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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1930-12-16 · 18 (16.12.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VII (1930-1931)
Issue
18 (16.12.1930)
Date
1930-12-16
Page
[Seite] (sequence 18)
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T - 232 - Alfred Kienzle Falbeaheaaeastr. 9a, Tel. 73271 I Stuttgart Elektromotorenbau / Reparaturwerkstätte Leger in neuen nad gebranditen Motoren Dr. Fischer Teieohc^ Beratung in Rechtsu Steuerfragen Vergleiche Buch- und Bilanz-Prüfjng QM bwftörUi bd> ^übuilüiH^ Fin <Ipitl»cbc>r Anthropologe über die Rnssenfra^e. I »n i : I ■: i'ilmfl . I Bhn"‘\er- ■!! :it Iiii ( i;n i c .'i>-r,mg»riir < II r t I! i >1 I a II e r in . ü-, , \ .I"t'-.!||-Ii /rlllllli" einen lällireriMI Auf- '.ii/ in urliiunei u.;i. .iit-fulirt ■ In iltreij l’.ui. i j.i •»:: r nijir. v « rl.illgcll tlie Xatinn,tU'i/i.ih'i, ii ilit liiii-n.if; fiir die Zugi-hörig- - keil /i|ln i|' ill'ilien \nlke: ..d<ut»cht>» Blut”. N.nli ifi ui iiln-i riiM 'nnneiuleii l rteil der.anthrol-eki-1-,ii.n \\ i"i n-ili.ift i»t .ilier da» deutulie \->!k ein neu, i'iii! i .i-'iue"« X > ■! k. da» bestreiten ■ unii nnlit die |! i»»eriLe|elirten mit national- 'ii/i.ili'ti-ili. i (■■'•linn^: darüber jribt e» in <ler \\ i^,ei|'ili ift > ./ii ler H.i»»< rikundr überhaupt keine Mt inniiL'MT'iliiedenheiten. Da» ..deut'die t‘Iiitda» die N.iiii.n.d» i/i.di'len verlangen. i»t t III lt.«—»•!#'■:i»inb!it!: e» besteht au» einer Mi- •liiuiiL. ittn Ii'-rdi»>!ie I. ilinari'then. o»li»ihen. .d|niivn und .,'l!edti»dn II II.i»»enelementeii. Da» nirdisthe >!.!»» "!e>.„ienl ist eun>püi»ch: die dina!i»ihen. ii»ti»ihen. .dpineu imd i>»tbalti»»hen B.i'Senelernente h.iben einen »birken asiatischen LmschLig. Da» .deutsche Blut” ist al»o ein eiiiii|i,n»d;-a»iati»ihe» Mi'ihblut. Hierbei sind die im deutschen \ ulke lebenden Juden überhaupt nicht Im riick»i<htigt. (renp.il iti»th i»t 1 )ei,t»chland ein I.ancl mit ■tffeiien 11ren/eii. In »einer zentralenmpäischen 1 ii?, bit iet e» l.infallsmiijrliihkeiten \nn fast .dl-II Seiten, ■»tiateiisdi wirksame Naturgrrnzen fehlen miIIi.- iui \\e»ten und Osten. Infolgedessen i»t Dt nt»*hlund in \urgeschichtlichcr und - ,'c »chichllicht I /eit stet» ein Ba»»>-Iitni»chnng» tii srt*l soiich r.'leichc ti gewesen. Durch Deut'dll.ifd »tretiite die Welle der \ ölkerw anderung. durch Di iit»<hland /ogen die Hceressäiili-n sich bekriegender und beutelustiger Völkerscharen. Je nach din <tln<ksniii»t.in,l>'ii blieben sie in Deutschland und vermischten »ich mit der an- ».i'si-jt ii Luv.ekermig-. I»t e» da ein Wunder, -hilf r.ts».-meine Individuen in Deutschland nur »eiten /ti I, I,it-n »iniD Dr. Magnus Hirschfeld über Sexualfrage und Judentum. Dt Ma.'un- I lir»chfc-Icl. ch-r Griind» r und Feiler de» lii'titnt» für Sexualwissenschaft in Berlin, der gegenwärtig in einer Reihe medizinischer (teseil»ih,:fien Amerikas V ortrage hält, sprach in t inen: dieser \ ertrage iiher die Bedeutung der hierder 1 aniilicim Judentum im Zusammenhang mit den: modernen >e\ualprob!em. Er führte ungefähr au» Die jüdische Idee der Familie hat auf die Gestaltung de» modernen Lebens einen einschneidenden und wohltätigen Einfluß ausgeübt. Sie hc-güii-ligt da» Entstehen harmonischer Beziehungen /wi»ihcn den Geschlechtern. Vater. Mutter. Kind das ist die bedeutendste Wesenheit der Welt. Ihre Einheit schafft menschliche Befriedigung in ethischer, biologischer und phy- »isdit-r Beziehung. Der Sexualtrieb ist oft stärker als jeder andere, ja stärker als das Gefühl für Rassen/»gehtirigke-it. Dies zeigt sich in dem Zustande komme ii glücklicher Mischehen. Meiner Ansidit nach »ind Mischehen, die aus wahrer Neigung geschlossen werden, zu begrüßen. Seit