Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- VI (1929-1930)
- Issue
- 9 (1.8.1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- Seite 125 (sequence 7)
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1?! -' I StsttflfTl. Am 23. Juni sank in txn Räumen der Stuttgart-Loge die Generalversammlung des „W ü r 11. Landesverbandes f. d. Interessen des gesetzestreuen Iedentums" statt. Ter Vorsitzende des Verbandes. M. Herz- Hall, begrüßte die aus allen Teilen des Landes zahlreich erschienenen Mitglieder und bezeichnete die Zusammenkunft als Jubiläumsvcrsammlung anläßlich des 20-jährige» Bestehens des Verbandes. Er gedachte der Gründer des Verbandes und der erstmals gewählten Vorstandsmitglieder. der Herren Heinrich Herz-Hall, Hermann Hirsch-Mergentheim, Beit Kahn-Cannstatt, Emanuel Kaufmann-Stuttgart und Tavid Reis-HciLbron». Von allen lebt nur noch Emanuel Kaufmann, jetzt in Frankfurt a. M. Zu Ehren der Toten erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen. Ter Vorsitzende terichleie dann über die Tätigkeit des Verbandes seit der jüngsten Generalversammlung und erteilte anschließend das Wort Tr. Würzburgrr-Heilbronn zu einem Referat: „Ziel,: und Aufgaben unseres Landesverbands." Er bezeichnete als hauptsächliche Pflichten: Sorge für die Heilighaltung des Sabbaths, Betreuung der Jugend, b'sonders auch nach der Entlassung auS der Schule, ferner das HinauStragen jüdischer Belehrung in die Landgemeinden. Als besonders wünschenswert bezeichnete er noch eine Arbeitsgemeinschaft mit dem sehr tätigen badischen Schwesternverband. Eine sehr rege Aussprache schloß sich an das ausgezeichnete Referat an, die bewies, wie begeistert die Mitglieder für di: Erreichung der vom Redner ausgestellten Ziele eintrctcn wollen. — Hieraus fand ein gemeinsames Mittagessen in der Restauration Agul« nik statt, das durch schöne Thora-Worte der Herren Rabbiner Tr. Bamberger, Tr. Cahn und Tr. Feinberg gewürzt wurde. Tie Nachmittagsversammlung brachte das Referat des Tr. Kahn-Mergentheim: „Tie Einflüsse der neuen Verfassung für die Israel. Religionsgemeinschaft Württembergs aus das religiöse Leben in den Gemeinden." Ter Redner erklärte die Vorteile der neuen Verfassung sowie auch deren Nachteile gegenüber der alten und führte aus, daß die neue Verfassung zweifellos viele Zugeständnisse gebracht habe. Manche sehr berechtigten Wünsche und Anträge der GesetzeStreuen seien allerdings unberücksichtigt geblieben. Er hoffe, daß diese Versäumnisse später noch gutgemacht würde». Auch an diesen Vortrag schloß sich eine anregende TiSkussion an, die zeigte, welche große Zahl von Wünschen sür das Wohl der gcsctzestreucn Judenhrit Württembergs von den Mitgliedern des Verbandes gehegt werden. Bei der sich anschließenden Wahl deS Börstandcs wurden die seitherigen Mitglieder Herz-Hall, Kabn- Baisingen, Kahn-Cannstatt, Tanne-Stuttgart und Tr. Würzburgrr-Heilbronn wiedergcwählt. Nach Tankesworten des Vorsitzenden für., die reg: Beteiligung gingen die Mitglieder auseinander mit dem Vorsatz, die bei der Versammlung ausgenommen:» Anregungen hinauszutragen in die Gemeinden und alle Kraft für deren Verwirklichung einzusetze». Stuttgart. Ter 2. „Gemütliche Abend" d:S Berthold Auerbach-Vereins fand am 16. Juli im Kurshaus auf der Heid statt. Auch diesmal hatten sich Mitglieder deS Vereins in den Tienst der Unterhaltung gestellt, sodaß der Abend wieder einen harmonischen