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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1929-04-01 · 1 (1.4.1929) · p. Seite 13

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
VI (1929-1930)
Issue
1 (1.4.1929)
Date
1929-04-01
Page
Seite 13 (sequence 11)
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auch die Zahl der jüdische» Angestellte» in diesen ständiz im Abnehnic» begrissen ist. Der Redner wies eiiidringlich daraus hi», daß cs ganz falsch sei, wen» von Außenstehende» behauptet lv.'rde, daß es für die Inden keine soziale Frage gäbe und das, heule sehr viele unserer berusstSti.ien jungen Leute und jungen Mädchen froh wären, «ine mittlere Bcamtenstellc zu bekomme», sei es bei Staat oder Gemeinde, sei es bei der Reichsbahn, Post oder Eisenbahn. Es müsse »»bedingt danach getrachtet iverdcn, künftighin unseren Rachwuchs auch in diesen Berufen unterzubringcn. Ans der ander» Seite schilderte Tr. Holländer die ständige, zähe Arbeit der Nationalsozialiste» und führte einige Beispiele an, in welch raffinierter Weise hier zum Teil Änndenfang getrieben wird. Für alle die politischen und lvirtschastlichen Nöte, die auf unserem Bolke zur Zeit laste», werden immer ans irgend eine Weise die Inden als die Schuldigen bezeichnet; dabei muß bedauerlicher,veisc sestgcstellt werden, daß vielfach Großindustrielle dieser Bewegung freundlich gegen übcrstehe», meist zivar nicht aus nationalsozialistischen Gründen, soiidern deshalb, weil sic i» dem Nationalsozialismn» einen Sturmbock grge» die Gewerkschaften sehe». Zum Schluß »ries Tr. Holländer daraus hin, daß tute in Bezug aus die Abwehrarbeit »och weit davon entfernt seien, die Hand in den Schoß legen zu dür sen. Ter Selbsterhallungstrieb verlange, daß das Ju dentum jede Position, die cs in Händen hat, unbe dingt hallen müsse und es sei wichtig, daß die Zahl der jüdischen führende» Männer nicht weiter abnehme. Wie ivir uns nicht überschätzen sollen, so hätte» wir auch keinen Grund, unsere Stärke zu unterschätze». Es sei Pflicht jedes Juden, überall an der Abwehrnroeii teilznnehmeu. Ten Redner belohnte reicher Beifall für seine glä» zenden Ausführung«», dem der Vorsitzende des Central Vereins, Mar O t I e » h e i m e r, noch besondere» Au« druck gab. Hoffentlich haben wir recht bald wieder Gelepenbci«, Tr. Holländer bei uns zu hören. Heilbrou». Frau »aroline Scheuer feierte am l.r>. März in bewundernswerter geistiger Regsamkeit u.ud lörperlicher Frische ihren 75. Geburtstag. Es ist ihr vergönnt, nach einem arbeitsreiche» Leben eine» heilere» und zufriedene» Lebensabend im Kreis ihrer .»indec und Enkel zu verbringen. Die Jubilarin erfreut die Jugend vertreten Die Diskussion, an - 13 - sich allgemeiner Bel ebtheil und Wertschätzung. Mögen ihr noch viele Jahr, in Gesundheit beschicken sein! Horb. Am 2 Mä,z hielt aus Einladung des Israelitischen Fraüenverein i Frau Blumenthal-Weil, Stuttgart, eine» inlercssanten Bortrag über Lindscy'S Buch „Revolution de , modernen Jugend". Die Rcdnerin fand in de» zahlreichen Anwesenden, unter denen auch war, eine dankbare Zuhörerschaft, der sich viele Frauen beteiligten, war recht anregeiid. Am nächsten Tage sprach Frau Blumenthal Weil in unserer Nachbargcmeindc Re zingrn. Sehr schön und ei» durchdacht war auch der vor eini.e» Woche» gehaltene Bortrag von Frl. Johanna Bach, Mühringen, über den Philosophen und Menschen Mose« Mende sohn. Solche Borträge fesseln die Mitglieder des Vereins und ernten