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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-12-16 · 18 (16.12.1929) · p. Seite 252

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
18 (16.12.1929)
Date
1929-12-16
Page
Seite 252 (sequence 6)
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— 252 — Täglich 0tti6rasMlÄ£““ rasshoff frisch gerOstet Campin as-Kaffee. Campin as Mischung ... Germania Misdrang . Berliner Mischung ... Holländische Mischung . Wiener Mischung. ... Karlsbader Mischung... Türken-Mischung. das Pfund ft.8» 3.40 das Pfund sLqp SUSO das Pfund SWIO 3.10 das Pfund 3*0 3.30 das Pfund 3A0 3.40 das Pfund aty) 3,00 das Pfund 4.CV 3.80 das Pfund k.64 4.30 Versaad »berallhl» franko! OroBverbrancker Soadarllata! kaffee r.rn „Ttc u & o n". rin Listipiel von Leffing, auf vem Programm! „Tie Juden"? ./Modi baju von ÜcimjijiV" Tic einen meinten, diese- Leiinlg sche Früdiverk sei eine antiauierlr. beftensatls literarhistorisch inl, reiiierende Angetegenbcit. Tie anderen mutmaßten, ein io anipruchsloies 3tiicf der klaiiizistiichen Epoche H>ibe in der Aera de- „IeittHeaters" nicht« mehr zu lagen. }fiir den „Eingeweihten", die wußten, mit Ivel ckiem Eiter vom Regisseur urid den Tarstellern gcar beuet iporden ,.>ar. war eklar, daß auch „Tie 3n°- den ein Ifnolfl werden würden. Und sie halten iirti n,ch! getävicht. An die Iuich>iuer ,'vendeten den wackeren Künstlern nicht endenwollenden Beifall und rieten iie immer wieder vor die Rampe. In der!.n! 'hin- Tarsteller gaben ihr Bestes! Meta - m i; ii o .i.Ktiiiitt als „Baronesse". Trübe I a .ob« i,i ,.5.':>Vtte", LiieI.» 11e Weißbacher als T'.nei vni:d,>pd", H , r m a n n Stettiner als „Reuende! F e l i r R e i ch II e r als „B aro n", 7 l, e d d e . e! e I l e b a ch al- „Martin Rrumm" und H. i in .! :; :: « t > i n als „Michel Stich" iie alle fei . ii.;• dniw iir bebende-, durch das Filigran der Lei >!.ig''ch: n Svraäie IN keiner Weiie gehemmte- Spiel. Frane.i.iün'nl des Rokoko, läv'ige Tomestikenjchläue, galant,- >t auertum, ipitzbübiiche Zofenkoketlerie und '..bstbei, Männlichkeit wurden durch die Mitwir k> nden tr.'il'ch verkörpert. Man spürte die" Atmosphäre, .!, d> r d-eie- Stück envuch«. daach! dem Ind.w: na,'.' gar nicht io alt ist. Erlebt man den knrn., sckNnßdialog livischen „Reisenden" und „Baron" „•.!>: anel' heute noch nur cu oft'?! Alles in allem: es •or. ganz großer Eoiolg, der nicht zuletzt der NN, r:.t: •: .M'cii Regiearbeik von staat-ickiauipieler Fritz '7n - n n;u verdanken ist. Ter B A P. darf auf diese 2:al:a .ik, r Erstaniiüdrung der .Hilden" stolz sein. 7 - P-.ogiainm N'urde durch die Oiioertüre zu „Fi >:'i- >.w'ch;eii' eingeleitei. Hieraui folgten ein von :V1 : i ., siranß gesprochener Festspruch von Hans sie IN beim und die Begrüßungsansprache von Tr. Bi a i t e i E i n st e i n. sie richtete ijch an den Per trete: des Wi,rlleiii:>. gulnninisteriums, sie Penreter des Israel. Lberrai- und Gemeindevorsteheramt- und ■ du t-:,'ieii, vie.en. die der Einladung des B.A.P. Folg, geleistet ballen. In dieser Ansprache kam nochmal; ZUM Ansd'.nck, was de: Bertbold Auerbach Perein auch ii I.uknnn erstreb! und van der jüdischen Oenentlich keii eid.'i'l. Anr die Anssubrnng der „Juden" und die Luv. i:u:e ,N!I! „Barbier von Sevilla" iolqie ein van Eli, Jl I a '?