Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 16 (16.11.1929)
- Date
- 1929-11-16
- Page
- Seite 229 (sequence 9)
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! finden am 1. jeden Monats zwanglos« Zusammen« künstr der Mitglieder im «ahnhos-Hotel statt. Der 16. November bringt einen Familienabend. An Borträgen sind vorgesehen: ein Referat von Konsul Strauß« Stuttgart. Rechtsanwalt Tr. K a n n - Frankfurt a. M. und Rabbiner Dr. C o h n. Am 23. November findet in der Synagoge ein Gottesdienst für die Gefallenen statt, am Sonntag, den 2l. November, wird am Gefallenendenkmal auf dem jüdi- -,'chen Friedhof eine Gedenkfeier abgehalten. Am gleichen Tage veranstaltet die „1k r i e g s g r ä b e r f ü r « sorge" «ine Gedenkfeier im Münster, an der auch die hiesige Ortsgruppe dcS R. j. F. «eilnehmen wird. AI«. Israel. Leseverein. Am 27. Oktober veranstaltete der Israel. Leseverein einen Familienabend. Ten ersten Teil des Abends bestritt das j Mitglied des Stuttgarter LandeStheaterS Emil Heß, der aus den Gedichten Jehuda Halevis, dem Legenden Bai Echems, den Schriften Heinrich HeineS und den Dichtungen von Morris Rosenfeld vortrug und sich als sin Rezitator ersten Ranges erwies. Besonderen Beifall erntete er mit der Legende „Das große Rusen" und der „Prinzessin Sabbath." von Heine. Ter Abend erfuhr eine | wesentliche Steigerung durch die literarische Einführung, die Rabbiner Tr. Cohn zu jedem Autor gab. Bieles, was sonst den Zuhörern dunkel geblieben wäre, namentlich in Bezug aus di« Mystik der Kabbalah und! des Chassidismus, wurde in anschaulicher Weise erklärt. An die mit starkem Beifall ausgenommene» Rezitationen und Boiträge schloß sich ein Tanz an, der di« j Teilnehmer in angeregter Stimmung bis gegen 2 Uhr zufammenbielt. Bei den Mitgliedern des Lcse« vereinS wurde allgemein der Wunsch nach einer Wiederholung derartiger Abende laut, die in geistiger Hinsicht wirkliche Anregung und Förderung bedeute». AI«. Jüdischer Jugendbund. Am 29. Olt. nahm der hiesige Jugendbund seine Wintcrtätigkeil in seinem ihm von Rechtsanwalt Moos! zur Beifügung gestellten Heim wieder aus. Im Rahmen eines Heimabends erzählte die erst vor kurzem aus Amerika zurückgekehrte Frau LieSl Erlanger über ihre Eindrücke und Erfahrungen in der neuen Welt. Mil besonderem Interesse wurden ihre Aussührunge» über die soziale und wirtschaftliche Lage der amerikanischen Juden und der jüdischen Einwanderer entgegengenommen. Dar weitere Winterprogramm des JugendbundeS sieht die Fortsetzung der Heimabende unter Leitung von Rabbiner Tr. Lohn vor, der sich alle vierzehn Tage mit der Jugend über Fragen der jüdischen Ethik unterhalten wird. Ferner sind eine Anzahl von Borträgen geplant, die auch für die Oeffentlichkeit bestimmt sind. Dr. Lohn, der bisher stellvertretend den Borsitz im Jugendbund geführt hat, ist liegen allzu starker Inanspruchnahme von diesem Amt zurückgelreten. Ten stellvertretenden Borsitz übernimmt der Kassier Erich M o o S. Als zweite Schriftführerin ist neu in den Borstand eingetreten Else Weil, Tochter des vor kurzem von Saulgau hierher gezogenen Julius Weil. R««-Ul«. Tie Firma L. B e r n h e i m u. Sohn, Inhaberin Frau An n a Wolfs Wwe., begeht dieser Tage di« üv. Wiederkehr ihres ÄründungstageS. Im AnfangSstadium der industriellen Schuhfabrikatio» wurde die Firma in Ulm gegründet und 1899 der Fabrikneubau. in Neu-Ulm bezogen. Einer Anzahl bewährter Mitarbeiter tonnte» Auszeichnungen für 25-jährige treue Tienstzeit verliehen werde». QM WM M 2>fit Aussichten einer jüdischen Muffe«, koloaisation in Birobidschan. Tie Kommission amerikanischer Sachverständiges die sich auf Einladung der amerikanischen Arbeiter-Organisation für jüdische Landansiedluiig in Rußland „JEOR" nach Biro-Bidschan zur Erforschung der Möglichkeiten einer jüdischen Massenkolonisation in diesem Lande begeben hatte, ist vor kurzem wieder in Moskau eingrtrofsen. Ter Führer der Expedition, Professor Franklin Harris von der Brigham Dornig Universittz im Stgate Utah, der frühere Direktor der Landwirtschaftlichen Versuchsstation des Staates Utph, erklärte dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur, Biro-Bidschan sei ein großes Land mit einem großen natürlichen Reichtum uns» mit großen industriellen und agrikulturellen Möglichkeiten. Natürlich stehen auch, wie in jedem neuen Lande, einer Massensiedlung Hindernisse entgegen. Solche Hindernisse werden über P»'«Iwaren |porIart|k., GrMta Auswahl I Eduard MUller Sohn Donaustr. 2 - Was a. D. Filiale Hlrschstr. 16 - 229 - mit den Mitteln der modernen Technik überwunden werden. Biro-Bidschan hat alle Aussicht, ein gut entwickeltes Land zu werden. Ter Kommission gehören außer Prof. Harris noch an: Prof. I. B. David Charles Kunz, L. jon, Benjamin Brown, Tr Talmi, alle hervorragende Kolonisationssachvers: ändige. Fünf Synagoge» in Hömel geschloffen. Tcg Ter Stadtsowjet wird in diesen größten Stadtsynago^ tember wurden in Hi vier derselben werde!» len und Wohnungen in das Haus des Vermehrung der Sy» der letzten Zeit ha man im Hinblick keine Lokalitäten wollte. (ITA.) von Homel, Weißrußland, en in das Gebäude der e übersiedeln. Am 26. Seprjmel 5 Synagogen geschlossen, i in kooperative Speisrhaleine, die Hauptsynagoge, adtsowjet umgewandelt. Tie agogenbeschlagnahmungen in ihren Grund darin, daß die Feiertage den Juden die Gottesdienste lassen ans s> r Scharfschützen per Beshachtsaß. „Scharfschützen der Beobachtung" hat einmal Waller Rathenau die Juden genannt. Tick besondere jüdische Fähigkeit, hellsichtig, klar, schars, echdringend die Tinge und Menschen der Umwelt z» sehen, die charakteristischen Besonderheiten ihrer Oberslächc tu crsassen und in die Disserenzicrts heilen ihrer Hintergründe einsühlend einzudringen, wird von »jemand, aßch nicht von den erbittertsten Gegnern des Judentams, bestritten. Sie ist, — auf ihre geschichtliche Bedingtheit ist hier nicht cinzugehen, heute eine SelbRverständlichkeit. Ebenso' selbstverständlich sollte dem IJuden feinste» Einfühlungsvermögen dann sein, wenn er selbst das Lbjelt eines andern darstellt, den Gegentzand de« ihn selber, sein Wesen, sein Bild crjajsrnden Künstler. Er wird sich nicht mit einem blassen Ungefähr, begnügen dürfen, mit unklaren Verschwommenheiten, mit einer ungeschickt ertasteten „Ausnahme", die das Wesentliche nicht auszunchmen vermochte. Er braucht einen Photographen, der über eine odcrjlächlichc Rechtlichkeit hinaus das Eigcnlliche, Innere erfaßt. Er! will seine Frau, seine Kinder, sich selbst ganz haben! Und er will einen Künstler, der das Charaktcristischc m schöner Form zu geben weiß, Bilder, deren Kuliirr cbcnio suggestiv auf den Beschauer ULM ° MOHREN-APOl lUGUST heiss 5 ALLOPATHIE UND HOMÖOPATHIE | GROSSES SPEjEIALITATEN-LAGER P P 0A IN SPRECHER Nr. 2298 p p p p p p p p p p p Hafts Breymeyer ULM\ a. D., Bockgasse 9 PELZ-SfPEZI ALGESCHÄFT IIMMilllllMMMIMIIlll« UM flig. Suduuu’s kW. HerdbrwfcerstraSe HEINRICH WALCHER ULM a. D. - Telephon Nf. 30S1 Wasch- und Toilette-Artikel all Art Holzu. Kohlenhand] ung X Wengengaise 31. La jerj Blaabearentr. Telef.ZMS »rot and FctnMMkerel kt. jHcss Tel. S.A.3W3 Inh.: Georg Schlumberger l>>»iig».»e >7 empfiehlt: tAglich Irische« Kaffeeo. Teejfeb&ck diverse Kochen SpezialUil: Roggenbrot Hans Maier/Ulm si. D. Elektr. InatallatlonsgesohHft q. Radio Fernsprecher 3040 nur Kornhausplatz 8 Ausführung elektr. Licht-, Kraft-, Klingel-u. 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