Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-12-16 · 18 (16.12.1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
18 (16.12.1927)
Date
1927-12-16
Page
[Seite] (sequence 17)
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4904101-5441811-5442992--1614-4905613
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

— 563 - Handwerks und des Gartenbaus unter P f ii Israeliten in Württemberg mürbe am!'. 1. 1898 von den Herren Kirchenrat Tr^ Kroner, Tr. Stößel, D. A. Gutmann, Moritz Levi, Gustav Gottschalk, Kommerzienrat Adolf Wolf, Salomon Schloß und Heinrich Löwenthal ins Leben gerufen. Nach Acußerungen aus den Gemeinden Heilbronn, Ulm, Göppingen, Gmünd, Tübingen, Rexingen u. a. fand die Gründung volle Sympathie im Lande. Bei der Ueberschätzung der geistigen Berufe, der wir. KPt noch überall begegnen, hatte der Verein mit vielerlei Schwierigkeiten zu kämpfen. Während der Zeit seines Bestehens wurden unter seiner tätigen Mithilfe 103 Handwerker der verschiedensten Berussarten ausgebildet. Alle haben mit wenigen Ausnahmen ihr Auskommen gciunden. In ihrer Leistungsfähigkeit standen sie ihren uichljüdischen Berufskollegen nicht nach. Während des Kriegs und in den ersten Nachkriegsst'bien mußte der Verein feine Tätigkeit nahezu einstellen. In unseren Tagen aber, da die Berussumschich tung ernsteste Kreise beschäftigt, die Siedlungsbewegung ganze Spalten unserer Blätter aussüllt, die Frage der Arbeits-, der Durchwanderer-, der Wanderarmenfürsorge, eines der schwierigsten Probleme der Wohlfahrtsvereine bilde», erweist sich der Bestand des Vereins zur Förderung des Handwerks und des Gartenbaus notwendiger als je. Es sind verschwindend wenige Handwerker, die unsere »asse anlausen und dies selbst aus den Ostländern, welche an sich die größte Anzahl der Kassenbesucher stellen, wiewohl dort die Handwerkerschaft einen sehr großen Teil der jüdischen Bevölkerung ausmacht. Das Handwerk ist dort, bei allen Hemmnissen, die man den Juden bereitet, immer noch die gesündeste wirtschaftliche Position. Solche Wahrnehmungen zeigen, daß die Erlernung eines Handwerks das beste Mittel ist, die Leute von der Straße wegzuhalten. Bon der Notwendigkeit und Nützlichkeit des Verein» auss innerste überzeugt hat sich die aus 4. ds. Mts. einbcrusene Mitgliederversammlung zum Ziel gesetzt, den Verein seiner Bedeutung entsprechend nach Möglichkeit zu fördern und zu heben zum Segen der' Judenheit unseres Landes. Aus dem Geschäftsbericht des vergangenen Jahre» ist mitzuteilen: z. Zt. stehen neun Lehrlingen: 2 Schlosser, 1 Graveur, 1 Monteur, 1 Mechaniker, 1 Schreiner, I^Linierer, 1 Bäcker, 1 Tamenschneiderin in der Obhut des Vereins. Die Berichte über dieselben lauten.durchweg gut. Tie Kasse, von Sigmund Kallmann verwaltet, von Adolf Wolfs geprüft und in bester Ordnung bcsunden, weist einen Bestand von Mk. 2038 aus. An Unterstützungen wurden im abgelausencn Jahre rund Mark 900.— verausgabt. Der verewigte Kommerzienrat Moritz Wolf hat dem Verein die reiche Freude bringt •m Geschenk m Offenbacher Lederwaren OSKAR BECKER Charlotteaplaii RatcMkUraac 3 (Charlotte» - Du) k.4.KWplr<iM Auch £|£ sollten sich merken: Gute Qualitäts-Cigarren Gangbare Marken~Cigaretten in geschmackvollen Geschenkpackungen für das Weihnacht*- Fest kaufen Sie am besten und am preiswertesten bei: E. DIEZ & Co. STUTTGART, TELEFON 20018 BUro u. Lager: Kreuserslr. 3 SPEZIAL-GESCHÄFTE: STUTTGART: Lautenschlagerstr. 3 «m Hfndcnburtput* Schlot-Strasse Nr. 7 im Bahnhof-Hotel

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.