Verlauf nahm. Stuttgart. Am ll. August dürfen die Eheleut: Julius Lenk, hier, Herdweg 41, auf eine fünfzigjährige glückliche Ehe zurückblicken. Ter Jubilar, der im 82. Lebensjahr steht, ist der älteste in Stuttgart geborene jüdische Mitbürger. Mögt dem wackeren Jubelpaare noch ein langer heiterer Lebensabend in sorglosem Glück beschieden sein! Stuttgart. Am I. August d. IS. »rat Saly Stern nach 42-jähriger kaufmännischer Tätigkeit aus dem Hause Marx u. Nachmann, Stuttgart, aus, dem er in langen Jahren seine treuen Ticnste gewidmet hat, um im Altersheim Sontheim sich zur verdienten Ruhe zu setzen. Die Firma Marx u. Nachmann hat ihrem Mitarbeiter «inen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt, aus dem neben dem Ruhegehalt der Altersversicherung dem Scheidenden ein gesicherter Lebensabend verbürgt wird. Saly Stern wurde in Flörsheim a. M. geboren und hat nie seine Eltern gekannt, da sein« Mutter bei d:r Geburt und Stuttgart. Marienstr. 2 » ©tgrünb. 1890 cHntmd Verkauf von Mit*- uud cftrtsaöBcfife Dfaff ■*hma»ohin«n ■ml H| I votzflglichea deutsche« Fabrikat > IM!! fftr Nasskalt , b, ladaatrta ülBplf, Coiradt & De, Stuttgart, Kreoprlizstrafte ZZ Esslingen, Untere Metzgerbachstrafte 9 ► Aal Waaaah arMcktttto IiMaaiatiManap» > -d ,4 - «AL . 4*.- sein Vater drei Jahre spät in de» freundlichen Räumen heims noch viele Jahre in denheit erleben! Ortfievlung in Rußland. r gestorben ist. Möge er des Sontheimer Alters- Gesundheit und Zusriel e, Präsident der Unios Rewyork, ist in Europa Iber Stuttgart direkt nach ndiqung seiner Kur vor- Berlin und dann in seiner sen. wurde Leopold Metz« durch einen Gehirnschlag Leben gerissen wurde, zur Verstorbene bekleidete lange eher» und das des G:- dieser Zeit um seine Ge- Bon der allgemeinen Wcrtgcnoß, zeugt:» das große :r Bahre gehaltenen Racheher A. Berlinger, Lber- und der Vorstand des örtten den erst im Alter Mann als aufrecht» und > Andenken nie verlöschen Stuttgart. Carl L ä m Versal PictureS Corporation eingetroffe». Er begab sich Karlsbad und wird nach Bfe auSsichtlich Mitte August in Vaterstadt Laupheim eintrc Vrrlichingen. Vor kurzem g e r, der am 14. Juli d. J^S au» einem arbeitsreichen letzten Ruhe gebettet. Ter Jahre das Amt eines Vo^st, meindepflcgerS und hat sich meinde hochverdient gemacht schätzung, die Leopold Metzgei: Trauergesolge und die an d: ruse. Oberlehrer Schloß, Boisl lehrer Metzger-Ludwigsburg lichen Kriegcrvercins zeichi e von 54 Jahren verschiedener hilfsbereite Persönlichkeit, dcijei wird. Buchau. Am 26. Juli konnte Frau Sophie Weil gcb. Tannhauser in voller ' Rüstigkeit ihr:» 75. Geburtstag im Kreise ihU'r Familie chcgehen. Freudeutal. Am 29. Jun! hielt Lehrer Marsche r im Saal der evangel. Volksschule einen Bortrag über da» Thema: „Was sagt die moderne Geschichtsforschung über de» Aufenthalt Jsra'ls in Aegyptens' Unter de» geladenen christl. >uhörern waren auch der hiesige Pfarrer und der S adtpsarrer von Bietigheim anwesend. Einleitend sprach! er Redner über die Methoden der modernen Bibelwis enschaftschilderte, wie sic lange die Darstellung der Bibel als ungeschichtlich verworfen habe, wie aber in »er Gegenwart Funde und Ausgrabungen die geschichtli he Treue der bibl. Ueberlieserung aus» glänzendste bestätigt hätten. Tann zum eigentlichen Thema übergeheid, ließ Barscher vor dem geistigen Auge der Zuhörer die Hyksosperiod: erstehen, die gewaltigste Katastrophe der altägyptischen Geschichte, berichtete, wie Joseph und d: JakobSsamilic unter dem semitischen Fremdherrscher Ipopi nach Aegypten gelangten und schilderte die k> lturhistorische und religiöse Entwicklung der isracl. Stämme in Gosen. Lehrer Morscher zeigte dann, wie die B.