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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-03-16 · 24 (16.3.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
24 (16.3.1928)
Date
1928-03-16
Page
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Gemetndesettunv für die israelitischen Gemeinden Württembergs 9< jngsptcts: daMtkead|S«tkUg*l» ffilpMlMdismiRk «ajctannmtt SO R»lch»ps«imtg Verlag; Jfiaeimidje vertagsaastall«. m. d. tz. foatpiwi 8.-fl tssts (nur |b btUagaeMIg.) PoMU)«fc-Ktrats i Mt 5» —ntHd| jaxtarai mm 1.B.U- SchrlfNellaagz Slodtraddtaer vr. Rteger, Stnttgmd «lastoMsaiUag* 18. flnjctgcaprcts, Mt dafpcdttg« nonpottUltpcO« oPtt Pttta Roma SO Rttch»pl«mtg faartUcnimytgca nofr kteta« ftasctgta Mt KIdnjtllt tO Rcldtipfcnntg Reklame |JO Rcidtmaarfc M wltdtitzodmgt» PeegBupiguag IV. Jahrgang Stuttgart, 16. März i-rs Nr. 24 Vom4 ■■April 1928 ab erscheint die Gemeindezeitung in einem größeren Format. MitdieserUmstellung, die auf vielseitigen Wunsch nunmehr erfolgte, wird eine wesentliche Anreicherung des redaktionellen Teils verbunden sein. Weiter wurde für die sorgfältige Berichterstattung über alle bemerkenswerten Ereignisse in Stadt und Land ein ausgedehnter Kreis von Mitarbeitern gewonnen. Gleichzeitig tritt am 1. April 1928 die Gemeindezeitung in das 5. Jahr ihres Bestehens ein. Wir benützen gerne diesen Anlaß, um für das uns in so reichem Maße bewiesene Vertrauen herzlich zu danken und geben der Hoffnung Ausdruck, daß die Beziehungen zwischen unserem Leserkreis und uns immer enger werden. Jeder Angehörige unserer württemb. israel. Religionsgemeinschaft betrachte unser Organ als „seine Zeitung“, an die er sich in allen Fällen vertrauensvoll wenden kann. Wünsche und Anregungen finden bei uns stets gerne Gehör. Unsere Hauptaufgabe aber erblicken wir, wie bisher, darin, die Fühlung zwischen unseren Glaubensgenossen immer inniger zu gestalten, für den inneren Frieden der Gemeinden zu wirken u. die Gemeindezeitung in den Dienst opferwilliger Liebesarbeit zu stellen. Verlag u. Redaktion d. „Gemeindezeitung für die israel. Gemeinden Württembergs“ Pfe vor allem durch die erhöhten Zeitantigebübren gesteigerten Unkosten swingen tu*, leider zu einer kleinen Erhöhung des Bezugspreises auf RM. 5.— einschließlich Zusiellungsgebühr. Dieses Jahresabonnement kann auch halbjährlich entrichtet werden. Damit die Zustellung keine Verzögerung erleidet, bitten wir um alsbaldige Einzahlung der Bezugs- und Zustellungsgebühr für die Zeit vom 1. April 192S bis 30. Mürz 1929 auf Postscheckkonto Nr. 3025« Stuttgart, Israel. Verlagsanstalt Q. mbH. Zur Psychologie des jüdischen Kindes. Die Erforschung des Seelenlebens des Kin des ist eine der jüngsten Wissenschaften. Vielleicht ist es daraus erklärlich, daß sie noch nicht aus dem Stadium der Theoretik herausgewachsen ist. Es wird in ihr zuviel Wert auf die an geblichen Zusammenhänge mit den Erscheinungen des reiferen Lebens gelegt. Tatsachen der Kinderpsychologie werden in Zusammenhänge der späteren Reifezeit eingereiht. Es werden in der Kindesseele die Spuren triebhafter Aeußerungen gesucht, deren Entwicklung eine gewisse körperliche Reife voraussetzt. Einzeläußerungen und Sonderersahrungen werden verallgemeinert. Es liegt eben nahe, daß die Voraussetzungen für alle Erscheinungen des Seelenlebens in der frühesten Kindheit gesucht werden. Damit ist aber der Willkür Tür und Tor geöffnet. Andererseits ist es unbedingt richtig, daß die Wissenschaft von der Seele des Kindes Einflüsse der Heimat, der Landschaft, des Elternhauses, der gesellschaftlichen und sozialen Beziehungen beachtet. Das Proletarierkind wird in anderen Voraussetzungen geboren und erzogen als das Kind der gehobenen Wirtschaftsschichten. Der Bildungsgrad der Eltern ist nicht gleichgültig für die Entfaltung der Seele ihres Kindes. Daß auch das Verhältnis der Eltern zu der Religion einen gewissen Einfluß auf das reifende Kind ausübt, ist mindestens wahrscheinlich. Darum ist die Frage nach der besonderen psychologischen Verfassung des jüdischen Kindes nicht unberechtigt. Allerdings wird das Maß des religiösen Einflusses im Durchschnitt nicht allzu groß sein. In strengreligiösen Kreisen, deren Leben innerhalb der Grenzen einer bestimmten den Alltag streng regelnden Religiosität verläuft, mag die Beziehung zur Religion eine gewisse Bedeutsamkeit beanspruchen. Aber der Umfang und das Maß dieses Einflusses ist nicht leicht zu bemessen. Umso bedeutungsvoller erscheint der Aufsatz des Gießener Professors Dr. Erich Stern „Zur Psychologie des jüdischen Kindes", den er soeben in

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