Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- V (1928-1929)
- Issue
- 1 (1.4.1928)
- Date
- 1928-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
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so schw«r war, gerade jüdisch« Hausangestellte unter, zubringe«, so liegt da« einerseit« an der ungenügenden Ausbildung der Stellensuchenden, andererseits an dem Mangel jüdischer Stellen. Sollte es dem Landesverband möglich sein, dies« beiden Schäden zu beheben, so hätte er ein großes Verdienst zu verzeichnen. Der Verband will nun die Mäglichkeit schaffen, jungen Mädchen zu einer wirklichen Ausbildung in Küche und Haus zu verhelfen. Vielleicht wird es mäglich sein, jüdische Lehrsrauen zu finden, die in ihrem Hause junge Mädchen ausbilden. Auch wird «in Antrag an das Waisenhaus Eßlingen ergehen, damit dort jüdische Mädchen den hauswirtschaftlichen Beruf erlernen können. Die prinzipielle Genehmigung ist bereits vom Waisenhaus gegcken. Man denlt daran, wie dem Antonienhrim in München und wie der Erholungsstätte in Segeberg bei Hamburg, einem bereit« bestehenden Erholung-- bezw. Erziehungsheim die Ausbildung für Hauslehrling« anzugliedern. Nachdem die wichtigsten Punkte besprochen waren» machte Frau Bergmann wiederholt darauf aufmerksam, Abonnenten für die Blätter des jüdischen Frauenbundes zu werben. Die Jahresversammlung wurde geschlossen mit dem Wunsch«, daß der Berband auch im kommenden Bereinsjahr erfolgreich« Arbeit leisten möge. Vortrag: Gegenwartsfragen und der jüdische Frauenbund. Mit dem Vortragsabend, den der Württ. Hohenz. Landesverband veranstaltete, trat der Berband seit seinem einjährigen Bestehen zum ersten Male an die Oesfentlichkeit. Vertreter hiesiger Organisationen und Vereine waren der Einladung zu dem Vortrag gefolgt. Frau Bergmann, - 11 - Laupheim, eröffnet« die Abendversammlung. Leider wvr Frau Paula Ollendorf in letzter Stund« am Kommen verhindert. Frl. Rechtsanwalt Dr. Behrendt-Berlin zeigte sich aber im Laus« des Abends als ihre würdige Vertreterin. Frau Ehni, dir Vorsitzende des Verbände« Württrmbergischer Frauenvereine, dem der Württ. Hohenz. Landesverband angeschlossen ist, gab der Freude Ausdruck, an der heutigen Versammlung teilnehm n> zu können und hofft und erwattet von der Zukunft «ine enge Zusammenarbeit der beiden Vereinigungen. Frl. Dr. Behrendt entwarf «in anschauliches Bild des Arbeitsgebiets des Jüdischen Frauenbundes, der jetzt aus ein fast 84jährige« Bestehen zurückblickt und 40 000 Mitglieder umsaßt. Nicht nur äußer« Gründe wie das Bedürfnis gleich anderen konfessionellen Frauenverbänden auch eine jüdisch« Spitzenorganisation zu haben, sondern auch innere Gründe haben zur Schaffung des Jüd. Frauenbundes gesührt. All« Ausgaben der Wohlfahrtspflege, die Gefährdeten- und Erholungssürsorge, die Fürsorge für da« unehelich« Kind, die Propagierung der Früheh«, sowie die Probleme, welche die jüdische Frau bewegen, sollen durch den Frauenbund der Lösung entgezengesührt werden. Die jüdisch« Frau hat es besonders schwer. Sie hat die Juden- sowie die Frauenemanzipation erlebt und da wie dort erfahren müssen, daß die staatsbürgerlich« Gleichberechtigung auf dem Papier steht. Das Wahlrecht der jüdischen Frau in der jüdischen Gemeinde ist besonders kompliziert und wird in den einzelne» Bundesstaaten ganz verschieden behandelt. Die Rednerin hofft von der Zukunft eine segensreich« und fruchtbar« Mitarbeit der jüdischen Frau in der jüdischen Gemeind«. Die soziale Arbeit, die der Jüdisch« Frauenbund fristet, baut sich auf unser« Thora auf. In dem Wort Zedokich-Gerechtigkrit dämmt so recht zum Ausdruck, was wir heut« in der jüdische» sowie jn der allgemeinen Fürsorge unter sqialer Arbeit »erstehen. Di« Rednerin behandelt« in klarer und beredter Weis« da« große Arbeit «Programm des jüdischen Frauenbundes und überzeugt« die Anwesenden von der- Notwendigkeit des Bundes. Jn der Aussprach« zeigte Herr Eduard Weil Wege, die viefleicht dazu führen können, der jüdischen Frau auch in Württemberg Gelegenheit zur Mttarbeit in der jüdischen Gemeinde zu geben. Der Vortragsabend hinterließ bei den zahlreichen jüdischen und nichtjüdischen Teilnehmer den besten Eindruck. M. R. Stuttgart. Verein zur Ausstattung von Bräuten. Am 1ü. März fand im Gemeindehaus die Mitgliederversammlung statt. Nach Erstattung des Jahres- und Tätigkeitsberichts, aus dem das segensreiche Wirken des Vereins zu entnehmen war, teilte die Kassiererin den Kassenbericht mit. Obgleich das Vermögen des Verein« während der Inflationszeit zu Nichts geworden, hat di« Kasse, sich nach und nach wieder -erholt, so daß die an den Verein gestrllsind klangschön, gediegen 'und Dreiswert ZaMwcUe a>A Vereinbarung 5eilA>Hoa| unrerfetodttA H. SCHIRM, Planoforteban, OI|utr. 77 | Damen- I Kleiderstoffe Io unerreichter Auswahl xu vorteilhaften Preisen LORENZ SmTGART/gSftVafflSS! 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