-rjagung der HyksoS durch die altägyptische Königsdyn, stic eine Verschlimmerung der Lage der Israeliten in .Gosen herbeiführte. Indem er aus die Bautätigkeit Raasnses-Meriamon zu sprechen kam, berickitcte er von den: Zeugen der Frohnarbeit Israels in Aegypten. Ter Vortragende sprach dann über die Steigerung des Druckes i unter Pharao Mernephta, des Zeitgenossen'Moses, zug aus Aegypten. T Wandkarte Altägypten Zuhörerschaft. Pfarrer Vortragenden sür sein, erklärte, daß auch di« und Richtigkeit der und entwarf «in Bild vom Ausr Bortrag, erläutert Jmuf) eine . fand den reichen Beifall der -ailer von Freudental dankte dem interessanten Ausführungen und christl. Kirche an der Echtheit ibiischen Tarstrllung festhalte. nach langer schwerer Haber der Firma S seinem Worte stand, der Wertschätzung, di, Heilbronn. Im Alt, t von nur 42 Jahren verschied Krankheit Albert Herz, Jn- Hcrz, Karlstr. 5. Ein wackerer Mann, der stets osse, seine Meinung sagte und zu st mit ihm dahingegangen. Von man ihm allgemein cntgegenbrachte, zeugte auch tic stattliche Trauerversammlung, bei der auch der Obe, Bürgermeister unserer Stadt nicht fehlte. Rabbiner Tr. 1 fecrmann schilderte in seiner Gedenkrede das Leben und Wirken des Verstorbenen mit ergreifenden Worten, fm Namen des R. j. F. widmete Eugen Viktor dem Ka neraden einen letzten Gruß. Ehre seinem Andenken! RatKvkil. Vor kurzem konnten Oberlehrer Max Straßburger und seine,Ehefrau Fanny g:b. Bierselder das Fest det Silbernen Hoihzeit und zugleich die Verlobung ihrer Tochter feiern. Am Vorabend brachte der Männergejangveroin feinem langjährigen Kassier und Sangesbruder ein Ständchen. Ter Bereinsvorstand, Stadlschultheiß Abrell,! übermittelte anschließend den Jubilaren herzliche Gl^chvünsche. Weite Kreist RottweilS nahmen Ameil an des Familienfeier, ein Beweis der Wertschätzung, deren s ch das Jubelpaar erfreuen darf. NamenS der Jsr. Gei leinde feierte Rechtsanwalt Singer den Jubilar als Boibeter und ernannt schenk» ihn zum Eh Tiefe Ehrung gilt glc in vorbildlicher Wcisit angenommen und du schönerung des Gottesdienstes beigetragcn hat. Möge da» Jubelpaar noch viele leben! Ulm. Ta» in letzter langjährigen Religionslehrer und : unter Ucberreichung eines Geenmitglied der Jsr. Gemeinde, chzeitig seiner Gattin, die allzeit sich der Armen und Kranken ch ihre Gesangskunst zur B.r- Jahre ui,getrübte,> Glück« er- Nummer unter der Rubrik „Per» zeichni» der isracl. Vereine" gebrachte Verzeichnis des „Jsr. Wohltätig entspricht nicht mehr Ausschusses, da diese Neuwahl erfuhr. R> 2. rote Innenseite. keitsvereins Ulm c. B." »er jetzigen Zusammensetzung des am 27. April d. I». ein: htiggestelltes Verzeichnis iirhe <m t** HOttl M Vom HUftverei» der deutschen Juden. In der letzten S tzung des Äeschäftsführenden Ausschusses des Hilf wereins der Deutschen Juden WurttembergiscbePrivatbank A.-G. (vorm. O. Beluwenger - Oegr. 1855) STUTTGART, Gyjmnasiuinstraße 1 Fernspredier SA. Nr. 2404647, 23553/54 H. HEBELE von REINSBUR OSTR. 21 * ■.K.Krauflcr TELEFON Nr. 604 61 MINERALWASSER-C \ROSiBANDLUNO Slmtlicha Waeralwai Dinkeladier Flaachenblere «er and Limonaden Lieferant frei Haaa t