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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-12-16 · 18 (16.12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
V (1928-1929)
Issue
18 (16.12.1928)
Date
1928-12-16
Page
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Höhepunkt der Darbietungen bilbctc «in« unter der Leitung von Frau Trude Rohrbacher stehend« zwölfköpfige »inderkapelle, die unter ihrer Tirigenlin eine Kinderiymphonie in ausgezeichneter Weise zu Ä« HSr brachte. Das Publikum erbat sich durch stürmische» Beifall ein^ Wiederholung. Kapelle und Dirigent lru gen hübsch«, einheitliche Kleidung, Für di^ ganz .»lei nen solgte noch ein sehr sxassigrS »asperltheater. Freude strahlend nabmrn zum Schluß die »inder die sür sie bereligestellten Ehanukkageichenke in Empsang. Später brachten noch Mitglieder des jüdischen Fugendbnndes das hübsche Han« Sachs Spiel „Ter lote Mann" zur Aufsübrung, womit sie die noch Anwesenden sehr er sreutcn. Ti» mohlgclungene Veranstaltung wird noch lange in aller Erinnerung bleiben. Heilbronn. Tic hieiige Lrlsgruppe des Central- V c r e i 1; s verunstaltete am :i. Dezember d. Fs. einen Voiiragsabeut. an dem Frau Tr. L e i b h o l z, Ber lin, übe- „Tie Rectns und Wirtictiaftsnot der dea! iche i Fudeu" rescrierle Tie Redner,n stellte sest, daß mau iidi Württemberg bezüglich des Aniifemitismuz einem allzugroßrn Lptimismus hingebe, daß aber auch Kier oft Gelegcntcil geboten fei, gcwiiie Vorgänge in der C\i\ntlidfcit ickärser ins Auge zu säst'«». Was die Rechisuot der deutsdie» Juden anbelangt, io ivurde bc lidiiet, daß der Vorstand des -E.V. eine gut organi iicr e Rcd'lS!d»tzlä:igkei! entsalier, die .de'onders bei 'iolleklirbtleidigniige.i - Gludbecker Scbülermord, Fried bost'chänduiigeii, Vorkumprozeß u. a erforderlich ist. Eine vorbeugend und auikläreud- Arbeit durch Wort und Srnriii ist diedringend notivcudig. Tie Wirt ictiaitsnok wid d»rd, die „ngeheuren Umwälzunqci! des Wiriiel-asisledens. den vieliad, zu beobaduenden wirl fdit-filid'«•: Voaloi. gegen Fuden, »on crndildiing, Per lrustung u» „Lekonomisierung der Politik" txrvor geiuse, Te> EV. arbeitet desdalb eijrig an der Be tiKnmidiid'tum, und versucht, die jüdische Fugend dem Handln, rk, de, Landwirtichaf: und dem Veamlenlum nie.ir als bishczuzuiührcii. Tie Rednerin sorderte zum San „st die Franc,- au», ebenfalls dafür zu sorgen, daß - die weibliche »üdi'che Fugend cinc gewisscnhaslc Ausbildung erhall, um den Anforderungen des Heu rigen Erislenikanipje genügen zu können. Leider war den zalnieidnn Hörern, die dem inlerest'anten Vorirag mit glöstl, r Aiiimerkiamkeit folgten, leiuc tifelegenheit geboteni.i einer Aussprache die aufgeworfenen Prob zi, die ulicr,-,' Anschließend an den Vortrag >>.,. t> Tr. R o >' e i> gart über die bevorstehenden (ä c ■! II d e r a I s io a h l , II, bei denen Tr. (8 u m b e l iu> die Demokratisch- Partei kandidiert. Es entspann -ich eine -. -hast, Tisku-nou, in deren Verlauf Tr. Ls- P, >». and, de, erfolgreidieir Tätigkeit des auS : >,iibe.:'e > ,s>meinderais Tr Rofenaarl ge Heilbronn. Te-, Bund ,üdifcher Fugend „Monte s, >- i - ierannalieie am I>>. Tezember d. Fs. eine