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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-02-16 · 22 (16.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
22 (16.2.1928)
Date
1928-02-16
Page
[Seite] (sequence 18)
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- «81 - Alsdann trat man in di« Tagesordnung ein, deren Punkt 1, dir Neuwahl, durch einstimmig« Wahl dcS alten Ausschusses rasch erledigt wurde. Punkt 2 der Tagesordnung wurde dahin rrledigt, daß bit Mitglieder sich bereit erklärten, auch im neuen Kalenderjahr die Beiträge beizubehalten. Der Vorsitzende dankte noch allen, die sich um die Kassengeschäfte verdient gemacht hatten und den Mitgliedern, die sich um die Erhaltung des großen Liebeswerkes mühten. — Nach Durchsprache einiger /-Gemeindeangelegenheiten ging die harmonisch verlaufene Bcrsammlung gegen 1 '2X2 Uhr auseinander. 8. tzaigerloch. Jubiläumsseier des jüdischen Gesangvereins. Am 28. Januar jährte es sich zum vierzigsten Mal, daß Männer unserer Gemeinde sich zum Männcrgesangvcrein ,Liederkranz" zusammenschlossen. Ter Verein beging an diesem Tage sein. 40. Stiftungsfest in feierlicher Weise. Ter Verein hat in unermüdlicher Arbeit unter der Leitung begeisterter Vorstandsmitglieder und tüchtiger Dirigenten sich in der weiteren Umgebung einen geachteten Namen verschafft und durch sein Streben und Können seinen Teil zur Beseitigung des Vorurteils beigetragen, daß der Jude nur materielle Interessen kenne. 8 Preise hat der Verein im Zeitraum von >899 bis 1924 im Sängerwettstreit errungen, darunter 2 erste, und wenn der Verein sich auf Festen sehen ließ und läßt, so lag und liegt A«fttung in den Worten, die man sich zuflüstert: „Tie Jude von Haigcrloch komme . .." Ter Festabend verlief in harmonischer Weise. Ter Vorsitzende, Alfred Lcvi, gab einen Ueberblick über die Geschichte des Vereins. Ter Bürgermeister des Städtchens hob rühmend die Eintracht hervor, die zwischen den verschiedenen Konfessionen ebenso herrsche wie zwischen den beiden Gesangvereinen des Ortes. Ein Beweis dafür war das Ständchen und die Ehrengabe, die der christliche Gesangverein („Sängerbund") dem Liederkranz darbrachte. Auch aus den Glückwunschrcden der Vertreter anderer Brudervcreine klang die gleiche Achtung und Eintracht. Ein« besondere Freude war tS dem Verein, 3 Mitgliedern den Ehrenbricf, >2 weiteren Sängern di« Ehrenurkunde für 25jährige treue Mitgliedschaft überreichen zu können. Ter musikalische Teil des Abends lag für kleinstädtische Verhältnisse aus hohem Niveau. Zwei frühere Pkeischörr deuteten den allmählichen Ausstieg des Vereins in ernster Arbeit an. MännerchSre von Mozart und Grieg sowie gemischte Chöre mit Soli von Haydn und Bizet (Carmen!) bewiesen die Leistungsfähigkeit des Vereins. Sopran-, Geigen- und Flötensoli sowie Orchestrrstücke verstärkten den Eindruck der Feier. Der Liederkranz darf auf sein Stiftungsfest wie ans die vier Jahrzehnte seiner bisherigen Tätigkeit mit Recht stolz sein. Leider wird auch für ihn der Nachwuchs immer spärlicher. Trotzdem ist zu hoffen, daß er noch lange Jahre bestehen und seine Ideale in gleicher Weife weiter pslegen wird. Heist»!»»». Jsr. Frauenvcrein. Vor einem großen Kreis von Mitgliedern unseres Vereins und deren Angehörigen hielt Frau Trude Wolf am 16. v. M. einen nach Form und Inhalt gleich ausgezeichneten Vortrag über Selbstgesehenes und Selbstcrlebtes auf einer Reise durch Spanien. In anschaulicher Weise wußte die Rednerin über Land und Leute, Sitten unnd Gebräuche daselbst zu erzählen und verstand es, auch weniger angenehme Situationen durch seinen Humor interessant zu gestalten und besonderen Reiz zu geben. Die durchaus fesselnden Ausführungen der geschätzten Rednerin lösten bei allen Anwesenden lebhafte» und verdienten Beifall aus. Htilbr»»». Am 18. Februar d. I. begeht Frau Lina Marschall das Fest chres 70. Geburtstages. Frau Marschall dürste die älteste in Heilbronn geborene Israelitin sein und ist wegen ihrer Herzensgüte und ihres stets regen Wohltätigkeitssinncs, hochgeschätzt. An allen edlen Bestrebungen in Stadt und HEILBRONN FIOKAStTZ \ staatlich geprüfter Optiker / Inr das Basta za bllligstaa Rpaisaa \r-W KillampL Ecke Kaiserstr. Fernsprecher Nr. 436 Ich bin i idgesellMluift für Handel n. mtnstrle m. b. H. HcUüronn/N. Tel. 306 u. 1771 / Postecheckkto. Stuttgart 19691 Anlegung und Führung zweckentsprechender Buchhaltungen; formelle und materielle Revision von Büchern und Bilanzen; Rentabilität* berechnungen; kaufmännische Gutachten / Ge seUschaftsvertrflge; Firmenumwandlungen: Aus einandersetzungen zwischen Teilhabern; Liqui dationen; aufiergerichtliche Vergleiche; Konkursvertretungen; Beratung und Vertretung in Aufwertungsangelegenheiten / Beratung u. verschwierigen tretung in Steuerangelegenheiten Führung von Steuerprozessen; Steuergutachten/ VermO^ns- und Hausverwaltungen; Nachlaß teilungen; Nachlaßverwaltungen uTPflegschaften Testamentsvollstreckungen; Errichtung u. Nachprüfung von Testamenten ✓ Beschaffung von Vollmachten aus dem Auslande: Einzug ausländischer Erbschaften, insbesondere aus Ame rika / Grundstücks- und Hypothekenverkehr Müßige Gebühren; Jahresabonnements Allererste Anerkenntnisse.

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