> lern E b II e , n, Lea Fisch- »i i ii u. I i : , F u ß m a n ii, E a r I a Laub, Else L >' n v . stein, Fried: U cko , R o i I tv? eile n dluI und H e d w I g W e r I K e I m e r au-ge iubilei i:ad van I . > e Berlii n e , m e r. einstudierter Bei. egungschar „Tan, IN iüold". Für manchen mag d:e'e ariginelie, gas.; aui den Rlmtbmus des begleitenden -Gc::e,ia>tag-: -iestellie Taibieiuug, die in Wirklichkeit die kontrapunktische Verknüpfung eine« Chorwerk« tänzerisch wiedergab, eine Neuheit gewesen sein. Wer di« Schwierigkeiten der Choreographie eines solchen Bewegungschors kennt, wird die Größe dieser Leistung erst ganz beurteilen können. Das Publikum spendete denn auch stürmischen Beifall und rief Ilse Berlizheimer mit ihrer Tanzgruppewiederholt hervor. Anne Fell heim er. die bekannte Stuttgarter «onzertsängerin, bewies sodann mit drei Liedern von Gustav Mah l e r ihre kultivierte Gesangskunst. Am Flügel waltete Alice schmuckler Heß mit bekannter Meister» ,'chaft. Auch diesen Tarbietungen l^yrde so stürmisch applaudiert, daß Anne Fellheimer scchv^wch zu einer Zugabe Mahler« „Fröhlicher Morgen" — verstehen mußte. Ten Schluß machte Ilse Berlizheimer mit der eigenen Tanzschöpinng ^Tanzsonate in 3 Sätzen". Wir hatten schon de^äftSren Gelegenheit, da« hohe .gönnen der jungen Künstlerin zu rühmen. Auch diesmal wieder bezauberte Ilse Berlizheimer durch An mul und Eleganz ihrer Tanzminiaturen und erntete - besonder« für ihren „English Saltz" Beifallsstürme. Tamil fand das Programm sein Ende und die ’ ausgezeichnete günstlerkapelle Willy Stern spielte mit dem ganzen instrumentalen Rüstzeug eine« modernen Tanzorchesters aus. Bis in die späte Nacht wogte die frohgelaunte Menge durch die Säle de« „Oberen Museums" und die (Gefühle wechselten für Sekunden allerdings nur dann, wenn von fünfzig „Glücks" Losen auch nicht ein einzige« gewann. Allen Teilnehmern diese« wohlgelungenen Festes wird der Abend noch lange in Erinnerung bleiben. Man wird sich de« ausgezeichnete!, Programm«, das, was Turchführung, Reichhaltigkeitgostüme und vor allem Niveau anbelangt, als mustergültig bezeichnet werden darf, gerne erinnern und sich auss neue sagen müssen, daß der B.A.B. neben seiner ernsten Hauptarbeit auch Feste zu feiern versteht. So sei denn allen, die sich um da« Gelingen der Ehanuka Feier verdient gemacht haben, den Förderern und Freunden de« B.A.B. von dieser Stelle au; nochmals herzlichst gedankt. * Leider verbietet e« uns der zur Perfügniig stehende Raum heute über die Peranstaltungen des darauffol genden Sonntags ausführlich zu berichten: wir werden dies in kommender Nummer nachholen. Das eine aber iei heute schon gesagt: Tie „Leffentliche I u b i l ä u m s s e i e r", die am Vormittag de« 8. Tr zembers ftaltfand, war eine ebenso würdige wie er solgreiche .Kundgebung, die durch die pianistischen Dar bietungen von Alice Schmizckler Heß noch eine besondere künstlerische Note erhielt. Die israelitischen görperschaften und die Mehrzahl der