Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-10-01 · 13 (1.10.1929) · p. Seite 183

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
13 (1.10.1929)
Date
1929-10-01
Page
Seite 183 (sequence 11)
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4904101-5441819-5443098--2349-4906421
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Ir« wurde durch diese Veranstaltung der Beweis dafür erbracht, daß sich die Göppinger jüdische Jugend ehrliche Mühe gibt, um mit der Gesamtgemeinde Kontakt zu gewinnen und sich in ihren Ausgabenkreis einzu^ gliedern. Daß sie das aus eigener Kraft allein nicht kann ist selbstverständlich. Und deshalb sollten alle Gemeindemitglieder, denen neben der materiellen auch an der jüdischen Zukunft ihrer Sinder liegt, dem Jugendbund mehr Interesse entgegenbringen als es bis jetzt vielleicht geschehen ist; sie dürfen versichert sein, daß die Göppinger jüdische Jugend es ihnen zu danken weiß. — Hellbron». Ter „Hellbrauner S ch a ch c l u b" hielt am Tienstag, den lü. September, seinen 13. Pslichtabcnd ab, der zugleich der Tag des einjährigen Bestehens war. Tas Fest wurde nur im engsten Kreise gefeiert. Ter Vorsitzende des. Clubs, Adolf Kahn, er» össnete den Abend mit einer Ansprache, in der er den Mitgliedern für ihre in diesem Jahre geleistete Arbeit und sür das ihm geschenkt« Vertrauen dankte. Er schil«l dcrtc nochmals dir Gründung des Clubs, den Verlaus der erste» Abende, die abwechselnd bei den einzelnen Mit^ gliedern stattsanden, die Schachabend« im Lokal Hefter, die gut gelungene Sylvesterfeier und die erste Generals Versammlung, in der die Satzungen und der Name des Vereins festgrlegt wurden. Er dankte besonders dem scheidenden Mitglied Eugen Herz und überreichte ihm eine Ehrengabe. Am Schluß seiner Red« sprach.er die Hossnung aus, daß die Mitglieder auch fernerhin das Interesse des Clubs wahren und die Clubabende, die an jedem Tienstag und Tonnerstag in der Schnellgaststätte Bahnhosstraße stattfinden, auch im nächsten Jahr mit gleichem Interesse besuchen. Ter Club wurde gegründet, weil den jüdischen jungen Leute» Heilbronns keine Gelegenheit geboten war, in einem Verein Schach zu spielen. Seine Hauptaufgabe sieht der Club darin, das Schachspiel zu fördern und zu pflegen. Noch eine ideale Ausgabe hat sich der Club gestellt, nämlich jüdische junge Leute zu vereinigen, sie zu gesetzten, reisen Menschen zu erziehen und sic in das gesellschaftliche Leben einzusühren. All« vierzehn Tage halten die Mitglicher Vorträge; so sprach Adolf Kahn über „Manasse Friedländer", Julius Stern über den „Vertrag von Versailles und sein« Folgen", Erich Strauß über „Jüdische Jugend und der Sport", Jesjelsohn über „Verhältnisse in Palästina" und Fritz Flesch über die „Jubelfahrt des Grafen Zeppelin". Damit fördert der Club auch die geistigen Interessen seiner Mitglieder auss beste. Hellbraun. Rabbiner Tr. Bcermann wird am I Oktober über „Nietzsche als Erzieher und Erwecker", am 9. Oktober über „Wesen und Weiden de» Talmuds" im Südsunk sprechen. Am 21. Oltober wird er an gleicher Stelle über „Wege zur Lebensfreude" rejcrieren Wir machen auj dies« Vorträge besonders aufmerksam. seit aber 7« Jahre bewahrt HARDT PU son. FHMhMk » Oegrftadei tSf f STUTTGART » Fonfctr. Na. 1S1 KARL HARDT Ui die t. Fabrik da« Lendet. die '“r ->» »»nt Beste QeteSht fOr amte, gediegene Shbeii. |^| EU ERÖFFNET I Cafd Zimier mit eigener Conditorei und Backerei SchloBstr. 