Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 14 (16.10.1929)
- Date
- 1929-10-16
- Page
- Seite 199 (sequence 9)
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Kurzfristige Geldanlage von RM. BOO.- an bringt hohan Zins und Extra-VergOtung baß baater Sicherheit. „Hansa“« Finanz h. Trauhand Calwerstr. 44 STUTTGART Telefon28005 kirchlichen Lrbrn« im Kalenderjahr 1928. Besonders interessant sind in ihm die Angaben über die Beziehungen der evangelischen Landeskirche zu den Juden de« Lande«. Während im Jahr 1927 au« evangelisch-: jüdischen Mischehen b Kinder geboren wurden, hat sich deren Zahl 1928 auf 10 erhöht. Bon diesen Kindern au« evangelisch-jüdischen Mischehen wurden 1927 4, 1928 6 evangelisch getauft. Bon Kindern au« solchen Mischehen wurden 1927 8, 1928 6 konfirmiert. Eheschließungen zwischen evangelischen und jüdischen Brautleuten fanden 1927 15, 1928 11 statt. Trauungen von solchen 'Paaren werden nicht vollzogen, da sie nach den Bestimmungen de« TrauungSgesehe« in Württemberg kirchengesetzlich unzulässig sind. Im Jahre 1927 und 28 sind je vier Personen vom Judentume zur evangelischen Gemeinschaft übergetreten. Dagegen traten aus dieser Gemeinschaft 1927 1, 1928 3 Personen zum Judentume über. Die in diesem Jahre veröfsentlichten Zahlen geben wieder ernsten Anlaß jut Nachdenklichkeit. Besonder« die Zahlen der Geburten und Taufen von Kindern aus evangelisch-jüdischen Mischehen sind sehr beachtsam. Stuttgart. In der Angelegenheit des vom Württ. Oberamt Freudenstadt an einen nichtjüdischen Berliner Arzt gerichteten Schreiben«, in dem dieses da« Ersuchen des Arztes um eine Stundung einer ihm auserlegten Geldstrafe mit einer antisemitischen Redensart zurückgewiesen hatte, hat sich der Oberrat beschwerdeführend an da« Württ. Innenministerium durch persönliche Borsprache seine« stellvertretenden Vorsitzenden gewandt. Da« Württ. Innenministerium har unter Bezugnahme aus diese Rücksprache unter dem 11. September 1929 in höherem Aufträge mitgeteilt, „daß dem Oberamt Freudenstadt wegen seiner im Berliner „Vorwärts" vom 23. August 1929 wiedergegebenen Bemerkung über die Juden, an der die Israelitische Oberkirchenbehörde mit Recht Anstoß genommen hat, durch das Ministerium das Erforderliche eröffnet worden ist." In der gleichen Angelegenheit Hütte sich auch die Motorsahrervereinigung Crailsheim (A.D.A.C.) — Vorsitzender Theodor Rosenseld — an das Oberamt Freudenstadt, an das Stadtschultheißenamt Freudenstadt und an da« Innenministerium beschwerdeführend gewandt. Bereits am 27. September erhielt die Crailsheimer Motorfahrervereinigung durch die A.D.A.C.Gaugeschäst«- stelle Stuttgart die Mitteilung, daß nach den ihr vom Innenministerium gegebenen Mitteilungen der betreffende Beamte, der die inredestehende Aeußerung Herrn Tr. L.-Berlin gegenüber gebraucht hat, entsprechend geahndet worden ist. Da« Innenministerium hat aber auch der Crailsheimer Motorsahrervereinigung unter dem 30. September eine unmittelbare Mitteilung gleichen Inhalts zugehen lassen. Bezeichnenderweise hat e« das Stadtschultheißenamt Freudenstadt nicht für geboten erachtet, aus die Beschwerde zu antworten. Bon selb. Ter aus unserer Gemeinde stammende Kaufmann Albert Ottenheimer, Köln, hat anläßlich des 80. Geburtstags seine« Bater« Bernhard Ottenheimer der Stadtgemeinde Bonfeld RM. 10 000.— mit der Bedingung gestiftet, daß die Zinftn alljährlich an arme Kinder verteilt werden. Eßliage». Die bekannte Firma „Württembergische Handschuhfabrik Moritz Feigenbaum" konnte dieser Tage ihr 40jährige« Geschäftsjubiläum begehen. Der Gründer de« Hause«, Moritz Feigenbaum, hat in langen Jahren angestrengter Arbeit das Unternehmen zu feiner heutige» Größe und Bedeutung entwickelt. Möge ihm im Verein mit seinem Sohne Justin Feigenbaum, der seit einigen Jahren Mitinhaber der Firma ist, auch weiter Glück und Erfolg beschicke» sei»! Freudental. Frau Sophie Levi durfte am 25. September im Kreise ihrer Angehörigen ihren 70. Geburtstag feiern. Die greise Jubilarin erfreut sich noch größter Rüstigkeit. Mögen ihr noch viele glückliche LckenSjahre beschicken sein! Heilbrsnn. Eine Frau alten jüdischen Schlage«, eine „Esche« Chajil" im wahrste» Sinne de« Worte«, wurde am Tag nach Roschhaschonoh unter zahlreiche« Geleite zu Grabe getragen: Frau Regina Kahn Wwe. geb. Odenheimer. 