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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1931-01-01 · 19 (1.1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
19 (1.1.1931)
Date
1931-01-01
Page
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Aus den Qemeinden 'lüüdteni&ecgs. Stuttgart. 1 » war'einc Herzensfreude für die Mitglieder der Stuttgarter Ortsgrup|>e des ..C c nl r. a I v e r e i n - d e n t s dt e r Staatsbürger j ii il i - <b >- ii c, I a ii I> <• ii -". den verehrten ersten \ iir'it/i'iideii ihres \ereiii' am 13. lTezcmber i. Js. in Stuttgart begreifen /n «liirfen. Justizrat I »i. Mindiiil / war liier ein lang erwarteter i ,,i-t. I II, inniger ttnd aufrichtiger war die Ifeg. i'tei Iing. n.il de der bewährte Führer, der eif.ilgreiche Y ekninpfer und hin reihende Red- II, , anf-i-miinmeH wurde. Brodnitz ist kein s*)|. .„..iNcher Redner: er lallt »ich von der Stimme nt.-i^en: lim so fesselnder und zwingender , k, 1, seine \\ nrte. Fr ist bald der fröhliche 4. > i. bald der flammende \ olhsredner. et/i :er ernste Mahner und dann der begei- I- - i,!, Inthii'i.e't, I i'i al'c: kein W under, ■•enn (.eine Wem begeiste m-ii Wiederhall w ekle | >■ I |t:; weide M>lll ' * t' i t/e lldell des t »rt aii"ih isses. Ufiiit'unw alt I >r. S <h w a r / . freudig w <llk III: ',.1 II geheilfen. Fr ging von der I r:.' . s. v.-1s der ( entralverein eigentlich bis : \ .welir der nationalsozialistischen \ igi " g. ■' und schilderte die Kassandra rolle \, -i <!' > die koiinneiiden Tatsachen seit j. . i"uh. r i't mf die drohende Gefahr ig. t, a. .ii.. i nirgend' den rechten (dauben . , »iui. .. W .: mutigen gefunden. IParteien •len ihic in Ilalb-chlaf nicld zu wecken und r, ■i-teil in ihr e kurzsichtigen Politik. Sie v!|. , I> begreifen, dal! e» »ich In i der Alice: ji ü Nationaliziali'nni' nicht um eine im; -i : di Ii am eine d‘ ilt-'ae Allgcleg, lUu ii ■. nd'-lte. Hie deutschen Juden standen ö... .;,:n Sachlagege genüber, die sich fast . Iih>- I I entwickelt hat. Uh rdings sind die : leei; ii. (.ei-ihren e ine i ■mkampften Migewohnt. Die l’e'ign.ition. dal! aller Kamp .egen die feindliche l inweit nutzlos >ej. ili .en gliiiklicherwcd'e unbek.iiiiit geblieben, u s. - >11 innerer 1 c-'tigkeit und im \er- Ir ‘ -■ -Mif il)■ p ut»_ - Re cht der Zukunft entgegen. f)u- I ] -IM (»cf .ihr Ii. ,t d.ialte P ’flichtbew ußtseiu , .h: fl» •iuri s. Del Rc'clne > glaubt an d.i- I. ul- \ «Io lIc; 11(1 "iicl all den dent'ihen Mcnv.lr i, , h-n. U. rk «In Xufklärung durch den ( en- M.tbt . : : in i I< r die 'ittlici e Aufgabe und -’1;< L r >1 iit Iit .1 : 1 r r Juden weil’. n. Jeder »ei in! M ' k? - i-»i rill Mitarbeiter und Aufklärer! 1 ui das Wrk des ( entralvereiii' zur (,i . ugede des deutschen Juden. Die Ak-! eiig de; deutschen Juden und Jüdinnen zum k. in; für die bedrohten staatsbürgerlichen i! nie den gefährdeten stant i't der einzige Weg z> r Hessernne und zum Aufstieg aus Not : I leg-ellVc . rt. I;u ui ikig. ii und v-•!. , ili ncilidier liege i »tei ng c 11 li 11 .igelten Wolle weckten I.IIIg- O'h ui ■ i edeii Beitall. X Oll einer .Ansprache wurde aliL' le .i. um: nullt den machtVollen Eindruck d. ». il' ■ _ zu beeitll r.u liige i. Stuttgart. „Jüdische ' o I i l : k" war das I In i X.; -|!rnthe.,bc lieb des ..B e t t II o I d - ch - V e i e i II ' am Nci. | )ezeinber V . Js - im m li'ef'i.u bot < ibersekretür Julius Vc a in a n n einen 1 IUI il! des Wesen' und der de recht, j'uli'ilier Politik, um dann auf die : .er;. -im!