57a / Tal. 61714 Angenehmes Familien - Caf6 Liköre u. Branntwein Feinstes Backwerk aller Art LIEFERUNG FREI HAUSI Den eleganten Palzmantal, Jede Neuanfertigung, Umarbeitung und Reparatur nur im idesalon ^jsell K. elssmoaesalon Eberhardstr. 4 B Telefoa 28837 Fragen Sie Jhre Bekanntenl 12 ’zM.arienstr. 12 Telefon 62106 empfiehlt . ZDamenfiüte ln allen {/Preislagen bemann 4 183 Hellbraun. Mit einer wirkungsvollen Kundgebung eröffnet« der Jüdische Jug ndbund „M o n t e s i o r e" sein diesjähriges Winterpro, ramm. Tr. Würzburger sprach über die Borgäng, in Palästina und gedachte mit warmen Worten der Pi, niere, die bei den Unruhen ihr Lebe» ließen. Taraus hörten di« Anwesenden stehend den von Lehrer Kahn ergreifen > zu Gehör gebrachten Trauer-' gesang „El mol.' rachamim" an. Tr. Würzburger entnars sodann aus Grund seiner aus einer Palästinarri c gemachten Erfahrungen ein Bild von Ursache und Wirkung der jüngsten Ereignisse im Heiligen Lande. Er schilderte das Verhältnis zwischen Juden und Arabern, beleuchtete die politische Einstellung der englischen Mandatarmacht und verstand e», durch seine Ausführt ngen seine Zuhörer auss stärkste zu fesseln. Lehrer »ahn, der den Abend leitete, dankte in seinem Schlußwort. Oktob.'r feiert Frau E r n st i n e dem Redner nochmal« Hohebach. Am 3. Furchheimer in doller geistiger und körperlicher Frischt ihren 89. Geburistag. Sie hat es verstanden, ihre vier Söhne zu aufrechte» Bekenner» des Judentum« zu erziehe». Frau Furchheiirer erfreut.sich in ihrem Heimatheit. Möge sic noch recht viel« »reis« ihrer »inder, Enkel und ort der größten Belieb und glückliche Jahr> Urenkel verleben! Holzgerlingen. Am 2u September wurde bei Straßenbauarbeiten «in menschliches Skelett gefunden, dessen Schädeldcck« zertrümmcrl ist. Es wird vermutet, daß es sich um den seit I9l! spurlos verschwundenen Kaufmann Prcßbnrgc handelt. Lanpheim. Ter am 7 September in der Synagoge stattgefnndenen Me» >el«s oh „-Feier folgte am 8. September ei» Bort ag von Tr. med. F c l d m a n n, Stuttgart, über „M»ses Mendelssohn". Nach Begrüßungsworten de« Vorsitzenden der hiesigen Orts, gruppe des Central-Ve-eins, Fabrikant Jonas Weil, gab der Redner i» überaus fesselnder Tarstellung ein Lebensbild Moses Mendelssohns. Er zeichnet« den großen Philosophen als gläutigen Juden, der als erster sein Teutschtum bewußt bet »nt habe, sür seine Glaubensgenossen Wegweiser zur deutsch, n Kultur wurde und seine Zeitgenossen zur Toleranzidee führte. Ti« zahlreichen An-' wesendcn, unter den« i sich auch der Filmindustrielle Carl Lämmlc, Reuyoik, befand, dankten dem Redner durch stürmische» Bcijall. Niederstetten. Unbekft jüdische», Friedhof, de und aus fünfzehn ältest« Seiten Hakenkreuze ei Schändung des Frieds tische (gemeinde hat sür die Ergreifung d Max Wortsmann-Dti t erhöht hat. Seit etn hier antisemitisch« Bfrl nnte Täter haben den hiesigen, 200 Jahre alt ist, heimgesucht en Grabsteinen meist aus beiden njgekratzt. Tie Entrüstung über diese ose« ist allgemein. Tie Jsraeline Belohnung von RM. tOO.