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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-04-16 · 2 (16.4.1929) · p. Seite 33

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
2 (16.4.1929)
Date
1929-04-16
Page
Seite 33 (sequence 13)
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fl ' i HIWI TW' r acht Mädelchcn fintn allerliebsten Frühling-blumcnreigen tanzte. Nach Sesangsdarbietungen von Mitgliedern der Vereins und sehr ansprechenden Rezitationen der Bortragskünstlerin Frl. Aamnitzer, Berlin, war derui.terhaltcndc Teil beendet. Die ganz« Veranstaltung hat wiederum gezeigt, wie sehr Frau Levy es verstanden hat. den Lereiu kulturell zu heben und ihn zu einem bedeutende» Faktor im jüdischen Gemeindeleben UlmS >>i machen. Ulm. Einen überaus anregende» und genußreichen Abend bol der. Iüdischc Jugendbund seinen Mitgliedern und Freunden am 18. März im Saale der Bahnhofhotels. Redakteur Hans Sternhcim, Stuttgart, trug aus eigenen Tichtungen vor und verstand es durch eine dem Arbeits- und Jdeenkreise der Jugendbewegung entsprechende Äedichtauswahl seine Zuhörer aufs stärkste zu fesseln. Dem Danke der An« niesenden gaben der Vorsitzende des Bundes, Hermann Straßburger, sowie Rabbiner Tr. Julius Cohn be rcdlen Ausdruck. Ta der Abend als Werbeveranstallung gedacht war, nahmen der Vorsitzende und Rabbiner Tr. Cohn Beranlassung, über Ziele und Arbeitsmethoden des Jugendbundcs zu sprechen. An ihre Ausführungen schloß sich eine lebhafte Aussprache an, an der sich Frau B. ikahn, Frl.. Nathansohn, Lothar Marx und Hans Siernheim beteiligten. Es ist zu hoffen, daß diese Veranstaltung dem Jüd. Jugendbund neue Freunde und Förderer zusührcn wird. A. Einen besonders Bemühungen des und des Generalih zu Gunsten des erstklassige Künstle^ Im Reiche Haber sonders verdient um das Gelingen macht. Durch die Freunde für den tees neu organisies bracht worden. 33 - großen Erfolg habe dank den Generalkonsuls Eugen Landau tendanten Jeßner ein Konzert lfsvereins gehabt, für das sich zur Verfügung gestellt haben. Aktionen stattgefunden. Besich Alfred Leonhard Tietz der Veranstaltung in Köln ge- Werbeaktion sind viele neue Hilfsverein gewonnen, Komi- und erhebliche Mittel aufgehabe 2'ii Dr. Rosenak, komitees des HilfH des Rabbiners an gleicher Stelle reiche Tätigkeit Zentralkomitee d iter des Auswanderungsschutzvereins in Bremen, der Sohn . Rosenak, der jahrzehntelang eine außerordentliche segensusgeübt hat, wurde in das Hilfsvereins gewählt. es Da» S. Südfnnlreich. veranstaltete U hensolge der Stimm p liebsten und am hi i mit Teutschland begi! Iahe. Eine vor kurzem in Frank nsragc hat ergeben, daß die Rcirozentsätzc in Bezug aus die am usigsten abgehörten Auslandsender nnt. Reben Langenbcrg wird besonders Stuttgart und Freiburg i. B. genannt. Diese Borlieb« für die Darbietungen des Südfunks kann nicht nisr mit verhältnismäßig günstigen EiNPfangsbedingunchn begründet werden, sondern ist auch in hervorragendem Maße seinem Programm zu verdanken, das »n Reichhaltigkeit und Vielgestaltigkeit, künstlerischem Ernst und aktuellem Gepräge mit zu den führenden deutschen Rundfunlprogrammcn gezählt wer den muß.! Ter gegcuniärtige S P i c l p l a n hat z. ~®. den regelmäßigen Programmtausch zwischen Stuttgart und Frankfurt a. M. sowie Basel und damit ihn schweizerischen IRundsunk gebracht mit dem Zw-'ck, hie Spitzenleistungen der verschiedenen Sender gegenseitig nutzbar zu machen. Dieser Programmaustausch hat sich nicht nur nach dem Urteil aller Fachleute, sondern auch nach den übereinstimmenden Ansicht der Rustd sunkteilnehmer \ glänzend bewährt, schon im Hinblick aus die Berchlcichsmögl ichkeit und Ablvechslung, hie er dem