--poIitik übel zugellen, wobei er die * " geiiitze zwischen iteligiousgeineindc und Dr. Theodor Schmitt. Syndikus ■23; ‘ - Stuttgart - AlleSnstr. 22 SteoerberatQDg Vergleiche 'Tanzschule Hoderlein' CalwerstraL 5P. z Telefon 28187 mast - Tar Moderner Gesellschaftstanz AusOildung für Bühne und Lehrfach V rosse Preisermäßigung. , - 242 - Volksgeineinde besonders lietonte. Der sehr übersichtliche und die wichtigsten Momente klar herausstellende Vortrag gab zu einer anregenden und auf bemerkenswerter Höhe stehenden Anssprache Anlaß. Allerdings nahm diese mehr die Form einer Kritik an bestehenden Auffassungen und Hinrichtungen an. während der Wunsch nach aiifklärcnder Belehrung wenig zur Geltung kam. Die Jugend hat bereits feststehende Anschauungen, die sie zu' vertreten versteht, was auf regere Beteiligung an den Gemeinden rlwiten bei dem heranw acfisenden Geschlechtc schließen läßt und einen hoffnungsvollen Ausblick für die Zukunft bedeutet. Die aufgeworfenen Fragen beantwortete Obersekretär Wißmaiiti in einem wirkungsvollen Schlußwort eingehend. Der Abend hat zweifellos den Teilnehmern v iel geboten und dürfte manchem zur Richtschnur »eine» \ erhalten* in jüdischer Politik geworden -ein. m.o. Stuttgart. Am 23. Dezeinltcr v.Js. sprach iin Berthold Auerbach-Verein Leo Hirsch- Cannstatt über . D i s r a e I i und R a t h e n u u“. In warmherzigen Worten ließ er den Lebenslauf und die Entwicklung der beiden großen Staatsmänner abrolleu. Svntliese der Gegensätze; ...Nationale Zugehörigkeit und religiöse Bindung" war das Motto seiner Ausführungen: es gelang ihm. aiifzii/eigen. wie beide mindestens so gute Patrioten, w je »ie trotz, äußerer Entfremdung vom Judentum gute Juden waren. .Allerdings war ihr Judentum mehr passiver Natur: gegebene \ erliältuisse halten sie in eine bestimmte Gruppe gestellt, zu der sie sich fortan bekannten, ohne hierauf allzu großen Wert zu legen: ihr Aktivistin!' galt ihrem Lande, zu dessen Förderung »ie Bedeutendes. Ja manchmal Geniales leisteten. Ohne Parallelen pedantisch uufz.u/eigen. konnte der Redner doch die Gegensätzlichkeit der beiden behandelten Personen hcrmisstellen: die unentwegte Zielstrebigkeit des brutalen Ichmenschen Disraeli und das mehr schicksalsgcbnndene Wirken des viel geistigeren Rathenau. der mir im Augenblick der wildesten Kriegspsv chose l iitglei-,tilgen ins Un-Menschliche erlebte. Lin in »ich gerundetes Bild zweier Persönlichkeiten zog vor ml' vorüber, die in vielem für den heutigen jüdischen MenschiAewvegweisend waren; für die Gestaltung dieses Hildes Italien wir Leo Hirsch dankbar zii »ein. S. M. Stuttgart. Die erste Hälfte des Winterprogrnmms des Berthold Auer b a cb -Vereins vv ird durch einen A ii s s p r a ch e a b e n d über ..Die S e e I e n k ii n d e des jugendlichen". der unter der Leitung von Dr. ined. Richard Ncv stehen wird, sowie durch die <) r d e ii t I i ch e (i e n r r a I v e r s a m ni I ii n g beendet. Wir machet! auf diese \ eranstaltiingen besonders aufmerksam nncl verweisen auf die \ukiindigiing Seite 244. Stuttgart. Die O r d e n 11 i ch e Mitgliederv e r s a m i» I ii ii g des „I s r u c I. I raue n v e re i n s Stuttgart“ findet am 24. Februar statt. Anträge sind bis /.um 27. Januar einznreichen. (Siehe Inserat Seite 244.1 Stuttgart. Mali schreibt uns: Auch diesmal hat die Leerung der Sammelkäßchen dein Israel. Lraurnv erein den erwünschten Erfolg gebracht und ihm ermöglicht, den gerade jetzt an ihn gestellten großen Anforderungen gerecht zii werden. Der Ausschuß dankt den gütigen Spenderinnen hcr/.lich't. Stuttgart. Am 9. Januar wurde Frau Auguste Rosenthal