Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VII (1930-1931)
- Issue
- 2 (18.4.1930)
- Date
- 1930-04-18
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/4904101-5441863-5443131--2635-4906604- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
folgt: es hat sic* gezeigt daß der Gedanke ein mal ein ansd,a"Iiches Bild der Arbeit zu geben, die jahraus jahrein von den Mitarbeiterinnen des Vereins in stiller, opferbereiter Art geleistet wird, ein guter und nachahmenswerter war. Theater und Kunst. Wiirtt. Landestheater. ..Haus Daniel i". Sdiauspiel in fünf Akten, von Alfred Neuinan n. Als Alfred Neiimanns Novelle ..König Haber", ein mit geradezuKleist'scberGestaltungskraft geschriebenes Werk, erschien, rückte der junge Dichter mit einem 8chlag in den Brennpunkt des künstlerischen Interesses. In der mit dramatischer Spannung geladenen Novelle rollte sich ein jüdisches Schicksal mit erschütternder Gesetzmäßigkeit ab — ein anderer jud Süß ging an seinem „bunten Blute“ zugrunde. Dieses novellistische Friihwerk Neiimanns war ein ganz großer Erfolg. — Nun serviert uns der Regisseur Ciirthlwenspock diese Novelle als Schauspiel, als schnell wechselnde Bild reihe, in der „König Haber“ zum Bankier Daniel! wird, dessen Verhältnis zur geliebten Frau — zur Großherzogin — in dem Augenblick wie ein Kartenhaus zusanimcnfällt, da sein Kind, Sprößling eines Juden. Aussichten hat, den Thron der Dynastie zu gewinnen. Während in der Novelle Haber-Danieli um das Leben seines Kindes einen ergreifenden Kampf führt und es schließlich mit eigener Hand tötet, um es nicht der Hofkamerilla ai zuliefern, während der Hofjude freiwillig sich dem Steinhagel der Volksmenge aussetzt und den Tod findet, hat dipser neue Bankier Haber- Danieli nichts als den ehrgeizigen Gedanken, seinen Sohn auf den Thron zu bringen und so einen Schlag gegen alle zu führen. Da es nicht gelingt, nimmt er sein Kind und wandert „als Opfer zweitausend jährigen Hasses“ in die Welt... So setzt der Dichter an die Stelle organischdramatischer Entwicklung mit allen Hintergründen gesanitjüdischen Schicksals ein blasses, nirgends interessierendes, nirgends erschütterndes, aus jüdischer Perspektive gesehen überhaupt unmögliches Gesehenen, das durch vormärzliche Regiekünste manchmal mehr die Lachmuskeln als die Herzen rührt. Die Herzogin im Wochenbett mit der Gratulationscour — die Vertreter der 300 höfischen Verschwörer — einfach unmöglich! In solchem Milieu sind Schauspieler zur Lächerlichkeit verurteilt. Fritz Wisten als Daniel! macht den „Juden“ selbst in diesem erlauchten Kreis kaum glaubhaft, Erikaßeilke ist auch im Spiel z u „blond“ und vermag den inneren Gegensatz zwischen ihr und dem Geliebten nicht zu gestalten. Die beste undim Rahmen der Handlung überhaupt sympathischste Figur macht Kurt Junker als Großherzog. Das ist eine Gestalt aus einem Guß, die einzige, die fühlen läßt, um was es in diesem Stück geht. Wir nennen noch: Mila Kopp als Gräfin Bonde, die Herren Emil Heß als Prinz Viktor. Artur Anwander und Gothart Portloff. Die übrigen Rollen sind unbedeutend. So erfreulich die Bestrebungen der Landestheater sind, jüngste Dichtung zu Wort kommen zu lassen — mit diesem