Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 20 (16.1.1931)
- Date
- 1931-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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246 Den 7lachmittags=Kaffee im SMufgarten=Cafe, JJiee Einkäufe dann im SMoßgartemleinkost, altes im SMaßgarteoslCotel, Stuttgart, lei.26351-54 t- ->> dal! -uh du- Aus-prudu- .mf <r>'g< n wart-fragen konzentrierte. L>«~ höchste lutere—< weckten die tiefgcTehilen und echtreligui-en D.irle^iin^en de- Prof. Dt, Paul \ I) I / - lübiugeii ulier die Bedeulilllg der Au-grabuugeu in Bubv iouiuu und Aegvpteu fuf die Erklärung der Hilrel. Nach einer mu-ter^ haften und iiinf.i — <-n.I. ti Darstellung dege-amt, i>’ l'uiuliu.iieji.ilbeuntu mtete er in cnrbild- IIIheI ^lailrlulrkeit tlie I l äge . cd» da- Vlo-ewerk c I wa tun eine Nachbildung. a!->> eine Kopie der (►riFDIuli'ihi n Vutike m'I. In glau/endor Gegenidrcr-telhmi: der Iiii--.ii-chcn und dersagvpti-chbäfrj Inni-chc-n Religion kenn/eichncte er den üi.isai-dreti Eiiigoltgcdaiikcn in -einer-iepreidien Abwehr .de- Mutierkultneben der Vaier- .mbriiing. in -inner /uriickwcisung des Damonen- Ki.inlreii'. in -eine r unerreiditen philo-ophi-chcn 1 in/.igw eriidkoii. f r -ihilderte dann die orientalischen Natiirgolter gc geiiüber dem liild- und De klmi-lo-eu Gotte-geelauken de- Mo-e. kr kennzeichne e die Hohlder mo-ni-ihen Vuffas- -uug »nn dt in (,ni!te. der -ich in der Geschichte oflendinrl. Voll frommer Bewunderung zeigte er die kinfathlk'it der Religion de- Mo-e. die. fern aller Magie und jeder l’rie-tertedinik. in ihrer kindlichen L ispriinglidikrit den Beter mündig /■-proilii n ihn nnmitlelliar zu Gott geführt und d:n oiiii ori, nlali-dien Prie-terjoch erlöst hat. iiuietn Mose die hlirfurdit vor Gott zur Quelle h r Frömmigkeit und die Erlösung von der '•unVle zur - trlächen Aufgabe der Menschen gou-.iifct. hat e die Religion zur höch-ten Idee ge -teigert. I) irdi <lie Me-»ia«idee hat er der Mt iisuhheit teil Weg zum ewigen Kortsehritt ge- ■nrscii. Dar ..Licht vom Osten' hat also das Lid« vom Sinai niiht überstrahlt, -andern erst ie-sen unvergleichliche gtittlidie (,rolle geoffenbatt. Die Bühel ist Gotte-offenbarung lind kein Mensdieuvt erk. Daist dabedeutsam-te F.iitl- •rrgebnidi r Erforschung der altorientalisihen! i:iclc. Mit -idi andauernd steigernder Spannung iausthteii die /nliorer den von innerer Begeisterung getragenen Ihn legujigen des Redner- und gaben ui dar Vu—prudie wiederholt dein tief- '■mpfundi’iieji Danke für da- Gehörte Ausdruck. Linen liochinterr-'nnten Au—dmitt ■ aus der D.lrutuleM-.i -e del’m-ker Gelehrten Baruch fc.|i--Win hot der von rechter Vertiefung in den btoff zeugt nde Vortrag de- Be/irksrabbiners Dr. B e e r in a n n - 1 leilbronn. An aii-gezeichnet givv-hhlirrj Bei-pielen zeigte der Redner die überragende Bedeutung kp-teins für die kritische I rfor-chung des Talmud', kr verstand es. packend die überraschenden Deutungen des großen Gelehrten darzustellen und so für da- Studium seine- Lebenswerkes t.Wekor Baruchi zu .verheil.. Die Au--pra<he vertiefte den Eindruck de- Vortrage- und bewies, daß der Redner eveiStänden, seine Hörer zu fesseln. ihm letzten Vortrag de- Fortbildungskur-etu.tre Madtrabbiner Dr. Rieger übernommen t i sprach über den ältesten Kommentar /um - rstpn Buch Mo-e. _F r zeigte an einer grollen Vri/ahJ ‘ Bibelstellen. dal! der heilige lext er reinle Glc>—t n aus vorma—oretisiher /eit enthalt. die ander /eit -lammen, in der ksrn und Kehcuuia dul horavbrlesnng zum Mittelpunkt des Gotte-diei.