Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 12 (16.9.1929)
- Date
- 1929-09-16
- Page
- Seite 165 (sequence 9)
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Gründliche Handelskurse (Bucfcfflhrang, Stntfnpkl«, Muchlnen- Richtif-Schönschreiben) 37JIhrtge Prmxi« Haadelsjdiule Paul Votfcl FriedrichstraBe 13 / Telephon Nr. 25997 »ischo, Hochschul« 18,92. Bon der Studentenschaft Tübingens sind 0,46 Hundertteile und von der Technischen .Hochschul« 0,73 Hundertteile Juden. Württemberg ist dos Land, das den geringsten Prozentsatz von Juden innerhalb der Studentenschaft besitzt. Tagegen kam-- men auf das Hundert der Universitätsstudenten des gesamten deutschen Reiches 4,36 und aus das Hundert der Studierenden der Technischen Hochschulen 2,57 Juden. Göppingen. Wir können heute ausführlicher über die „M u s i k a l i s ch e M o r g e n s e i e r" berichten, die der Göppinger Synagogenchor am 22. September unter Leitung seines Tirigenten Siegsried Löwe » st e i n veranstaltet und bei welcher der berühmt« Lbcrkantor Fleischmann aus Köln (Baritrn) und Ilse Rosenthal (Sopran) Mitwirken werden. Oberkantor Fleischmann ist ja schon lange in unseren »kreisen durch seine »vundervollen hebräischen Schallplatten bekannt. Er wird einige seiner besten und bekanntesten Gesänge bei diesem Konzert zu Gehör bringen. TaS überragende Können von Oberkantor Fleischmann i, ird mit besonderem Nachdruck in den Kritiken erwähnt, die in den amerikanischen Zeitungen über seine vorjährige glänzende Amerika Tournee erschienen sind. So schreibt die „M u s i c a l R e v u e", New Bork: ,,Jn Herrn Oberkantor Hermann Fleischmann, Köln, lernten »vir einen Bariton von ganz ausgezeichneten musikalischen Fähigkeiten kennen. Sein gut gewähltes Programm beweist (seinen Kaddisch und sein« jüdischen Bolksgesänge werden wir nicht so leicht vergessen, sie werden als ein denkwürdiges Ereignis in unserer Erinnerung bleiben), daß er auch aus anderen musikalischen Gebieten Hervorragendes leisten kann. Wir sind glücklich, diesen »vundervollen Sänger gehört zu haben." „New?) o r k Tribüne" schreibt: „Eine prächtige, schöne, reiche Stimme, gleich hervorragend in allen Stimmlagen! Man kann der Kölner Gemeinde zu dem großen Glücke gratulieren, einen Künstler von solch hohem Ausmaß als Kantor zu besitzen." Aber auch in deutschen Zeitungen wurde Fleischmann's großes Können bei jeder Gelegenheit hervorragend gerühmt, sei es anläßlich von S»»nagogenkonzerten z. B. in Hannover, sei es bei seinem Auftreten im Westdeutschen Rundsunk oder bei Würdigung seiner Schallplatte«. Tas Programm bringt zwei Chöre von Sulzer, und den Jigdal von Lewandowsky, letzterer mit Bariton-Solo, sowie mehrere hebräisch« Solo-Gesänge von Oberkantor Fleischmann. Außerdem singt er die Arie des Manoah aus „Samson" von Händel. Ilse Rosenthal, deren schöne Stimme wir schon bei früheren Gelegenheiten gewürdigt haben, singt die Arie „Höre Israel" aus dem Oratorium „Elias" von Mendelssohn. Es ist selbstverständlich, daß die ganze Göppinger ^Gemeinde diesem hervorragenden künstlerischen Ereignis beiwohnen wird, schon, um dem Synagogenchor zu zeigen, »me sehr seine bisherigen Leistungen von den Gemeindemitgliedern geschätzt »verden. Tarüber hinaus ist jedoch auch mit großem Interesse und zahlreichem Besuch durch nichtjüdische einheimische Musikfreunde zu rechnen. Daß der Veranstaltung eine weit über den lokalen Rahmen hinausgehende Bedeutung beigemessen wird, geht auch daraus hervor, daß der „S üddeutsche Rundfunk" die Morgenfeier aus die Sender