7 Kinder, 19 Enkel und 1 Urenkel trauern um die Dahingeschiedene, die Mittelpunkt ihrer großen Famllie war. Sie sah ihre Lebentaufgabe in der treuen Verrichtung ihrer häuslichen Pflichten und wucke ob ihre« schlichte», jeder Aeußerlichkeit fernen Wesen« in unserer Gemeinde hochgeschätzt. Bei allen, die sie kannte», wird Frau Regina Kahn unvergessen bleiben. tzeilbron«. Am 21. Oktober kann Frau Karoltne Wollenberger Wwe., eine der ältesten Frauen unserer Gemeinde, in voller Rüstigkeit ihren 85. Geburtstag begehen. Die würdige, religiöse Greisin nimmt. er ii soweit es ihr hoher Gottesdienst teil und sen reges Interesse. Bankier H e r m a n der unserer Stadt dem Empfang Tr. fahrt de« öfteren gen seltene Fall zu ve heute noch in einen großmutter, Großmult der Jubilarin noch v sein! - 199 - Alter erlaubt, regelmäßig am nimmt noch an allen Tagesereignis- Einer ihrer Söhne ist der bekannte Wollenberger in Chicago, e Anleihe vermittelt hat und bei Eckener« anläßlich seiner Amerika- <>nnt wurde. Es ist hier der gewiß i zeichnen, daß vier Generationen Hause beisammen wohnen: Ur> er, Mutter und Enkelin. Mögen tele gesegnete Lebensjahre beschieden Heilte»»«. Am 2f Synagogenchor Simcha« Thora-Feiei schen Darbietungen suchern einige Stun Ul«. S a l l y S konnte am 12. Oktohe nen 75. Geburtstag noch bester Gesundheit hochgeschätzte Persönl allen Fragen de« jüi Oktober veranstaltet der hiesig« im Festsaal der „Harmonie" eine mit gesanglichen und theatrali- Der Pbend verspricht allen Be- >e» - bester Unterhaltung. einer, in Fa. Gebr. Steiner, r im Kreise seiner Familie seift feiern. Der Jubilar erfreut sich und ist eine in weiten Kreisen chkeit. Bon jeher nahm er an ischen Gemeindelebens regen Anteil und hat ge» in den »ei und Ausgestalt^ii noch viele frol Mm. Am A. b u r g e t in seinen 80. Geb^i dem Israel, in dieser Zeit teil große Be 1 würdigen Man i B< r insbesondere durch wertvolle Anregun- ^schickrnen Vereinen zu deren Förderung ng wesentlich beigetragen. Mögen ihm ic und gesunde Jahre beschieden sein! Oktober feiert Privatier Jsak R « u - »oller körperlicher und geistiger Frisch« rtttag. Der Jubilar gehörte viele Jahre steheramt als Mitglied an und hat sich durch sein klare« und treffende« U»> dien sie erworben. Wir wünschen dem e weiter einen gesegneten Lebensabend! HEILBRONN OUt$ fut DMt M JhAhUhmS (Sine Erklärung gegen Zionismus und Iemish Agency. Im Inseratenteil der Berliner und auswärtigen Tageszeitung, n erfch.eint eine „ErNärung deutscher Juden", die von etwa 200 jüdischen Persönlichkeiten aus Berlin und dem Reiche unterzeichnet ist, und die sautet: SpailallUli Bruckman Silber Karl Gertler Juwelier Sfrflmpie, Kaiserstr. Paul Ulbrich Des Spezialhaus j für Pelze u. Schirme Lohiorftraße 261« Telefon 960 «. » H I Dewald» Nachfolger Fabrikation a. ««parater »oa «toi »a» Iaionlien «»lmrrmiltzlst Feeasorecher (bralb«aKhbi«a- ■•parktnr- WarkMItta - aller Syi itone - H. ZIMH Badstraße 4 Telef. 1087 S/ Karlstraße ‘I ER * //* w OTTO BANTZH HEILBRONN a. N. FERNSPRECHER Nr. 1915 GÄRTNEREI Sdinbart - Strasse 8 Karl flefnfel | Muncrstratc «7 | BtMMrduir.15 1 Ma1md feraspr. 131 ♦ Kaff«« BLUMEN LADEN Paallaen - trasse 8 WllwarcR ebender a. nm, t«l 51S TdolfLördier | nditorei u. Kaffee §3 ilbronn a.Neck. f*g«s. Igosse 13 - Telephon 463 Kaff«« Grübele Optiker billig« Prals« LOHTORSTR. 40 Fsdinln. Bedleaug _ Zeidienßrtikel 1 sAmil. 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