Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- IV (1927-1928)
- Issue
- 17 (1.12.1927)
- Date
- 1927-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
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Wahres die russischen Kolonien besucht hat, am 28. 'November halten sollte. Es war selbstverständlich, daß >ch eine sehr große Hörcrzahl cingefunde», um den Beucht Über die jüdische» Siedlungen von einem Manne .»Igegenzunchmen, der über sic aus eigener Anschauung sprechen konnte. Tie Neuordnung der Verhältnisse Tsteuropas hat den Hilssvcrcin vor neue Ausgaben genelli. I» den Sowjetrepubliken ist mit der . Ver iiaatlichung von Handel und Gewerbe der jüdischen Bevölkerung die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Ter Ucbcrgang zur Landwirtschaft, zur Industrie und ,nm Kleingewerbe, also zu Berufen, die den Juden bisher zum großen Teil verschlossen waren, ist für sie zur Lcbensnotwcndigkcit geworden. Tie bcruslichc Um* siellung der Juden wird von der Sowcjtrcgicrung durch imentgeltlichc Uebcrlassung von Grund und Boden zur Landansiedlung unterstützt. Tie amerikanischen jüdischen Hilssvcrbände haben in großzügiger Weise Mittel sür diese Umschichtung zur Verfügung gestellt. Seit 1925 i,»d 12 000 jüdische Familien in der Krim, im Lüden der Ukraine, in Weißrußland und in anderen Teilen der Sowjetunion angcsiedclt worden. Tic Zahl der jüdischen Baucrnkolonistcn ist bis jetzt auf 165 00» Leclcn gestiegen. Mehrere hundert jüdische Dörfer sind entstanden. Bereits im November 1926 begann sich der Hilisverein mit diesem Ausbauwerk zu beschäftigen. Aber erst durch die Reise Tr. Wischnitzcrs ist eine genau, »ennlnis der tatsächlichen Verhältnisse vermittelt worden. Natürlich war man auch hier gespannt, den Mann sprechen zu höre«, der das Ausbauwerl im L sten studiert und reiches Bildmaterial mitgcbracht hatte. Ter Redner des Abends wurde durch den Vor iinendcn des Ortsausschusses, Stadtrabbincr Tr. Ricger, begrüßt und sprach zunächst an der Hand einer Karle von den drei Kolonisationszcntren nördlich von Simseropol, nordwestlich von Cherson und bei Ärivoirog. Er zeigte dann 32 Lichtbilder, die das Wachsen der jüdische» Siedlungen trefflich illustrierten. Tie Regierung hat bisher 800 000 Morgen Landes für die jüdische Siedlung zur Verfügung gestellt. Tas Regie rungsprogramm sieht aber eine Gesamtausiedlung von 100 000 jüdischen Familien vor, von denen jährlich 5000 Familien vorerst angcsiedclt werden sollen. Ter Redner schilderte die wirtschastlichcn Verhältnisse der, neuen Kolonien sehr anschaulich. Er sprack von dem Mangel an Krankenhäusern, Ambulatorien, Badcansta! ten, Lchrwerkstättc», Schulhäuscrn, Kindergärten und Kinderhorten in den erschlossenen Gebieten. Hier will der Hilssvcrein helsend cintreten. Tic Förderung dieses Werkes liegt auch in dcutschcig Interesse. Es sollen deutsche Erzeugnisse sür die Kolonisten beschafft und deutscher Kultur neue Gebiete im Osten erschlossen werden Tie Hilft sür die Kolonien sei natürlich vor erst ei» Werk rettender Nächstenliebe. Nach dem Vortrage wurde aus Vorschlag Tr. Gunzcnhausers zu einer Erweiterung des hiesigen Ortsausschusses geschritten,- damit er den neue» größeren Ausgaben ge recht werden kann. Stuttgart. V o r ft a n d s w a h l im W ü r I t. Goct h c b u n d. Zum zweite» Vorsitzendcii des . Gesamt Vorstandes wurde für das Geschäftsjahr 1927 28 Sanitätsrat Tr. Ries gewählt. Crailsheim. Am Samstag, 5. Nov., ersrcutc Religionslchrcr A d e l s h c i m e r Stuttgart unsere Gemeinde mit seincin Besuch, um innerhalb des isr. Gemcindcvcr - 529 - I KAIM CANTATOR FLÜGEL PIANOS Die hochwertigen Musikinstrumente / Ihr Klang - ist Gesang Auch Sie müssen „KAIM-CANTATOR" hören Getfr. 1819 KAIM-Pianolorle-AM.-üesellsdi. Kirdiliclni/Ted( Fabiiknlederlage In Stuttgart am Friedridiiplatz / Fernsprecher Nr. 28984 [indem, ,keine.anderen Schuhe C % & \rosig Schulst! Der fertige Maßschuh für diÄhjgend. Verlangen Sie unseren Prospekt i