-tegemacht. Da ein Jahrtausend -eil der mo-ai-chon Zeit vergangen, so bedurfte der Text sachlich und sprachlich der Erklärungen, die wegen ihrer Bedeutsamkeit in den Text aufg;nominell wurden. Der Redner schilderte dabei die Geschichte des Bibeltextes in der älte-ten Vorzeit uni berichtete von den Mitteilungen über die ersten Bibelhandschriften im altjiidi- -chen Schrifttum. Die neue Glo—entheorie ist die schlagende |W iderlegung der modernen Bibel hvppthesen.; Die lebhaft angeregte, Aussprache über den Vortrag bewies das Interesse, das er bei den Zuhörern gefunden. I Der Leiter des Kurses nahm Gelegenheit, wahrend des Kursedie Teilnehmer zur Aeulferung ihrer Wünsche und Wahrnehmungen für den nächsten Kurs zu veranlassen. Von einzelnen leilnehmern wurden für den nächsten Kurdie Behandlung halachischer. pädagogischer' und homiletischer Vorträge gewünscht, während die Mehrzahl für die Beibehaltung des inehr wissenschaftlichen C harakters der Kurse eintrat. Ein Kursteilnehmer verlangt einen Leitgedanken für die Veranstaltung, in die sich alle Vorträge konzentrisch c inordnen sollten. Es wurde beanstandet. dal! diesmal das Gebiet der Religionsphilo- -ophie ganz ohne Behandlung geblieben. Einmütig waren die Hörer darin, dal! vor dein nächsten Kurse die Leitgedanken der Vorträge an die Kursteilnehmer versandt werden sollten, damit -fe sich auf die Referate vorbereiten könnten. Es w urile schließlich gew ünscht, dal! die Zahl der Vorträge nicht allzu groß sein sollte, um der Verarbeitung des Gehörten mehr Zeit widmen zu können. Am Schluß der Veranstaltung wurde dem Oberrat für die Veranstaltung des Kurses und dem Leiter für dessen Geschäftsführung herzlicher Dank ausgesprochen. Die Zuhörer waren über das Gelingen der Veranstaltung voll Lobes. Ilt’t Kurs hat den Rabbinern der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft eine Fülle wertvoller wissenschaftlicher Forderungen vermittelt und wird noch lange in ihnen anregend nachwirken. Aus den Qemeinden lüurttemlecgs. (Siehe auch 8. 242). Baisingen. Vor kurzem veranstaltete der I s r. F ranenrerein einen Vortragsabend. Vor der zahlreich erschienenen Gemeinde sprach Hauptlehrer U n i k o w e r an Hand des Sammelwerkes ,.H ygiene und Judentu m‘‘ über Grundsätzliches und Einzelnes aus diesem Gebiete. Bei den mannigfachen, auf Gesunderhaltung von Leib und Leben gerichteten religiösen Forderungen, so führte der Redner aus, sei Pflege und Reinheit des Körpers nicht Selbstzweck: worauf sie abzielen, sei vielmehr Reinheit der Seele. So habe auch z. B. das Schächtgesetz nicht lediglich hygienische Bedeutung: der von einer Beneaeiung begleitete Schächtakt bringe vielmehr das von der jüdi- CmwstaU lforbeußonßs-Mlffel SSSSe V II« er,an. ».» Drogerie t Wegele, Könlgsir. 46 THodeme Optik! 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