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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-07-16 · 8 (16.7.1929) · p. Seite 113

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
8 (16.7.1929)
Date
1929-07-16
Page
Seite 113 (sequence 7)
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1 Hankcnmaiandlte Slegmund veil iMMwt ■murr t» » omu / t«l iu44/4i HECH1NQEN / TÜBINGEN / SJQMARINGEN Inu. ausL Wertpapiere / Einlagen zu günst. Zinssitzen / Industrie-Kredite /Hypotheken Abstimmung gebracht und mit alle» gegen zwei Elim me» abgelehnt. Ueber die weiteren Anträge der Komittissio» wird namentlich abgestimmt. Antrag l der Kommission wird mit 7 gegen 3 Stimmen angenommen. Mit derselbe» Stimmenzahl wird auch der zweite Antrag der Kommission angBiommen. Der Stadtrabbiner enthält sich bei beiden Abstimmungen der Stimme. Gleichzeitig wird die Gottesdienstableilung beauftragt, die notwendige» Aussührungsbestimmungen über das Anlegen de» lallis bis zum 31. Juli auszuarbciten. Dr. Flegenheimer erinnert daran, daß der heule gesaßte Beschluß erst Rechtskraft erhält, nachdem alle Ausführungsbestimmungen vom Plenum verabschiedet sind. Die Bestimmung des Jahres 1883, daß das Anlegen des Tallis sür die zur Thora Aufgerusenen fakultativ sei, wird erneut bestätigt. Ebenfalls im Auftrag der Gottesdienstabteilung berichtet der Stadtrabbiner, daß diese de» Antrag de« Liberalen Bereins, „jedem Gemeindemilglied sreizustellen, dem Gottesdienst unbedeckte» Hauptes anzuwohnen", abzulehncn bitte, weil er int Widerspruch mit dem seil 2800 Jahre» geltende» jüdische» Herkommen ist. Da Sanitätsrat Dr. Weil der Meinung ist, daß dieser Antrag des Liberalen Bereins »ach der Ablehnung des Antrages Tavidsohn nicht mehr zu Recht besteht, wird er von der Tagesordnung abgesetzt und dem Antragsteller zur Rück frage über die Weiterbehandlung zurückgegeben. Im Auftrag der Finanzabteilung berichtet Karl Levi über de» Haushaltplan für das Jahr 1020, der mit einer Gesamtausgabe von RM. 170 WO.—, dem eine Einnahme von RM. 6» 736,50 gegenübersteht, abschließt. Tr. Rieger und Essinger treten dafür ein, daß dem L.'J. W. die RM. 500.—, die er bisher für die Bürokosten bezahlt, erlassen werde» sollen. An der Aussprache beteilige» sich Rothschild, Levi und (fffitt - ger. Ter Antrag Dr. Riegers wird abgelehnt. Ebenso tritt Tr. Rieger dafür «in, daß der ostjüdischen Ge nie,»de Linath Hazedek statt RM. 500.— jährlich RM. 1200. Beitrag bewilligt werde» sollen. Rothschild tritt dafür ei», daß der ostjüdischen Gemeinde von der Stadtgemeinde geholfen werden soll, falls sie sich wirk lich zu einer sÄemeinde, wie das durch Eid und llnterschrist zugesagt worden ist, bit zum l. Oktober zusammenschließt. Er habe zu seinem tiefen Bedauern davon Kenntnis, daß sich trotz der Bereinbarung der Ostjuden unter diesen Leute finden, die den Zusammei»- ichluß stören wollen. Aus Antrag Dr. Tänzers soll die Finanzableilung die beantragte Angelegenheit prüfen und dem Berein Linath Hazedek von dieser Entschließung Mitteilung gemacht werden. Der vorgejchlagene Etat wird dann einstimmig in namentlicher Abstimmung mit einer unwesentlichen Aenderung angenommen. Eine eingehende Aussprache ruft der Antrag der Gottesdienstabteilung hervor, daß von jetzt an Barmizwohknaben an ihrem Einsegnungstage statt der Parascha de« Wochenabschnittes das Zehngebot im hebräischen Urtext aus der Thora in der üblichen Weise vortragen sollen. Der Stadtrabbiner empfiehlt in ausjührlicher Darstellung diesen seinen Antrag deshalb zur Annahme, weil sich ein wesentlicher Teil der Wochenabschnitte der Thora für den Bortrag durch die Barmizwohknaben nicht eignet. Durch de» Antrag wird es ermöglicht, daß sämtliche