Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1927-12-01 · 17 (1.12.1927) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
IV (1927-1928)
Issue
17 (1.12.1927)
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4904101-5441811-5442988--1565-4905565
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

* ihres Todes Stunde sie im Geiste noch einmal gesehen zu haben. Mögest Du, allgütiger Gott, es fügen, daß auch unsere schnell lebende und schnell vergessende Zeit in Ehren halte das Andenken der Gefallenen unserer Gemeinde, das Andenken an all die Hunderttausende, die für unser deutsches Vaterland in den Tod gegangen sind und die Brandung des zerstörenden Weltkrieges mit ihrem Leben an unserer Heimat Grenzen aufgehalten haben. Mögest Du, barmherziger Vater, ihrer in Gnade gedenken und ihren Tod werden lassen zu einer Quelle der Anerkennung und der Dankbarkeit, der Demut und Treue, der Einigkeit und des gegenseitigen Verstehens und Vertrauens. Dann mirst Du neue Kraft unserem krankenden Baterlande wieder verleihen und es segnen mit dem Segen des wahren Friedens. Amen. Ergriffen lauschten alle diesen Worten. Dann »rüg Religionslehrer Metzger das Totengebet für die Gefallenen in der hebräischen Sprache vor, und die eindrucksvolle Feier hatte ihr Ende erreicht. Ter Entwurf des Ehrenmals stammt von dem i.'udwigsburger Bildhauer Schapfl. Die Ausführung hatten Bildhauer Scheerer und Sohn übernommen. Der Denkstein ist ein 2.70 Meter hoher Obelisk aus blaugrauem Muschelkalk. Tie Inschrift des Steines lautet: „In treuer Pflichterfüllung starben für ihr Vaterland im Weltkrieg 1914—18 Benno Elsas, Wilh. S. Ottenheimer, Sigwart Wertheimer, Berthold ElsaS, Wilhelm I. Ottenheimer, Wilh. M. Ottenheimer." Ei» Besuch im Neu-Zseuburger Heim. Der Auftakt zu der diesjährigen Gesamtvorstandssitzung des Jüdischen Frauenbundes vom 13. bis 15. November in Frankfurt a. M. bildete die Besichtigung des Jsenburger Heims und der Bortrag von Frl. Berta Pappenhrim: „Das unsichtbare Isenburg." Wer zum ersten Male nach Isenburg kommt, um das Heim des jüdischen Frauenbundes dott zu sehen, ist vom ersten Eindruck enttäuscht. Es ist kein Anstaltsbau. Jede Repräsentatton fehlt. Vier schlichte Häuser, die sich ganz dem Straßenbild anpassen, am Waldesrand gelegen, mitten in Gemüsegärten, bilden die Zufluchtsstätte für die gefährdete weibliche Jugend .Haus 1, das Heim für die sittlich Gefährdeten, ist gerade vor zwanzig Jahren von Fräulein Betta Pappenheim in Erkennung der sittlichen Not- und Mißstände begründet worden. Hier fanden schon Hunderte von jungen Mädchen, denen der innere Halt fehlte und deren Elternhaus versagte, Schutz und Erziehung. Hier' wurden und werden die Mädchen zu werktätigen, sittlich gefestigten Menschen erzogen und dem hauswirtschaftlichen Berufe zugesührt. Haus 2 (im Jahre 1914 erbaut) Sßjruzkolajdje, * draUneru MAUXION faöstlidrheßehrt und, herulqmt PEL2MÜLLEP PELZ PELZ MXNTEL Mäßige Preise JACKEN GrößteAuswahl KONIGSTRASSE 36

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.