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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-02-01 · 21 (1.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
21 (1.2.1928)
Date
1928-02-01
Page
[Seite] (sequence 17)
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- 651 - „je Tat zu nehmen. Die redliche Mühe, die Jungen« „nd Mädels sich gegeben haben, um einen schönen stimmungsvollen Abend zu bieten, »var nicht umsonst ausgcwendet. Man sah und hörte in bunter Folge Peigentanz und Gymnastik, frohes Fahrtenlied, ein kleines Theaterstück, «in reizendes Kasperltheater und Sie Rede eines Führers. Namen werden auf dem Programm nicht genannt und das ist recht so. Was geboten wird, ist — das kommt hierin zum Ausdruck — Leistung der Gruppe, nicht des Einzelnen. Ein bohes Maß der Sclbsteinschätzung, das jungen Menschen natürlich ist, wirkt nicht unerfreulich, wenn es sich auf eine Gemeinsamkeit bezieht. Nachdem anfängliche Befangenheit sich gelegt hatte, kam der frische und muntere To» zum Durchbruch, an dem jeder, dem die Jugend nahe ist, seine Helle Freude haben konnte. Nicht wenig staben zum Erfolg die Zuhörer selbst beigetragen. Es laßen da nicht kalte Richter und Kritiker im Saal, iondern Eltern, Menschen, die bei dem, was ihnen da geboten wird, von Anfang bis Ende fühlten: das da oben ist nicht irgendwer, das sind unsere Kinder, das sind die^nach uns, die in Spiel und Gedanke sich für das Leben rüsten, das sie erwartet, unser Leben. So war ein freudiger Zusammenhang zwischen ,^>ben" und „unten" — im räumlichen Sinn — gegeben. Man lachte gern, wenn Mutter Kasperl die Bedenken, Aengstc und Sorgen jeder Frau Mama getreulich kopierte; man freute sich an den geraden Gliedern kräftiger junger Menschen. Es wurde gesprochen von der Idee, di« hinter dem allem steht, dem Drang nach jungem, neuem, eigenem Leben, der der Jugend eigen sei. Ts war gut — und doch klang das nicht mehr so überzeugend wie noch vor wenigen Jahren; die Beo» hältnisse sind wieder ruhiger geworden und unsere Jugend ist es auch. Aber unsere Jungen und Mädels sind jung und haben ein Recht, es zu sein. Die wenigen Bedenken, die gegen dies und das die Aussprache am Abend brachte, fallen dem gegenüber nicht ins Gewicht. Hoffentlich hat der materielle Erfolg den Erwartungen der Kameraden entsprochen. Wir fteuen uns an jedem von ihnen, der hält, was seine Jugend verspricht. Wir brauchen junge Menschen. RB. Stuttgart. Am 19. v. Mts. sprach Dr. h. c. Generalmajor von Schönaich im Gustav Siegle-Haus über das Thema „Wie vermeiden wir den nächsten Krieg?". Besonders Interesse verdiente der Bericht des Redners über eine Studienreise nach Palästina, die ihm eingehend Gelegenheit zur persönlichen Information über die viel umstrittenen Sicdlungsver» hältnisse des Landes gab. Generalmajor von Schöneich hob rühmend den Ausbauwillen jedes einzelnen palästinensischen Siedlers hervor und bezeichnete die Arbeitsteilung in den einzelnen Kolonien, die sich auf rein demokratischer Basis abwickelt, als mustergültig und nachahmenswert. Der Redner hat seine in Palästina gemachten Erfahrungen in einem Buche „Sowjet- Rußland und Palästina" niedergelegt. — Cannstatt. Die übliche Feier des Synagogen- Ehorvereins am Sylvesterabend vereinigte die Mit- Ribana UnlerkleidDDö GESCHWISTER HEIM BUCHSENSTR. 13 Für Sportler und Touristen gibt es nichts erfrischenderes als eine Waschung mit Dr. Nittinger’s Campherseife. Für Reise und Bad. Kleine Stücke in Dosen. Man achte auf die Firma Ad. Osterberg - Gractcr SUDFRUCHTE, WEINE SCHOKOLADEN niiiiiimiiiiiiiuiiiiffliniiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Vcrvlel- Ifilliguitien Bob «NMricn Stuttgart, Kancleistrahe 33 115 7» ». Ml 19 ^itiiiiimiiiiiiiiininwumitmitwiiiuiiiiiiiimiiiiiiiitiiiiiiiiimMiiHmiummmMimiimuiwHiy 1 FRANK-SEIDEN j | Seidenstoffe - Bänder - Samte I GEBRÜDER FRANK | I Königstraße56 STUTTGART Tel. S.A.23209 § ^iiiiiiiiiiMiiniiiiiminmHiiiiHiiaHiiiiiiiiiiiiiinwHiiBMiHiHHiinimwinHimHinitniniiiiiiiiiBB | A. NANDSSOW *>Ä»

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