/99 1 Fu^lelden Linderung aller FuBbeschwerden nur durch den FACHMANN Fertige oder eingebaute Einlagen bringen in den meisten Fallen nicht den gewünschten Erfolg. 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