Stuttgart und Freiburg im Breisgau überträgt, womit der Südfunk zum ersten Male eine Uebertragung aus einer Synagoge vornimmt. Es werden deshalb auch aus andern Gemeinden viele Besucher zu dieser bedeutsamen Beranstaltung nach Göppingen kommen. Wir möchten denselben empfehlen, sich rechtzeitig Karten reservieren zu lassen. (S. Inserat Seite 160.) Göppingen. Am 30. August feierte Max Hirsch in voller Gesundheit seinen 70. Geburtstag, ein Ereignis, an dem die Genreinde freudigen Anteil nahm. Zählt doch Max Hirsch zu denjenigen Gemeindemitgliedern, die stets bereit sind, wenn es gilt, etwas für die Gemeinde zu tun. Jahrelang hat er am Jaum Kippur vorgebetet, und auch sonst ist er immer freu-, dig zur Stelle, um den Borbeter zu vertreten. Im Anschluß an den Sabbath-Gottesdienst begaben sich die Mitglieder des Jsr. Borsteheramtes in die Wohnung des Jubilars, um ihm und seiner Familie noch ganz besonders zu gratulieren. Salomon Ottenheim e r dankte dem Jubilar im Namen des Borsteheramts und der Gemeinde für alles, was er während vieler Jahre als treues und stets hilfsbereites Mitglied geleistet hat. Dr. Tänzer schloß noch seinen besonderen Tank als Rabbiner an. Außerdem wurde Max Hirsch durch die Ueberreichung eines silbernen Bechergeehrt. Mögen dem Jubilar noch recht viele gesegnete Jahre beschieden sein! G-ppiagea. Wie wir hören, beabsichtigt Salomon Lttenheimer Ende September von seinem Amt 4 165 - als Vorsitzender des Bc rsteheramtes Göppingen zurückzutreten. Hoffentlich ist für die Gemeinden einen zu vermeiden. herrscht reges Leben. 3 nächste Zeit vorwiegend Tänzer, der auch in es möglich, diesen Schritt, der großen Berlust bedeuten würde. Göppingen. Im hiesigen jüdischen Jugendbund as Programm bringt für die Boiträge von Rabbiner Dr. dankenswerter Weise die Heimabende des Bundes leib t. Am 7. September fand ein Borlrag zum Gedächtnis Referat über „Ter Fr in Aussicht genommen, über jüdische Geschichte Moses Mendelssohnstatt. Tin ^eden-begriff im Judentum" ist Im November soll ein Kurs und Literatur beginnen. Ein Heiibesnn. Auläßlul. sprach Rabbiner Tr. der im Süddeutschen R d e l s s o h n". Unter d> lee" referierte Tr. Be Bortrag über „Tie Ju! en in Württemberg" wird das Winterprogramm beschlüßen. Zusammen mit dem Synagogenichor wird der Band am 22. September einen Familienabend veranstaflen. des Mendelssohn » Jubiläums öeermann am 5. Septemlitndfunk über „Moses Mcni m Titel „Ein vergessener Ten-?rmann am 11. September an gleicher Stelle über „E d u a t d von H a r t m a n n". Beide Borträge fanden, wie wir hören, in weiten Kreisen größtes Inter ss«. Heilbrou». Am 4. Tr. Siegfried G frohe Fest der S i l b diesem Anlaß begab Gemeinde in die Wol September konnte Rechtsanwalt »mbel mit seiner Gattin das rnen Hochzeit feiern. Aus s ch eine Abordnung der hiesigen snung der Jubilar«, um ihnen ihre Glückwünsche darz »bringen: Rabbiner Tr. Be.« r - mann gratulierte für das Rabbinat und die Bezitks« gemeinden und widmete dem Jubilar als Freund, Anwalt und Mensch W irte hoher Anerkennung. I. Fle - genheimer dankte für die unermüdliche Arbeit, die Tr. Äumbel als langjähriges Mitglied des Jsr. Vorsteheramtes geleistet hat, und Tirektor Fritz Kirchheimer überbrachle die Glückwünsche der Herder-Loge. Tie Tagespresse gedachte ebenfalls dieses Ehrentags und schilderte Tr. Gilmbel als eine Persönlichkeit, die „nicht nur als hervorragend tüchtig in ihrer Berufsarbeit bekannt sei, sondern auch »veit über die Grenzen ihrer Anwaltstätigkeit sich durch die warmherzige Förderung aller