Hofstaat ist „kein Staat zu machen“. Der Beifall war freundlich anerkennend: er galt den Schauspielern. H. St. An den beiden Osterfeiertagen wird, wie alljährlich, Richard Wagners „P a r s i f a 1“ zur Aufführung gelangen. Musikalische Leitung: Carl Leonhardt; Regie: Harry Stangenberg. Für Ende April ist eine Neueinstudierune der Oper „S a n d r o, d e r N a r r“ des im Weltkrieg gefallenen. Komponisten Karl Bienstock vorgesehen, die seinerzeit in Stuttgart ihre Uraufführung erlebte. Musikalische Leitung: Franz Konwitschny, Regie: Albin Swoboda. Am 21.. 22. una 23. April findet ein dreimaliges Gastspiel von Gurt Götz mit Ensemble statt, das uns mit seiner neuesten Arbeit, dem Lustspiel „Der Lügner und die Nonne“ bekannt machen soll. Das Stück ist von diesem Ensemble in Berlin und in anderen Städten des Reiches mit stärkstem Erfolg aufgeführt worden. Die Hauptrollen spielen CurtGötz. Valerie v. Martens una Adele Sandro de. Aus dec Qe&diäft&welt Beilagen-Hinweis. Der Gesamtauflage der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der „Vereinigten Mineralquellen Ueberkingen-Teinach- Ditzenbach-Imnau-Beinstein“ bei, clen wir der besonderen Beachtung unserer Leser empfehlen. Neueröffnung der Firma „Das Stuttgarter Haus“. Die Devise der heutigen Zeit ist „W o h n<- k u 11 u r“, individuelles, neuzeitliches Wohnen, geschmackvolle und hygienische Häuslichkeit, immer mehr dringt der Gedanke der rationellen Wohnweise durch, immer aufs neue wird der Eigenwert des Materials entdeckt, und so eine von Grund auf geänderte Auffassung vom neuzeitlichen Wohnstil geschaffen. — Von diesen Gedanken ausgehend wurde „D a s Stuttgarter Haus“ unter der kaufmänni- - 29 - sehen Leitung von Herrn Otto lloffmann und der künstlerischen Direktive von Herrn Architekt Albert Voelter ins Leben gerufen. Wir hatten Gelegenheit, das am 4. April eröflnete moderne Geschäftshaus zu besichtigen und waren überrascht von der Fülle der durch „Das Stuttgarter Haus“ vermittelten Eindrücke, Anregungen und künstlerischen1 Gestaltungsimpulse. In den Verkaufsräumen Königstr. 34 a findet man in geschmackvoller Anordnung: Wob nungseinrichtungen, Einzelmöbel. Stoffe. Teppiche, Tapeten. Leuchten: die Kleinkunsta b t e i I u n g bietet die neuesten Erzeugnisse des Kunstgewerbes in Glas. Keramik. Porzellan. Metall. Bast und Email. Entwürfe, die in Formgebung. Materialauslese und künstlerischer Durchdachtheit einzigartig sind. Ein ei| enes Architekturbüro entwirft nicht nur liefert au den gesamten Innenausbau, sondern h die Grundlagen für den Hochbau. selbst, wc durch eine einheitliche Gesamtlösung“ erzielt w rd. „Das Stuttgarter Haus“ verkauft grundsätz ich nur allererste Qualitäten, berücksichtigt di bei — das kann es durch seine große Auswahl (— Neigung und wirtschaftliche Möglidikeitenjjdes Kunden und beachtet so zwei besonders hpute nicht mehr zu umgehende Faktoren. W*r durch die schön gegliederten lichtet »rch Hute eil Verkaufsräume geht und einen Besuch e npfehlen wir unseren Lesern aufwärmste -jder atmet mit der Atmosphäre des Einfach-Sc lönen die Gewißheit, daß er ’ cim „Stuttgart‘r Haus“ sich in jeder Hinsicht ertrauensvo 1 beraten und bedienen lassen kenn. ULM ° MOHREN-APOTHEKE AUGUST HEISS S ALLOPATHIE UNO HOMÖOPATHIE | GROSSES SPEZIALITÄTEN.LAGER; FERNSPRECHER Nr. 2298 Die modernste u. reichhaltigste Auswahl 1n finden St» In d»n Verkaufariuman dar Firma Emil VOQOl, Ulm C. SOnderhaufa Nachf. Sattlergaase 7, Fernsprecher Nr. 2428 Wilh. Kölle X Inh.: Ed. Herdegen IMS :iUntn Inhlokallnt m Matn isür! Neutoretr. 