Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 23 (1.3.1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
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handensein sowohl einer orthodoxen, als auch einer liberalen Synagoge in viel größerem Maße Bei dieser Gelegenheit ist es interessant, etwas über die Entwicklung des israelitischen Religions- Unterrichts für die Seminaristen zu erfahren. Ter nachstehende Brief gibt Aufschluß darüber, daß von 1825 bis zum März 1835, also zehn Jahre lang, die israelitischen Schulamtszöglingc keinen israelitischen Religionsunterricht erhalten haben. Der damalige israelitische Lehrer und Vorsänger Lieb mann schrieb an die Königl. Israelitische Oberkirchenbehörde: Neckarkreis Eßlingen, den 6. Februar 1835. Gehorsamste Bitte des Leopold Liebmann, israelitischen Lehrers daselbst, an dem dortigen Schullehrer-Seminar für den mosaischen Religions- und hebräischen Sprachunterricht einen Lehrer zu ernennen, und den gehorsamsten Bittsteller bei Besetzung der fraglichen Stelle gütigst zw berücksichtigen. Gewiß blickt ein jeder Jsraelite und jeder Menschenfreund unseres Vaterlandes mit dankbar frohem Herzen aus die seit etwa zehn Jahren durch die Weisheit und rastlose Tätigkeit unserer erhabenen Regierung entstandenen, sich täglich mehr hebenden israelitischen Schulen. Tie meisten israelitischen Schullehrer Württembergs sind in dem hiesigen Schullehrer-Seminar gebildet worden, und diese nützliche Anstalt wird den Israeliten auch ferner geöffnet bleiben. Allein, wie gut auch diese Anstalt die Bildung der israelitischen Zöglinge als künftige Lehrer im Allgemeinen besorgt, so fehlt es ihr doch gänzlich an einer Einrichtung zu deren Bildung als israelitische Lehrer ins Besondere. Denn den israelitischen Zöglingen wird weder ein Unterricht in der mosaischen Religion, noch in der hebräischen Sprache gegeben. Dieser mangelhaften Einrichtung sollte dcch notwendig in Bälde abgeholfen werden. Die israelitischen Seminaristen haben bisher meistens den Unterricht in der christlichen Religion besucht, dadurch aber wird bei Vielen das Gebäude ihres Glaubens gänzlich erschüttert. Und wie schlimm muß das aus den sich bildenden Charakter, auf die spätere Wirksamkeit und das innere Glück gar Vieler wirken? Wie muß dadurch das Miß trauen unterhalten werden, welches das Volk noch so häufig gegen die neuen, zeitgemäßen Schul- und gotesd Ernstlichen Einrichtungen zeigt. Ebenso ist den israelitischen Seminaristen in dem Seminar bisher in der hebräischen Sprache und der Lithurgie gar kein Unterricht gegeben worden, und nur Wenigen war es möglich, darin Privat-Unterricht zu neh men. Und dennoch sollen die israelitischen Lehrer in der hebräischen Sprache examiniert, ihnen später nicht nur der hebräische Unterricht in den Schulen, sondern auch, in Abwesenheit des Rabbinen, das Bordeten, das Vorlesen der Thora und das Halten der Erbauungsreden anvertraut werden; Funktionen, bei denen nach der bisherigen Einrichtung des jüdischen Cultus gründliche Kenntnisse der hebräischen Sprache unumgänglich nöthig sind. Der gehorsamst Unterzeichnete, welcher sich selbst in dem hiesigen Seminar zum Schulstande vorbereitet hat, und seit zehn Jahren hier als Lehrer angestellt ist, hat gar oft Die Revue 3 Uhr 5 Uhr 8 Uhr der findet am im Mitwirkende: Dicnstütfß iS» M&rz Fa. Schimmel ®. Nette, für jede Dame das Richtige Fa. Tack D Co., .... der Schuh für Alle Fa. Renncmfiller, . . der Schirm dieser Saison Willy Wende mit seiner Künstlerschar u. gekrönten Modeköniginnen I Man btiorgc «Idi frflhidtlg Karten, da nur nummerierte Platte emgegeben werden. | Statt WinwmsiNM ALFRED BOHM STUTTGART / OALWERSTRASU 18 /