Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 22 (16.2.1928)
- Date
- 1928-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 16)
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- 678 - Widerhall finden nicht nur bei den Mitgliedern der Stuttgarter Gemeinde, sondern im ganzen Lande, wie ja auch viele Glaubensgenossen von auswärts sich der Wohltaten des Vereins erfreuen dursten. All«, die aus vollem Herzen seit vielen Jahren den Verein zu sördcrn bereit waren, werden auch von ganzem Herzen an seinem Ehrentage tcilnehmen. Stuttgart. Rezitationsabcnd im Berthold Auerbach-Verein. Im Rahmen des Berthold Auerbach-Vereins veranstaltete Fräulein Else Rothschild, Cannstatt, am 31. des vergangenen Monats einen Rezitationsabend, mit dem die erste Hälfte des ausgezeichneten Bereinsprogramms zu Ende ging. Fräulein Else Rothschild verfügt über ein biegsames, modulationsfähiges Organ, das den Stimmungsgehalt der einzelnen Gedichte auszuwcrten und zu gestalten versteht. Vor allem aber sind es Dichtungen lyrischen Einschlags, unkomplizierte, frisch-fröhliche Merkchen, die der Vortragenden liegen. — Literarische Miniaturen wie Goethes „Edelknabe Und Müllerin" oder Lenaus „ü « it j“ wußte Frl. Rothschild mit viel sprachlicher und mimischer Anmut zu Gehör zu bringen. Aus dem ersten Teil der Vortragsfolge erwähnen wir noch die bekannte Ballade von A. de Nora „Tie Madonna des Zuchthause s", sowie das dankbare Gedicht von Liliencron a n s der Schwärmer. — Ten zweiten Teil ihres gut gewählten Programmcs leitete Frl. Else Rothschild mit einem Gedicht von Hans Tternheim, a b i m a", ein. Hierauf folgten zwei, starke Zeit- und Naturverbundenheit atmende Dichtungen von Leopold Marx Kontor" und „G ang über die Heide im Borfrühlin g". Ein köstlicher Abschnitt Manfred Kyberschrr Prosa, einige Satiren von Christian Morgenstern und zwei literarische Purzelbäume von Joachim Ringelnatz beschlossen die Lese. — Die Zuhörer spendeten der Vortragenden reichen Beifall, der durch eine vortrefflich gesprochene Zugabe, Rudolf Baumbachs „Stelldichein", quittiert wurde. — H. St. Statigtrt. Am 9. d. Mts. vollendete in körperlicher und geistiger Frische Mendel Fußmann das siebente Jahrzehnt seines arbeitsreichen Lebens. Mendel Fußmann ist der erste Ostjude, der sich vor mehr als 30 Jahren in Stuttgart ansässig gemacht hat und ist der Gründer des Ostjüdischen Vereins, der in der Marienstraße sein eigenes Betlokal hat. Der Jubilar war jahrelang der Vorsitzende dieses Vereins. Seit einigen Jahren hält sich Fußmann in Baden bei Wien aus, woselbst er großes Ansehen erworben hat. Wir wünschen dem Jubilar noch viele glückliche Jahre an der Seite seiner Gattin und im Kreise seiner Familie. - Buchau a. F. Der in Nr. 14 des vorigen Jahrgangs der „Gemeindezeitung" erschienene Aufruf „A n die Freunde der hebr. Literatur" hat einen erfreulichen Erfolg gehabt. Die dort gegebene Anregung zur Schaffung einer „hebr. Lesegesellschaft für Württemberg und Baden" ist inzwischen verwirklicht worden. Zwölf Personen erklärten außer dem Unterzeichneten selbst ihre Bereitwilligkeit, der Gesellschaft beizutreten und zwar vier Rabbiner und acht Lehrer — ein Beweis, daß wenigstens in diesen Kreisen die Notwendigkeit begriffen wird, der neuen hebr. Literatur größere Aufmerksamkeit zu schenken. Einige Werke und eine wissenschaftliche Zeitschrift sind bereits für die Wanderbibliothek angeschasst worden. Es wäre zu wünschen, daß die Mitgliederzahl sich noch erweiterte und auch Angehörige anderer Beruf« hinzukämen. Selbstverständlich geht es ja nicht um eine Fachangclegenheit von Rabbinern u»d Lehrern, sondern um eine Sache, die unterschiedslos für alle bis zu gewissen Graden Hebräisch Verstehende gilt. Rabbiner Dr. Schlesinger. Crailsheim. Am 7. ds. Mts. fand im Saale „Grüner Baum" hier die alljährlich stattsindende Generalversammlung des Gemeindevcreins statt. Berthold Stein, der Vorsitzende, eröfsnete den Abend, indem er die zahlreich erschienenen Damen und Herren herzlich begrüßte und zugleich für das zahlreiche Erscheinen der Jugend dankte, worin er ein gutes Vorzeichen für die neu beginnende Jahresarbeit erblickt. — HEILBRONN Karl Gertler Juwelier SpaxlallUti Bruckmann. Kaiserstr. filber-Bestecke L. . . .J BUBISPEZIALIST! Nur Salon H. ECKERT NECKAR - HOTEL / HEILBRONN Spezialität: Dauerwellen a. Heaaa-FIrbung In> uad ausMadisdie Parlfimertea aal Lager MANICURE - GESICHTSPFLEGE | I^ennann cdPade 1 EIGENE SCHIRMFABRIKATION § | Herrenhüte / Spazierstöcke ü | Ecke Kaisero. Sülmeretr-, Tel. 644 1 <$Rt> fluto-khallcrdi 1 ' KlaraUrMc « na# ti / tcMm 4M 1 Kcparafor / Brate / Ersatzteile 1 miiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiraiiiiiiiiinHiiiiiiiiiuiuHniimiiiinniimiimniniHnuinniminmnniiimfl i