geb. Stern im Alter von 93 Jahren unter ehrender Beteiligung zu Grabe getragen. Die ehrwürdige Greisin, wohl die älteste Frau unserer Gemeinde, wurde in Ernsbach geboren und lebte längere Zeit in Eßlingen; ihr Gatte A eit Rosenthal starb schon vor 23 Jahren. Die Entschlafene, eine einfache, schlichte I ruu wurde in ihren Alterstagen von Tochter und Sohn liebevoll betreut ttnd genoß allgemeine Verehrung. Cannstatt. Die Ordentliche Mitgliederv e r s a in in I ii n g des Israel. Wohltätigkeit s v e r e i n s fand am 21. Dezember v. Js.. geleitet von dem Vorsitzenden Ferdinand Mayer, statt. Aus dem Kassenbericht des Rechners E. Adler war zu entnehmen, daß die Einnahmen von Jahr zu Jahr geringer, die Ausgaben dagegen, infolge immer mehr sich steigernder Ansprüche an den Verein, größer werden. Den Einnahmen von 3077.02 Mk. standen Ausgaben in der Höhe von 2876.03 Mk. gegenüber. Das Vereinsvermögen weist eine Zunahme von 738.3H Mk. auf. Cannstatt. Der S y n a g o g e n ch o r v erein hatte gemäß seinem Beschlüsse, von der Abhaltung der üblichen Silvesterfeier diesmal abzusehen. im Verein mit dem I s r. Krauenverein zu einem Eamilienabcnd eingeladen, der im Anschluß an die Mitgliederversammlung des AVohltätigkcitsvercins stattfand. Nach einem von Fanny Adler gesprochenen Prolog, sang Frau Hilda K a h n nach dem Entzünden der Chanuka-Lichter die Arie „Komm, süße Freiheit“ aus ..Judas Makkabüus“ von Händel und später einige stimmungsvolle Lieder von Strauß und Schillings. Fanny Sommerhäuser-Rciter spielte (Violine) ein Menuett und eine Romanze von Beethoven. Else A ron brachte den 0|>eretteii-Song ..Good night" zum Vortrag. I. ii d v\ ig Strauß, der Aor.ttand des Synagogenchorvereins. dankte allen Mitwirkenden und brachte unter herzlichstem Beifall der Versammelten Oberlehrer Kinunucl Adler nochmals die besten Glückwünsche anläßlich seines 60. Geburtstages mit der Versicherung innigster Verehrung und herzlichsten Dankes für seine segensreiche Tätigkeit auf allen Gebieten des (iemeindelebens zmn Ausdruck. Cannstatt. Der XI. Kreis Schwaben der De u ts ch e ii T u r n e r s ch a f t hat dem Metzger meister Josef Buxbaum. Mitglied des Turnvereins Cannstatt (Mittlerer Ncdcar-Städtc-Gau). für seine erfolgreiche Tätigkeit im Dienste des Vereins und der deutschen Turnsache einen Ehrenbrief ausgestellt und denselben mit W orten der Anerkennung und mit Wünschen für sein weiteres Wirken im Dienste der deutschen Turn suche dem Geehrten zugestellt. Baisingen. Hier starb das älteste Mitglied der Dorfgemeinde, Frau Rebekka Marx geb. Lcvi. im 90. Lebensjahre. Unter zahlreicher Beteiligung wurde die Entschlafene zu Gfabe geleitet. Hier zeichnete Hauptlehrer U n i k o w e r das Bild der Dahingeschiedenen als das einer fürsorglichen Mutter, die mit ihrer Liebe Kinder. Enkel und Urenkel umhegte. Die Verstorbene war die Schwiegermutter des im letzten Jahre verschiedenen Oberlehrers i. R. Max Straßburger. (Fortsetzung Seite 246). Vertrauenssache Im langjähr. Spazlalhau« ward an Sie gewissenhaft bersten und fOr dauernd zufriedenstellend bedient Könlgstr. 12 Radio Zentrale WIENER KAFFEE tfMisieaAof MarienetraOe 7 / Tel. 71080 Aitbakanntaa Familian-Kaftea Eigene JCondUotei II. Petit-foura z Pralinen z Keks z Klelnbaokwerk Spez aiitdt. Ananas-Kuchen, Sehne-Torten uew. Lieferung frei Heus BERTHOLD WEISS Inserieren bringt Gewinn! b TrHsdTM Spezialgeschäft I J IWF ts* JnvwrfurAMswIaiiif! ^,stt*LH40#Ärn,*nG"l 'VOm 17■ JanU3r b,S 31 JanU3r 1931 Füllhalter? nur im

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