Barmizwohknaben, die innerhalb eines Halbjahre« eingesegnet werden sollch», gemeinsam unterrichtet werden können. So entsteht eine wesentliche Zeitersparnis sür die Lehrer. Gleichzeitig abor haben die Knaben Gelegenheit, die wichtigste Stellt der Heiligen Schrift im Urtext auswendig zu lerne». Ter Unterricht der Barmizwohknaben solle von jetzt an von einem der Ortsrabbiner in Gemeinsamkeit mit einem der Religionslehrer erteilt werden. Selbstverständlich soll es Knaben gestattet bleiben, aus Wunsch ihrer Eltern di« Parascha ihres Bochenabschnitte« vorzutrage». Durch die Teilnahme an dem Barmizwohsammelunterricht sollen di« Knaben nicht von dem regelmäßigen Unterricht befreit sein. Aus Borschlag Tänzer ivird der Antrag in der Form angenommen, daß Barprizwohtnaben in der Regel das Zehngebot an Stelle des Wochenabschnittes aus der Thora in hebräischer Sprache in der üblichen Weise vortragen sollen. Tie zur Durchführung dieses Beschlusses erforderlichen Borschläge auch über die Gesamtneuordnung des Barmizwohunterrichtes sollen von der Schulabteilung dem Plenum vorgelegt weiden. Mit einer Reih« von Mitteilungen schließt die Sitzung. Unter diesen Mitteilungen ist ein Borschlag deS Friedhofvroltcrte UMer, Heul WUhelnutr. 72 Rathausstr. 4 ParffbMrtoi TtUcffcarflkcl i Suttüsarflkd Droftn r 113 - iuspektors hervorzuhebein, den Hinterbliebenen zu empsehle», in dem Urutnteil des Friedhofes die Anpslanznng von Blumcij zu unlerlasse», um diesem Teil des Friedhose« den Charakter eines Haine« zu gebe». Würde» trotzdem Blustren angepslanzt, solle man aus Gründe» der Pietät nicht eingreisen. In nichtöffentlicher Sitzung werden hieraus einige Anträge der Fiuanzabteilung erledigt. Stuttgart. Der Ausflug des Jüdischen Lehr- Hauses am 30. Jüni, der über 60 Teilnehmer in die Gemeinden Nordstetten, Mühringen und Haigerloch führte, begann mit wenig sreundlickiem Wetter; aber im Lause des Tages hatte der Himmel doch gelegentlich ein Eistsehen, stidaß der gute Berlaus der Beranstaltung gewährleistet wurde. Die erste Rast führte die Teilnehmer lin die Synagoge und aus den Friedhof von Nordstetten. Rabbiner Tr. Schweizer-Horb erläuterte die aste, leider zerfallen« Synagoge, .die Gedenktafel am Geburtshaus Bert hold Auerbach« - und den schönen alstn Friedhos, aus dem auch Berthold Auerbach begrabe» liegt. Einen besonder« starken Ein druck machte de< Mühringer Friedhos, der, idyllisch am Berg über der Eyach gelegen, eine Fülle reizvoller Bilder vermittelte. Die Synagoge der früher weit grö Heren Gemeinda ist ein würdiges jüdisches Altertum. Die Leitung best Kinderheimes der Stuttgart-Loge bewirtete die Stuttgarter Gäste aus« beste. Im Garte» I ..... GÖPPINGEN Langestr. 13, Telef. 865 BlMfll / DlllkltlSSll / FM» Sy. 6#nrr Fnhnker: «»st», Tstnsch Das | Epezlal-lKefchSft für Glas, Porzellan JUNDHA Büromaschtnen Bfiromßbel GÖPPINGEN FKIEDRICHSTRAISE 95 FERNSPRECHER Nr. 915 Catt and Condlford FEZER SpesUbnarke: FBODORA Bahnhof-Hotel DETTELBACHER Göppingen r Altbekanntes Haus - Vollständig renoviert - Freundliche Zimmer mit (IleSendera Wasser - Große Vereins- und Qesellsdiaftssflle - Kaffee - Restaar^tt AnKmoMHuus MN Fernsprecher Nr. 1127 Reparatur w« IcsiSile / Auto-, Lager ln allen einschlägigen , 1 - Scive - Mcrccücs-BCRi J REUTLINGEN KoihMr 4/Ti MIC Stets verrStlgi Lebende Karpfen, Forellen, Ne<karfla<fc. > > Seefisch. aller Art Speslalltltr j In. Mast - Oefltgel Auto-Haus E. Gfinsslen Lederetraße 46 - Fernsprecher SA 2069 Autor. Fori * Vcrkaal iudoMllcnst Aafo-Reparainr-WarksMUle sämtlicher Wagen Ersalsiell-Lager OBEL in allen Preislagen MÖBEL- FABRIK AI. SCHIRM INHABER: J. SPEIDEL REUTLINGEN Schulttr. 33 (n.d. 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