Rundfunkhörer gewährt. Für die Hauptsendezeiten des Tages, vior allem sür diel Stunden von 8 bis 10 Uhr abends, erstrebt die Südsunkleitung die Turchsührung eines inte.essanten ukib anre^e.iden Unterhaltungpro« gramms. I« diesen Stunden, die sür viele Familifn die einzige Gcfegenheil zum Empfang bieten, werden in U L M! Jahresversammlung des Hilfs- Vereins der deutschen Juden in Berlin. Am Sonntag, den 24. März, fand die Jahresversammlung des Hilfsvereins der Deutschen Juden im Hotel Esplanade statt. Die Versammlung war sehr gut besucht. Auch viele Mitglieder der auswärtigen Komitees waren erschienen. Den Vorsitz führte Generalkonsul Eugen Landau. Er gab seinem lebhaften Bedauern darüber Ausdruck, daß der '1. Vorsitzende, Tr. James Simon, der nach schwerer Krankheit sich in der Rekonvaleszenz befindet, verhindert sei, an der Versammlung teilzunehmen. Vor Eintritt in die Tagesordnung hält der Vorsitzende einen Nachruf aus die Verstorbenen, Frau Henriette May, Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses des Hilfsvereins und des Zentralkomitees, sowie Simon Marx-München und Justizrat Holz-Königs berg, Mitglieder des Zentralkomitees des Hilfsvereins. Darauf erstattete in Vertretung des Schatzmeisters Willy Tre^fus den Finanzbericht. Er hob hervor, daß die Einnahmen eine erfreuliche Steigerung erfahren haben. Sie betragen rund 300000 Mark. Tie höheren Einnahmen ermöglichten dem Hilfsverein in stärkerem. Maße sich zu betäligen. Für Auswanderungsfürsorge wurden rund 94000 Mark ausgegeben, für das Hilfswerk für ukrainische Pogromwaisen, die in Teutschland erzogen werden, und für osteuroyäische Studenten in Deutschland wurden rund 49000 Mark aufgewandt, für das Schulwerk i im Osten und die Opfer der Erdbebenkatastrophe j in Bulgarien 45000 Mark. Dazu kommen die i Eingänge für den Paul Nathan-Fonds, der bisher die Höhe von 23000 Mark erreicht hat. Darauf gab Dr. Wischnitzer einen kurzen lieberblick über die Tätigkeit in der Berichtszeit. Tie Werbearbeit wurde auch im vorigen Jahre in Berlin und dem Reiche nach Kräften fortgesetzt. Der leitende Gedanke des Hilfsvereins war dabei, möglichst weite Kreise zu gewinnen, um sein Werk wieder in vergrößertem Maßstabe fortzuführen. Die Not der Judenheit im Osten sei größer als je vorher. Vor dem Kriege habe es einzelne Pogrome gegeben, jetzt bestehe ein dauernder unblutiger Pogromzustand. Millionen Juden seien aus Ihren Berufe« herausgedrängt, der Antisemitismus wachse, und es fehle nicht an Auswirkungen nach Deutschland hin. Die Jugend verkümmere, weil die Regierungen chauvinistisch seien und das jüdische Schulwerk nicht nur nicht fördern, sondern es hemmen. Dank dem Entgegenkommen des Leiters des Berliner Wohlfahrtsamtes, Eugen Caspary, seien im Anschluß an die Berliner Wohlfahrtsämter ungefähr 12 Komitees des Hilfsvereins gegründet worden. Ter Hilfsverein sei im Begriff, weitere Komitees zu gründen. Durch Versammlungen in Berlin sei das Verständnis für die Ideen und Arbeitsgebiete des Hilfsvereins in weitere Kreise getragen worden. W ESHALB PHOTOGRAPHIEREN SIE NOCH NICHT? 1 SIE KNIPSEN - ICH MACHE ALLES WEITEREI ULMER-PHOTOHAUS MOHREN 'APOTHEKE AUGUST HEISS ALLOPATHIE UND HOMÖOPATHIE GROSSES SPEZIALITÄTEN-LAGER FERNSPRECHER Nr. S29S o o o o o o o o o o o °° BlumenladM empfiehlt £ii ... Bitte Hermann Vietzen Ulm / rraumilraSs 21 ntton d. StedtpORt (Tr-Rmbahn-Haltestelle) Cft für Jede Gelegenheit pesaend Sie die Sdiagfaider . > Aasbil|ldang in allen Irckukm. Ffidiern u. Sprachen finden Sie in der bestbekannten Ulmer Handelsfachschule . f 1»ttte MERKUR a|n Hauptwachpl. Pnudt. ladssfl a Direktion: JERO mrmav dhrh- Ing. 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