wohlverdienten Beisall. Laupheim Bor n eiligen Woche» konnte der I ü d. Jugendbund Laupheim sein eigenes Heim . Israel. Schulhauses, das vom zur Beifügung gestellt und zweckworden war, beziehen. Bei der Einweihungsseier dankte der Borstand des I. I. B:, Lehrer Einstein, dem Israel. Borsteheramt für seine talkräsligc und wollwollende Unterstützung und ent wickelte ein inhaltsreiches Arbeitsprogramm, bei dem auch die schulpflichtige Jugend in den Kreis der Bun desaufgaben eingeschlosscn ivurdc. Oberl. Kahn überbrachte die Wünsche des Borsteheramt«, das mit großem in einem Lokal de Israel. Vorsteheramt entsprechend renovierst men, rnntgeu «iser -und die schloß mit de. Feier. Worten die seltene HerzenSgüte, den Pflicht» GlaubcnSinnigkeit des Verstorbenen und Seelengebet und Kaddisch die erhebende Interesse die Arbeit derzeit gerne bereit des Bundes verfolgt und auch jeist, gesteigerte» Ansprüchen des I I. B.. bei der Bemessung seines B.itrags Rechnung zu tragen. Rabbiner Dr. T r e i t e l, der altehrwürdigc Ehrenvorsitzende des Bundes, gab auch seiner Freude über das neue Jugendbunphcim Ausdruck, worauf Lehrer Ein stein die einfache aber doch eindrucksvolle Beranstalrmig mit nochmalige» Tanlcsworlen schloß. Einige schöne Kiuderchöre umrahmte» stimmungsvoll, die schlichte Feier. — hn Sontheim. Für den verstorbencn Fabrikanten Isidor Rothschild, Stuttgart, tvelcher einer der eis rigsten Förderer de« Landesasyls in Sontheim >var, fand daselbst am ll). März «in« Gedenkfeier statt, welche starken Besuch auswics. Rabbiner Dr. B e e r m a n n, Heilbronn, hielt die Gedächtnisrede. Er rühmte in war- Qtä$ Hu M JüHnijUHS Der Vorst« »d der Vereinigung für das liberale Judenlvm lehnt eine Beteiligung an der Zewifh Agency ab. Nachdem fqit längerer Zeit innerhalb der Bereinigung füri!das liberale Judentum in Deutschland Aussprachen über die Frage der Beteiligung der Bereinigung an der erweüerten Jewish Agency stattgefunden haben, hat sich der Ge» samtvorstand i ber Bereinigung in seiner am 24. Februar stattgefundenen Lihung, zu der sich nahezu sämtliche Vorstandsmitglieder aus Berlin und dem Reiche Gngefunden haben, zum ersten Mas offiziell mit dieser Angelegenheit befaßt. Der Vorstand ha! die folgende Entschließung angej nommen: j. Der Vorstcind der Vereinigung für das libes rale Judenttm e. V. billigt die vom Arbeits- Ausschuß inli der Frage der Erweiterung der Jewish Agency bisher unternommenen schritte. Er lehnt eiuje Beteiligung der Bereinigung für das liberale j Judentum an der Jewish Agency ab. Für die Stellungnahme der Vereinigung für das liberale ^Judentum zur Jewish Agency sind folgende Ertpägungen entscheidend: 1. Nach deü Bestimmungen des Palästina Mandates ist es Zweck der Jewish Agency, Rat und Mitarbeit zt gewähren bei der Errichtung des jüdischen nationalen Heimes. Im Palästina-Mandat ist ausdrücklich bestimmt, daß durch die ^Errichtung eines nationalen Heimes für das jüdische Volk in Palästina" die historische Verknüpfung des jüdischen Volkes mit Palästina und die Grundlage für die Wiedererrichtung seines natio nalen Heimüs in diesem Lande anerkannt sind. Ter Vorstand betont gegenüber der in diesen Taiicnfldn von Nachbestellungen in un- IOUjCIIUc seren Xdalwainan, W«lnbrand,Slavowitz, Honig laufen jetzt bei uns f(lr norn :n ein. Welcher Beweis, wie gut u. preiswert unsere Marken sind! Verlangen Sie sofort unsere Preisliste Import-Ges. Palästina m. b. H. 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