geineinnützigen Bestrebungen als edler Mensch und treuer Bürger bewährt habe". Auch die weitere tüdische Oefsentlichkeit schätzt den Gefeierten als Mitglied der Jsr. Landesversammlung und weiß seine von großem Wissen getragene und stets aus das Wohl der Gesamtheit gerichtete gewissenhafte Mitarbeit . zu sch tzen. Mögen dem Jubelpaare noch viele glückliche I ihre beschieden sein! Oehriuge». An 15. August verschied nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren die langjährige Borsitzend unseres Frauenverein-, Frau Z e r * (ine Heidenheime r. 38 Jahre hat sie ununterbrochen ihre Krö le in selbstloser Weise dem Berein zur Bersügung g stellt und mit Lieb« und Verständnis für seine A> sgaben gewirkt. Immer, wo es galt Rot zu lindern, war sie bereit, mit helfender Hand einzugreisen und hat so das ihr anvertraute Amt getreulich verseher. Mit ihr ging eine Frau dahin, die nicht nur im K eise unserer Gemeinde, sondern weit darüber hinaus £ lehrt und geschätzt wurde. Umsomehr fühlen wir die L de, die sie hinterlassen hat. Tübingen. Te» besonderen Verhältnissen der Toppelgemeinde Tübii gen-Reutlingen Rechnung tragend, verlegte das Jsr. Borsteheramt die vom Jsr. Lberrat angeordnete Melndelssohn-Gedenkseier auf Sonntag, den 8.1 September. Ter Oberprimaner Waller Bauer, ein vorzüglicher Geigenspieler, trug, von Oberreallehrer Schwa»; am Harmonium begleitet, vier „Lieder ohne Worte" von Felix Mendelssohn vor, und der Synagogenchor l rächte zwei religiöse deutsche Lieder zu (Vchör. Ter Gymnasialschüler Alsred Wochenmarck rezitierte als Pro og „Was uns Moses Mendelssohn war und sein soll". In der Gedenkrede feierte Oberlehrer Wochenmarck den großen Tenker als den ersten Juden, der Teutschtum und Judentum in vorbildlicher Weise verbunden habe und machtvoll gegen das Borurteil aufgetreten sei, daß Judentum und Teutschtum nicht miteinander vere nbart werden könnten. Sodann las die Realschülerin Li »beth Stern ausgewählte Stellen aus Schriften und Walter Erlanger öriesen Mendelssohns und stud. j»r rezitierte mit hervorragendem Ausdruck > die Erzählung rtin den drei Ringen aus „Nathan der Weise". r Chronik'" berichtete über diese Gedenkfeier aussühiiich und gab den größten Teil der ausgezeichnete» Ge >e»krede von Oberlehrer Wochenmarck wieder. i h Ulm. Anläßl Firma S a l o Angestellten ein an der des außerordeni l erkennen, wie i verwachsen ist. Z » einer Familienfeier veranstaltet« die on Erlanger für ihre sämtliche« \ Feier in den Räumen des Kasinos glerstraße. Ter schöne Verlauf ich geselligen Abends ließ aufs neue hr die Firma mit ihren Mitarbeitern (£) WunMIoh» Tapeten , Stoffe / Teppiche Lienhardt SMprt LMnstnM7 Edii CHwcrtir. EUGEN MAAS Stuttgart, SUbcrburgstr. 96 b. Drcledt Werkstätte für Innendekoration Polstermöbel - Fensterbehänge Ausfahrung sämtlicher Tapeziet- und Dekorations - Ar beiten Lieferung von Tapeten und Linoleum, aparten lichtechten Stoffen für Wandbekleidung und Dekoration Prfval-AutO-Vermlehmg Klein- und GroBwagen (Kompr. 7 Sttzer) für Hochzeiten, Besuchsfahrten, Geschäftsreisen, Fernfahrten (auch ins Ausland). Zuverlässiges Personal. — Wagen auch an Selbstfahrer. FBITZ BREUBAUPT ÄÄ Was ist Weirolin? WalrnllM ist du Idealste Reinlgungs- VfCUtflUI mittel kür alle BOdcn. Möbel und andere Gegenstände, ganz besonders für die PrOhJahrsretnigung zu empfehlen, (Qr jede Hausfrau. Gleichzeitig empfehle mein la. Spezial-Hoch- ' ' ihne lfdf^|IIS ^Ibl Hartglanz und Ist trittglnnzbohnerwadis._ Wetrottn c. Alleinig. 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