— s oder der Täter ausgesetzt, die tgart um weitere RM. 100. -- eineinhalb Jahren äußert sich hetzung. Tie Nationalsozialisten BR I ft II vorzQgllchei deude I —t fBr Nasskalt a#w( ohint deutaebe* Fabrikat Ulaptl,CMradt& Esslingen a- Aal Waaach laNastrta . Stuttgart, Kronprlazslrafte 22 tere Metzgerbachstrafie 9 ebtarta Zablaafabadlntaagaa I -4 Privaf-AÜtO'Vennieiiiiig Klein' und GfoAwagen (Kompr. 7 Sitzer) für Hochzeiten, Besuchsfahrten, Geschäftsreisen, Fernfahrten (auch ins Ausland). Zuverlässiges Personal. — Wagen auch an Selbstfahrer. «■um DnBirnJIfmT Schwabstr. 38 B, beim Bis- FKlTZ BKEiTIIAUPT mardiplatz. — Telef. 64580 Gasherde / Gasöfcii / conblnlcrfe Herde / Koilch-Ocfeh Wasdtkesscl billigst im S p e s i a 1 g e s di ä f t WILH. WEISS * STUTTGART WeiBenburgstrufie 1A, Telefon Nr. 71112 Restaurant und Cafö MERKUR KOnigstraße 10, GUT BÜRGE nfidist dem Hauptbahnhof RLICHE GASTSTÄTTE QualitStsbiere der BRAUEREI WULLE Reidih. Mittagsu. Abendkarte \lm Caft t&glidi Kgnzert Eigene Konditorei i ehret Spatz, Rexingen 25 j<U>riges OrtsfnbUäum. weisrn es aber in jeinigen Zeilungsveröffentlichungen weit von sich, die Schändung des Friedhofes verübt zu haben. Tie Entweihung ist die erste in Württemberg. Allerdings haben Kinder ich März >926 aus dem Friedhof ■ in Pslaumloch und :nt April 1927 aus dem Friedhof iN Rexinge» zu wi der Kcnsesiionen Schon am Ab Aushausen Beschäi igungrn verursacht, die aber lediglich als kindlicher Unfug »«zeichnet werden dürfen. Um so peinlicher wird über ll die Schändung des Riederstettener Friedhofes empfunden. Reringen. Am 22. September durste Oberlehrer Spatz sein 25jährige« Ortsjubiläum feiern. Tie. bei diesem Anlaß veranstalt tc Feier zeigte, daß Oberlehrer Spatz es verstanden ho i. zum Segen der jüdischen Gemeinde ken und das friedlich« Zusammenleben zu fördern. d zuvor wurde der Jubilar durch einen eiid Fackelzug seiner jSchüler sowie durch musikalische Tarbietunge» des R^xinger Musikvereins und ein von dem inlcrkcnsessionelleii Gesangverein dargebrachte« Ständchen geehrt. Am Sonntag Bormiltag erschienen Deputationen der Schullind Gemeindebehörden wie der Vereine in der Wohnung! um ihre Glückwünsche darzubringen. Für de». Nachmittag hatte der vollzählig versammelte Gcmeindelat Rexingcn in Verbindung mit dem Jsr. Bcrsteheramt zu einem Festessen eingeladen, das dem Grseierten mnd seiner Familie zu Ehren von d«r polilischeu Gemeinde dargeboten wurde. Tie Leitung hatte Schultheiß K i n k e l e, der einleitend der Verdienstdes Jubilars in seinem Amt wie in dech Lrtsgemeinde gldachte. Nach anerkennenden Worten des Lrlsgeistlichen sprach Leopold Levi, Stuttgart, der die Glückwünsche des Israel. Lberrats überbrachte und ein Schreibin desselben verlas, worin der Persönlichkeit und der beruflichen Tätigkeit des Oberlehrer« Spatz" reiches Lob gezollt wurde. Tann kamen die Vertreter Württemtfergische Privatbank A.-6. O. Belsswenger - Oegr. 1855) STUTT Fernapi :T, Gymnasiumstraße 1 er SA. Nr. 24046/47, 23553/54 Für die Fi isttage: I Letale ttrpleo, SdleieD, forellea Lebe«* nac Zander, Salme Fette zarte Suppenhühner, Ganse, Enten, Hahnen, Tauben Ri brücken - Keulen empfiehlt JOHANNES KAUFMANN bei der Stntsklrche, gegr. 1823, Telefon 35754/55 I i I

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.