Ebauukkafeier in der Adlerbrauerci, die in der Hanvt lad,, für di, aktiven Mitglieder des Vereins bestimmt -war. Eugen .Herz entzündete di« Lichter, Lehrer »ad» l iel: e,ne Ansprache über die Vedeulung des Festes und di« Mädels sorgten für die Verpflegung der lugendlichen Teilnehmer. Gemeinsamer Gesang, fröhliche; Spiel und launi,>>- Vorträge iorgten für die richtige Tc'ifttmmung. Ti, , t-,,uil„tt. Ela. nkkafeicr, zu der, wie alljährlird, d , ge amt, ivc.neinde einqeladcn ist, findet am 22. Dezember d. Fs. im Ganeniaal der „Harmonie" statt. Hfiltrsnn. Am 2st. Tezember d. Fs. feiern Moritz Straus und seine Ehefrau Emilie geb. Wannfried das Fest der goldenen Hochzeit. Tie Fubilarr, die früher in Siraßburg und ie t Kriegsende hier wohnen, erfreuen sich der besten >8>->,i»dheit. Mögen dem allseits gcschätz ten Ehepaare „ d, recht viele glückliche Fahre bcschicden >c-n. Heilbronn. Tie Firma H. Slobetzki, Lrient. Tabak und ,-> a.ettenfabrik, kann am 17. Dezember d. Js. ihr 2.', jähriges GejchäftSjudi'.äum begehen. Durch unermüd licheu Fleiß und kaufmännische Geivandlheit verstand cs H Slobetzki mir seiuen beiden Söhnen, das Unterneh n en aus kleinen Anfängen zu der heutige» Bedeutung cmp 'rzubiinge.i. >8leichzeiiig erlebte die Familie Slobetzki die Freude, am gleichen Tage d-.e S-.bcrhochzeit d«S Elternpaares be gehe» zu dürfen. , " Lltlpheim. Ter Fir . F r a n e n v er e i n hatte auf den 27 November d. Fs. feine Mitglieder mit ihren Fauiilien zu einem Vortragsabend eingeladen, bei dem die Voriiz eude des Frauenvereins Ulm, Frau L e v i, über ihi« Pa.nstliiareiie berichtete. Fn schlichter, an schaulicher Weste, mit offenem Blick und tiescm Per ständuis stets das Wichtigste herausschälend und un lerftieicheud, führte die Vortragende durch einen großen Teil dir widitigeren Städlc und Gegenden Palästinas, 'mit besonderer Berücksichtigung der ausblühenüen jüdi >'chen »olonieeu. Haifa, am Rande des »arinclgc birges, mit feinem modernen jüdisch-gewerkschaftliche» Leben, Tel Aviv, die mächtig emporstrebende jüdische Stadt, Ferusalcm, die „Heilige" aller monotheistischen Religionen, da» Tote Meer mit seinen Niederungen und Sümpfen, Fericho, die Palmenstadl, dann im Nor- - 238 - den TiberiaS mit seinen heißen Quellen, Kapernaum, mit seiner auSgegrabenen alten Synagoge, Hermon, Libanon, Antilibanon und noch viele andere Stätten, die aus der Bibel bekannt, wurden überaus lebendig - geschildert. Mit Recht konnte die Vorsitzende de» hie i sigen Frauenvereins, Frau Tr. T r«i t e >, in ihrem Schlußwort von einem Miterleben dieser interessanten - Reise sprechen und der Rednerin den herzlichsten Tank > der zahlreichen Hörerschasl zum Ausdruck bringen. Kn L»d»ig»t»rg. Ter erste Vortragsabend der Een trat Vereins fand am 2. Tezember d. Fs. statt. . Frau Tr. L e i b h o l z, Berlin, hielt einen Vortrag über di« Aufgaben des C.V., der in der Feststellung i gipfelte, daß der E.V., als Abivehrorganisation gegen i die sich immer mehr häufenden antisemitischen Cr-- zesse, nach wie vor wertvollste Arbeit leistet. An der lebhaften Aussprache beteiligten sich Adolf ElsaS, Mar TrcnfuS, Lberlchrcr Metzger sowie die Sekretärin des