Stuttgarter Vereine hatten Vettreter entsandt, die die Glückwünsche ihrer Organisationen übermittelten und den jubilierenden Iu gendvereinen Wone hoher Anerkennung zollten. Es fpra. chen für den Israelitischen Oberrat: Rechtsanwalt Dt. Gunzenhauser, für das Stadtrabbinat: Stadtrabbiner Dr. R i e g e r, für da« Israelitische Gemeindevorsteheramt : Rechtsanwalt Dr. Tänzer, für die Stuttgatt-Loge: Sanitätsrat Dr. R i e «, für den „Set rin jüdisches Lehrhau«": Ministerialrat Dr. Otto Hirsch, für den „Verein israel. Lehrer in Würtlem berg": Oberlehrer Adelsheimer, für die Stutt gatter Ortsgruppe de« „Eentral-Vereins": Rechtsanwalt Dr. Schwarz und für die des „Reich«bunds jüd. Frontsoldaten": Dr. Manfred Pick. Im Mittelpunkte der Morgenfeier stand ein Referat de« Vorsitzenden de« „Verband« der jüdischen Jugendvereine Deutsch land«", Rabbiner Dr. Hahn-Essen, über „Die Leben « w e l t de« jungen Juden". E« war eine ausgezeichnete, so ganz unpathetische, dafür aber umso packendere Ansprache, eine „jung e" Rede möchten wir sagen! Rabbiner Dr. Hahn beschäftigte si>h in der Hauptsache mit den brennenden Problemen unserer jüdischen Jugend: dem der religiösen und beruflichen Rot. Mit flaren, einfachen Worten entrollte der Red ner ein Bild der momentanen jungjüdischen Situation. E« berührte besonder« sympathisch, daß Dr. Hahn diese jungjüdische Rot nicht nur mit feinster psychologischer Einfühlung auszeigte, sondern auch seinen Zu Hörern die Wege wies, wie ihr zu begegnen ist. Aber au« allen seinen oft erschütternden Ausführungen klang jugendlicher Optimismus, flammte die Hoffnung aus den Willen unserer jungjüdischen Gemeinschaft. — Langanhaltender Beifall bedankte das bedeutsame Referat. Am Nachmittag wurde die Delegiertentagung sottgesetzt und ein fröhlicher Tanz einte am Abend nochmals die.Mitglieder des B.A.B. Wir schließen unseren Bericht mit dem Wunsche, daß der .Landesverband der jüdischen Jugendvereine Württembergs" und der „Berthold Auerbach-Verein" auch weiterhin mit der bewiesenen Tatkraft Weiterarbeiten mögen, und sind über, zeugt, daß die Gemeinde Stuttgart und die de» Landes e« werden zu danken wissen. — H. St. Die Iewish Agency im Lichte ihrer nichtzioniftischen Vertreter. Im Rahmen eines von den deutschen Mitgliedern der Iewish Agency und dem Präsidium de« deutschen Acren Hajessod am 17. November d. I. veranstalteten Palästina Abend« hielt Ministerialrat Dr. Otto Hirsch Stuttgart eine in' weiten »reisen de achtele Rede, die wir nachfolgend im Auszug wiedergeben.' Die Schriftleitung. Ich bin als N i ch t z i o n i s t gebeten .vorden, zu Ihnen zu sprechen. Ich glaube, das hat einen guten Tin». Tenn es scheint mir nützlich, einmal gaiMimiiiiHiiiHiiBnmnimnufHintiniiiiHiiiHBiMinifHnifiMffiii»iHHinRfiHiinmuntwiK£ FRANK-SEIDEN I Seidenstoffe — Bänder — Samte GEBRÜDER FRANK \ Königatr. 56 STUTTGART TeL SA. 23209 1 Umbeizen und Aufricbten, sowie Aufpolieren ganzer Einrichtungen etc. Besuche kostenlos. Fachmännische Beratung. Erste Referenzen. Gg. Böhringer, Möbelwerkstätte GutenbergstraBe 6 - Telefon 64675 BilligerGasherdverkauff! 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