dem Kriege hat die Zahl der Mischehen zwischen Juden und Niihtjnden überall zugenommen. Dr. Ilirschfeld kam. sodann auf die weitverbreitete Anschauung zu sprechen, daß die Sexualität bei jüdischen Männern und Frauen leidenschaftlicher betont ist. als bei Angehörigen anderer Rassen. Er erklärte, »olche allgemeinen Behauptungen seien unbegründet, wenn auch festgesteut werden müsse, daß die Jüdische Frau in der Regel eine tiefere Auffassung von Liebe habe als dir Frauei/ anderer Rassen. Die von den deutschen Antisemiten gegen die Juden erhobene Beschuldigung moralischer Laxheit entbehre jeder Grundlage. Viele unter den Juden, denen die Antisemiten das Heimat»redit abspfechen. gehören Familien an. die über tausend Jahre in Deutschland ansässig sind und jedenfalls früher im Lande waren als die \orfahren derer, die sie angreifen. Hirschfeld selbst gehört einer alt- %iw AussiettuHqseäame: Stuttgart älotasteafie Tic. 3-9 MAY MO E B E L eingesessenen Aerztefamilie au. Wegen seiner Stellungnahme zur Frage der Geburtenregelung sei er in zahlreichen Briefen, die ihm von orthodoxen Juden zitgegangen sind, scharf angegriffen worden. Fr müsseinclc sscui die Forderung weiter vertreten, daß die Religion in dieser Frage Kompromisse schließen möge. Die amerikanische Wirtschaftskrise und die Juden. W ie ..Manchester Guardian" berichtet, sind durch den Zusammenbruch der ..Bank of the United States" in New -York vor allein Juden betroffen worden. Die Bank hatte in Groß-Now York >0 Filialen. Sie war hauptsächlich von Juden geleitet, und auch die Mehrzahl ihrer Klienten waren Juden. Fiisionsv erhandln n gen mit drei anderen, ebenfalls jüdischen Bankinstituten sind gescheitert. Die Bank of the United States ist iin Jahre 1015 von Josef Marcus gegründet worden, der schon im Jahre l‘)0!$ eine Bank fiir Lohnempfänger ins Leben gerufen hatte. Das Griindungskapital betrug t<)0 000 Dollar, nach dem Kriege jedoch wurde die Tätigkeit der Bank durch eine Reihe von Fusionen erweitert. Als die Nachricht von der schwierigen Situation der Bank bekannt wurde, setzte im New Yorker Ghetto ein Ruit der Einleger auf die Filialen ein. Unter der Menge von 20 000 Menschen, die sich vor den Filialen der Bank angesammelt hatten, spielten' sich bis in die Morgenstunden Szenen wilder Verzweiflung ab. Fs handelt sich um einen der größten Bankkrachs, die Jemals in New York vorgekommen sind. Die amerikanische Bankkrise überwunden. Wie das Staatsamt für Bankwesen mitteilt, steht die Wiedereröffnung der Bank of the United States unmittelbar bevor. Die Depotbücher der Depositare der Bank wurden von anderen Banken mit 50 bis 75 % belehnt, was viel dazu beitrug, die Panikstimmung unter der vorwiegend jüdischen Klientel der Bank zu beseitigen. Durch die vor einigen Tagen erfolgte Einstellung der Auszahlung seitens der United States Bank ist insbesondere die New Yorker jüdische Bekleidetngs- und Pelzindustrie betroffen worden. Feinster Emmentaler o. Rinde * 2M Gramm-Schachtel, nar 65 Pfg. 50°/o Rahmkäse, allerfeinst 2M Gramm-Laibdien, aar 45 Pfg. Tee-, Tafel- und Kochbutter täglich frisch >« Karl Cbr. Gräber MP Reiasbargstr. 2 / Telef. 627 M ililüDieoflerer Gunkel c M bttkihllüifes 22 / 7,1. 64216 finMfemfiliui LMSkstttnU 13 tberaimmt jederzeit NaehlSea*, Reikerse Md eiaielae Baiaeatlede rar Vsratelgeraag. Spitzen Gardinen u. Vorhangstoffe Blusen u. Wäsche SPITZENHAUS TIEFENTHAL L HALLE KÖNIGSTRASSE 49 Tapeten Stoffe - Teppiche Innendekoration Uenhardt undenstrasse? RoR« Oalw*ratraO« im Spezialgeschäft Walt«r H,,rminn Königstraße 40 Ol Rtdiard Boss Aatfahraag lekrtlscrd voa Reparaturen aller Art Beiza. Polierwcrtat. Spezialltit: Iiaasäiitrali k. C. Mma,: f 1! 1 i InHBitnh 17. 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