Landesverbands des E.V., Frl. Reis, Stuttgart. Lubwigsburg. Unter Teilnahme weiter Kreise durs ten am l. Tezember d. Fs. Hermann »ahn und feine Ehefrau P a u l i n c, geb. Bernheim, in voller körrerlichcr und geistiger Frische daS Fest der «8oldcncn Hochzeit feiern. Nachdem schon beim Sam«- tazgötlcsdienst auf diesen Tag hingewiesen wurde, über brachten die Mitglieder des Fsr. VorsteheramtS dem Fubclpaaie die Glückwünsche der Gemeinde und des . Fsr. Oberrats, der einen silbernen Becher als Ehren gäbe überreichen ließ. Auch der württembcrgische Staats- Präsident und Reichspräsident von Hindenburg hatten Glückwunschschreiben übersandt. Tie Fubilare dankten für die reichen Ehrungen mit liesbeweglen Worten. Wir wünschen dem Jubelpaare noch viele gesegnete Lebensjahre. Bad Mergentheim. Am Samstag, den 8. Tez. d. Fs,! feierte der Frauenverein im großen Saale des Hotels Victoria das Feit feines 75jährigcn Bestehens. Nach einem gut vorgetragenem Chorgcfang des SynagogenchorS begrüßte die Vorsitzende deS Verein«, Frau Sofie Frchenbach, die Fefiversammlung uird gedachte in ihrer Rede der verstorbenen Mitglieder mit ber Aufforderung, sich zu ihrer Ehren von den Plätzen zu erheben. Frl. Hedy Hirsch trug einen schönen Prolog mit großer Begeisterung vor. Rabbiner Dr. Sahn hielt die gedankenreiche Festrede. Lehrer Sornfeld gab mit seiner gutgeschulten Stimme einige hebräische und deutsche Lieder zum besten. Unsere jungen Damen leisteten ihr Beste« in einigen gelungenen Einaktern. Ganz besonder« verschönte den Abend ein hübscher Sinderreigen. Biele Tepeschen und Gratulationen liefen während des Abends ein. Ter Vorsitzende des Borsteheramt«, Max Fechcnbach überbrachte die Glückwünsche deS VorsteheramtS, Albert Adler die de« Shnagogenchor« und de« MännerveieinS. Eine Verlosung bildete den Schluß der gutgelungenen Frier. Bad Mergentheim Am 9. Tezember d. I«. wurde Aron Adler in den hiesigen Gemeinderat gewählt. Tübingen. Am 2Ü. November d. I«. versammelten sich aus Einladung de« Vorsitzenden des Borsteheramt«. Rechtsanwalt Tr. Satz, die Gemeindemitglirder von I Tübingen Reutlingen fast vollzählig im Saale de« Hotel« zur Krone, wo Oberlehrer Wochenmark einen Bortrag über „Walter Rathenau als Deutscher und als Jude" hielt. Der Redner zeigt« unter Zngrundelegung von Auszügen au« Walter Rathenau« Schriften, mit welcher Liebe Rathenau am Deutschtum und mit welcher Treue er am Judentum hing. Nur au« Liebe zum Deutschtum und Judentum Hab« Waller Rathenau an beiden oft scharfe Kritik geübt. Er sei «in Vorbild dafür, wie man mit der Lieb« zur Gemeinschaft die Liebe zur Wahrheit verbiirden, erkannte Mängel derselben eingestehen und aus deren Beseitigung bedacht sein müsse. Im Anschluß an den Bortrag regte der Redner die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft sür jüdische Religionskunde und Geschichte in der Gemeinde Tübingen-Reutlingen an. Seine Anregung wurde von Rechtsanwalt Dr. Katz CANNSTATT Conrad Schräg / Cannstatt Seflerstra$e 2 Hehl en gros Lager feiner, moderner Pelzwaren Karl Kunze KAnigstrabe 46 / Telefon 51124 ALFRED DURSCH UHRMACHER Marktstr. 27 . 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