21, Tel. 2C23 Brenni Stoffe nur erster Qualitäten Conditcjvei und Cafe ■ j (§UuL^,0Ufma,.^. - inb.s T. Detter, taugest». 28 empßetllt lieh einem geehrten Publikum iHttuHWUMiitmiimitiiiiiRnnimmmroniM m HerdbnKkerstxaBa 1» HEINRICH WALCHER OLM B. D. - Telephon Nr. 3081 Wasch- und Toilette-Artikel alL Art llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Brot- und Feinbackerei II. Hess Tel. s.A. 3283 Inh.: Georg Sehlem berget Ptatzgasaa 17 ♦ l empfiehlt: täglich Irisches Kaffeeu. [Teegebäck diverse Kuchen , Spezialität: Roggenbrot, Marches Herrenwäsche Cravatten Handschuhe ■V btnteftc greif« 9. Badenl •Bafenbab 6, Xalafaa 3030 SOtata«ftc<l|«a| Blumenladen Hermann Vietzen Ulm / FraHaaitrale 31 naban d. Stadtpoat (Tracnbahn-Haltaatalla) empfiehlt n Adr fede Gelegenheit possend —• Blhe baartitaa Sl« die Maaleadcr TEPF»1CjHE .INOLEUM t GARDINEN! TAPETEN kauft man j immer zweckmäßig und vorteilhaft im Fachhaus M. Sautar, lllma.Dl LangestraSe IS, Fernsprecher i Nähnosdiiiien" r.*ta.MHist * Ernst Kölle % Haleae.26.TeL >04« £ DautnrallM Billiget» Preiset GEORG WALZ Damen - and Herrenfrlaeer Marktplatz 19 - TcL 3403 Hans Maler/Ulmla. D. Elektr. Inetallatlonsgeeohtift ü. Raudlo Femapreoher 8040 nur Komheusplatz 8 Ausführung elektr. i Uoht-, Kraft-, Klingelu. Telefon-lAnlagen sowie alle einschlägigen Reparaturen JOS. FREYBERCfER Neu-Ulm * KUNSTGEW. SCHREINER WERKSTÄTTEN Bekannt gediegene Arbeit — Aegacaaea» Preise Ludwtgstr. S Pemr. Nr. 11 AdiecM, 2Umomaq*, 'lüattdezec* Automobile dl« dtutoehM Qwlltlltmffcw •rhaftan Sla bd Gofttl. Holbein, m m» Brette beetein ge r. Reparaturwerkstatt» Lalle Systeme m m KONDITORXI UND CAFE 1 TRÖGLEN / ULM s MO~ NHebet dem MBaater ~ON H QemfiiHthe neu renovierte InkmtlHUen Spezial - Qesch&ft für Beftellungen Pünktlicher Versand nach auswärt* Feinste Praline eigener Herstellung I Uegr. 1 1811 inmiiiM ln der Neuwascherei erhalt und Annaha i< A. Kir ii AUTO-VERMIETUNG (Kl eie wag» ■) H. Klauser ULM «.D. GISekleratr. 35 TeL Nr. 20» BUllgate Taxa Tagfakrtaa, Narhttakrtaa Haben Sie Seak-, Spreite* oder PUttfflsae. Hfibneraaaea, BornhAntc, rar. k rammte Zeben and sehmarzende Fliese 7 Dt. Scholl’s Fußpflege bringt sichere Hütet Ihm m. D.| Mmnttmplnts M II ia.w> aoeq Gesdienke Sdirüder Hermann Frey Glödüerstr. 31, TeL 41t Durchschreibbüch« g Geschäftabfich« u. Drucksachen i Reklameartikel n Sie Ihre KRAGEN ERHEMDEN wI e neu oevvaecHan und oebOoelt lesleHe Ulmt mich, PfautngatM t iiiiimiiuiuiiHiiti itiuiniiuiimnnmHiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiaiiniti KAUFT BEI UNSEREN INSERENTE|N iiiiiiiMimiiiiiiiiii riiiiiiiiiiitmiiiitiiiiiiitiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiHiiiiiiiiui SCHIRME L STÖCKE Sie Qualttftt, grffBte Auwald terea aller Art reich a.bllllq Sfchirmfabrik GÖBEL i BOCKGASSK sza ■ Hk Bakahethetat atraea» 1 (Kiengalns) 6513