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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1928-01-01 · 19 (1.1.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
19 (1.1.1928)
Date
1928-01-01
Page
[Seite] (sequence 26)
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604 — stellern. Beide Berösfentlichungen werden Ende des Jahres 1928 vollständig oorliegen. JUuet der Welt des Judentums. Der preußische Landesverband und das Sie»- lunqswerl des Reichsbundes jüdischer Frvntsoldaien. Am 11. Dezember ds. Js fand unter dem Vorsitz des Prof. Tr. Türk Berlin die Wintertagung des Wohlfahrts-Ausschusses des preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden statt. Tabei wurde das Siedlungsunternehmen des Reichsbundes jüd. Frontsoldaten eingehend bespro chen. Auf Einladung des Ausschusses war das Mitglied der Landesversammlung. R.-A. Tr. Elkelcs vom Siedlungsausschuß des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten anwesend, um das Gesuch wegen Beteiligung des Landesverbandes an dem Siedlungswerk der R.j.F. persönlich ausführlich zu begründen. Tie Pläne des Reichsbundes, einen jüdischen landwirtschaftlichen Siedlerstand in Deutschland und damit ein Gegengewicht gegen die einseitige Berufsschichtung der Juden zu schassen, fanden wie überall das volle Verständnis der Mitglieder des Wohlfahrts-Ausschus ses. Man verkannte freilich die großen Schwierigkeiten der Sache nicht. So wurde darauf hingewieirn. daß es zwar in Deutschland nur noch eine sehr kleine Zahl jüdischer Bauern gäbe. Tie meisten in der Landwirtschaft tätigen Juden seien in glei chem Maße auch Viehhändler, weil sie sich von ihrem landwirtschaftlichen Besitz allein nicht er nähren könntciz. Tie Landflucht in jüdischen Kreisen sei größer als in irgendwelchen anderen Schichten, da das kulturelle und wirtschaftliche Vorivärtskommen den Juden auf dem Lande außerordentlich erschwert sei. und viele schon deshalb in die Städte zögen, um ihren Kindern eine bessere Bildung angedeihcn zu lassen. Ein jüdi jches Gemeinschaftsleben könne sich aus dem Lande wegen der nur vereinzelt wohnenden Glaubensgenossen schwer entwickeln. Zum jüdischen Bauern gehöre auch die jüdische Bäuerin: solange es die nicht gäbe, könne mit der Siedlung nicht be gönnen werden. Demgegenüber wurde aber auch betont, daß trotz aller bestehenden Hemmnisse das große Werk doch aussichtsreich genug erscheine. Zwar denke nie mand an die „Berufsumschichtung" in der Weise, daß plötzlich aus einem großstädtischen Hand lungsgehilfen ein Landwirt gemacht werden solle. Wohl aber könne das Interesse der Jugend schon früh für diese Tinge geweckt werden. Wenn es ge linge, die Ansiedlung aus genossenschaftlicher Grundlage zu schaffen, so sei der Gefahr der Per einzelung vorgebeugt. Voraussetzung aber für die Turchführung sei die genügende finanzielle Siche rung. Solange diese nicht feststehe, dürfe nicht begonnen werden. Als Ergebnis der Aussprache wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, den Rat zu ersuchen, in de» Haushaltsplan 1928 des Landesverbandes einen erheblichen Betrag für die Propaganda des Sied lungswerks einzusetzen. Es wurde ein besonderer Unterausschuß gebildet, der mit dem Siedlungsausschuß des R.j.F. in ständiger Fühlung bleiben wird. (IFA.) Die portugiesischen Marranen kehren in Schare» znm Judentum zurück. Das Londoner Portugese Marranos Comittce. das vor einigen Jahren zu dem Zwecke gegründet wurde, die unter den portugiesischen Marranen elementar vor sich gehende Bewegung, zum Ju dentum zurückzukehren, zu unterstützen, gibt soeben einen Bericht über seine Tätigkeit heraus, dem zu entnehmen ist: Ter Anregung von Lucien Wolf, der im Jahre 1925 Portugal besucht hat, folgend, hat sich das Komitee finanziell an der Begründung einer jüdischen Gemeinde in Oporto beteiligt. Oporto ist von den Marranensicdlungen in Nordportugal am leichtesten zu erreichen. Am 1. Juli d. Js. wurde in Lporto die Synagoge „Mekor Chaim" in Anwesenheit des Präsidenten der Lissaboner Gemeinde, Moses Bensabath Amzalak, einge weiht. Kurz darauf wurde die Synagoge von dem früheren Lberrabbiner in Jerusalem, Elia cham Nissim Tamon, besucht. Tic Synagoge wird nicht allein von den jüdischen Einwohnern von Sporto, sondern auch von sehr zahlreichen HEILBRONN Wess & Kircher, Musikhaus, Heilbronn a. N. Kieselmarkt 7 - Tel. 367 - Ludwigsburg Wi helmstr. 14 - Tel. 848 Flügel - Pianos - Kunstspielinstrumcnte - erste Fabrikate Sprechapparate Vox - Electrola - Klingsor usw. - Schallplatten aller Marken - Stets größtes Lager - Saiteninstrumente aller Art - Reparaturwerkstätte - Stimmungen - Umtausch Günstige Zahlungsbedingungen. — '-

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